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Aktuelle Nachrichten der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg
Aktualisiert: vor 6 Stunden 10 Minuten

Vorschläge für Sommerlager an Landesjungendämter verschickt

Fr., 06/26/2020 - 14:56

Vorschläge zur Anpassung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, um kurzfristig Fahrten als besonders risikoarme Form der Jugendfreizeit zu ermöglichen

Sehr geehrte*r Jugendamtsleiter*in

als Pfadfinder*innen gehen wir in Kleingruppen auf Fahrt. Darin sehen wir auch jetzt noch kurz vor den Sommerferien eine enorme Chance, Kindern und Jugendlichen eine risikoarme Ferienbeschäftigung kurzfristig zu ermöglichen. Hierfür benötigen wir jedoch Ihre Unterstützung. Denn nur wenn bei Ihnen Pfadfinder*innengruppen von bis zu 10 Personen als feste haushaltsähnliche Gruppe zwei bis drei Wochen in einer Art Selbstisolation wandernd, fahrradfahrend oder kanufahrend abseits der großen Touristenhotspots unterwegs sein können, wird dies noch gelingen. Wir möchten Ihnen im Folgenden kurz darlegen, warum sich diese Form von Freizeit von anderen Angeboten unterscheidet und von uns als risikoarm eingeschätzt wird – und wir möchten Sie bitten, unsere ehrenamtliche Jugendarbeit im Sommer möglich zu machen.

Pfadfinden und die mehrwöchige Fahrt in der Kleingruppe

Pfadfinden bedeutet, Kinder und Jugendliche stark zu machen, sie auf ihrem Weg zu selbstbewussten, rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Menschen zu begleiten. Wir geben ihnen Raum, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten. Als Pfadfinder*in zu leben, heißt in der Gruppe zu leben, gemeinsam Erfahrungen zu machen, gemeinsam etwas zu erleben. Besonders intensiv findet dies auf unseren Fahrten statt, bei denen eine Kleingruppe zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kanu unterwegs ist, unter freiem Himmel oder einem Zeltdach schläft und nur das Notwendigste im Rucksack mit sich trägt.

Eine Gruppe auf Fahrt gleicht einem isolierten Haushalt, da die Gruppenmitglieder während der Fahrt stets in derselben festen Zusammensetzung bleiben und zu weiteren Personen kaum oder gar kein Kontakt besteht. Anders als bei “üblichen” Jugendfreizeiten wird bei einer Fahrt kein gemeinsamer Lagerplatz mit vielen anderen Jugendlichen geteilt, sondern es wird durchgehend nur als Kleingruppe in derselben Personenkonstellation die Zeit miteinander verbracht. Zu Kontakt mit anderen Personen kann es allenfalls bei der An- und Abreise in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie beim Lebensmitteleinkauf kommen. Für beide Situationen sind bereits seit Wochen Schutzmaßnahmen in Umsetzung, die die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Die Fahrt findet ausschließlich im Freien statt. Im Freien ist die Ansteckungsgefahr nachweislich gering und es kann leicht auf Abstandsregeln geachtet werden.

Fahrten in den Sommerferien dauern mindestens zwei Wochen, häufig auch länger. Ab einer Dauer von 14 Tagen kann sich somit sogar ein Quarantäneeffekt einstellen. Damit bestünde zwar noch ein Risiko innerhalb der Gruppe, nicht aber für die Gesellschaft als Ganzes, da eine mögliche Infektion die Gruppe nicht verlassen würde. Insbesondere treten vor Abschluss der Fahrt etwaige Symptome auf, wodurch rechtzeitig vor der Rückkehr in den gesellschaftlichen Alltag mögliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Für Gruppenstunden wurden bereits Hygienekonzepte erstellt und eine Anpassung an die Gegebenheiten der Fahrt kann schnell erfolgen. Hygienekonzepte sind den Jugendlichen zum Fahrtenbeginn bereits aus Gruppenstunde oder Schule bekannt und können routiniert umgesetzt werden. Darüber hinaus sehen wir unsere gut ausgebildeten Gruppenleitungen in der Lage, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen in der Gruppe zu etablieren.

Fahrten erlauben – eine Chance für kurzfristige Jugendfreizeiten im Sommer 2020

Die Fahrtenerlebnisse der Sommerferien bereichern Kinder und Jugendliche durch eindrückliche und intensive Gemeinschaftserlebnisse und binden sie an ihren Jugendverband. Dabei ist die Ansteckungsgefahr vergleichsweise gering und Schutzmaßnahmen können gut umgesetzt werden. Diese Form der Freizeit kann auch jetzt noch kurz vor bzw. zu Beginn der Sommerferien mit einfachen Mitteln umgesetzt werden.

Wir bitten Sie, Fahrten für Kleingruppen ab einer Dauer von mindestens 10 Übernachtungen zu erlauben, sofern für diese Maßnahmen entsprechende Hygienekonzepte vorliegen. Weiterhin bitten wir auf die Vorgabe des Einhaltens von Abstandsregeln innerhalb von haushaltsähnlichen Fahrtengruppen zu verzichten. Das Einhalten der Abstandsregeln bei Kontakt zu Menschen außerhalb der Gruppe und grundsätzlich der Hygieneregeln bleibt davon selbstverständlich unberührt.

Liebe Grüße und gut Pfad,

Ann-Katrin Rückel (Stellv. Bundesvorsitzende BdP e.V.) 

Anna Sauer (Bundesvorsitzende DPSG e.V.)

Matthias Krause (Vorsitzender DPV e.V.)

 

Die Positionierung könnt ihr euch hier als PDF herunterladen.

Kategorien: Pfadfinder

Die 86. Bundesversammlung in der Zusammenfassung

Mi., 06/17/2020 - 15:49

„Eigentlich waren es nur fünf Klicks, aber damit haben wir die Struktur und Statuten unseres Verbands grundlegend geändert!“, merkte Joschka Hench, der Bundesvorsitzende der DPSG an. Er erinnerte die etwa 80 Mitglieder der 86. Bundesversammlung daran, als sie für die Anträge auf Satzungsänderung gestimmt haben. Denn so ist die bisherige Satzung von einer auf vier aufgeteilt worden. „Das ist wichtig um allen Stämmen, Bezirken und Diözesen und der Bundesebene noch mehr Klarheit in Satzungsfragen zu verschaffen.“, erläuterte Sebastian Becker, Referent für Verbandsentwicklung und Jugendpolitik der DPSG diesen Schritt. Jetzt können alle Einheiten, sei es ein Stamm oder ein Bezirk, viel schneller nachvollziehen, wie sie satzungskonform Versammlungen abhalten können. „Aber auch eine Gemeinnützigkeit für alle Ebenen ist so viel schneller nachweisbar, was für einige Mitglieder wichtig wird, wenn eine Steuererklärung abgegeben wird.“, ergänzte Sebastian Becker noch im Nachgang.

