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Fotoausstellung Helmut Kalle

Scouting - vor 1 Stunde 55 Minuten

Vom 20.03. (Start 19 Uhr) bis zum 26.4.2020 präsentiert die Studio-Galerie Othmarschen (Ansorgestraße 19 in 22605 Hamburg) Fotografien von Helmut „Till“ Kalle mit schwarz-weiß Bildern, die auf Reisen in Europa, Nahost und Zentralasien entstanden: „Helmut Kalles Fotografie spiegelt seine Leidenschaften – sein Fernweh, seine Neugier auf Menschen und ihren Lebensraum. Mit einer Jugendgruppe ist er 1955 ein erstes Mal in Griechenland. Dorthin kehrt er auch in den nächsten Jahren immer wieder zurück. 1960 umrundet er Island. 1962 ist er in der Türkei und Bulgarien unterwegs. Von den späten 70ern an wird der Radius größer. Vor allem der Nahe Osten lockt ihn: Iran, Israel, Jemen, Zypern. In den späten 80ern fesseln ihn Albanien, Ungarn und Tschechien. Nach der Grenzöffnung 1989 erschließt er sich die DDR. In den 90ern bereist er Russland und Zentralasien: Jakutsien im Norden, Georgien, Tadschikistan, Usbekistan und in die Mongolei. Im Westen locken Portugal und Kuba. Er ist unterwegs mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß.    In seiner Fotografie sucht Helmut Kalle nicht das Spektakuläre, sondern den Alltag. Fast immer zeigt er Menschen, scheinbar unbemerkt bei typischen Tätigkeiten fotografiert. In die frühen Jahre fallen zahlreiche Porträts von Charakterköpfen, alte Gesichter, zerfurcht wie Landschaften; Kindergesichter, glatt, mit glänzenden, fragenden Augen. Seine Bilder sind leise, beobachtend; sie erzählen: Der Lichteinfall in einen Raum, gleißendes Licht über einer Landschaft und die Schlagschatten eines Gebäudes. Sie sind ausschließlich schwarz-weiß fotografiert. Helmut Kalle (1938-2019) wuchs in Hamburg auf und studierte an der Staatlichen Höheren Fachschule für Fotografie in Köln. Zunächst fotografierte er für Industrie, Medizin und Forschung, von 1982 an arbeitete er als freiberuflicher Bildjournalist mit Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Zeitschriften.“
(Text aus der Ausstellungankündigung)
Helmut Kalle  Fotografie Europa Nahost Zentralasien  20. März bis 26. April 2020
Ausstellungseröffnung am 20.03.2020 um 19 Uhr.
Öffnungszeiten sind zu vereinbaren:

Phone+49 40 5535006 Mobile 0171 583 1155 schulze-alex@alice.de Bildnachweis: Helmut Kalle (aus der Einladung zur Ausstellungeröffnung)  
Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Deutscher Pfadfinderbund Mosaik

Scouting - So., 02/16/2020 - 04:40

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik (DPBM) wurde 1945 unter dem Namen DPB Westmark gegründet. Während der „wilden Jahre“ des BDP hatten sich zahlreiche Gruppen aus diesem, insbesondere die Landesmark Rheinland, dem Westmark zugewendet und strukturell, als auch vom Stil her maßgeblich verändert. Auch als Spätfolge daraus erfolgte im Jahr 1988 eine grundlegende, moderne Neuausrichtung des Bundes und fand seinen Niederschlag auch in der Umbenennung. Im Jahr 2011 schloss sich die aus zwei Stämmen bestehende Pfadfinderschaft Grenzland dem DPBM an. Der DPBM ist mit Schwerpunkt im Rheinland bundesweit vertreten und gehört mit etwa 6000 Mitgliedern zu den größten Bünden im Deutschen Pfadfinderverband (DPV), mit welchem er sich auch das Büro in Köln teilt. Es sind die Altersstufen Wölfling, Pfadfinder und Rover vertreten. Der Bund umfasst Mädchen und Jungen in zumeist gemischtgeschlechtlichen Stämmen. Der DPBM ist interkonfessionell, die Gruppen leisten keine religiöse Arbeit, der Versprechenszusatz „mit Gottes Hilfe“ kann, muss jedoch nicht verwendet werden. Die Entscheidung darüber trifft jeder selbst. Bekannt ist dieser Bund auch durch seine Lieberbücher „BuliBu“. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

 

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Kategorien: Pfadfinder

Verarzten verboten?

Scouting - Sa., 02/15/2020 - 07:10

Falls sich einer von euren Gruppenmitgliedern doch mit heißen Fett verbrannt haben sollte, ist es klar, daß die Stelle möglichst lange in kaltem Wasser gekühlt werden sollte. Vielleicht habt ihr sogar eine kühlende Salbe zur Hand und könntet auf die Idee kommen, diese zu verwenden. Aber wußtet ihr, daß es selbst Sanitätern ohne Rücksprache mit einem Arzt untersagt ist, Salben gleich welcher Art oder Medikamente (auch verschreibungsfreie) zu verabreichen? Die Gefahr von unerkannten Allergien lauert nach Ansicht des Gesetzgebers überall. Und das gilt auch auf Großfahrt und in der finnischen Pampa.

Gruppenführern ist deshalb zu empfehlen, sich vor der Fahrt von den Eltern schriftlich geben zu lassen, unter welchen Allergien ihr Kind leidet, welche Erkrankungen es häufiger hat, welche Medikamente das Kind dagegen nimmt und diese Medikamente sollte das Kind dann von den Eltern mitgegeben bekommen und selbständig einnehmen. Bei Verletzungen sind die Eltern grundsätzlich zu informieren. Eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Sorgeberechtigten und den Betreuungspersonen, die es dem Jugendleiter bei Bagatellverletzungen erlaubt, selbst zu handeln, ohne sofort einen Arzt aufzusuchen oder eine telefonische Rückfrage in Akutfall, wird nicht von allen Juristen als ausreichend erachtet.

