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Aktualisiert: vor 4 Stunden 52 Minuten

Klagen gegen Boy Scouts of America

Di., 11/26/2019 - 04:57

Neu sind die Missbrauchsvorwürfe gegen die „Boy Scouts of America“ (BSA) nicht. In einer bereits erfolgten internen Untersuchung der zum Teil länger zurückliegenden Ereignisse wurden bereits 7.819 Täter und 12.254 Opfer identifiziert. Trotzdem spricht der amerikanische Anwaltsverbund „Abused in Scouting“ von fehlendem Aufklärungswillen der weltweit mitgliederstärksten Pfadfinderorganisation. Denn von den (nach Eigenangaben) 1200 Geschädigten, die er vertritt, befinden sich bislang nur wenige in dieser Liste. „Man kann BSA nicht vertrauen, dass sie die faulen Äpfel aussortiert, weil sie genau das nicht getan hat“, sagte Anwalt Tim Kosnoff gemäß einem Interview. Beim kritischen Lesen der internen Unterlagen der Organisation, die teilweise bis zur Gründung zurückreichen, müsse man feststellen, dass oft die Beteiligten gebeten worden seien, Stillschweigen zu Bewahren und nicht staatliche Behörden zu informieren. Dadurch sei es möglich gewesen, dass die Täter, selbst wenn sie aus der Organisation ausgeschlossen worden seien, unbestraft und mit sauberer Weste ihr Leben fortsetzen konnten und weitere Kinder missbrauchten. Auf einer Liste hat der Anwaltsverbund, der mit breit angelegten Fernsehwerbungen Betroffene dazu auffordert, nicht länger in Schweigen und Scham zu verharren, zahlreiche bereits identifizierte und bestätigte Missbrauchstäter aufgelistet. Einer der Betroffenen sprach davon, dass die bestehende Organisation niederbrennen müsse, damit vielleicht aus der Asche etwas Neues und Besseres entstehen könne.

Die BSA erhöhte wohl in Erwartung der zahlreichen Klagen seine Jahresbeiträge um 80%.

Kategorien: Pfadfinder

Stamm kann wohl bleiben

Mo., 11/25/2019 - 06:43

Dieser Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Eine Kirchengemeinde in Hamburg-Harvestehude hatte vor, einen großen Pfadfinderstamm mit gut 200 Mitgliedern nach über 60 Jahren Zugehörigkeit zur Gemeinde vor die Tür zu setzen. Schließlich schaltete sich sogar Ulrich Wickert (Mr. Tagesthemen) ein, dessen Kinder auch unter den Mitgliedern des Stammes Sankt Andreas sind. Von den betroffenen Pfadfindern selbst wurden wohl versicherungstechnische Fragen als Begründung genannt, andere wussten mehr und deuteten an, dass der einige Jahre zuvor erfolgte „Wechsel“ des Stammes aus dem Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in die Selbständigkeit (allerdings mit einer Kluft, welche aussieht, wie die der CPD) wohl nicht ganz freiwillig erfolgt sei und dass die Kirchengemeinde wohl ihre Gründe habe. Es läge eventuell an der intensiven religiösen Arbeit des Stammes. Wohl nicht zuletzt durch den enormen öffentlichen Druck (es fand sich auch nach längerer Recherche kein Online-Artikel, der sich auf die Seite der Kirchengemeinde stellte) entschied die Gemeinde, dass die Pfadfinder bleiben könnten. Ob die eigentlichen Gründe der Auseinandersetzungen aber ausgeräumt werden konnten, wurde bislang nicht bekannt.

Bildnachweis: Stamm Sankt Andreas, Internetpräsenz

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Europapfadfinder St. Michael