Und nicht nur in diesem Punkt war die 86. Bundesversammlung der DPSG eine ganz besondere. Eigentlich hätte diese rund um das Christi-Himmelfahrtswochenende in der Diözese Passau stattfinden sollen. Aber aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie fand die BV zum ersten Mal digital statt – eine Herausforderung, die nicht nur dem Technikteam schlaflose Nächte beschert hat. Auf sieben Servern haben rund 170 Menschen an den Videokonferenzen der Versammlung teilgenommen. Dazu gab es noch Gasthörerinnen und Gasthörer im Livestream auf dem extra bereitgestellten Blog. Etwa 490 aktiv Schreibende haben etwa 13.100 Nachrichten in einen eigens eingerichteten Chat versendet. Sogar ein öffentlich gestreamter Gottesdienst, geleitet von Bundeskuraten Matthias Feldmann, hat am Samstagabend stattgefunden.

Vorgestellt hat sich auf der Versammlung auch Annka Meyer, die als nachfolgende Bundesvorsitzende von Anna Sauer kandidierte. „Hier haben wir auf eine Briefwahl zurückgegriffen, um so den Statuten der Wahl zur Vorsitzenden der DPSG auch auf einer digitalen Versammlung gerecht zu werden.“, gab Matthias Feldmann für den Wahlausschuss an. Die Briefwahlunterlagen waren im Vorfeld an die Wahlberechtigten versendet worden. Ausgezählt wurde dann am 5. Juni, mit dem Ergebnis, dass Annka Meyer ab dem 1. November die Nachfolge von Anna Sauer antritt. Gewählt wurde sie mit einer deutlichen Mehrheit von 68 Ja-Stimmen, zwölf Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Der Bundesvorstand gratulierte Annka Meyer herzlich und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Für mehr Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt wollen sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der DPSG im Jahr 2022 einsetzen. Die Mitglieder wählten das Motto „Pfadfinden ist bunt“ als Jahresaktion 2022 und suchen ab sofort Interessierte, die der Jahresaktionsgruppe beitreten wollen. Alle näheren Informationen gibt es unter http://s.dpsg.de/ja22auschreibung .

Und auch in der Ordnung hat sich einiges getan. Die Konzepte zu Internationalen Gerechtigkeit, Ökologie und Internationales in der Ordnung des Verbandes wurden ebenfalls neu beschlossen, sodass diese wieder stimmig mit dem Rest der Ordnung sind. Unter anderem waren Zitate veraltet.

Per Grußwort meldeten sich auch befreundete Verbände. Janina Bauke und Susanne Schunck, die Bundesvorsitzenden der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), betonten die gute Zusammenarbeit und lobten den, aufgrund von Codvid-19, ins Leben gerufenen Blog scoutingneverstops.de. Dieser hilft Pfadfinderinnen und Pfadfindern durch nützliche Tipps und Anregungen die Verbandsarbeit auch kontaktlos am Leben zu halten und aktiv zu gestalten. „Danke, dass ihr eine starke Stimme im BDKJ seid!“, mit diesen Worten beendete Katharina Norpoth, die Vorsitzende des BDKJ, ihr Grußwort an die DPSG. Sie freute sich zudem, dass zwei Pfadfinderinnen des Verbands Mitglied im Synodalen Weg sind. Lisi Maier und Tobias Köck vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR) meldeten sich ebenfalls zu Wort. Sie hoben noch einmal die gute Zusammenarbeit mit Anna Sauer in den vergangenen drei Jahren hervor und lobten das politische Engagement der DPSG unter anderem für Europa.

Zufrieden über die erste digitale Bundesversammlung verabschiedete sich der Bundesvorstand mit vielen Dankesworten an alle Helferinnen und Helfer und die Versammlungsmitglieder. „Danke für die vergangenen Tage mit euch und die vielen Ergebnisse für die DPSG. Es war eine ganz besondere Bundesversammlung, die wir gemeinsam gemeistert haben!“, schloss Anna Sauer die 86. Bundesversammlung.

 Die ganze Bundesversammlung könnt ihr auch noch einmal im Audio hier nachhören.

Kategorien: Pfadfinder

Einweihung der Gedänkstätte in Westernohe

Mi., 06/10/2020 - 17:38

Der Bundesverband der DPSG, der Diözesanverband Trier, der Bezirk Koblenz, der Stamm der Seepfadfinder (Güls) und der Bürgermeister der Ortsgemeinde Westernohe weihten die Stätte ein. Alle Beteiligten teilen sich künftig der Verantwortung der neuen Gedenkstätte.

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der DPSG haben nun mit der Gedenkstätte einen bleibenden Ort der Trauer, des Trostes und des Erinnerns.

Der 4. Juni 1995 war ein schwarzer Tag in der Geschichte der DPSG. An diesem Tag kamen zwei Kinder aus Koblenz-Güls ums Leben, über 100 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Bei dem Versuch, des Bezirks Koblenz, einen Weltrekord im Tauziehen aufzustellen, geschah das Unglück. Es war ein Unglück, das bei vielen Menschen im Bezirk Koblenz und bundesweit Spuren hinterlassen hat.

Auch 25 Jahre nach dem schrecklichen Unglück, sind viele Wunden nicht verheilt und immer noch gibt es Menschen im Bezirk Koblenz, die sich mit anderen Betroffenen zum Austausch treffen möchten. Weil die Gedenkfeier in diesem Jahr auf Grund der Coronapandemie nur im kleinsten Rahmen stattfinden konnte, wird die geplante Veranstaltung im nächsten Jahr, am 05. Juni 2021 stattfinden.

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist der größte Verband katholischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland. Über 95.000 Mitglieder lernen bei gemeinsamen Abenteuern, Verantwortung für sich und für andere in der Gruppe zu übernehmen. Ziele des Kinder- und Jugendverbandes sind die Vermittlung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Dabei spielen die Grundsätze des christlichen Glaubens eine wesentliche Rolle.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dpsg.de.

Kategorien: Pfadfinder

Annka Meyer wird neue Bundesvorsitzende

Fr., 06/05/2020 - 18:40

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Versammlung nur digital stattfinden. Deswegen entschlossen sich die Verantwortlichen für eine Briefwahl. Diese Stimmen wurden am Freitag, den 5. Juni im Neusser Bundeszentrum in ausgezählt. Telefonisch stimmte die Kandidatin der Wahl zu.