Die Expertenempfehlung des Chefarztes der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes lautet hierzu: „Um unser eingesetztes Personal nicht unnötig in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen, möchte ich von meiner Seite an alle appellieren, keine Medikamente auf Sanitätseinsätzen mitzuführen, es sei denn, ein verantwortlicher Arzt ist mit dabei, bzw. übernimmt die Verantwortung für diesen speziellen Einsatz.“ Einen Vorteil hat das ganze: Der Stamm spart sich die Kosten für den Medikamentenkasten und der Gruppenführer muß ihn nicht mehr schleppen.

Quelle: scouting 04-07

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Die letzten Wandervögel

Scouting - Sa., 02/15/2020 - 04:05

Burg Waldeck und die Nerother Geschichte einer Jugendbewegung. Das Buch beschreibt die Geschichte eines bedeutenden Jungenbundes, des Nerother Wandervogels, von den Ursprüngen über Verbot und Verfolgung bis in die heutige Zeit. Der Gedanke und die Tat, eine Jugendburg zu bauen, die unsäglichen Schwierigkeiten Burg Waldeck endgültig in Besitz nehmen zu können und das Abenteuer der gemeinsamen Großfahrten prägen das Antlitz dieses Bundes. Spannend bis zur letzten Seite.

ISBN 978-3-88778-197-2
212 Seiten
Format: 18 x 25,5 cm
Sprache: deutsch
2. Auflage, zahlreiche Abbildungen, Hardcover

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Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinderzentrum Neumarkt

Scouting - Fr., 02/14/2020 - 05:00

Das Pfadfinderzentrum Neumarkt ist für Gruppen ideal, die zwar in der Natur sein wollen, aber auf „Komfort“ nicht  verzichten mögen: Der Platz verfügt über ein Versorgungshaus, das barrierefrei mit Duschen, WCs, einem Spülbereich, Kühlschränken und Lagerräumen ausgestattet ist. Der Platz liegt ruhig auf einem Wiesengrundstück auf dem Mariahilfberg, etwa 150 Meter über der Stadt Neumarkt. Der Stadtteil Höhenberg ist etwa 800 m entfernt, von hier aus verkehren auch Busse ins Zentrum.

Die Umgebung

Gruppen, die einen Hike durch die bergige Landschaft des Oberpfälzer Jura planen, die entlang des Main-Donau-Kanals oder am historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal radeln wollen, oder die einfach ein paar schöne Tage in Zeltlager-Stimmung verbringen wollen, sind in Neumarkt genau richtig. Zu den Sehens-würdigkeiten der Umgebung zählen die alten Reichsstädte Nürnberg (40km) und Regensburg (70km) sowie der Naturpark Altmühltal (40km) und das Neue Fränkische Seenland (60km).

Der Oberpfälzer Jura ist bekannt für seine markante Landschaft, die vor allem von zahlreichen Flusstälern geprägt ist. Außerdem sind hier mehrere Tropfsteinhöhlen entstanden, besonders bekannt ist die König-Otto-Höhle bei Velburg (20 km).

Die Stadt Neumarkt i.d.OPf.

Neumarkt liegt 40 km südöstlich von Nürnberg und hat etwa 40.000 Einwohner. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die historische Altstadt, das Museum Lothar Fischer und das Museum für historische Maybach-Fahrzeuge.

Als besonderes Wahrzeichen gilt die Burgruine Wolfstein, die hoch über der Stadt schon von weitem zu sehen ist und einen großartigen Rundblick bietet. Der von König Ludwig I. erbaute Ludwig-Donau-Main-Kanal durchzieht die Stadt von Nord nach Süd und verläuft auch durch das Gelände der Landesgartenschau 1998, dass heute ein vielbesuchtes Parkgelände darstellt.

Direkt neben dem Zeltplatz befindet sich die Fritz-Weithas-Sternwarte, die gerne Gruppen vom Zeltplatz empfängt. Daneben findet man in Neumarkt zahlreiche Spiel- und Sportplätze, ein Erlebnisfreibad und eine Minigolfbahn.

Weitere Infos und die Preise findet ihr auf  www.zeltplatz-neumarkt.de

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Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag : Heiner Kröher („Hein“)

Scouting - Fr., 02/14/2020 - 04:50

Heute vor vier Jahren, am 14. Februar 2016, verstarb Heiner Kröher („Hein“)  im Alter von 88 Jahren in Primasens nach einer Operation. Er galt als begabtes „Urgestein“ jugendbewegten Gesanges. Mit seinem Zwillingsbruder Oskar war er, waren sie, als „Hein und Oss“ auf den Bühnen der Welt daheim. Sie begeisterten mehr als fünfzig Jahre nicht nur die Mitglieder der Jugendbewegung, sondern brachten auch vielen anderen Menschen sowohl das deutsche Lied als auch die von ihnen intonierten Lieder vieler Länder und Völker nahe. Gemeinsam erhielten sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz.

Der am 17.09.1927 in Pirmasens geborene Hein stammte, ebenso wie sein Bruder, aus der Jungenschaft.  In der Nachkriegszeit spielten beide zunächst als Gitarristen im Zweibrücker Jazzorchester, bald wendeten sie sich jedoch dem deutschen Volkslied zu. Sie veröffentlichten 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedsammlungen aus aller Welt. Gemeinsam mit Peter Rohland initiierten sie das Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck, zudem betätigten sie sich auch schriftstellerisch. Selbstverständlich gibt es über Hein & Oss auch einen Dokumentationsfilm.

