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!Existenz gefährdet!

Scouting - Mo., 04/06/2020 - 06:58

Die Pfadfinder Förderer Stiftung und der Pfadfinder Fördererkreis e.V., welche den Bau und den Erhalt von zahlreichen Pfadfinderunterkünften und Zeltplätzen finanziell tragen, stehen aufgrund der Coronakrise in einer äußerst schweren Situation, bei der es um ihre blanke Existenz geht. Denn Einnahmen sind durch die Stornierungen nicht mehr vorhanden, Unkosten laufen aber weiter und es existiert kein Hilfspaket, welches für gemeinnützige Vereine zur Verfügung steht. Wenn ihr also auch nach der Coronakrise nochPfadfinderheim Kühles Tal, Schleifenberg, Sauloch, Callenberg, „Alte Schule“, Jugendheim Creidlitz, Jean Paul Haus, Sippachsmühle oder das Pfadfinder Kanucamp Tarnschlucht in Südfrankreich nutzen können möchtet, dann leistet eine Spende. Details dazu nachfolgend im Schreiben des Vorstandes:

„Liebe Förderer, Pfadfinder und Freunde.

Wir hoffen Euch allen geht es gut. Die aktuelle Krise um das Coronavirus ist eine noch nie da gewesene gesellschaftliche Herausforderung, die wir alle gemeinsam in allen Bereichen bewältigen müssen. Natürlich treffen die Auswirkungen unsere Pfadfinder Förderer Stiftung und unseren Pfadfinder Fördererkreis e.V. extrem hart.
Hierüber möchten wir euch einen aktuellen Stand geben.

Gleich zu Beginn es ist jetzt schon abzusehen, dass es für uns und das, was wir die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, ums nackte Überleben geht.

Mit großem Verständnis für die angeordneten Maßnahmen der Behörden, sind unsere Pfadfinderhäuser und Zeltplätze bis mindestens zum 19.04.2020 geschlossen.
Für Belegungen danach können wir nach aktuellem Stand noch keine verbindlichen Informationen geben. Wir verfolgen die Entwicklung der Lage täglich und bemühen uns, auf neue Maßnahmen zeitnah zu reagieren. Alle unsere Veranstaltungen, AK `S, Treffen usw. sind ausgesetzt. Das Büro läuft nur mit einer Notbesetzung.

Aufgrund der Schließungen erleiden wir erhebliche finanzielle Einbußen (Stand heute bereits schon über 20.000 €). Die Einnahmen sind auf 0 € gefallen.
Zum anderen stornieren etliche Jugendgruppen ihre Termine in den Folgemonaten (nach April 2020), da die Dauer der Corona-Krise nicht abzusehen ist. Die Situation wird von Tag zu Tag dramatischer. Die Stornierungen bei unseren Einrichtungen nehmen stündlich zu und reichen bereits weit in den Juni hinein. Leider haben wir auch schon die ersten großen Zeltplatzbelegungen die für Juli/August stornieren. Wenn das so weiter geht, müssen wir mit einem total Ausfall der Saison rechnen. Das würde Einnahmenausfälle zwischen 150.000 und 200.000 € bedeuten.

Natürlich haben wir verschiedene sofortige Notmaßnahmen ergriffen. Hier möchten wir uns herzlich bei unseren Energieversorgen, der Sparkasse und der Stadt Rödental bedanken.
Hier konnten wir Abschläge senken und Darlehnstilgungen für die nächsten Monate aussetzen. Weitere kleinere Kostensenkungen wurden in allen Bereichen getätigt. Größere Ausgaben (Chronik, Renovierungen usw.) wurden erstmal gestoppt. Für unsere Hautamtlichen haben wir seit Montag Kurzarbeit beantragt.

Nach unserem aktuellen Wissenstand fallen wir leider als gemeinnützige Organisation unter keinen der staatlichen Hilfsfonds, Kredite und Bürgschaften gegen die finanziellen Folgen der Pandemie. Hier müssen wir auch gemeinsam versuchen anzusetzen, um der Politik und der gesamten Gesellschaft klar zu machen, das man nicht die gemeinnützigen Träger vergessen darf.
Hier stehen nicht nur wir, sondern viele Vereine, Verbände und Stiftungen die unsere Gesellschaft in unterschiedlichen Bereichen tragen und bereichern vor dem Aus!

Da natürlich viele Kosten weiter laufen haben wir eine Crowdfunding-Kampagne? gestartet. Unter folgendem Link kannst du uns helfen!

www.betterplace.org/p78210

Wir würden uns sehr freuen, wenn DU dazu beiträgst unsere Stiftung am Leben zu erhalten. JEDER EURO ZÄHLT!
Natürlich ist auch eine direkte Spende auf unser Konto möglich:
Pfadfinder Förderer Stiftung IBAN: DE47 7835 0000 0000 0010 65 BIC: BYLADEM1COB

Unser Fest am 1 Mai findet nicht statt und wird an einem anderen Termin nachgeholt.
Da die Lage, wie oben schon beschrieben, immer noch sehr dynamisch ist, müssen wir unser “Einmal Pfadfinder immer Pfadfinder Fest” (1.Mai auf dem Jugendzeltplatz Sauloch) zu 100 Jahre Pfadfinder in Coburg auf einen anderen Termin (wird noch bekannt gegeben) verschieben.

Über alle weiteren Aktionen zu “100 Jahre Pfadfinder in Coburg” können wir noch keine Aussage treffen. Wir werden Euch schnellstmöglich darüber informieren.

Zum Abschluss möchten wir Euch aufrufen, in dieser schweren Zeit für einander da zu sein.
Bringt euch, wenn möglich in euren Familien, der Nachbarschaft und den Hilfsbörsen eures Wohnorts ein.
Seid füreinander da! Hinterlasst die Welt etwas besser als Ihr sie vorfindet!
Gemeinsam schaffen wir das.

Wenn von uns noch jemanden Hilfe braucht, wendet euch an Alex, wir versuchen zu helfen!