Die 27-jährige Sport- und Biologielehrerin hat die Wahl telefonisch angenommen. Sie selbst ist seit 20 Jahren Mitglied in der DPSG und seit 10 Jahren als Leiterin in ihrem Heimatstamm aktiv. In ihrer dreijährigen Amtszeit möchte die Aachenerin als Anpsprechpartnerin für DPSGlerinnen und DSPGler wahrgenommen werden, die Probleme ernst nimmt. In Gremien möchte die sie die Interessen der DPSG vertreten. Durch Unterstützung der Stufen-Bundesunternehmen will die Pädagogin Pfadfinden in ganz Deutschland für Kinder und Jugendliche erfahrbar machen. Dass Themen wie gesellschaftliche Vielfalt, Geschlechtergerechtigkeit, Internationale Gerechtigkeit feste Grundsätze des Verbands sind, möchte sie auch stärker nach außen zeigen.

Annka Meyer übernimmt am 1. November als Nachfolgerin von Anna Sauer das Amt als Bundesvorsitzende. Die Amtszeit von Anna Sauer endet am 30. September.

Mehr über Annka erfahrt ihr in unserem Blog!

Kategorien: Pfadfinder

Trauer um Guido und Dennis – 25. Jahrestag des Tauziehunglücks in Westernohe

Do., 06/04/2020 - 13:40

Auf einem großen Pfingstlager im Bundeszentrum Westernohe wollten an diesem Tag etwa 650 Kinder und Jugendliche vor allem aus dem Bezirk Koblenz ins Guinness-Buch der Rekorde kommen. An einem 500-Meter langen Seil wollten sie ihre Kräfte messen, als es riss und dadurch die beiden Jungen tödlich traf und viele andere Menschen verletzte.

Wir sind, besonders am heutigen Tag, in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Das Gedenken an sie und dieses Unglück wird immer einen Platz in unserem Verbandsleben einnehmen. Guido und Dennis werden in der DPSG nie vergessen sein.

Franz Böhler, Kurat des betroffenen Bezirks Koblenz, hat anlässlich dieses Jahrestages einen Gedenktext verfasst, den wir gerne mit euch teilen wollen. Auch bitten wir darum, dass ihr mit uns gemeinsam eine Schweigeminute abhaltet. Diese wird am Samstag – im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes in Westernohe – um 15 Uhr stattfinden.

Wir gedenken des Pfingstlagers vor 25 Jahren, das - statt in einem fröhlichen Abschied - sein Ende in einem schrecklichen Unglück fand. Jeder der sich der Erinnerung stellt hat dabei seine eigenen Gedanken und Gefühle: Trauer, Schmerz, Erschrecken oder Angst, die Erinnerung an anstrengende Wochen und Monate der juristischen Aufarbeitung, das Gefühl von Hilflosigkeit und Allein-gelassen-sein, die Dankbarkeit, unbeschadet davon gekommen zu sein oder die Erinnerung an ein Versagen oder das Bedürfnis, etwas tun zu müssen und gleichzeitig zur Tatenlosigkeit verdammt zu sein.

Viele der damals Betroffenen sind noch heute den Pfadfindern verbunden. Je nachdem, wie er oder sie den Tag erlebt hat, von dem Unglück hörte oder mit der Aufarbeitung konfrontiert war: der Tag hat bei sehr Vielen eine unterschiedlich intensive Spur im Leben und der Arbeit hinterlassen. Für Viele war und ist es ein zutiefst einschneidendes Erlebnis.

Auch für die DPSG als Ganzes war und ist es ein Tag von einschneidender Bedeutung.

Deshalb ist das Pfingstfest – besonders in diesem Jahr, in dem sich das Ereignis zum 25. Male jährt - für uns kein Feiertag, sondern ein Tag des Gedenkens. Es war Pfingsten und der Bezirk Koblenz hatte ein großes Lager in Westernohe organisiert. Teil des fröhlichen Lagers sollte ein Tauzieh-Wettbewerb sein. Doch aus dem fröhlichen Lager wurde eine der schwersten Stunden der DPSG. Das Seil riss. Zwei Tote Kinder und über 100 zum Teil schwer verletzte Pfadfinderinnen, Pfadfinder, Leiterinnen und Leiter waren zu betrauern.

Besonders betroffen war der Stamm der Seepfadfinder in Güls. Die zwei toten Kinder, Dennis und Guido, kamen aus ihren Reihen.

Lange fiel es schwer, die richtigen Worte für das Unsagbare zu finden. Wie sollte man sich den Folgen verantwortlich stellen. Besonders der Stamm der Seepfadfinder und hier besonders Günther Müller, genannt „Sonny“, hat sich dieser Verantwortung in besonderer Weise gestellt und sich über die Jahre um das Gedenken und den Gedenkort in Westernohe gekümmert. Auf ihn geht die Initiative zurück, den Gedenkort neu zu gestalten und alle damals betroffenen Institutionen in die Verantwortung zu nehmen.

Die Verantwortung für das Gedenken und den neu gestalteten Gedenkort, teilen sich nun der Stamm Seepfadfinder Güls, der DPSG Bezirk Koblenz, der DPSG Diözesanverband Trier, der DPSG Bundesverband, der Ort Westernohe und das Bundeszentrum der DPSG in Westernohe.

Wir haben als Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der Tragödie von damals gelernt, aber als Menschen bleiben wir in der Gefahr. Möge unsere Erinnerung an das Geschehen, die toten Kinder und die Gefühle der vielen Verletzten in Blick behalten und uns mahnende Erinnerung zur Wachsamkeit sein.

Möge in uns die Hoffnung wachsen, dass auch das Unverständliche, Unsagbare und Unbegreifliche in Gottes bergenden Händen einen Platz findet.

Noch heute erinnert auf dem Weg zwischen Altenberg und Kirschbaum eine Gedenkstätte an diesen traurigen Tag. Ursprünglich war zum 25-Jahrestag eine Veranstaltung geplant – die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben werden muss. Am Samstag, 06.06.2020 wird daher in kleinem Rahmen vor Ort im Bundeszentrum der Verstorbenen gedacht.

Gemeinsam mit einer kleinen Delegation wird an diesem Tag ein neuer Gedenkstein an der Unglückstelle gesegnet, um weiterhin an alle zu erinnern, die damals körperlich und seelisch verletzt wurden und besonders an Guido und Dennis, die bei dem Unglück gestorben sind.

Kategorien: Pfadfinder

Der vierte Tag der 86. Bundesversammlung im Überblick

So., 05/24/2020 - 18:45

Nachdem der Bericht abgeschlossen war, wurde in einer anonymisierten Abstimmung der Bundesvorstand, bestehend aus Joschka Hench (Bundesvorsitzender), Anna Sauer (Bundesvorsitzende) und Matthias Feldmann (Bundeskurat) durch die Mitglieder der Bundesversammlung entlastet.