Vorstellung der CD-Gesamtausgabe von Hein&Oss

 

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Kategorien: Pfadfinder

Jubi bleibt Fachstelle für Demokratie

Scouting - Do., 02/13/2020 - 04:10

Aus dem „Burgblick“: Die seit Juni 2015 laufende Arbeit der Jugendbildungsstätte Ludwigstein als Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis kann fortgesetzt werden. Nach der Umsetzung von über 150 Projekten in den Bereichen Demokratieförderung und Extremismusprävention wurden dem Landkreis Mittel für weitere 5 Jahre aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und dem hessischen Landesprogramm für Demokratie bewilligt. Zivilgesellschaftliche Projekte von gemeinnützigen Vereinen und Jugendinitiativen werden jährlich aus einem Fonds in Höhe von nun 74.000 € unterstützt. Dafür können ab sofort Interessenbekundungen für Maxiprojekte (bis zu 3.000 € Zuschuss) und Miniprojekte (bis zu 500 € Zuschuss) bei Katharina Franke unter www.demokratie-leben-wmk.de gestellt werden.

Bildnachweis: Jugendbildungsstätte Ludwigstein, Burgblick

Kategorien: Pfadfinder

Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Reulecke!

Scouting - Mi., 02/12/2020 - 04:48

Am heutigen Tage, dem 12. Februar, feiert Jürgen Reulecke seinen 80. Geburtstag. Er ist deutscher Historiker und emeritierter Professor (zuletzt an der Justus-Liebig-Universität Gießen). Zu seinem Forschungsschwerpunkt gehört die Geschichte der deutschen Jugendbewegung. Vielen ist er von seiner Mitwirkung an der „Fachtagung Pfadfinden“ bekannt oder von der  Ringvorlesung „Jugendbewegung – Protest und Mythos“ der Universität Kassel zum 100. Jahrestag des Meißner-Treffens . Auch scouting wünscht alles Gute zum Geburtstag!

Bildnachweis: Jürgen Reulecke beim Mindener Kreis 2016

 

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Kategorien: Pfadfinder

BdP NRW sucht eine* n Bildungsreferent*in ( w/m/d)

Scouting - Mi., 02/12/2020 - 04:17

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Landesverband NRW e.V. (BdP LV NRW) ist ein Kinder- und Jugendverband, der seit mehr als 40 Jahren an über 31 Standorten durch die dort ansässigen Ortsgruppen ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit leistet.
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir für unser Team in der Landesgeschäftsstelle in Altena
eine*n Bildungsreferent*in ( w/m/d).

Dein Aufgabengebiet:
Planung und Umsetzung von Landesverbandsveranstaltungen
administrative Begleitung und Abwicklung von Landesverbandsaktionen
Betreuung der Ortsgruppen in NRW
Unterstützung des ehrenamtlichen Vorstands

Dein Profil:
abgeschlossenes Studium im sozialpädagogischem Bereich
Führerschein Klasse B und eigener PKW
gute MS-Office Kenntnisse
Reisebereitschaft in NRW (Fahrtkosten werden erstattet)

Deine Kompetenzen, was zeichnet dich idealerweise aus?
Selbstständigkeit und Eigeninitiative
Planungs- und Organisationsfähigkeit
Moderationskompetenzen
Kritik- und Konfliktfähigkeit

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder bietet Dir einen spannenden, vielschichtigen jugendorientierten Aufgaben- und Verantwortungsbereich, der Dir die Möglichkeit gibt dich selbst persönlich wie beruflich zu entwickeln. Darüber hinaus eröffnet die Stelle dir Möglichkeiten, mit den vielen Schnittstellen zu den Dachverbänden, Ämtern und Behörden eigene berufliche Netzwerke aufzubauen.

Es handelt sich um eine unbefristete Vollzeit- bzw. Teilzeitstelle (mit 39,5 Stunden o.ä.). Das Gehalt orientiert sich, in Anlehnung an den Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst des Landes NRW, an der Entgeltgruppe E9.

Deine aussagekräftige Bewerbung schickst Du bitte an Bianca Dettke per E-Mail an Bewerbung@bdp-lv-nrw.de
Bei Fragen vorab, melde Dich einfach per Mail bei Bewerbung@bdp-lv-nrw.de

Kategorien: Pfadfinder

VDAPG: Noahs Gilde aufgenommen

Scouting - Di., 02/11/2020 - 04:05

Der Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. (VDAPG) ist um eine Gilde reicher. Im Anschluss an einen Gottesdienst der Schaager Pfarrgemeinde in der Kirche St. Anna wurde „Noahs Gilde“ durch den Vorsitzenden des VDAPG Helmut Reitberger und das Sprecherteam der VDAPG Region West mit Heike Moskopp, Carsten Fleck und Michael Lucks feierlich aufgenommen.

Der neu gewählte Gildensprecher Peter Giezen übernahm stellvertretend für die neue Erwachsenengruppe die Gründungsurkunde, das VDAPG-Banner sowie das Handbuch entgegen. Zusammen mit den rund 25 neuen Mitgliedern, denen das Altpfadfinderhalstuch verliehen wurde, lud er die Gäste aus über 10 Gilden aus allen Regionen des Verbandes, darunter auch der Ehrenvorsitzende des VDAPG, Herbert H. Krisam, zu einem Empfang im Pfarrhaus mit leckeren Speisen und Getränken ein.
Für den Verbandsvorstand bestätigt die Gründung der neuen Gilde die Idee, sich auch als erfahrener Mensch, getreu dem Motto „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“ weiter engagieren zu können. Um mit dem VDAPG hierfür den richtigen Rahmen zu bieten, soll sich dieser auch in Zukunft weiterentwickeln. Ideen hierfür wurden unter anderem auf dem Vorstandstreffen vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2020 im Nettetal von Helmut Reitberger als Vorsitzenden, Hendrik Knop als Stellvertreter, Hans-Werner Metzing als Schatzmeister, Cathrin Stange als Geschäftsführerin und Angela Dernbach als Internationale Beauftragte diskutiert, welches mit der Gildenneugründung abgeschlossen wurde.