Für die „Pfadfinder Förderer Stiftung“ gut Pfad
Alexander Müller, Katharina Reiter, Sebastian Werner und Gerold Gebhard

Für den „Pfadfinder Fördererkreis e.V.“ gut Pfad Jockel Müller, Christian Deloch, Heike Müller

Aufgrund der Corona-Krise erleidet die Pfadfinder Förderer Stiftung erhebliche finanzielle Einbußen. Wir würden uns sehr freuen, wenn DU dazu beitragen würdest unsere Stiftung am Leben zu erhalten. JEDER EURO ZÄHLT! betterplace.org

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinderschaft der Freien evangelischen Gemeinden

Scouting - So., 04/05/2020 - 05:05

Erste Überlegungen zur Pfadfinderarbeit innerhalb des Vereinigung Freier evangelischer Gemeinden kamen um 1997 auf; im Jahr 2000 schloss man sich dann zunächst der Baptistischen Pfadfinderschaft (BPS) an. Der Wunsch zur eigenständigen Arbeit führte im Jahr 2009 jedoch zum Ausscheiden aus dioeser und zur Gründung eines eigenen Bundes. Der Bund umfasst Mädchen und Jungen und ist evangelisch-christlich geprägt. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Lieder von Roland Eckert mit CD

Scouting - Sa., 04/04/2020 - 05:30

Ein außergewöhnliches Liederbuch aus dem Umfeld des Bundes Deutscher Jungenschaften. Neuerscheinung in limitierter, begrenzter Auflage
Ein sehr lesenswertes Vorwort!
Bitte nur direkt bestellen bei www.spurbuch.de
https://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/lieder-von-roland.html

Im Juni 2017 ist im Spurbuchverlag das Buch mit den gesammelten Liedern von Roland Eckert erschienen, das drei Jahre zuvor aufgrund einer Absprache zwischen Roland und den Herausgebern auf den Weg gebracht wurde. Es umfasst 48 Lieder, von denen nur ein Bruchteil in den Gruppen bekannt ist und gerne gesungen wird, wie „War die Füchsin Witwe blieben“, „Auf dem Weg nach Тemesvar“, „Tanzen die Dohlen“ und „Die Kirschen sind reif“. Diese und einige andere Lieder waren bereits in den Schriften des Bundes deutscher Jungenschaften und im Turm veröffentlicht worden, andere lagerten unbekannt und unbearbeitet in Schubladen und Kasten bei Roland. Auch diese noch angehobenen Schätze einem größeren Kreis bekannt zu machen, ist ein Anliegen des Liederbuches. Die Lieder von Roland – bei den meisten handelt es sich um Vertonungen von Gedichten, die er stilsicher ausgesucht hat – können durchaus neben denen von Walter Scherf (tejo) und Werner Helwig bestehen und stellen eine bedeutsame Facette in der großen Bandbreite bündischen Liedgutes dar, besonders durch ihre unkonventionellen rhythmischen und melodischen Wendungen. Einige der Lieder, die schon Verbreitung gefunden haben, wurden anlässlich der Neuveröffentlichung überarbeitet. Einen besonderen Stellenwert nehmen die 15 Vertonungen der Gedichte von Günter Bruno Fuchs aus dem Gedichtband „Zigeunertrommel“ ein.

Diese Gedichte gehen zurück auf die Erfahrung einer Versöhnung von Mensch und Mensch, Mensch und Tier, Mensch und Natur, die er bei seinem Aufenthalt in der Slowakei in den letzten Kriegsmonaten als Jugendlicher, der aus dem zerbombten Berlin dorthin „verschickt“ worden war, erfahren durfte. In den Gedichten spricht sich eine Verwandtschaft zu dem Erleben in der Jugendbewegung aus; für Roland wurden sie wohl deshalb zu einer besonderen Quelle der Inspiration.

Es gibt fünf Kapitel. Diese umfassen neben den eben erwähnten eher besinnliche, heitere, „bündoide“ Lieder und auch einige „Gassenhauer“.

Zu erwähnen ist noch das ausführliche Gespräch, das die beiden Herausgeber mit Roland geführt haben über sein Liedschaffen und seine Voraussetzungen, Ober Melodie, Rhythmus und die Texte seiner Lieder, und das sehr informativ das Buch einleitet.

Dem Buch beigefügt ist eine CD, auf der 35 der 48 Lieder eingespielt sind von einem kleinen Singkreis und einigen Solosängern, u. a. von Roland, der mit dreien seiner Lieder zu hören ist.
Bitte nur direkt bestellen bei www.spurbuch.de
https://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/lieder-von-roland.html

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Von Macht und Ohnmacht

Scouting - Sa., 04/04/2020 - 05:19

Die Jahrestagungen 1999 und 2000 der Bündischen Akademie Lüdersburg befassten sich mit dem Themenkreis „Bünde und Politik“ unter den Leitmotiven „Warum Bündische keine Politik machen. Was uns bewegt & was wir bewegen“ und „Blaue Blume III – jetzt erst recht. Von Macht und Ohnmacht, Einmischen und Rückzug“. In diesem Buch sind Dokumente und Beiträge zu diesen Jahrestagungen zusammengefasst dargestellt. Die Reihe „Dokumentation der Jahrestagungen“ soll Idee und Gestalt der Bündischen Akademie spiegeln und zugleich den Gruppen und Bünden der Jugendbewegung Einsichten und Impulse vermitteln, um gegenüber den Herausforderungen der Zeit besser bestehen zu können.

Die Bündische Akademie bildet nicht, wie der Name nahelegen könnte, einen elitär-intellektuellen Zirkel, vielmehr gründen ihre Fundamente in der Fülle des Lebensganzen: Handwerkliches Arbeiten, Entfaltung der Sinne, Wege zur Natur, Handeln in der Gesellschaft, Auseinandersetzung mit Geist und Ungeist der Zeit, religiöse Besinnung, musisch-ästhetisches Gestalten, Spielen und Genießen sowie ein Leben in bündischer Umgebung verbinden sich zu einer vielfältigen Einheit.

In der Geschichte der Jugendbewegung findet sich hie und da der Versuch, geglückte Lebensformen über eine bestimmte Altersstufe hinauszuführen, auf einer höheren Ebene zu reflektieren und aktiv gestaltend in der Gesellschaft tätig zu wirken. Aus solchen Überlegungen ist der Gedanke einer „Bündischen Akademie“ als geistiger Kristallisationskern für heutige Bünde entstanden und in Lüdersburg verwirklicht worden.