Nun konnte mit den Anträgen begonnen werden. Noch vor der Mittagspause stimmte die Bundesversammlung für die Stärkung der DPSG in strukturschwachen Regionen, und drei Anträge zur Ordnung. Bei der Ordnungsänderung wurden die Konzepte zu Internationale Gerechtigkeit, Ökologie und Internationales. neu beschlossen. Der Antrag zur Besetzung des Hauptausschusses wurde vertagt. Zurückgezogen wurde der Antrag zu zentrale Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit., da hier die AG Digitale Tools zu arbeiten wird.

Die Mittagspause nutze das Medienteam um der Technik und der Visualisierung zu danken, die sehr hart daran gearbeitet haben, dass die erste digitale Bundesversammlung in dieser Form ablaufen konnte.

„Eigentlich waren es nur fünf Klicks, aber damit haben wir die Struktur und Statuten der DPSG grundlegend geändert!“, erinnerte Joschka Hensch die etwa 80 Mitglieder der Bundesversammlung nachdem die Anträge 5 bis 10 von eben diesen angenommen wurden. Denn diese behandelten die Umstrukturierung der Satzung, die von einer in vier aufgeteilt worden ist. Das ist wichtig, damit auf allen Ebenen der DPSG eine Gemeinnützigkeit anerkannt wird. Dies wiederum ist wichtig für die Finanzämter, wenn es zum Beispiel um Spendenbescheinigung geht. 

Joschka Hench merkte hier an, dass es für diese fünf Klicks unglaublich viel Vorarbeit durch die AG Satzungsfragen und den hauptberuflichen Referenten der Bundesleitung, Sebastian Becker, gab.

Die Beschlüsse können hier noch einmal nachgelesen werden. 

A05 - Bundesebene: http://s.dpsg.de/bv86a05

A06 - Diözesanebene: http://s.dpsg.de/bv86a06

A07 - Bezirksebene: http://s.dpsg.de/bv86a07

A08 - Stammesebene: http://s.dpsg.de/bv86a08

A09: http://s.dpsg.de/bv86a09

A10: http://s.dpsg.de/bv86a10

Und dann wurde es auf einmal sehr eng. Drei Themen für die Jahresaktion 2022 gab es in den Anträgen, von denen nur eins gewinnen konnte. Mit einer knappen Mehrheit von 40 zu 39 Stimmen gewann der Antrag „Pfadfinden ist bunt!, in einer zweiten Abstimmung. Die Themen Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt werden hier in den Focus genommen. Wenn du dich für das Thema interessierst, kannst du dich hier als Mitglied der Jahresaktionsgruppe bewerben: http://s.dpsg.de/ja22auschreibung

Der Antrag 24, der sich mit einer „Erstellung und Überarbeitung von Handreichungen in den Bereichen Gemeinnützigkeit, Steuerrecht und Gründung von Rechtsträgern“ befasst, wurde ebenfalls angenommen. Damit ist die Bundesleitung nun damit beauftragt, bestehende Handreichungen in den Bereichen Gemeinnützigkeit, Steuerrecht und Gründung von Rechtsträgern zu überarbeiten und

gegebenenfalls neue Handreichungen zu erstellen.

Und dann ging es plötzlich sehr schnell. Die 13 weiter ausstehenden Anträge wurden entweder in die nächste Bundesversammlung vertagt oder in den Hauptausschuss verwiesen. Hier ist eine Übersicht, um welche Anträge es geht und wie sie vertragt oder verwiesen wurden:

- Antrag 25 „Rechtliche Beratung von Stämmen und allen anderen Ebenen“ à vertagt

- Antrag 27 zum gemeinsamen Ferienkorridor 2029 à Hauptausschuss

- Antrag 28 „Zeitplan zur Konzeptentwicklung eines möglichen Bundeslagers 2029“ à vertagt

- Antrag 29 „Entwicklung eines Strategiekonzepts der DPSG“ à vertagt

- Antrag 17 „Institutionelle Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der DPSG“ à vertagt

- Antrag 18 „Positionspapier zur Geschlechtergerechtigkeit und sexueller Vielfalt“ à vertagt

- Antrag 21 „Awareness Team für Großveranstaltungen“ à vertagt

- Antrag 19 „Ämterkonstellation von Vorständen und Diözesan- & Bundesebene“ à vertagt

- Antrag 20 „Formulierungen in Veröffentlichungen der DPSG Bundesebene“ à vertagt

- Antrag 22 „Haltung der DPSG zur Teilnahme an Demonstrationen“ à vertagt

- Antrag 4 „Boykott von Produkten des Nestlé-Konzerns“ à vertagt

- Antrag 26 „Fahrplan zur Weiterentwicklung der Kindermittbestimmung in der DPSG“ à vertagt

Zum Ende der Bundesversammlung wurden vor allem Danksagungen ausgesprochen, besonders an das Moderationsteam, die Visualisierung und das Technikteam. Den ganzen Tag könnt ihr natürlich auch wieder in unserem Audio-Zusammenschnitt nachhören. Den findet ihr hier: https://bv.dpsg.de/stream/mitschnitte/

Kategorien: Pfadfinder

Der dritte Tag der Bundesversammlung in der Übersicht

Sa., 05/23/2020 - 18:36

Schon zu Beginn des Samstages beschloss die Versammlung eine Stunde länger zu tagen, da neben den Wahlen auch noch viele Berichte besprochen werden mussten. Im TOP Wahlen stellte sich Annka Meyer als Kandidatin für das Amt der Bundesvorsitzenden vor. Ihre vollständige Bewerbung und ein Video zu ihr findet ihr auf unserem Blog unter http://s.dpsg.de/annkameyer .

Eine Stunde lang stellte sie sich danach den Fragen aus dem Plenum und dem Chat im Livestream. All das könnt ihr nochmal im Audiozusammenschnitt des Tages nachhören. Den findet ihr hier: https://bv.dpsg.de/stream/mitschnitte/
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit berieten sich die Delegierten in einer Personaldebatte bevor es in die Mittagspause ging.

Um 14 Uhr versammelten sich alle Teilnehmenden wieder vor ihren Bildschirmen und es ging weiter mit den Berichten. Den Anfang machte die Stiftung der DPSG. Vorständin Kerstin Fuchs nutze den Rahmen der 86. Bundesversammlung um noch einmal auf den Corona-Fond hinzuweisen. 5000 Euro sollen an Stämme ausgeschüttet werden, die unter der Corona-Pandemie besonders leiden müssen. Hier könnt ihr euch um die Unterstützung bewerben: http://s.dpsg.de/coronahilfe

Im darauffolgenden Bericht ging es dann um die Öffentlichkeitsarbeit der DPSG. Eine Anmerkung dazu war unter anderem, dass die Mitgliederzeitschrift doch bitte künftig nur noch digital versendet werden soll. Diesen Service gibt es aber schon und kann mit einem Haken in NaMi beantragt werden. Anna Sauer, die Bundesvorsitzende der DPSG, machte unter diesem Punkt auch noch einmal auf die neue Ordnung aufmerksam, die man sich unter http://s.dpsg.de/bv86ordnung herunterladen kann.