So., 11/24/2019 - 04:45

Die Europapfadfinder St. Michael (ESM) gründeten sich 1986 aus drei bayrischen Pfadfinderstämmen, zu denen spätere weitere hinzu kamen. Der Bund umfasst heute um die zweihundert Mädchen und Jungen in vier Stämmen, allerdings in getrennten Gruppen. Eine Besonderheit ist es, dass die Stämme an unterschiedlichen Halstuchfarben zu erkennen sind.  Der Bund ist religiös (katholisch) geprägt, wehrt sich aber gegen jede Form des Extremismus und sieht in der Pfadfinderei die ideale Grundlage für einen lebendigen interkonfessionellen Dialog. Sie wollen den Mittelweg zwischen modern und konservativ gehen, die Balance finden zwischen „Learning by doing“ und zeitgemäßer Pädagogik. Obgleich die ESM nicht zur Union International des Guides et Scouts d’Europe bzw. zur Fédération du Scoutisme Européen gehören, tragen sie die gleiche Lilie, wie sie von deren Mitgliedern genutzt wird. Sie sind regelmäßig zu Gast bei überbündischen Veranstaltungen, so auch als erfolgreiche Teilnehmer beim Rheinischen Singewettstreit zu St. Goar. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

Bildnachweis: ESM, Bundesfahne

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Baustein 1 – Die Sippe

Sa., 11/23/2019 - 04:45

Der erste Band der bekannten Baustein-Reihe ist speziell für die alltägliche Praxis der Sippenführer konzipiert. Die Grundlagen der Sippenarbeit, Grundregeln und Anforderungen an den Sippenführer werden ebenso behandelt wie pädagogische Gesichtspunkte. Checklisten und Ablaufmodelle helfen dabei. Das immer noch bisher umfassendste und sorgfältigste Werk für die alltägliche Praxis, auch weit über den Pfadfinderbund Weltenbummler hinaus, wo es entstanden ist.

Pfadfinderbund Weltenbummler (Hrsg.)
Baustein-Reihe 1 – Die Sippe
152 Seiten | Softcover | 14,5 x 21 cm
11,80 € | A: 12,10 €
ISBN 978-3-88778-173-6

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Kategorien: Pfadfinder

Nordkap-Haus „Am Ende der Welt“

Fr., 11/22/2019 - 05:00

Das Haus steht in dem Dorf „9770 Mehamn“. Von dort sind es zu Fuss (gibt einen Wanderweg) nur noch 24km bis zum noerdlichsten Punkt vom Europaeischen Festland. Es ist ein typisches Fischerdorf mit Hafen am Rande von Bergen, die sich bis 300m hoch erheben und das Dorf umschliessen. Es leben dort um die 800 Einwohner, es gibt sogar für ganz Mutige ein Badesee in Mehamn. Es ist aber recht frisch. Keine 100m entfernt vom Haus gibt es einen Supermarkt und im Dorf gibt es auch eine Baeckerei. Die Anlegestelle der Hurtigruten ist keine 500m vom Haus entfernt. Das Haus hat einen eigenen Garten und eine tolle Terrasse mit super schoenem Blick auf den Hafen und die Berge. Es gibt im Keller des Hauses  eine ganz neue Sauna und eine weitere separate Toilette. Das macht Sinn, wenn die Wohnung voll belegt ist. Natuerlich gibt es fliesend kaltes und warmes Wasser in Trinkwasserqualität. Zwei Autostellpläetze und/ oder Stellplatz für einen Camperbus ist gegeben. In der Erdgeschoss Wohnung gibt es  gute Schlafmöglichkeiten für 3 Personen. Mit einem Lager auf dem Sofa oder Fussboden kann aber auch eine 4. Person untergebracht werden. Hier die Broschüre zum Haus: Booklet-Ger.

Zur Zeit ist erst die Wohnung im Erdgeschoss ausgebaut. Diese bietet ein Schlafzimmer mit großem Bett (1.6×2), Gästezimmer für eine Person. Wohnzimmer (mit Sofaschlafplatz zur Not ein paar Tage für eine kleine Person). Bad mit Badewanne, Dusche und Fußbodenheizung. Große moderne Küche. Im Wohnzimmer gibt es einen Holzofen.

Die kleine Wohnung in der 2. Etage unter dem Dach wird wohl erst zum Sommer 2018 fertig. Dort gibt es ein großes Wohn- und Schlafzimmer mit maximal 3 Schlafplätzen, ein eigenes Bad mit Dusche und eine eigene Küche. Das Haus kann komplett angemietet werde oder auch Wohnungsweise. Die minimale Mietzeit ist eine Woche. Stellplatz kostet 10 Euro pro Tag, für die Wohnung unten 120 Euro pro Tag und  für die Wohnung oben später 90 Euro. Sauna und Internet sind inklusive, Handtücher und Bettwäsche ebenso. Endreinigung kostet 40 Euro.