Von Macht und Ohnmacht
ISBN 978-3-88778-252-8
108 Seiten
Format: 16,7 x 24 cm
Sprache: deutsch
Paperback

Hier geht es zur Bestellung.

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Kategorien: Pfadfinder

Update Bundesversammlung: Die 86. BV 2020 wird digital!

Neues von der DPSG - Fr., 04/03/2020 - 15:25

Das Corona-Virus sorgt auch bei den Planugen rund um die Bundesversammlung der DPSG für einigen Wirbel. Der Hauptausschuss traf sich deshalb am 1. April 2020 zu einer außerordentlichen Webkonferenz.

Der Hauptausschuss hat sich intensiv zu den gefällten Entscheidungen des Bundesvorstands vom 25. März und den noch zu treffenden Entscheidungen beraten. Dabei dienten eine ausführliche Recherche und Empfehlungen der AG Satzungsfragen auf Bundesebene sowie das neue Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie als Beratungsgrundlage. Denn: das Gesetz gibt uns die Möglichkeit, Versammlungen und Konferenzen in 2020 auch digital durchzuführen! Zusammenfassend hat der Hauptausschuss folgende zentrale Entscheidungen getroffen:

  • Die kommunizierte Verschiebung der 86. BV 2020 durch den Bundesvorstand ist ab sofort nicht mehr gültig.
  • Die 86. BV wird im Zeitraum des 20.05. bis 24.05.2020 nicht in Passau, sondern digital stattfinden. Der zeitliche Rahmen und das Format werden sobald wie möglich festgelegt und kommuniziert.
  • Es wird zusätzlich eine zweite physische 87. BV 2020 stattfinden. Für den Termin dieser BV läuft aktuell eine Umfrage unter den Mitgliedern der Bundesversammlung. Alle Wochenenden von August bis Ende 2020 stehen dabei zur Wahl – ausgenommen das Wochenende der Bundesstufenkonferenzen und Weihnachten. Der Termin wird auf Grundlage der Umfrage vom Hauptausschuss festgelegt.
  • Ein geeigneter Ort für die physische 87. BV 2020 wird vom Bundesvorstand gesucht und ausgewählt.

Den ausführlichen Beschluss inklusive Begründung findet ihr hier: Termin der BV 2020

Das Protokoll der Hauptausschuss Webkonferenz, in der noch weitere Entscheidungen zur Bundesversammlung getroffen wurden, findet ihr hier: HA Protokoll vom 01.04.2020

Kategorien: Pfadfinder

Blockhütte der DPSG bei Weiden

Scouting - Fr., 04/03/2020 - 05:20

Die Pfadfinder-Blockhütte ist das neue Zuhause des Fördervereins Pfadfinder & Haus e.V. und des DPSG Stammes Thomas Morus. Im Selbstversorgerhaus bei 92637 Weiden stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

7 Schlafräume mit 37 Betten und eigenem Waschbecken:
3 Räume mit 7 Betten
1 Raum mit 6 Betten
1 Raum mit 5 Betten
1 Raum mit 3 Betten Leiter-Schlafraum (mit Waschbereich und Dusche)
1 Raum mit 2 Betten Leiter-Schlafraum (mit Waschbereich und Dusche)

• Bad mit WC und einer Dusche
• WC

Erdgeschoss
• Großer Aufenthaltsraum für ca. 100 Personen
• Kleiner Aufenthaltsraum für ca. 15 Personen
• Vorraum mit Sitzmöglichkeiten für ca. 12 Personen

• Küche mit einem 6-Platten Elektroherd, separater Backofen, Dunstabzug, zwei Kühlschranke (einer davon mit 3 Gefrierschüben), Industriespülmaschine

Keller
• Damen und Herren-Toiletten
• Werk-/Bastelraum
• Kicker

Wenn ihr Fragen zur Ausstattung oder zur Pfadfinder-Blockhütte habt, dann wendet euch gerne an uns. Wir sind per Email erreichbar über pfadfinder-haus@arcor.de

Mitzubringen sind:
– Spannbettuch (kann bei Vergessen gegen eine Gebühr ausgeliehen werden)
– Schlafsack
– Hausschuhe
– Geschirrtücher
– Spülmittel
– Toilettenpapier

Die Preise betragen ab 6.50 € pro Person (Selbstverpflegung), Getränkeservice ist möglich. Hier geht es zur Homepage der Blockhütte.

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Kategorien: Pfadfinder

Der Dritte Teil der Biografie von Oss Kröher „Fahrende Sänger“

Scouting - Fr., 04/03/2020 - 05:00

Faszinierend zu lesen ist das neue Buch „Fahrende Sänger“, der dritte und letzte Abschnitt der Lebenserinnerungen von Oss Kröher. dem bündischen Barden. Auch der dritte Band weißt erneut eine starke erzählerische Kraft auf. Faszinierend die Details und die geschilderte, erlebte Jugendbewegung. Das Buch ist ab Ende nächster Woche lieferbar!

 

Romantik ist im Spiel, als Oss mit Freunden aus der Pfalz eine Turmruine namens „Kleinfrankreich“ im Wasgau ausbaut. Die Kerle waren nicht mehr jung, 1965 war das. Da haben sie am Feuer gesessen, gespielt und gesungen und getrunken, als ob sie noch zwanzig wären. Im gleichen Jahr Festival auf der Burg Waldeck im Hunsrück. Der Kreis der Sänger und Lieder-macher erweitert sich, Presse und Rundfunk werden auf sie aufmerksam. Das Fernsehen in Berlin (SFB) lädt ein, Hein und Oss beginnen eine Laufbahn, die sie sich nie haben träumen lassen. Sie sind nicht allein: „Liedermacher“, „Protestsänger“, „Chansonnier“ nennen sich Degenhardt, Süverkrüp, Stählin – sie selbst nennen sich „Die Volkssänger“. Es ist eine starke Bewegung; 1968 kommt auf!

Unbändig frei

Auf selbst gebauten Kajaks sind die Brüder Hein & Oss Kröher die Donau hinunter gefahren bis Mauthausen, auf einem Ackergaul reitend mussten die Zwillinge für das Fernsehen des SWR Gitarre spielen – und Ehrenzapfmeister der Parkbrauerei Pirmasens sind sie geworden!