Die Freunde und Förderer der DPSG meldeten sich aus Berlin zu Wort. Gunhild Pfeiffer berichtete, dass der Verein etwa 25.000 Euro für die Sanierung der Kapelle im Bundeszentrum Westernohe zur Verfügung stellen konnten. Dafür bedankte sich der Joscka Hench, der Bundesvorsitzende der DPSG, noch einmal recht herzlich. 

Unter dem Punkt „weitere Themen und Inhalte“ gab es dann noch eine traurige Nachricht zu verkünden. Bundeskurat Matthias Feldmann berichtete, dass der Bundesfrewilligendienst ab August auf unbestimmte Zeit pausieren muss. Nach Abwägen der mittelfristigen Ziele mit seinen finanziellen Ressourcen hat Adveniat entschieden, die Kooperation zu beenden. Wir hoffen, einen neuen Kooperationspartner zu finden, der dieses wertvolle Angebot unseren jungen Erwachsenen wieder ermöglichen wird.

Fortgeführt wurde der TOP Berichte und die Versammlung konnte zum Bericht des Bundesvorstandes ihre Fragen und Einschätzungen einbringen. Unter „Veranstaltungen“ wurde sich noch einmal über das 90-jährige Jubiläum ausgetauscht. Aber auch die Veranstaltung Pfingsten in Westernohe wurde noch einmal beleuchtet. Da die Veranstaltung in diesem Jahr physisch nicht stattfinden kann, wurde hier noch einmal auf die zahlreichen digitalen Veranstaltungen hingewiesen. Eine Übersicht findet ihr hier: https://pfingsten.scoutingneverstops.de/

Auch gibt es in diesem Jahr zwei besondere Aufnäher, der an dieses spezielle Pfingsten erinnern soll. Einmal einen Solidaritätsaufnäher und einen Corona-Pfingst-Aufnäher, den ihr im Rüsthaus erwerben könnt: https://www.ruesthaus.de/dpsg-artikel/pfadfinderkluft/aufnaeher-pins/

Unter dem Punkt „Jugendpolitik im RdP/rdp e.v.“ wurde das politische Engagement der DPSG sowie die Zusammenarbeit mit den anderen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbänden erläutert und diskutiert.Unter anderem „Pfadis for future“: https://blog.dpsg.de/2019/07/pfadis-for-future/

"Danke, dass ihr eine starke Stimme im BDKJ seid!", mit diesen Worten beendete Katharina Norpoth, die Vorsitzende des BDKJ, ihr Grußwort an die DPSG. Sie freute sich zudem, dass zwei Pfadfinderinnen des Verbands Mitglied im Synodale Weg sind. Was das genau ist, könnt ihr hier nachlesen: http://s.dpsg.de/synodaleweg

Um 16 Uhr endete der dritte Tag der Versammlung mit einem Gruppenfoto aller Beteiligten. Morgen wird der Berichtsteil fortgesetzt, bevor es zu den Anträgen kommt.

Ab 19.45 Uhr sind alle Interessierten heute eingeladen an einem virtuellen Gottesdienst teilzunehmen. Unter bv.dpsg.de/gottesdienst könnt ihr euch einwählen. Gestartet wird ab 20 Uhr.

Morgen sind wir Ab 9 Uhr auch wieder im Liveticker, auf Telegram und im Livestream für euch da!
https://bv.dpsg.de/stream/live/ und https://t.me/dpsg_bv

Kategorien: Pfadfinder

Der zweite Tag der 86. Bundesversammlung im Überblick

Sa., 05/23/2020 - 09:51

Mit einem Video s.dpsg.de/bv86pinguin wollten die Impulsgeberinnnen und Impulsgeber darauf aufmerksam machen, dass bei zu viel Verbissenheit vieles schief gehen kann und dass es trotz Chaos doch sehr witzig werden kann. Am Ende gab es dann auch noch eine Bastelanleitung für Pinguine go.dpsgw.de/bvimpuls und den Aufruf, seine Werke als Foto an https://go.dpsgw.de/pinguinezurueck zu schicken.

Im Berichtsteil wurden dann folgende Berichte besprochen:

  • Internationales
  • Ausbildung
  • Gremien: Bundesvorstand, Bundesleitung und Hauptausschuss
  • Verbandsentwicklung
  • Bericht es Kuratoriums des Bundeszentrum in Westernohe

Besonders der Bericht des Bundesvorstandes wurde ausführlicher diskutiert und hielt viele Nachfragen aus der Versammlung bereit. Auf diese gingen Anna Sauer (Bundesvorsitzende), Joschka Hench (Bundesvorsitzender) und Matthias Feldman (Bundeskurat) detailliert ein.  Nach dem Bericht des Kuratoriums meldeten sich dann noch die Vorsitzenden der PSG per Videogruß an die Versammlung. Janina Bauke und Susanne Schnuck betonten die gute Zusammenarbeit mit der DPSG. Auch der Blog scoutingneverstops.de wurde von den Beiden gelobt als gutes Beispiel, wie auch in der Pandemie-Zeit eine Verbandsarbeit weiter betrieben werden kann.

Als besonderen Service bieten wir euch Audiomitschnitte der Versammlung unter https://bv.dpsg.de/stream/mitschnitte/ an. Die Berichte könnt ihr hier noch einmal einsehen: https://bericht.bv.dpsg.de/

Alle Berichte gibt es auch als Audiodatei. Diese findet ihr hier: https://bv.dpsg.de/startseite/bericht-der-bl/der-bericht-in-audioform/

Kategorien: Pfadfinder

Erster Tag der 86. Bundesversammlung im Überblick

Do., 05/21/2020 - 18:10

Ursprünglich sollte diese in Passau tagen, jedoch aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation war das nicht möglich. Nach einer technischen Einführung begrüßte der Bundesvorstand pünktlich um 10.30 Uhr die Mitglieder der Versammlung und externe Gäste aus befreundeten Verbänden. Durch die Tagesordnungspunkte führte das Moderationsteam bestehend aus Clara Drammeh und Thomas Öffner.

Für eine gewisse Erheiterung sorgte der Vortrag aus vergangenen Bundesversammlungen, die aus der Bundesleitung vorgetragen wurden. Zum Beispiel ein Antrag von 1964 zu „Nicht-Katholiken in der DPSG“, der den Weg für eben diese in den Verband ebnete.

Die Feststellung der Beschlussfähigkeit war dank der Technik dann doch einfacher als auf einer physischen Bundesversammlung. Nach Genehmigung der Tagesordnung ging es dann vor der Pause noch in die ersten Beratungen zur Satzungsänderung. Nach der Pause ging es auch schon weiter mit der Vorstellung der 29 Anträge bis hin zum Bericht der Bundesleitung. Hier konnten auch Gäste im Chatroom Fragen stellen.