Es gibt im Winter die Möglichkeiten Langlauf zu machen, Schneemobiltouren und Eisangeln, Hochseeangeln, Sami Präsentationen, Wanderungen. Das kann alles durch den Besitzer vermittelt werden. Im Sommer natürlich Angeln und auch wandern. Es gibt über 240km Wanderwege. Im Juli/August/September ist Pilzsaison. Auch unglaubliche Mengen an Blaubeeren, Preiselbeeren, Moltebeeren und Krähenbeeren.

Nach Mehamn kann man via Auto kommen. Es ist 350 km bis nach Kirkeness im Osten oder 250km nach Lakselv im Westen. Mehamn hat auch einen Flugplatz mit 4 Landungen jeden Tag. Es kommen Propellermaschinen aus Kirkenes oder Tromso. Die Linie ist ein Teil der Skandinavien Airlines. Die guenstigsten Verbindungen hat man von Berlin via Oslo nach Tromso mit Norwegian und dann weiter mit Wideroe nach Mehamn oder von Hamburg mit Skandinavian via Oslo nach Kirkenes und von dort ebenfalls mit Wideroe nach Mehamn. Ab Kirkenes kann man auch mit der Hurtigruten nach Mehamn kommen. Ebenso fahren täglich die Schiffe ab Bergen bei Oslo ab und kommen dann nach einigen Tagen in Mehamn an.

Hier noch ein Link zur Facebook Site „Finnmark“. Bilder von der Gegend hier. https://www.facebook.com/FinnmarkAdventure/

Kontakt: nils.kalle@googlemail.com

Kategorien: Pfadfinder

Guten Taten für alle

Do., 11/21/2019 - 04:49

Die Zeitschrift Zenith berichtete über die Pfadfinder in Libyen. Sie verteilen gespendete Haushaltswaren und unterstützen den Roten Halbmond, betreuen Kriegsflüchtlinge, spenden Blut, leisten Erste Hilfe. Gegründet wurden die Pfadfinder in Libyen zwar erst 1945 und ihr gehören „nur“ 18.000 junge Frauen und Männer an. Dennoch gelten sie als Institution. Sie blieben über alle Regimes hinweg strikt a-politisch. Der libysche Pfadfinder Warfali sagte im Interview: „Unser Prinzip ist es, jedem zu helfen. Unabhängig davon, woher sie kommen oder wie die politische Lage ist.“

Quelle: Zenith 05.11.2019

Kategorien: Pfadfinder

Nicht-koedukativen Vereinen droht Verlust der Gemeinnützigkeit

Mi., 11/20/2019 - 04:58

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sitzt gerade an der Überarbeitung des Gemeinnützigkeitsrechtes. Und geht es nach ihm, sollen Vereinigungen, welche sich nur an ein Geschlecht wenden, die Gemeinnützigkeit künftig entzogen werden. Er geht dabei von einigen hundert Vereinen aus, der Verein Deutsches Ehrenamt hingegen von einigen Tausend. Primär regten sich daraufhin Männervereinigungen wie Schützen aber auch einige Karnevals-Corps auf, aber der Vorstoß von Olaf Scholz meinte im gleichen Maße auch reine Frauenvereine. Da an der Gemeinnützigkeit auch Fördermittel hängen, geht es bei vielen um die Existenz. Sollte das Gesetz tatsächlich im Scholz’sen Sinne überarbeitet werden, wird es wohl zu zahlreichen Fusionen von Männervereinigungen mit ihren weiblichen Pendants kommen, wo es diese denn gibt. Ob sich Scholz durchsetzen kann, darf eher angezweifelt werden. Einer der prominentesten Gegner ist Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, welcher Scholz Vorstoß als „Frontalangriff auf das Ehrenamt“ bezeichnete.

Auch in der Pfadfinder- und Jugendbewegung ist die Geschlechtertrennung nicht unüblich. Die Mädchen und Frauen im DPB-Mädchenbund dürften jedoch Glück haben: Sie gehören zusammen mit dem Jungenbund zum gemeinsamen Dach des Deutschen Pfadfinderbundes.