Auf Kanadas höchsten Berg, den Mount Robson (12.983 Fuß), sind Oss und 15 Kumpane gestiegen, bis knapp unter den Gipfel. Mit Willi Brandt wanderte Oss Kröher 1977 durch die Pfalz, DDR Grenzer hat er auf die Schippe genommen, französische Zöllner hereingelegt.

Das Buch skizziert die sängerischen Abenteuer eines unbändig freien Mannes: das Buch beginnt mit der Meißnerformel, dem Fanal der Jugendbewegung, deren Kern wie ein Leitstern das ganze Leben prägt.

Die ersten Begegnungen mit Franz Josef Degenhardt, Hans-Dieter Hüsch, Katja Ebstein, Reinhard Mey setzen den ersten Akzent. Die Seiten über Peter Rohland sind voller Bewunderung und Hochachtung, zeichnen die Bedeutung dieses Sängers für die ganze Liederwelt im Umkreis der Waldeck und weiter darüber hinaus. Große Freundschaft und Anerkennung spürt man in den herzlichen Worten, die Hannes Wader gelten. Glückliche Umstände lassen eine Jahrzehnte lange Bindung an die schottische Adelsfamilie McLean entstehen.

Oss Kröher hat sein Leben im dritten Band seiner Erinnerungen mit einer bewegenden Einleitung weiter geschildert. Er ist ein Bekenner! Aufrichtigkeit, Freude, Demut und Dankbarkeit wirken aus den Zeilen heraus. Die Höhen und Tiefen dieses ungemein reichen Lebens, die erzählerische Kraft, die Fähigkeit, auf beste Weise zu unterhalten – das Geheimnis literarischer Kunst.

Fahrende Sänger
Autor: Oskar Kröher
Hardcover, mit Fotoanhang, 1. Auflage
Erscheint: September 2015
460 Seiten; 18 x 25 cm;
Preis: 29,80 €
ISBN 978-3-88778-441-6

Leseprobe Fahrende Sänger

Kategorien: Pfadfinder

Balduinstein? Kann weg. Muss weg.

Scouting - Do., 04/02/2020 - 05:45

Heute vor 5 Jahren:
Der Pfadfinder-Treffpunkt hat ein deutliches Zeichen gegen die absolut unzulängliche Aufarbeitung und Distanzierung der Jugendburg Balduinstein hinsichtlich der mit ihr eng verknüpften Missbrauchsfälle gesetzt. Die Jugendburg Balduinstein wurde aus dem PT-Verzeichnis aller bündischen Begegnungsstätten gelöscht, gleiches wurde dem Autonomen Wandervogel zuteil. Letzerer besteht noch in Form einiger Personen, die weiter treu zu dem verurteilen Sexualstraftäter aus ihren Reihen stehen. Dem Trägerverein der Balduinstein wird vorgeworfen, seine Erklärungen zu den  Missbrauchsfällen seien reine Lippenbekenntnisse, solange Personen, die in den abgeschlossenen beiden Verfahren bereits als Täter „geoutet“ wurden, weiterhin in prägnanter Position auf der Burg tätig seien.

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Kategorien: Pfadfinder

Bolivianische Pfadfinder in Deutschland gestrandet

Scouting - Do., 04/02/2020 - 05:13

Die drei bolivianische Pfadfinder waren bei einem französischen Pfadfinderstamm in Marseille bei einem dreiwöchigen ehrenamtlichen Hilfseinsatz , als die Corona-Pandemie um sich griff. Die ursprüngliche Tour durch Frankreich und Deutschland war damit hinfällig, die Rückflüge wurden aber auch gestrichen, die Gastgeber konnten sie nicht weiter versorgen. Glücklicherweise hatten sie einen Partnerstamm in Deutschland, der nun einspringen konnte. Nur über Belgien gelang der Transfer, denn die Französisch-Deutsche Grenze war bereits geschlossen. Nun wurden sie im Pfadfinderheim der Seepfadfinder Koblenz-Güls (DPSG) untergebracht.  Die Ausländerbehörde musste informiert werden, denn Visum und Krankenversicherung sind abgelaufen. Ob der nächste Flug am 03. April stattfindet, steht nicht fest, ist aber mehr als fraglich. Unterhaltsame und aufmunternde gemeinsame Aktivitäten mit den deutschen Pfadfinderkameraden sind gerade auch nicht empfehlenswert – die drei sitzen fest, wenngleich sie selbstverständlich versorgt werden. Auch mit vor-die-Tür-gestelltem Geburtstagskuchen und Pfadfinderliedern übers Internet.

Da derzeit noch offen ist, wann die bolivianischen Pfadfinder wieder nach Hause können und welche zusätzlichen Kosten durch die Rückreise entstehen werden (eine Rückholaktion ist der bolivianischen Regierung finanziell nicht möglich), bittet der Förderverein der Seepfadfinder Koblenz um Spenden. (DE20 5705 0120 0000 1512 41, Förderverein Seepfadfinder Koblenz). Spendenquittungen können ausgestellt werden. Rückfragen richten Interessierte an: Michael Kock, Seepfadfinder Koblenz, Tel. (0 15 77) 2 68 57 90.

Bildnachweis: Seepfadfinder Koblenz

Kategorien: Pfadfinder

Neuerscheinung: Bündische Liedgut-App „Libaburhal“

Scouting - Mi., 04/01/2020 - 05:50

Heute vor 7 Jahren:
Pünktlich zum Monatsbeginn und anlässlich des Meissnerlagers hat eine überbündische Arbeitsgruppe, bestehend aus erfahrenen Liederbuch-Redakteuren und Programmierern des Deutschen Pfadfinderbundes („Schwarzer Adler“, „der rheinländer“, „Alibi – Das Liederbuch der Jugenschaft Artus“, „Der kleine Gottberger“), des DPB Mosaik („BuLiBu I + II“, „Der Barde“) und des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder („Liederbock“) die Smartphone-App „Libaburhal“ vorgestellt, welche nicht nur alle Lieder und dazugehörige Noten der genannten einzelnen Liederbücher umfasst, sondern darüber zahlreiche weitere Features bietet.
Es entfallen naturgemäß das Umblättern (die meisten Smartphones folgen automatisch der Augenbewegung) und auch tropfende Kerzen zur Beleuchtung (selbstverständlich auch albern aussehende Stirnlampen). Die Akkorde sind über jeder Strophe angegeben und auch, auf welcher Seite von welchen anderen Liederbüchern sich das Lied in der „analogen“ Printwelt befindet. So ist man also voll kompatibel. Verschiedene Textvarianten mit ihrer Bünde- bzw. Gruppenverteilung sind angegeben. Weiß man also, mit wem man zusammen singt, geschehen keine peinlichen Textabweichungen mehr. Die App stimmt sich zudem mit den übrigen Geräten in der Singerunde automatisch ab, so dass alle eine identische Textversion vorgeschlagen bekommen. Spontan von anderen angestimmte Lieder werden automatisch identifiziert und angezeigt. Für die kulturell Interessierten sind ausführliche Entstehungs- und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedern einblendbar.