Kategorien: Pfadfinder

Leserbrief zum Missbrauchsfall Wannweil: Keine „echten“ Pfadfinder

Scouting - Mo., 02/10/2020 - 04:35

Heute vor 5 Jahren:
Im Gerichtsverfahren gegen den 24-jährigen ehemaligen Leiter einer Gruppe der Royal Rangers in Reutlingen-Wannweil kommen immer mehr Details ans Licht, bei denen es einen nur schütteln kann. Jetzt kam der psychiatrische Gutachter zu Wort. Der attestiert dem Täter eine grundsätzlich prosoziale Grundhaltung. In der Szene sorgte derweil ein Leserbrief für großen Unmut. Anerkannt und somit echte Pfadfinder seien sowieso nur die DPSG, der VCP und der BdP.Der Gutachter stellte über den Angeklagten fest, dass dieser die Leitung der Pfadfindergruppe nicht gezielt angestrebt habe, er sei halt Pfadfinder gewesen und dann „habe sich das so ergeben“. Obwohl die Übergriffe über zwei Jahre hinweg erfolgten, hatten sich die 12- bis 14jährigen Jungen seiner Gruppe nicht ihren Eltern anvertraut. Vielmehr war ein Vater selbst über einen verdächtigen Chat des Gruppenleiters mit seinem Sohn aufmerksam auf das Treiben geworden. Im Rahmen der Gruppenstunden und sonstigen Aktivitäten war es regelmäßig zu gegenseitigen sexuellen Handlungen gekommen. Nach Ansicht des Gutachters handelte es sich dabei allerdings, ohne den Anteil des Angeklagten herabspielen zu wollen, um ein „gruppendynamisches Geschehen“, bei dem, wie die Staatsanwältin es nannte, auch die eigene „pubertätsbedingte Neugier“ der beteiligten Heranwachsenden eine Rolle gespielt habe.

Der Gruppenleiter hatte sich gegenüber seinen Anvertrauten mit erfunden Geschichten von seinen angeblichen Kontakten zur Rockerszene in Heldenmanier dargestellt. Im wirklichen Leben hingegen haderte er mit seiner eigenen Orientierungslosigkeit, der rigriden Lebenswelt seines religiösen Umfeldes und seiner offensichtlichen sexuellen Neigung zu Halbwüchsigen. Noch während die Übergriffe erfolgten, hatte er sich mit unklaren Hilfeersuchen hinsichtlich der sexuellen Aktivitäten an Verantwortliche der Gemeinde gewendet, an der er als Gruppenleiter der Pfadfindergruppe tätig war. Diese hatten seine Klagen über das zu offensichtlich sexuelle Interesse seiner Gruppenmitglieder jedoch nicht weiter verfolgt. Dabei soll es gemäß Medienberichten bereits in einer Gruppe an einer anderen Gemeinde zu Auffälligkeiten gekommen sein, die er von 2007 bis 2009 betreute.

Der Gutachter hob zudem das „Machtgefälle“ innerhalb der Gruppe hervor, welches es dem Leiter erleichterte, Zugang zu den Heranwachsenden zu bekommen – eher als zu Gleichaltrigen. Die umliegenden Pfadfinderstämme (und nicht nur diese) reagierten mit Entsetzen auf die Vorfälle in Wannweil, wobei es auch zu „Überschussreaktionen“ kam. So äußerte der Vertreter eines DPSG-Stammes in einem Leserbrief an den Reutlinger General-Anzeiger, dass die „Royal Rangers“ keine echten Pfadfinder seien und führte aus: „Deshalb möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass im wirklichen Sinne »Pfadfinder« nur die Mitglieder des Weltverbandes (WOSM) sind. Dazu zählen in Deutschland der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Es spielt daher auch keine Rolle, ob Jugendverbände sich selbst als Pfadfinder bezeichnen oder nicht, da unterm Strich nur die Mitgliedschaft im Weltverband ein solides pädagogisches Konzept bietet.“

Na Prosit. Und die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) hat der Leserbriefschreiber in seiner Auflistung der heiligen und einzig wahren Pfadfinderbünde lustigerweise vergessen. Zudem erinnern wir lieber nicht an den delikaten Vorfall in der „anerkannten“ DPSG vor fünf Jahren, bei der im Rahmen einer offiziellen Fortbildungsveranstaltung auf Burg Rothenfels für Leiter, (bei denen es gemäß der Schilderung der Beteiligten regelmäßig zu Zuständen von Volltrunkenheit kam), eine völlig abgefüllte junge Frau fast von einem ebenso abgefüllten jungen Mann vergewaltigt wurde. Allerdings fehlte in den damaligen Zeitungsberichten konsequent der Hinweis auf die DPSG, allenfalls war von „katholischen Pfadfindern“ die Rede. Aber die Kombination katholisch, koedukativ, viel Alkohol im Spiel und Burg Rothenfels – sorry, das ist eindeutig, aber ein schöner Beleg, wie erfolgreich auf die Presse Einfluss genommen wurde, um in diesem Zusammenhang nicht seinen Verbandsnamen in der Zeitung lesen zu müssen.

Ganz klar: Große Verbände haben vielleicht eine bessere Ausgangslage, wenn es um die theoretische und professionelle Erarbeitung von Präventionskonzepten geht. Denn sie verfügen zumeist über hauptamtliche Mitarbeiter. Ob und in welchem Maße diese Konzepte aber auch umgesetzt werden, entscheidet sich ausschließlich vor Ort. Auch die Royal Rangers sind über den Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden an ein entsprechendes Konzept angebunden. In diesem Fall aber hat es versagt. Für die gute Pfadfinderarbeit vor Ort ist nicht die Zugehörigkeit zum Weltverband auschlaggebend. Zumal nicht der Weltverband über die Aufnahme weiterer Bunde aus Deutschland entscheidet, sondern die vier jetzigen Mitglieder, die aus finanziellen Erwägungen heraus überhaupt kein Grundinteresse an der Aufnahme weiterer Mitglieder haben. Aber diese ganze Diskussion anerkannt – nicht anerkannt ist ein gruseliges Deja-vu der achtziger Jahre. Ich dachte echt, wir wären schon längst ne Runde weiter.