Morgen Abend geht es weiter – ab 18 Uhr. Wir halten dich auf Telegram mit unserem Ticker https://t.me/dpsg_bv auf dem Laufenden. Unter https://bv.dpsg.de/stream/live/ kannst du alles live mit ansehen, hören und sogar im Chat deine Anmerkungen einbringen. Bleibt gesund und wir lesen uns Morgen wieder. 

Kategorien: Pfadfinder

Einschätzung des Bundesvorstands zum Umgang mit der Corona-Pandemie

Fr., 05/08/2020 - 15:16

Die meisten Menschen im Verband haben sich wahrscheinlich inzwischen mehr und mehr daran gewöhnt, Gruppenstunden und Leiterrunden, aber auch Treffen von Gremien und Arbeitsgruppen per Videokonferenz abzuhalten. Auch im Bundesamt hat sich die Arbeitsweise eingespielt, dass viele von zuhause aus arbeiten und die anderen in Einzelbüros sitzen und möglichst wenig direkten Kontakt miteinander haben. Veranstaltungen auf Bundesebene haben wir abgesagt oder umgeplant – die erste digitale Bundesversammlung ist in Vorbereitung, aus der Blauderei ist das webKamp entstanden und auch die ersten von uns abgesagten Veranstaltungen, die Bundesfachkonferenzen, werden gerade in digitaler Form neu terminiert.

Wir freuen uns, dass es weiterhin so viel kreatives, Gemeinschaft stiftendes und solidarisches Engagement in unserem Verband gibt und dass so viele von euch in dieser ungewohnten Situation weiter sichtbar ihre pfadfinderischen Werte leben.

Dennoch bleibt die Situation an vielen Stellen noch ungewiss und herausfordernd und ist teils auch mit deutlichen Einschnitten für unser Verbandsleben verbunden. Wie viele andere Betriebe auch, spüren wir zum Beispiel auf Bundesebene, dass es im Rüsthaus mit ausbleibenden Bestellungen und im Bundeszentrum mit der andauernden Schließung wirtschaftlich schwierig wird und bemühen uns, gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden Wege zu finden, die uns trotz aktuell harter Einschnitte durch die Krise hindurch führen können.

Vereinzelt haben uns Anfragen erreicht, ob die Mitgliedsbeiträge für die Zeit der Pandemie reduziert oder ausgesetzt werden, da ja in dieser Zeit keine Gruppenstunden oder andere Veranstaltungen stattfinden. Das wird pauschal nicht möglich sein, weil auch in dieser Zeit im Bundesamt und in den Diözesanbüros für den Verband gearbeitet wird und entsprechende Ausgaben, beispielsweise für das Personal, anfallen. Dies ist unter anderem notwendig, um die weitere strukturierte Arbeit zu gewährleisten, um die Interessen der Jugendarbeit bei der Vergabe von staatlichen Hilfen zu vertreten, Angebote wie www.scoutingneverstops.de machen zu können und einen guten Neustart zu unterstützen, sobald der möglich sein wird. Auch die Versicherungen, die im Mitgliedsbeitrag enthalten sind, müssen von uns weiter bezahlt werden und die Mitgliederzeitschrift wird trotz Corona in der gewohnten Auflage erscheinen. Natürlich ist uns bewusst, dass für nicht wenige Familien gerade die Existenzgrundlage oder zumindest das normalerweise eingeplante Haushaltseinkommen in Frage steht, reduziert ist oder ganz wegbricht. Das soll selbstverständlich niemanden dazu bringen, die Kinder von den Pfadfindern abzumelden! Für diese Fälle verweisen wir auf die Möglichkeit, den Beitrag auf den Sozialbeitrag umstellen zu lassen. Außerdem bemühen wir uns gerade in Zusammenarbeit mit der Stiftung darum, eine weitere unbürokratische Unterstützung für betroffene Familien einzurichten.

Im gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie treten wir jetzt in eine Phase ein, die viele schon länger herbeigesehnt haben und die vielleicht noch schwieriger als die bisherige wird: es gibt Lockerungen der bisherigen klaren Regelungen. Diese Lockerungen erfolgen in den einzelnen Bundesländern mit unterschiedlichen Regeln und zu verschiedenen Zeiten. Das ist sinnvoll, da Fallzahlen und Neuansteckungen wie auch die Kapazität des Gesundheitssystems regional unterschiedlich sind. Für uns macht es das aber schwierig bis unmöglich, euch konkrete Empfehlungen zu geben. Daher können wir euch nur sehr allgemein bitten: behaltet in dieser Phase unbedingt die Geduld und überstürzt nichts. Auch jetzt ist es weiterhin wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, weil die Pandemie noch nicht vorbei ist und die Lockerungen auf Grundlage der Einhaltung dieser Regeln geplant wurden. Auch die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum bleibt mindestens bis zum 5.6. bundesweit bestehen.

Achtet genau darauf, welche Regeln in eurem Bundesland und in eurer Diözese für euch gelten. Dabei sind die allgemein gültigen Regeln genauso von Bedeutung wie besondere Regeln für Vereine, Veranstaltungen oder Versammlungen. Anders als beim Herunterfahren der Aktivitäten können wir euch jetzt auch nicht empfehlen, euch an den Schulen zu orientieren, weil für sie andere Regeln und Fristen gelten als für die Jugendarbeit im außerschulischen Bereich.

Auch wenn Gruppenstunden wieder möglich werden sollten, achtet genau auf die Regelungen, die einzuhalten sind und überlegt gut, ob ihr diese erfüllen könnt - und ob ihr euch unter diesen Bedingungen eine Gruppenstunde vorstellen könnt! Ein Abstand von 1,5m zwischen den Kindern ist z.B. in einem Klassenraum mit wenigen Kindern an Einzeltischen gut einzuhalten, in einem Gruppenraum oder selbst draußen bei den üblichen Aktivitäten einer Gruppenstunde eher schwierig. Auch die Frage, ob es ausreichend Möglichkeiten zum Händewaschen oder –desinfizieren gibt, muss geklärt sein. Macht euch bewusst, welche Aktivitäten mit den Abstandsregeln möglich sein werden und welche nicht und überlegt gut, ob ihr so eine Gruppenstunde anbieten wollt. Lasst euch nicht durch Erwartungen oder Forderungen Außenstehender drängen, sondern tut nur das, was ihr mit Blick auf euch selbst und auf die euch anvertrauten Kinder und Jugendlichen gut verantworten könnt und sinnvoll findet.

Mit der weiteren Geltung der Kontaktbeschränkungen bis mindestens zum 5.6. ist die Durchführung von Pfingstlagern aus unserer Sicht in diesem Jahr nicht möglich.