Wer hat heute als gestresster Gruppenführer noch Zeit, ein Instrument zu lernen? Mit dieser App ist das obsolet. Sowohl eine oder auch mehrere Gitarren, Mandolinen oder ein ganzes Arrangement aus Blockflöten, Geigen und Bass sind begleitend abspielbar. Auch das Erlernen neuer Lieder ist mit dieser App wölflings-einfach. Zur Auswahl stehen die Gesangsmodule „Weinbacher“ (Männerchor), „Hag Schwarzer Adler“ (Damenchor) und „CP Saar“ (koedukativer Chor). Altbekannt ist auch das Phänomen, dass manche Gruppen Lieder schneller oder langsamer intonieren. Hier bietet die App mit mehreren Geschwindigkeitsstufen von „Altherren“ (getragen) bis hin zu „Ubier“ (sehr schnell) etwas für jeden Geschmack und Bedarf. Singewettstreit-Fetischisten können sich anzeigen (und vorspielen) lassen, welche Gruppe das ausgewählte Lied bei welchem Singewettstreit vortrug und welcher Platz damit erzielt wurde.

Die App ist aufgrund ihres förderlichen Beitrages zum gemeinsamen Singen vorgeschlagen für den Baden-Powell-Preis 2013 und ab sofort in allen bündischen Download-Centern verfügbar. Aus den Redakteurkreis verlautbarte es zudem, dass man mit einem noch ungenannten großen Hersteller von Smartphones kurz vor Vertragsabschluss stehe. Es geht um eine zielgruppenspezifische Smartphone-Special-Edition in Holz- bzw. Kohtenstoffoptik mit der Zuschaltbarkeit von Rauch- und Geruchseffekten.

Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Alexej Stachowitsch (Axi)

Scouting - Mi., 04/01/2020 - 05:08

Ein schwieriger Gedenktag, der dennoch erwähnt werden muss, um sich der Auseinandersetzung zu stellen. Heute vor sieben Jahren, am 01. April 2013, ist Alexej Stachowitsch (Axi), der ehemalige Bundesführer des Jungenbundes Phoenix, Autor, Liedermacher, Pädagoge und Pfadfinder im Alter von 94 Jahren verstorben. Erst nach seinem Tode wurde allgemein bekannt, dass er, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Pfadfinder- und Jugendbewegung nach den Zweiten Weltkrieg, sich sexualisierter Gewalt gegenüber ihm anvertrauten Jugendlichen schuldig gemacht hat.

Alexej Stachowitsch wurde am 10. Oktober 1918 in Stockholm als Sohn des Diplomaten Michael Stachowitsch geboren. 1929 trat er in den Österreichischen Pfadfinderbund (ÖPB) ein. Im Jahre 1933 hatte er auf dem Welt-Jamboree in Gödöllö/Ungarn Robert Baden-Powell noch sehen können. Er war im ÖPB Gruppenführer bis zur Zwangsauflösung im Jahr 1938. Ab 1945 war er maßgeblich beteiligt am Wiederaufbau der Pfadfinder Österreichs, PÖ. Bald darauf wurde er Landesfeldmeister des Landes Salzburg. Das Lagerlied für das internationale “Lager der Freundschaft” im Montafonder Tal im Jahre 1946 stammte aus seiner Feder, beim siebten Weltjamboree 1951 in Bad Ischl war er zuständig für das Programm und Lagerliedverfasser. Im gleichen Jahr gründete er das Werkschulheim Felbertal bei Mittersill, wurde erster Schulleiter und blieb dies bis 1958.

Im Jahr 1974 war er Mitbegründer der Bildungs- und Begegnungsstätte auf Burg Balduinstein. Den Jungenbund Phoenix gründete er 1976 und war dessen Bundesführer bis 2011. 1981 bezog er einen Wohnsitz auf der Burg Balduinstein und wurde Schriftleiter vom “Stichwort”. 1983 kaufte er den „Phoenixhof“ in Weroth (Westerwald) als Alterssitz und baute diesen zum Zentrum des Jungenbundes Phoenix um. 1988 war Alexej Stachowitsch bei der Organisation des Meißner-Lagers tätig. Im Jahre 2003 war Axi mit dem zweithöchsten Ehrenzeichen der PPÖ, der Goldenen Lilie, ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wurde ihm posthum 2017 entzogen, nachdem erhebliche Beschuldigungen gegen ihn erhoben worden waren. Zu Axis 100. Geburtstag 2018 formulierte der von ihm gegründete Jungenbund Phoenix, dass Axi ein Täter gewesen sei, der gegenüber Jugendlichen übergriffig geworden wäre und dabei auch seine eigenen Ideen missbraucht habe.

Bücher von und über Alexej Stachowitsch:
Wegzeichen
Erkenntnis und Erfüllung
Bündisches Leben – wozu?

 

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Kategorien: Pfadfinder

2021: HaSiWe in Elbphilarmonie!

Scouting - Mi., 04/01/2020 - 04:29

Wie das Vorbereitungsteam des Hamburger Singwettstreites noch nicht offiziell verkündete, findet die traditionsreiche Veranstaltung kommendes Jahr in der Elbphilarmonie statt. Die prägnante Konzerthalle wird von der gleichen Betreibergesellschaft wie die Laeiszhalle verwaltet, wo der Wettstreit vor zwei Jahren stattgefunden hatte. Vorausgegangen waren zähe mehrjährige Verhandlungen. Doch da der Bau der Elbphilarmonie wesentlich von der Hamburger Bürgerschaft mitfinanziert wurde, sind die Betreiber vertraglich verpflichtet, auch sozial diesem Umstand Rechnung zu tragen und entsprechende Veranstaltungen in ihren Räumen zu ermöglichen.