Quelle: Die Welt 15.11.2019

Kategorien: Pfadfinder

Schulterschluss

Di., 11/19/2019 - 08:58

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Hessenschau berichteten vergangene Woche über Harald Wiester. In den achtziger Jahren war er von einem Gruppenleiter des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) mehrfach sexuell missbraucht worden und geht davon aus, nicht der einzige Betroffene gewesen zu sein. Er drängt auf Aufarbeitung. Es kam zum Schulterschluss mit dem VCP: Auch dieser will Fälle sexuellen Missbrauchs, von dem ihm nach Eigenaussage derzeit 7 bekannt sind (Dunkelfeld lässt grüßen) konsequent aufarbeiten. Problem: Obwohl die Evangelische Kirche (EKD) jüngst ankündigte, bei ihrer Aufarbeitung auch den Bereich der ehrenamtlich Tätigen aufzuarbeiten, sollen die Pfadfinder des evangelischen VCP davon ausgenommen sein. Begründung: Die Aufarbeitung werde von den einzelnen Landeskirchen finanziert, der VCP sei aber bundesweit aktiv und nicht nach Landeskirchen strukturiert. Da drängt sich dann doch der Gedanke auf, dass, wer etwas wirklich wolle, Wege fände; wer etwas aber nicht wolle, Ausflüchte. Das Verständnis für die derzeitige Haltung der EKD hält sich in Grenzen.

Gemeinsam machen sich nun Harald Wiester und VCP dafür stark, dass auch die Aufarbeitung des VCP aus Mitteln der Kirche finanziert werden. Der VCP hat hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin heißt es, dass man einstimmig beschlossen habe, mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt zu beginnen. Noch seien aber viele Fragen zur Gestaltung des Aufarbeitungsprozesses offen. Man arbeite eng mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend zusammen. Als einen der nächsten Schritte werde der VCP sich darum bemühen, dass sich Betroffene, die Missbrauch im VCP-Kontext erfahren mussten, wie andere Betroffene aus der evangelischen Kirche auch, sich an die EKD Anlaufstelle „Zentrale Anlaufstelle.help“ wenden könnten. Fragen und Anregungen zum Aufarbeitungsprozess können bereits an die E-Mail-Adresse aufarbeitung@vcp.de gestellt werden.

Kategorien: Pfadfinder

Archivtagung 90. Jahre DPSG

Mo., 11/18/2019 - 18:52

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der DPSG fand an historischer Stätte in Altenberg die erste Archiv-Fachtagung der DPSG statt. Die Zusammensetzung der knapp 50 geschichts- und archivinteressierten Teilnehmenden war bunt gemischt: junge und aktive Pfadfinder aus eigenen Reihen, Altpfadfinder, Freunde und Förderer der DPSG, Diözesanvorstände und Gäste aus befreundeten Pfadfinderverbänden und aus Österreich.

Die Themen waren ebenfalls bunt und vielfältig: Die Veranstaltungen der Georgspfadfinder in Altenberg, die Zukunft des Archivs, praktische Tipps der Archivführung, Probleme des digitalen Archivs und ein Brainstorming zur Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums. Besondere Höhepunkte waren der Vortrag von Frau Dr. Rappe-Weber (Archiv der dt. Jugendbewegung, Burg Ludwigstein) über die Rolle des Archiv im Jugendverband, ein Zeitzeugen-Interview mit Hartmut Keyler (VCP) und Prof. Dr. Dionys Zink (ehemal. Bundesvorsitzender der DPSG )über die Umbrüche in der deutschen Pfadfinderbewegung 1968 und der Vortrag von Prof. Dr. W. Reinhard (Freiburg) über den Kulturwandel bei Pfadfindern.

Unbestritten steht als Fazit fest: Pfadfinderarchive sollten besser zusammenarbeiten. Die auf der Tagung geknüpften persönlichen Kontakte werden die angedachte Vernetzung der Pfadfinder-Archive erleichtern.