Wer wissen will, ob die Gruppe Musterstamm aus Musterhausen gute Arbeit macht, kommt nicht umhin, sich selbst einen Eindruck zu machen und die Arbeit der Pfadfinder und das Leben seines Kindes aktiv-zuhörend und anteilnehmend zu begleiten. Und selbst wenn in einem Pfadfinderbund, ob groß oder klein, aber je größer, desto wahrscheinlicher, bereits ein Missbrauch erfolgt ist, lässt dies nicht automatisch einen Rückschluss auf die eigene Gruppe vor Ort zu. Selbst wenn der Missbrauch in der Gruppe vor Ort geschehen ist, lautet die wichtigste Frage doch: Und wie geht man jetzt damit um? Wird es aufgearbeitet? Waltet Transparenz oder Vertuschungsgehabe? Wird Verantwortung übernommen? Erfolgen Änderungen in den Rahmenbedingungen, die für die Zukunft dafür Sorge tragen, dass etwas ähnliches, wenn nicht verhindert, so doch deutlich erschwert wird? Auf der Homepage der Volksmission herrscht jedenfalls Schweigen im Walde.

Quelle: Schwäbisches Tagblatt 09.02.2015

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Evangelische Pfadfinder Vogelsberg

Scouting - So., 02/09/2020 - 04:40

Die 2007 gegründeten Evangelischen Pfadfinder Vogelsberg (EPV) gehören keinem Verband an, kooperieren aber nach Eigenaussage mit  möglichst vielen Gruppen. Dazu zählen der Ring evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP), der Pfadfinderbund Weltenbummler, der VCP, die Naturschutzjugend, der Untermerzbacher Kreis (UMK). Die Gruppen der EPV umfassen um die 40 Mädchen und Jungen in den Stufen Wölflinge, Scouts und Ranger. Man trägt Kluft, verfügt über eine Probenordnung, Versprechen und Gesetz. Stark engagiert sind die EPV auch im Naturschutz. Hier geht es zur Homepage der Gruppe.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

 

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Das Wigwambuch

Scouting - Sa., 02/08/2020 - 04:05

Faksimile der Ausgabe von 1921. Ein Buch von großer Reichhaltigkeit über das Lagerleben. Es enthält zudem 95 Zeichnungen des Verfassers John Hargrave, der auch ein anerkannter und sehr erfolgreicher Illustrator war.

Der Engländer John Gordon Hargrave (18941982) war bereits 1908 der entstehenden Pfadfinderbewegung beigetreten und wurde 1916 von Robert Baden-Powell zum Beauftragten für Waldläufertum und Zeltlager ernannt. Aufgrund seines auch durch Kriegserlebnisse geprägten starken Pazifismus geriet er jedoch schließlich in Widerspruch mit dieser Bewegung und wurde 1920 ausgeschlossen. Im Anschluss gründete Hargrave die „Kibbo Kift“, welche sich an Personen jedes Alters richteten und den Weltfrieden zu erreichen suchten. Um 1923 bereicherte er seine Ansätze mit den Überlegungen von Clifford Hugh Douglas um den „Social Credit“, dessen Ansatz eines bedingungslosen Grundeinkommens jüngst neue Aktualität erlangt hat.

John Hargrave
Das Wigwambuch
96 Seiten | Hardcover | hochwertiges Leinen |12,5 x 18 cm
16,00 € | A: 16,40 €
ISBN 978-3-88778-186-6
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Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinderheim Friedrichstal

Scouting - Fr., 02/07/2020 - 05:00

Das Pfadfinderheim Friedrichstal besteht in dieser Form seit 1990. Es wurde in über dreijähriger Arbeit von einer leerstehenden Scheune zu dem ausgebaut, was es heute ist. Träger des Heims ist der Förderverein des Pfadfinderstammes Adler e.V., in dem sich ehemalige und aktive Pfadfinder, Eltern und Freunde zusammengeschlossen haben, um die Jugendarbeit des Pfadfinderstammes Adler zu unterstützen. An Wochenenden und während der Schulferien haben Jugendgruppen und Schulklassen die Möglichkeit, das Heim für Zeltplager, Hauslager, Seminare oder Schulungen zu mieten. Nach Absprache sind auch Familienfeiern möglich.

Das Obergeschoss bietet einen großen, zweiteiligen Versammlungsraum und eine Küche.
Im Dachgeschoss stehen fünf kleine Gruppenräume, das Matratzenlager sowie ein großer Raum mit Sitzecke zur Verfügung.
Im Erdgeschoss gibt es Toiletten und eine große Dusche.
Draußen gibt es eine große Wiese, die als Zeltplatz und/oder Spielwiese genutzt werden kann.

Hausanschrift
Spöcker Weg 2
76297 Stutensee-Friedrichstal
Tel. 07249 – 3522

Internetseite des Hauses.

 

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Kategorien: Pfadfinder

Pflastersteine online

Scouting - Do., 02/06/2020 - 04:26

Die letzte Ausgabe der Zeitschrift „Pflastersteine“ des Pfadfinder-Fördererkreises Nordbayern e. V. kann hier gelesen werden:
http://www.pfadfinden-foerdern.de/index.php?cat=Ver%C3%B6ffentlichungen

Die Inhalte sind u. a.
– Pfadfinden in Libyen
– Berichte aus den Stämmen
– Friedenslicht 2019
– Freimaurerloge „Zur Weissen Lilie“

Weitere Informationen …
Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V., www.pfadfinden-foerdern.de
Harald Rosteck, Hartmannstraße 85, D-91052 Erlangen, Tel. +9131/304157,
harald.rosteck@t-online.de

 

Kategorien: Pfadfinder

Georgsring findet neue Bleibe

Scouting - Mi., 02/05/2020 - 04:49

Der Georgsring ist der Verein zur Förderung der Georgspfadfinderschaft (DPSG) in Rheinbach, Stamm Antoine de Saint-Exupéry. Er unterhält ein Möbellager, eine Fahrradwerkstatt und auch Joblotsen für Geflüchtete (letzteres Projekt läuft in naher Zukunft aus). Er war auf der Suche nach einer neuen Bleibe, welche nun glücklich gefunden wurde. Sein Möbellager und die Fahrradwerkstatt ziehen bis Mitte März in eine Halle im Gewerbepark um und zusammen mit der Rheinbach-Meckenheimer Tafel unter ein Dach.