Die Elbphilharmonie wurde nach erheblicher Bauverzögerung im November 2016 fertiggestellt. Wie der Postillon berichtete, hatten aufgrund eines Orkans im Winter 2013 beide Bauarbeiter für zwei Tage nach Hause geschickt werden müssen, was den Bau nach ersten vorsichtigen Schätzungen um 1,3 Millionen Euro verteuert hatte. Das zentral im Hamburger Hafen befindliche Konzerthaus wurde mit dem Ziel geplant, ein neues Wahrzeichen der Stadt und ein „Kulturdenkmal für alle“ zu schaffen.

„Für alle“ heißt 2021 auch für Pfadfinder. Von der Neuigkeit wurden das überbündische Vorbereitungsteam des HaSiWe völlig überrascht, ist auch noch nicht dazu gekommen, seine Homepage entsprechend zu überarbeiten. „Machen wir bestimmt noch, jetzt wird erstmal gefeiert.“ Sicher ist jedoch jetzt schon: Die Pfadfinder werden es in der Elbphilarmonie so richtig krachen lassen, die Wandverkleidung des großen Saals besteht aus 10.000 minutiös gefrästen Gipsfaserplatten, die den Klang in jeden Winkel reflektieren. 2100 Plätze sind zu vergeben. Fraglich, ob die für den Ansturm ausreichen werden.

Bildnachweis: Hackercatxxy auf Wikipedia, cc.

Kategorien: Pfadfinder

Dienstleistungen für Hilfsbedürftige

Scouting - Di., 03/31/2020 - 08:12

Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes Rodenbach aus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) unterstützen kostenlos ältere und kranke Mitbürger. Um sie vor Ansteckung mit Corona zu schützen, bieten sie an, mit dem Hund Gassi zu gehen, Medikamente zu besorgen oder andere Einkäufe zu erledigen. Sie springen ein, wenn Angehörige unter Quarantäne stehen oder zu weit weg wohnen. Mundschutz, Desinfektionsspray und Einmalhandschuhe gehören zur Ausstattung der Pfadfinder, die Empfänger werden angewiesen, sich nach Entpacken der Waren die Hände zu desinfizieren.  Übergaben erfolgen mit Abstand, direkter Kontakt wird vermieden. Eine Pfadfinderin koordiniert die eintrudelnden Aufträge unter den 20 ehrenamtlichen Pfadfindern. Nach ihrer Beobachtung brechen gerade bei vielen sozialen Einrichtungen die Helfer weg, da diese selbst zur Risikogruppe gehören. Die jungen Pfadfinder erledigen das jetzt.

Bildnachweis: Stamm Barbarossa Rodenbach DPSG

Kategorien: Pfadfinder

Nachruf auf Ernst-Werner „Ewel“ Ludwig

Scouting - Mo., 03/30/2020 - 08:15

Am Abend des 21. März ging Ewel auf seine letzte Fahrt. Er erlag im Alter von 84 Jahren seiner Krebserkrankung. Der Redaktion ist kein Pfadfinder bekannt, der im Laufe seines Lebens mehr Pfadfinderstämme gegründet hätte, zeitweilig führte er gar drei parallel und zudem noch einen Gau. Sein Weg führte über den Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) in Folge der 68er Auseinandersetzungen zusammen mit dem ihm geführten Stamm Orion (Leverkusen) in den DPB Westmark, er baute dann Stamm Wikinger in Niederkassel und Stamm Maximilian Bayer in Sankt Augustin auf und war Gründer und Gauführer des Gaues Bergisches Land ab 1970 für mehr als ein Jahrzehnt (seinerzeit noch unter dem Fahrtennamen „Porky“).

Um 1988 wechselte er (die Modernisierung des DPB Westmark hin zum heutigen DPB Mosaik war nicht so seins) in den Deutschen Pfadfinderbund und baute in Bonn des Stamm von Gottberg auf (heute Teil der Jungenschaft Volundr). Im November 1989 erhielt der Jurist und Oberregierungsrat  das Bundesverdienstkreuz am Bande. Einige Jahre war er kommissarischer Gauvogt des Fälischen Gaues im DPB, ehe er sich verstärkt u.a. der Arbeit in der Pfadfinder Geschichtswerkstatt (PGW) widmete, deren Vorsitzender er war. Zudem war er auch in zahlreichen weiteren Zusammenschlüssen im pfadfinderischen Kontext engagiert, sei es als Fördervereinsvorsitzender oder Altpfadfinder. Ewel war zweifelsohne ein Pfadfinder vom konservativen Schlag mit Leib und Seele. Manche seiner Entscheidungen konnte oder wollte nicht jeder mittragen, insbesondere sein jüngstes politisches Engagement stieß auf Unverständnis und verschloss so manche Tür. Sein Lebenswerk bleibt erhalten, ebenso wie die von ihm gegründeten Stämme. Aufgrund der aktuellen Lage fand seine Beisetzung im engsten Kreis im Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof in Köln statt. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden seine Brüder des Deutschen Pfadfinderbundes eine Gedenkfeier nachfolgen lassen. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.

Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Robert Oelbermann

Scouting - So., 03/29/2020 - 05:06

Heute vor 79 Jahren, am 29. März 1941, verstarb Robert Oelbermann im Alter von 44 Jahren im KZ Dachau. Robert Oelbermann war, zusammen mit seinem Zwillingsbruder Karl, Gründer des Nerother Wandervogels und dessen Bundesführer bis zu seinem Tod.

