Traditionelle Jurten

Traditionelle Jurte

Foto: Amick, pixmac.at

Der Ursprung der Jurte liegt tief in der Vergangenheit nomadischer Kulturen. Unser Zeltsystem der Schwarzzelte hat mit den Behausungen mongolischer und kirgisischer Völker die Form und weitgehend auch die Funktion gemeinsam.

Beide Zelte sind Feuerzelte. Sie bieten eine Heimat für ganze Sippen und können mit geringem Aufwand von einem Ort zum anderen transportiert werden.

Insbesondere unterscheiden Sie sich jedoch in Konstruktion und Material. Während unsere Jurten aus einem modernen Zeltgewebe gefertigt werden und von der Konstruktion wie ein Zelt mit Aufstellstangen und Abspannseilen verwendet werden, sind die traditionellen Jurten in aller Regel mit einer selbsttragenden Konstruktion aus Scherengittern und Dachstangen und Dachkranz gebaut und mit Filz, Fellen und oder Planen belegt.

Unser Zeltsystem ist darauf ausgelegt möglichst leicht und modular zu sein. Meist wird es von Jugengruppen für Freizeiten und Fahrten verwendet, kann jedoch mit gewissen Einschränkungen auch dauerhaft genutzt werden.

Vorsicht ist  hierbei spätestens bei winterlichen Schneelasten geboten, welche ein Zelt niederdrücken können.

Die traditionellen Jurten sind hier viel massiver gebaut, alle Einzelteile zusammen benötigen dann aber beim Transport eine Herde Pferde oder einen kleinen LKW, mit dem die mongolische Sippe ihr Hab und Gut dem Zug der Herden hinterher bringt.

Die traditionellen Jurten sind optimal auf die trockenen, oft auch kalten klimatischen Bedingungen ihrer Herkunft abgestimmt. In unseren Breiten ist ihnen aufgrund der Feuchtigkeit oft kein langes Leben beschieden. Bei uns bieten feuchte Filze leider eine hervorragende Kultur für allerlei Kleinlebewesen.

Inzwischen gibt es jedoch auch Ansätze, welche die klassische Bauweise mit modernen Materialien kombinieren und damit die tradtionelle ein Stück weit für unsere Region anpassen.

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