Mit der Flüchtlingswelle 2015 stellte sich das Möbellager des Vereines komplett auf die Ersteinrichtung von Unterkünften ein, es folgte die Idee, mit Spendenrädern auch für die Mobilität der Neuankömmlinge zu sorgen. Die Aufarbeitung der Räder geschah dann unter Anleitung erfahrenerer Ehrenamtler durch die Geflüchteten selber.

Bildnachweis: Georgsring

Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Werner Helwig („Hussa“)

Scouting - Di., 02/04/2020 - 04:47

Heute vor 35 Jahren, am 04. Februar 1985, verstarb Werner Helwig („Hussa“)  im Alter von 80 Jahren in der Schweiz. Werner Helwig war Schriftsteller und Liedermacher und ist bis heute einer der bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Nerother Wandervogel. Werner Helwig wurde am 14. Februar 1905 bei Berlin geboren und kam um 1923 in Kontakt mit der Wandervogel-Bewegung, insbesondere mit dem Herausgeber der Zeitschriften „Wandervogel“ und „Junge Menschen“, Walter Hösterey. Schließlich führte ihn eine seiner Wanderungen zur Burg Waldeck und dem dort ansässigen Nerother Wandervogel, dessen Mitglied er wurde. Ab 1929 führte er ein eigenes Fähnlein in Hamburg. 1931 wurde er wegen Verstoßes gegen § 176 StGB (Unzucht mit Kindern) in Untersuchungshaft genommen und verbüßte 1932 unter Anrechnung dieser Haft noch sechs Monate Gefängnisstrafe.

Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten setzte er sich in die Schweiz ab. Sein literarisches Werk ist sehr vielseitig, die weiteste Verbreitung erfuhr aber die Erzählung „Raubfischer in Hellas“ und seine Darstellung der Bewegung in „Die blaue Blume des Wandervogels“. Von seinen Liedern dürfte (ausgerechnet) das wenig-nerothane „Du machst Kleinholz“ am bekanntesten sein. Er war Mitbegründer des P.E.N.-Clubs Liechtenstein und lebte bei seinem Tode in zweiter Ehe mit Gerda Heimes zusammen, an deren Heimatort Wormbach-Schmallenberg im Sauerland er auch beerdigt wurde. Werner Helwig erhielt im Lauf seines Lebens mehrere Auszeichnungen. Den Preis der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur im Jahr 1951, den Literaturpreis des Kulturpreises im BDI im Jahr 1962 und schließlich das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse im Jahr 1981. Über Details der Vorgänge um 1930, die zu seiner Verurteilung führten, ist ohne intensive Archivrecherche hingegen wenig zu finden. Eine Ausnahme stellt das ausgesprochen empfehlenswerte Buch „Eine nachgetragene Autobiographie“ seiner Nachlassverwalterin dar.
Einen Geschmack auf das musikalische Schaffen gibt folgendes Video zum Lied „Wo tausend Krieger fielen“.

Wikipedia-Eintrag zum Weiterlesen

Helwig-Seite mit vielen seiner Texte

Buch: „Die Geheimnisse des Baybachtales“ von Werner Helwig
Buch: „Die blaue Blume des Wandervogels“ von Werner Helwig

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Kategorien: Pfadfinder

Bildungsprojekt und Ausstellung

Scouting - Di., 02/04/2020 - 04:10

„Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“
Nach einjähriger Vorbereitung konnte durch den Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V. das Bildungsprojekt und die Ausstellung „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken. Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost – 75jähriges Jubiläum und 35 Jahre Deutsch-Polnische Pfadfinder/ innenkontakte“ in der Stadtbibliothek eröffnet werden. Die Ausstellung war vom 5.7. bis 17.9.19 in der Erlanger Stadtbibliothek zu sehen.

Der Inhalt der Ausstellung reicht von der Besetzung Polens im Jahre 1939 über den Warschauer Aufstand im Jahre 1944 bis zur Zerstörung Warschaus. Die Rolle der Pfadfinderpost während des Aufstandes wird ebenso beleuchtet, wie die Entstehung der weltweiten Pfadfinderbewegung mit den Aspekten in Polen und Deutschland, bis hin zu den entstandenen Deutsch-Polnischen Pfadfinder/innenkontakten.

Den Besucherinnen und Besuchern soll ein Teil der deutsch-polnischen Geschichte anhand der Ausstellung nahegebracht werden. Es soll aufgezeigt werden, dass mit den deutsch-polnischen Pfadfinder/innenkontakten Freundschaften aufgebaut werden konnten und können. Es soll Verständnis geweckt werden, dass die heutigen deutsch-polnischen Beziehungen durch die deutsch-polnische Vergangenheit geprägt werden.

Die Ausstellung versteht sich als ein Beitrag zur politischen Bildung. Angesprochen werden insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen in Erlangen und in der nord-bayerischen Metropolregion Nürnberg.

Die Ausstellung umfasst 21 große Bildtafeln (Plakate) mit QR-Codes für weitergehende Informationen, Stellwände und Vitrinen. Teilweise sind Originalstücke wie Briefe aus der Zeit des Warschauer Aufstandes zu sehen. Stempelabdrücke, die nur sechs Mal weltweit vorhanden sind, werden auch gezeigt. Ein Hörspiel versetzt den/die Zuhörer/in  in die Lebenssituation von Jugendlichen während des Warschauer Aufstandes. Auf einer Stellwand kann man Vorschläge niederschreiben, wie die deutsch-polnischen Beziehungen verbessert werden könnten.

Mit den Stempelrepliken der Pfadfinderpost, die extra angefertigt wurden, können Postkarten gestempelt und mit nach Hause genommen werden. Die Mitteilungen an die Ausstellungsmacher können in den Briefkastennachbau aus dem Jahre 1944 eingeworfen werden.