Die Zwilligsbrüder wurden am 24. April 1896 in Bonn geboren. In der Silvesternacht 1919 gründeten sie zusammen mit ausgewählten Freunden auf dem Nerother Kopf bei Neroth/Eifel den Geheimbund / die Ritterschaft der Nerommen innerhalb des Altwandervogels. Dessen Bundesführung war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und in Folge dessen entstand ein eigener Bund, der Nerother Wandervogel, der sich am 27. März 1921 offiziell gründete. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die durch diese erzwungene Selbstauflösung führten viele Nerother Wandervögel ihr Gruppenleben in der Illegalität fort, ein Umstand, welcher der Reichsjugendführung nicht verborgen blieb. Sie ging entschlossen gegen diese „bündischen Umtriebe“ vor, so wurde auch Robert Oelbermann in Untersuchungshaft genommen und mit Hilfe eines erpressten Geständnisses hinsichtlich homosexueller Orientierung in Haft genommen.  Dieser schloss sich eine Schutzhaft und 1937 die Überführung, zunächst ins KZ  Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, an. Dort verstarb er an den Folgen der Haftbedingungen, welche eine Entzündung und Blutvergiftung an einer alten Kriegsverwundung hervorgerufen hatten.

Wesentliche, bis heute erhaltene Formen des Nerother Wandervogel sind der reine Jungenbund, die Weltfahrten, der Ausbau der Burg Waldeck als Jugendburg, die organische Struktur in Form von überregionalen Orden mit individueller Prägung, ein Bundesführer auf Lebenszeit und nicht zuletzt ihr reges musikalisches Schaffen. Den ausführlichen Scout-O-Wiki-Eintrag zu Robert (und Karl) Oelbermann findet ihr hier. Zudem gibt es ein Video von der Verlegung des Stolpersteines für Robert Oelbermann im Jahr 2009 auf der Waldeck. Im Original ist er kurz ab Minute 4:08 im Waldeck-Film-Trailer zu sehen.

Bildausschnitt aus “Die letzten Wandervögel”, Deutscher Spurbuchverlag

 

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinderbund Mannheim

Scouting - So., 03/29/2020 - 05:05

Die Wurzeln des heutigen Pfadfinderbundes Mannheim reichen bis in das Jahr 1949 zurück, als Wolf Engelmann in Mannheim eine Pfadfindergruppe mit dem Namen Schwarze Schar gründete. Nach bewegten Jahren und unterschiedlichen Zugehörigkeiten entstand 1975 durch die Trennung vom DPB AG Rhein-Neckar der selbständige heutige Pfadfinderbund Mannheim (PBM). Der PBM ist koedukativ, religiös nicht gebunden und sieht sich als Teil der deutschen Jugendbewegung. Man trägt eine gemeinsame Kluft. Obgleich der Bund parteipolitisch ungebunden ist, hält er mit bestimmten Ansichten nicht hinterm Berg. So war er der Initiator der Mannheimer Resolution gegen Fremdenfeindlichkeit in 1993 und unterzeichnete die Reichenbacher Resolution gegen neurechte und völkische Gruppen in 2009. Der PBM verfügt über ein Bundeshaus in Mannheim, welches neben den Gruppenräumen auch eine Bundes-WG und normale Mieter beherbergt. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Baustein 7 – Ausbildung

Scouting - Sa., 03/28/2020 - 04:30

Dieser Baustein stellt die Stufen, Kurse und das Ausbildungskonzept des Pfadfinderbundes Weltenbummler vor. Über den Tellerrand zu schauen, erweitert den Horizont: Auch für Angehörige anderer Bünde bietet er zahlreiche Anregungen und wertvolle Ansätze.

Pfadfinderbund Weltenbummler (Hrsg.)
Baustein-Reihe 7 – Ausbildung
104 Seiten | Hardcover | 14,5 x 21 cm
12,60 € | A: 12,90 €
ISBN 978-3-88778-221-4
Hier geht es zur Bestellung.

 

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Kategorien: Pfadfinder

CP Saar auf Expansionskurs

Scouting - Sa., 03/28/2020 - 04:22

Lilie des Christlichen Pfadfinderbundes Saar (CP Saar bzw. CPS)

Die Saar fließt auch durchs Rheinland! Zumindest wenn es um die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes „Kleiner Bär“ in Bonn-Wachtberg geht. Der Stamm, welcher mit Unterbrechung seit 1988 besteht und lange dem VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) angehörte, beschloß vor kurzem, sich dem Christlichen Pfadfinderbund Saar anzuschließen. Der Stamm „Kleiner Bär“ war in den letzten Jahren durch seine Teilnahme an den Würzburger Singewettstreiten bekannt geworden. Für den geographisch eher ungewöhnlichen Bundeswechsel geben die Pfadfinder vom Stamm „Kleiner Bär“ in Bonn  die Begründung, es sei nicht so wichtig, wo man her komme, sondern es gehe um die durch gemeinsame Unternehmungen entstandene Freundschaft.Der Christliche Pfadfinderbund Saar (CPS) wurde vor elf Jahren durch den für die Von-Boch’sche Forstverwaltung tätigen Wolfgang Pester (Wolle) gegründet und zählt mittlerweile zu den größten Pfadfinderbünden im Saarland. Neben dem Zentrum in Britten zählen Stämme in Köllerbach, Weiskirchen, Flörsheim-Dalsheim, Blaustein und zwei Aufbaustämme in Merzig und Bonn zu der über 150 Mitglieder umfassenden Pfadfindergemeinschaft. Sie versteht sich als traditioneller Pfadfinderbund, der versucht, eine Erziehungsarbeit zu leisten, die jene der Schule und Familie ergänzt, Konsum- und Genußstreben eingrenzt, Modetrends und kurzatmige Zeiterscheinungen kritisch überprüft und sich weltanschaulich am Wort Gottes orientiert. Die Kluft umfasst neben einem dunkelblauen Hemd die Rautenlilie mit einem Kreuz im größten Blatt sowie ein grau-rotes Halstuch. Bundesführer ist Stefan Engel (Steff). Eine besondere Würdigung erhielt die Arbeit des Bundes durch die Verleihung des Baden-Powell-Preises im Jahre 2001 für ihren mehrjährigen Einsatz bei der Förderung der Pfadfinderarbeit in Sibirien.