Für Sommerlager gibt es nach unserer Einschätzung noch nicht so eine klare Lage. Die Möglichkeit von Auslandsreisen wird für diesen Sommer immer unwahrscheinlicher, nachdem die allgemeine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bereits bis mindestens einschließlich 14.6. verlängert wurde.

Innerhalb Deutschlands könnten sich durch die schrittweise Öffnung von Zeltplätzen und die Wiederaufnahme touristischer Aktivitäten Möglichkeiten ergeben, Zeltlager durchzuführen.

Bei allen Planungen gilt hier weiterhin: behaltet alle Faktoren im Blick (Rechtliche Regelungen, Stornofristen, Situation und Interessen der Leitenden und der Teilnehmenden, …). Schaut, zu welchem Zeitpunkt ihr eine Entscheidung treffen müsst oder könnt (Wer braucht wann Planungssicherheit? Gibt es inzwischen klare Regelungen für den geplanten Zeitraum, die eine Durchführung unmöglich machen?...). Dokumentiert im Idealfall eure Überlegungen und wer wann in Beratungen und Entscheidungen einbezogen war etc. und kommuniziert dann so bald und so klar wie möglich.

Wir werden auch weiterhin die Entwicklungen aufmerksam beobachten und uns wieder bei euch melden, sobald wir neue Informationen oder Empfehlungen haben.

In diesem Sinne: bleibt geduldig, gesund und fröhlich!

Herzliche Grüße und gut Pfad

euer Bundesvorstand: Anna, Joschka, Matthias

Kategorien: Pfadfinder

GSAT: Die DPSG entwickelt sich weiter! Ergebnisse des Global Support Assessment Tool

Di., 04/28/2020 - 11:43

In den vergangenen Jahren gab es regelmäßige Verbandsentwicklungsprozesse, die unsere DPSG nachhaltig verändert und geprägt haben. Oft sind diese Prozesse intern gestartet worden und hatten Ansatzpunkte und Ziele, die aus dem Verband heraus identifiziert worden sind. Bei den Beratungen in der Bundesleitung und im Bundesvorstand darüber, wo Entwicklungspotentiale gesehen werden, wurde entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen:

Die Bundesleitung hat entschieden, sich eine Rückmeldung zur Struktur, den Inhalten und der Arbeit der DPSG einzuholen, bevor die nächsten großen Stellschrauben der Weiterentwicklung der DPSG indentifiziert und gedreht werden. Daher hat die Bundesleitung die Teilnahme an einem Angebot unseres Weltverbandes WOSM beschlossen.

WOSM bietet seit mehreren Jahren das sogenannte Global Support Assessment Tool (GSAT) an, das gemeinsam mit der professionellen Assessmentagentur SGS für die Evaluation von Pfadfinderverbänden erarbeitet wurde. Mehr als 100 Nationalverbände haben an diesem Programm bereits teilgenommen. Wir sind der erste der deutschen Ringverbände. Zunächst wurde eine GSAT Steuerungsgruppe gebildet, die aus folgenden Personen bestand: Sebastian Becker (Referent der Bundesleitung für Verbandsentwicklung), Mathias Fazekas (Bundesleitung), Joschka Hench (Bundesvorstand), Tobias Hirsch (Vorstand Bundesamt St. Georg e. V.), Philip Münch (Hauptausschuss), Sebastian Päffgen (Bundesleitung) und Anne Wunden (Geschäftsführung).

Durchgeführt wurde das Assessment im Februar 2020. Seit kurzem liegen die Ergebnisse vor. Da GSAT und seine Standards nicht immer direkt auf unseren Verband anwendbar sind, stellen wir euch neben dem Originalreport noch weitere Dokumente zur Verfügung, die zum besseren Verstehen der Ergebnisse gedacht sind und unter anderem Bewertungen und Kommentare enthalten.

Die GSAT Steuerungsgruppe steht zudem allen interessierten Mitgliedern des Verbandes in einer Videokonferenz am 07.05.2020 um 19:00 Uhr für eure Rückfragen sowie zum Austausch über GSAT und die Ergebnisse zur Verfügung. Die Einwahldaten dazu erhaltet ihr mit einer Mail an Sebastian Becker (sebastian.becker@dpsg.de).

Kategorien: Pfadfinder

COVID-19 FAQ für Stämme, Bezirks- und Diözesanverbände

Do., 04/09/2020 - 10:19

Die COVID-19-Pandemie stellt uns vor viele noch nie dagewesene Herausforderungen. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus schränken nicht nur unsere Gruppenstunden und verschiedenen Treffen ein, sondern zwingen uns teilweise auch dazu, Versamm-lungen und Konferenzen zu verschieben.

Gerne wollen wir euch mit der neuen FAQ Antworten und Empfehlungen zu Fragen rundum Konsequenzen für eure Versammlungen und Konferenzen in Zeiten der Pandemie bieten, um euch in dieser schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen. Dabei bezieht sie sich auf Verordnungen der Kommunen, der Länder und desBundes der Bundesrepublik Deutschland, die zum Zeitpunkt des Erscheinens vom 14.03. bis 20.04.2020 gelten.

Hier geht es zur FAQ für Stämme, Bezirks- und Diözesanverbände.

Solltet Ihr weiterhin Fragen und Probleme in Bezug auf eure Versammlungen und Konferenzen haben, wendet euch gerne per Mail an die AG Satzungsfragen unter satzungsfragen@dpsg.de.

Kategorien: Pfadfinder

Update Bundesversammlung: Die 86. BV 2020 wird digital!

Fr., 04/03/2020 - 15:25

Das Corona-Virus sorgt auch bei den Planugen rund um die Bundesversammlung der DPSG für einigen Wirbel. Der Hauptausschuss traf sich deshalb am 1. April 2020 zu einer außerordentlichen Webkonferenz.

Der Hauptausschuss hat sich intensiv zu den gefällten Entscheidungen des Bundesvorstands vom 25. März und den noch zu treffenden Entscheidungen beraten. Dabei dienten eine ausführliche Recherche und Empfehlungen der AG Satzungsfragen auf Bundesebene sowie das neue Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie als Beratungsgrundlage. Denn: das Gesetz gibt uns die Möglichkeit, Versammlungen und Konferenzen in 2020 auch digital durchzuführen! Zusammenfassend hat der Hauptausschuss folgende zentrale Entscheidungen getroffen:

  • Die kommunizierte Verschiebung der 86. BV 2020 durch den Bundesvorstand ist ab sofort nicht mehr gültig.
  • Die 86. BV wird im Zeitraum des 20.05. bis 24.05.2020 nicht in Passau, sondern digital stattfinden. Der zeitliche Rahmen und das Format werden sobald wie möglich festgelegt und kommuniziert.
  • Es wird zusätzlich eine zweite physische 87. BV 2020 stattfinden. Für den Termin dieser BV läuft aktuell eine Umfrage unter den Mitgliedern der Bundesversammlung. Alle Wochenenden von August bis Ende 2020 stehen dabei zur Wahl – ausgenommen das Wochenende der Bundesstufenkonferenzen und Weihnachten. Der Termin wird auf Grundlage der Umfrage vom Hauptausschuss festgelegt.
  • Ein geeigneter Ort für die physische 87. BV 2020 wird vom Bundesvorstand gesucht und ausgewählt.