Die ersten Ideen zu einer Ausstellung entstanden, als Harald Rosteck in den achtziger Jahren auf Einladung des polnischen Pfadfinder/innenverband (Związek Harcerstwa Polskiego, ZHP) an einem internationalen Forum in Olesnica bei Breslau teilnahm, bei dem er mit Pfad-findern, die Teilnehmer am Warschauer Aufstand waren, sprechen konnte. Die Basis für die Ausstellung sind die Unter-lagen von Gottfried Steinmann (Verfasser der Broschüren „Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost“ und „Pfadfinder im polnischen Untergrund 1939 – 1945 – 1956“), die Texte und Bilder des Widerstandsmuseums (Muzeum Powstania Warszawskiego) in Warschau und des Pfadfindermuseums (Muzeum Harcerstwa) in Warschau. Darüber hinaus stammen umfangreiche Unterlagen aus der Privatsammlung von Harald Rosteck. Ergänzt wurden die Materialien durch Vor-Ort-Recherchen in Warschau und mit Aussagen von Zeitzeugen und Historikern.

Klaus Dieter Steinbrecher (Guf) war derjenige, der in den achtziger Jahren die ersten Kontakte zu polnischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Krakau suchte. Zu dieser Zeit herrschte das Kriegsrecht in Polen und die  Pfadfinderinnen und Pfadfinder hatten die Erlanger Bevölkerung aufgerufen, für die polnische Bevölkerung zu spenden. Mit den Spendengeldern wurden Pakete gepackt und vor Ort über die polnischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder an die Krakauer Bevölkerung verteilt. Hieraus entstanden Kontakte, die über Jahre gepflegt wurden und bis heute noch andauern.

Neben der großen Anzahl von Partnern und Unterstützern sind insbesondere das polnische Generalkonsulat in München und der Polnische Pfadfinder/innenverband (Związek Harcerstwa Polskiego, ZHP) hervorzuheben.

Partner und Unterstützer

Gottfried Steinmann (Verfasser der Broschüren „Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost“ und „Pfadfinder im polnischen Untergrund 1939 – 1945 – 1956“) / Teresa Tarkowska-Dudek (Związek Harcerstwa Polskiego, ZHP) / Deutsch-Polnische Gesellschaft in Franken (DPGF) / Stadt Erlangen / Stadtbibliothek Erlangen / Muzeum Harcerstwa (Pfadfindermuseum in Warschau, Direktorin Katarzyna Traczyk) / Konsulat Generalny Rzeczypospolitej Polskiej w Monachium (Generalkonsulat der Republik Polen in München, Generalkonsul Andrzej Osiak) / Stiftung Pfadfinden / Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) / Bayerischer Staatsminister Joachim Herrmann (MdL) / Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach, Stiftung Bildung, Natur und Umwelt der Sparkasse Erlangen / Muzeum Powstania Warszawskiego (Museum des Warschauer Aufstandes, Warschau / Herr Dr. Karol Mazur, Leiter der Bildungsabteilung) / Demokratie leben! / Michael Müller Verlag / Martina Stamm-Fibich (MdB) / Bayerisches Staats-ministerium für Unterricht und Kultus / und weitere Einzelpersonen.

Film https://www.facebook.com/search/top/?q=Kurt%20Fuchs – Beitrag vom 12.7.19

Im Rahmen von „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“ Bildungsprojekt und Ausstellung „Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost – 75jähriges Jubiläum und 35 Jahre Deutsch-Polnische Pfadfinder/innenkontakte“ führte der Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V. drei Veranstaltungen (Dokumentationsfilm, Vortrag und Lesung) durch.

Zu dem Bildungsprojekt und der Ausstellung gibt es ein Ausstellungsheft und eine Dokumentation.

Die  Ausstellung ist so konzipiert, dass sie auch an anderen Orten gezeigt werden kann.

Anfragen zum Bildungsprojekt und zur Ausstellung und weitere Informationen bei …

Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V., www.pfadfinden-foerdern.de

Harald Rosteck, Hartmannstraße 85, D-91052 Erlangen, Tel. +9131/304157, harald.rosteck@t-online.de

Kategorien: Pfadfinder

Monatsbericht der Pollution Police

Scouting - Mo., 02/03/2020 - 06:07

Gut Pfad!
Unseren Monatsbericht Januar findest du hier:
– Dampflok Event
– Harry Pollter Film
– Zaubertränke‘
– Geheimnisvolle Orte / Lost Places
http://www.pollutionpolice.com/aktuell.html

Klick mal rein! Es lohnt sich!
Herzliche Grüße

Deine Pollution Police Pfadfinder

Kategorien: Pfadfinder

Nach Auszug Polizei gerufen

Scouting - Mo., 02/03/2020 - 04:35

Die Auseinandersetzungen zwischen dem freien Pfadfinderstamm Sankt Andreas und der Kirchengemeinde in Harvestehude, bei der er seit 60 Jahren ansässig war, gehen in weitere Eskalation. Nach dem Auszug des freien Pfadfinderstammes musste von der Kirchengemeinde Anzeige bei der Polizei erstattet werden – es geht um Diebstahl und Sachbeschädigung. Es häuften sich bereits zuvor die Anzeichen dafür, dass der Stamm eine recht einseitige Sicht der Dinge hat und zu keinen Kompromissen bereit ist.

In der Chronologie der Zerwürfnisse muss man genaugenommen einige Jahre zurückgehen. Ursprünglich hatte der Stamm Sankt Andreas zum Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) gehört. Sein vor einigen Jahren erfolgte „Wechsel“ des Stammes in die Selbständigkeit (allerdings mit einer Kluft, welche aussieht, wie die der CPD) fußte, wie Andeutungen zu entnehmen war, bereits auf Auseinandersetzungen, die auf einen hohen Grad auf Individualismus auch in Hinblick auf die religiöse Ausrichtung des Stammes hinwiesen. Offenbar bewegte sich der Stamm mit seiner religiösen Arbeit nicht mehr im Kanon der großen evangelischen Kirchen, sondern wies eine erhebliche Tendenz zu einer Freikirchenbewegung auf.