Quelle: scouting 02-06

Kategorien: Pfadfinder

Bundesheim der Taunus-Pfadfinder

Scouting - Fr., 03/27/2020 - 04:20

Im schönen Hintertaunus, direkt neben dem Freilichtmuseum Hessenpark, liegt das schöne Grundstück mit dem Bundesheim der Taunus-Pfadfinder. Es besteht aus einem urigen kleinen Haus und einer großen Lagerwiese, nur 10 Gehminuten vom Taunusrand entfernt. Das etwa 3700 m² große Grundstück mit großer Wiese ist wie geschaffen für Stammeslager und andere Pfadfinderaktivitäten. Ausgestattet mit einer Feuerstelle und einer Handpumpe für  alle, die es wirklich traditionell wünschen. Selbstverständlich gibt es aber auch fließend Wasser aus dem Hahn, Strom und ein WC. Toilette, Wasch- und Spülraum im Außenbereich wurden in 2016 neu und tipptop hergerichtet.

Das Haus selbst verfügt über eine Küche mit fließend Warmwasser, Herd, Kühlschrank, Geschirr und einem Hauptraum mit 2 Holzofen und eine 2. Etage mit einem Aufenthaltsraum  und Schlafraum. Einfache Schlafmöglichkeit im Obergeschoss mit 3 Betten einzeln, etwa 6 auf einem Großbett oder für mehr mit eigener Unterlage auf dem Boden. (Betten haben Matratzen für eigene Bettbezüge.) Aufenthaltsraum für 50 Personen im Erdgeschoss. Das Heim ist umringt von alten Bäumen. Auf der einen Seite schaut man über die Felder, auf der anderen ist ein kleines Waldstück angeschlossen, welches sich herrlich zum Spielen eignet. Im Herbst und Frühjahr kann man durch die kargen Bäume die alte Kirche und die Windmühle des Freilichtmuseums sehen, welcher nur durch einen Erdwall von dem Grundstück abgegrenzt ist. Von ca. November – März (Je nach Witterung) ist das Grundstückjedoch  im Winterschlaf und den Mitgliedern vorbehalten. Es stehen etwa 8 – 10 Parkplätze zur Verfügung. Zeltstangen sind vorhanden. Feuerholz nach Absprache. Mehr Infos, Bilder und Preise:  www.pfadfinder.camp

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Kategorien: Pfadfinder

Absage Pfingsten in Westernohe – BV wird verschoben

Neues von der DPSG - Do., 03/26/2020 - 13:59

Die Gewährleistung der größtmöglichen Sicherheit für alle Beteiligten – in erster Linie physisch, aber eben auch finanziell – und die Sicherstellung der Verbandsarbeit für die Zukunft sind für uns als Bundesvorstand die großen Maximen unserer Entscheidungen. In diesem Sinne haben wir unsere Kommunikation in den Verband gestaltet, haben Regelungen für unsere Mitarbeitenden getroffen und haben unsere Freiwilligen aus dem Ausland zurück nach Deutschland geholt.

Nachdem am Wochenende in diesen Bereichen die größten Fragezeichen auf Bundesebene für den Moment beseitigt waren haben wir uns den geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten gewidmet. Dabei haben wir nach Abwägung der Situation zwei Entscheidungen getroffen:

  1. Die Bundesversammlung in Passau wird verschoben werden.
  2. Pfingsten in Westernohe wird dieses Jahr nicht stattfinden.

Unabhängig von der weiterhin unklaren weiteren Entwicklung der Pandemie und der Situation in Deutschland gibt es einige organisatorische Gründe, die uns zu diesen Entscheidungen gebracht haben. Auch wenn die Reisebeschränkungen bis dahin hoffentlich wieder gelockert sind, ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll direkt Veranstaltungen zu haben, in denen aus dem gesamten Bundesgebiet Menschen zusammen kommen und somit verstärkter Reisetätigkeit ausgesetzt sind. Dies gilt insbesondere für PiW, wenn im Normalfall tausende Menschen aus ganz Deutschland nach Westernohe strömen. Ein weiterer Grund war auch, dass wir mit dieser frühen Entscheidung Klarheit schaffen können und auch den finanziellen Verlust eindämmen. Dies gilt sowohl für die Bundesebene im Hinblick auf den Wegfall von Kosten und günstigere Stornobedingungen, aber auch für die anderen Ebenen im Hinblick auf die Aufwendungen rund um die PiW-Teilnahme.

Für die Stammes- und Bezirksebene muss das nicht unbedingt heißen, dass dementsprechend auch alle Sommerlager abzusagen sind. Bewertet bitte die Situation bei euch vor Ort, holt euch Rat bei lokalen Behörden, bei anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern und macht euch die Konsequenzen möglicher Entscheidungen so klar wie möglich. Wann muss spätestens eine Entscheidung getroffen sein? Wer sollte dabei alles involviert sein? Was sind die (finanziellen) Konsequenzen einer Absage, fallen z.B. Stornokosten bei einem Zeltplatz an? Haltet dabei eure persönlichen Grenzen und die Bedürfnisse der beteiligten Personen im Auge. Wenn ihr eure Entscheidung mit den Gründen dann noch gut dokumentiert und kommuniziert, dann seid ihr sehr sicher auf einem guten Weg mit dieser schwierigen Situation gut umzugehen.

Trotz Schwierigkeiten nicht aufzugeben und aus der Situation das Beste zu machen sind Tugenden, die nicht nur aktuell den Unterschied ausmachen und Charakterstärke beweisen. In diesem Sinne erfüllt es uns mit großer Freude zu sehen, wie tatkräftig, innovativ und selbstverständlich viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder momentan aktiv sind und sich in ihren unterschiedlichen Wirkkreisen für ihre Mitmenschen und eine bessere Welt einsetzen. Die Pfadfinderbewegung und die DPSG haben diese Krise als Herausforderung angenommen und wir sind stolz, Teil dieses wertvollen Jugendverbands zu sein.

Um diese Aktivitäten zu unterstützen und so zu vernetzen, dass alle die guten Ideen sehen und ausprobieren können, die in dieser Zeit entstehen, hat die Bundesleitung die Internetseite www.scoutingneverstops.de eingerichtet und schon eigene Ideen eingestellt. Hier könnt ihr euch Anregungen holen und eure eigenen Ideen anderen zur Verfügung stellen.

Natürlich beobachten wir die Lage weiterhin intensiv und halten euch auf dem Laufenden, falls sich neue Erkenntnisse ergeben, die abweichende Vorgehensweisen nahelegen.

Herzlich Gut Pfad und viele Grüße

euer Bundesvorstand

Anna, Joschka und Matthias

 

Weiterführende Informationen:

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