Den ausführlichen Beschluss inklusive Begründung findet ihr hier: Termin der BV 2020

Das Protokoll der Hauptausschuss Webkonferenz, in der noch weitere Entscheidungen zur Bundesversammlung getroffen wurden, findet ihr hier: HA Protokoll vom 01.04.2020

Kategorien: Pfadfinder

Absage Pfingsten in Westernohe – BV wird verschoben

Do., 03/26/2020 - 13:59

Die Gewährleistung der größtmöglichen Sicherheit für alle Beteiligten – in erster Linie physisch, aber eben auch finanziell – und die Sicherstellung der Verbandsarbeit für die Zukunft sind für uns als Bundesvorstand die großen Maximen unserer Entscheidungen. In diesem Sinne haben wir unsere Kommunikation in den Verband gestaltet, haben Regelungen für unsere Mitarbeitenden getroffen und haben unsere Freiwilligen aus dem Ausland zurück nach Deutschland geholt.

Nachdem am Wochenende in diesen Bereichen die größten Fragezeichen auf Bundesebene für den Moment beseitigt waren haben wir uns den geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten gewidmet. Dabei haben wir nach Abwägung der Situation zwei Entscheidungen getroffen:

  1. Die Bundesversammlung in Passau wird verschoben werden.
  2. Pfingsten in Westernohe wird dieses Jahr nicht stattfinden.

Unabhängig von der weiterhin unklaren weiteren Entwicklung der Pandemie und der Situation in Deutschland gibt es einige organisatorische Gründe, die uns zu diesen Entscheidungen gebracht haben. Auch wenn die Reisebeschränkungen bis dahin hoffentlich wieder gelockert sind, ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll direkt Veranstaltungen zu haben, in denen aus dem gesamten Bundesgebiet Menschen zusammen kommen und somit verstärkter Reisetätigkeit ausgesetzt sind. Dies gilt insbesondere für PiW, wenn im Normalfall tausende Menschen aus ganz Deutschland nach Westernohe strömen. Ein weiterer Grund war auch, dass wir mit dieser frühen Entscheidung Klarheit schaffen können und auch den finanziellen Verlust eindämmen. Dies gilt sowohl für die Bundesebene im Hinblick auf den Wegfall von Kosten und günstigere Stornobedingungen, aber auch für die anderen Ebenen im Hinblick auf die Aufwendungen rund um die PiW-Teilnahme.

Für die Stammes- und Bezirksebene muss das nicht unbedingt heißen, dass dementsprechend auch alle Sommerlager abzusagen sind. Bewertet bitte die Situation bei euch vor Ort, holt euch Rat bei lokalen Behörden, bei anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern und macht euch die Konsequenzen möglicher Entscheidungen so klar wie möglich. Wann muss spätestens eine Entscheidung getroffen sein? Wer sollte dabei alles involviert sein? Was sind die (finanziellen) Konsequenzen einer Absage, fallen z.B. Stornokosten bei einem Zeltplatz an? Haltet dabei eure persönlichen Grenzen und die Bedürfnisse der beteiligten Personen im Auge. Wenn ihr eure Entscheidung mit den Gründen dann noch gut dokumentiert und kommuniziert, dann seid ihr sehr sicher auf einem guten Weg mit dieser schwierigen Situation gut umzugehen.

Trotz Schwierigkeiten nicht aufzugeben und aus der Situation das Beste zu machen sind Tugenden, die nicht nur aktuell den Unterschied ausmachen und Charakterstärke beweisen. In diesem Sinne erfüllt es uns mit großer Freude zu sehen, wie tatkräftig, innovativ und selbstverständlich viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder momentan aktiv sind und sich in ihren unterschiedlichen Wirkkreisen für ihre Mitmenschen und eine bessere Welt einsetzen. Die Pfadfinderbewegung und die DPSG haben diese Krise als Herausforderung angenommen und wir sind stolz, Teil dieses wertvollen Jugendverbands zu sein.

Um diese Aktivitäten zu unterstützen und so zu vernetzen, dass alle die guten Ideen sehen und ausprobieren können, die in dieser Zeit entstehen, hat die Bundesleitung die Internetseite www.scoutingneverstops.de eingerichtet und schon eigene Ideen eingestellt. Hier könnt ihr euch Anregungen holen und eure eigenen Ideen anderen zur Verfügung stellen.

Natürlich beobachten wir die Lage weiterhin intensiv und halten euch auf dem Laufenden, falls sich neue Erkenntnisse ergeben, die abweichende Vorgehensweisen nahelegen.

Herzlich Gut Pfad und viele Grüße

euer Bundesvorstand

Anna, Joschka und Matthias

 

Weiterführende Informationen:

Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinderehrenwort: Kein Aprilscherz am 1.4

Mi., 03/25/2020 - 17:56

Delfine erobern den Hafen von Venedig zurück, nachdem die Kreuzfahrschiffe nicht mehr anlegen? Klingt zu schön um wahr zu sein – und ist es auch leider nicht. Denn bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass es sich bei dem Video, das durch die sozialen Netzwerke wandert, um einen zusammenschnitt aus Fotos von Venedig und einem Hafen auf Sardinien handelt.

Dies ist nur ein Beispiel, wie schnell Menschen sich an der Nase herumführen lassen.  Denn virale Falschmeldungen müssen nicht immer nur schlechte Nachrichten sein. Und gerade weil es für Nutzende dadurch immer schwerer wird zwischen wahr und falsch zu unterscheiden, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen auf einen Aprilscherz am 1. April zu verzichten. Es hat also nichts mit der aktuellen Lage rund um das Corona-Virus zu tun, sondern ist eine generelle Absicherung für euch und für uns, dass auch am 1. April wichtige Beiträge von uns an euch eben keine Finte ist.

Das gehört übrigens auch zu unserem Konzept des verantwortungsvollen Handelns, das ihr auf dem neuen Blog scoutingneverstops.de herunterladen könnt.

Wir möchten also klarstellen, dass wenn wir an diesem Tag eine wichtige Neuigkeit verkünden, diese auch absolut der Wahrheit entspricht. Deswegen bitten wir für diese Entscheidung um euer Verständnis und hoffen, dass die Freunde des Aprilscherzes nicht allzu enttäuscht sind. Es gibt bestimmt genug andere Plattformen, die versuchen euch hinters Licht zu führen.

Kategorien: Pfadfinder

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