Seinen Niederschlag fand dieser Individualismus dann auch in den aktuellen Auseinandersetzungen mit der beherbergenden Kirchengemeinde. Diese stellte mit zunehmenden Nachdruck Forderungen an den Stamm, welche dieser nicht bereit war, zu erfüllen. Die Kirchengemeinde drängte den Stamm zu Transparenz, wollte Auskunft und Darlegung der Finanzen, des Versicherungsschutzes, der Präventionskonzepte. Es ging ihr darum, dass die Jugendarbeit so organisiert werde, dass die Gemeinde sie in jeder Hinsicht verantworten könne. Nachdem der Stamm über einen längeren Zeitraum hatte erkennen lassen, dass er auch einfachste Grundzüge des Prinzipes Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing nicht umzusetzen bereit war, kam es zum Krach. Die Kirchengemeinde drohte im November den Rauswurf des 200-Köpfe starken Stammes an.

Der ging seinerseits auf die Barrikaden und viellicht auch weil die Kinder von Ulrich Wickert (Mr. Tagesthemen) sich unter den Mitgliedern des Stammes befanden, machte das bundesweit Schlagzeilen. Die Aufregung war groß. Wie kann denn bitte eine Kirchengemeinde einen florierenden Stamm, der gute Jugendarbeit macht, nach 60 Jahren einfach so vor die Tür setzen? Durch den enormen öffentlichen Druck (es fand sich auch nach längerer Recherche kein Online-Artikel, der sich auf die Seite der Kirchengemeinde stellte) entschied die Gemeinde, dass die Pfadfinder vorerst bleiben könnten. Nachdem ein „Runder Tisch“ unter Beteiligung des Moderators Ulrich Wickert angekündigt worden war, sah alles nach gütlicher Einigung aus.

Doch das war ein Satz mit x, nämlich nix. Der Stamm verkündete im Dezember per Pressemitteilung und überraschend für die Kirchengemeinde, diese aus Protest zumindest vorläufig zu verlassen. Damit führten sie ihr Verhalten öffentlich vor, die Kirchgemeinde musste nur in aller Zurückhaltung deutlich machen, dass sie darüber wieder nicht informiert worden seien und das Pendel der öffentlichen Meinung schlug erstmals sacht in die Gegenseite aus, auch wenn die Pfadfinder ihrerseits weiter von einer „fortwährenden Drohung eines Rauswurfes“ sprachen. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, bestand von Kirchenseite aus weiter der Wunsch, konstruktiv miteinander zu sprechen und die Pfadfinder zu behalten – aber eben unter anderen strukturellen Voraussetzungen. „Die Pfadfinderarbeit sei eine Herzensangelegenheit, die aber in der gemeindlichen Pfadfinderarbeit münden müsse. Die Gemeinde trage die Verantwortung für die Jugendarbeit und ist dazu verpflichtet, die Finanzen und Strukturen des Stammes zu kennen, um die Kinder zu versichern und ihre Daten zu schützen.“ Die angeführte Gründe der Kirchengemeinde waren nachvollziehbar, transparent und auch durch Sachzwänge begründet.

Wo da die Fronten verliefen, war dann ziemlich klar. Offenbar wünschten die Pfadfinder, die Infrastruktur der Gemeinde zu nutzen, waren aber nicht bereit, im Gegenzug eine im engeren Sinne gemeindliche Pfadfinderarbeit anzubieten, ihre Finanzen offen zu legen, sich an kirchliche Auflagen beispielsweise zur Prävention zu halten usw. Kurzum: Die Pfadfinder wollen ihre volle Autonomie behalten, die Gemeinde hingegen notwendige Kontrolle ausüben bzw. zumindest sicherstellen, dass sie durch eine transparente Zusammenarbeit mit dem Stamm sicher sein könnten, dass bei dem alles seine Richtigkeit hat.

Nach seinem Auszug reagierte der Stamm auf Anfragen der Kirchengemeinde nicht mehr und stellte sich stur, brach schließlich alle Gespräche ab. Das Gespräch am Runden Tisch hatte auch erst gar nicht beginnen können, weil der Stamm nicht, wie es gefordert gewesen war, demokratisch gewählte Vertreter gesendet hatte, sondern lediglich zwei inoffizielle Beobachter, deren Authorisierung in Frage gestellt war. Der Stammesführer erklärte, schon die Zusammenstellung des Runden Tisches sei ohne Abstimmung erfolgt und eine Farce.

Beim Auszug des Stammes (u.a. in Räumlichkeiten einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde) kam es dann wohl dazu, dass Möbel aus dem Eigentum der Kirchengemeinde aus dem Keller entfernt wurden sowie Schlösser geknackt wurden und Türen beschädigt worden seien. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, habe der Pastor zuvor noch darauf hingewiesen, dass die Möbel der Kirche gehören, genützt habe es jedoch nichts. Der Stammesführer soll erklärt haben, man habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, es werde sich sicher alles klären lassen.

Es ist kein seltenes Phänomen, dass Gruppen, die den Weg in die Selbständigkeit wählen, vorher nicht realisieren, dass so manches Material einst auf Kosten eines beherbergenden Geldgebers oder von Zuschüssen bezahlt wurden, welche man nur aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Vereinigung erhielten und dass diese Dinge oft an die Geldgeber oder Dachvereinigungen zurückfallen, wenn man sich von diesen abkehrt. Sollte der Stamm also von seiner bisherigen Gemeinde Möbel für seine Jugendarbeit in seinen Räumen gestellt bekommen haben, so sind diese zweckgebunden an Tätigkeit und Ort und gehören nicht dem Stamm.

Die Gemeinde beginnt nun mit den Planungen einer neuen Jugendarbeit, die Pfadfinder planen Gespräche mit einem neuen Träger, der vermutlich aus dem freikirchlichen Bereich stammt.

Bildnachweis: Stamm Sankt Andreas, Internetpräsenz

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