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbund Nordlicht

So., 11/17/2019 - 04:45

Der Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbund Nordlicht (Pb Nordlicht) entstand 2002 als Abspaltung des DPB Hamburg. Er ist mit seinen knapp 200 Mitgliedern Teil des Deutschen Pfadfinderverbandes (DPV) und weder religiös, noch politisch gebunden. Hohe Bekanntheit haben die von zwei Nordlichtern verfassten Werke „Der kleine Komolze“ (bestes Fahrtkochbuch) und „Codex Patomomomensis“ (Liederlexikon). Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Der Felsengärtner – Freundesgabe für Roland Eckert

Sa., 11/16/2019 - 04:45

Wir haben dieser Freundesgabe und Festschrift für Roland Eckert den Titel „Der Felsengärtner“ gegeben.
Rolands Trierer Felsengarten ist ein ästhetisch angelegter, dem widrigen Fels abgerungener Garten, der einerseits die wunderbarsten Früchte liefert, und andererseits ein „hortus amoenus“, ein lieblicher Garten Eden, in dem man sich entspannt, zu sich kommt, sich mit anderen austauscht und erfährt. Er versinnbildlicht daher auf besondere Art und Weise jene zentralen Lebensbereiche und Momente der Welt- und Selbsterfahrung, die Roland Eckert als Person kennzeichnen: die Familie, die Natur, die Künste, den wissenschaftlichen Dialog und die Begegnung. Das Buch umfasst entsprechend Beiträge von Familienmitgliedern, von Freunden und Weggefährten aus der Bündischen Jugend, von Dichtern, Künstlern und Musikern, sowie viele Beiträge von wissenschaftlichen Kollegen, Kooperationspartnern, Schülern und Freunden zu den unterschiedlichen Feldern seiner wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit.

Günter C. Behrmann, Eberhard Schürmann, Helmut Willems (Hg.)
Der Felsengärtner – Freundesgabe für Roland Eckert
96 Seiten | Hardcover |  18 x 25,5 cm
D: 34 €
ISBN 978-3-88778-517-8

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Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinderburg Berlin-Tegel

Fr., 11/15/2019 - 05:00

Die Pfadfinderburg in Berlin-Tegel ist das Heim vieler Gruppen des Deutschen Pfadfinderbundes. Es handelt sich um ein Selbstversorgerhaus und bietet auf vorhandenen Matratzenlagern und selbstmitgebrachten Isomatten Platz für um die 40 Personen (gemäß der Angabe unter Gruppenunterkünfte sogar für insgesamt 90 Personen) auf einfachem Niveau. Die Übernachtungspreise liegen bei um die 5€ pro Person und Nacht. Hier geht es zur Homepage der Pfadfinderburg.

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Kategorien: Pfadfinder

Minderjährige Gruppenführer?

Fr., 11/15/2019 - 04:40

Oft reagieren Eltern mit Überraschung auf die Feststellung, dass der Gruppenführer, dem ihr Kind anvertraut ist, noch nicht volljährig ist. „Ist das denn erlaubt?“ ist eine ebenso gängige Frage wie „Was sagt denn die Versicherung dazu?“ Manche Pfadfinderverbände fordern die generelle Volljährigkeit ihrer Gruppenführer, sehen sich aber dann mit dem Problem konfrontiert, dann möglicherweise unter einem gewissen Gruppenleitermangel zu leiden. Aber was sagt denn nun eigentlich „das Gesetz“ dazu?Die Aufsicht ist weder an das Geschlecht noch an das Alter gebunden. Ist der aufsichtsführende Gruppenleiter selbst noch minderjährig, bedarf er zur Übernahme bestimmter Rechte und Pflichten jedoch immer der Genehmigung seines gesetzlichen Vertreters (zumeist die Eltern). Hier bietet die verbreitete Methode des stillschweigenden Einverständnisses (frei nach dem Motto „Die Eltern wissen, dass ihr Kind alleinverantwortlich eine Gruppe führt; sie haben nicht protestiert, also sind sie einverstanden“) keine stabile Basis. Ebenso sollte den Eltern der Gruppenmitglieder das Alter der Gruppenführer bekannt sein oder zumindest die gängige Praxis, dass auch Minderjährige Aufsichtspflichten in der Gruppe übernehmen. Ein allgemeiner Infozettel, der an alle Eltern gegeben wird, und in dem dieser Umstand (Jugend führt Jugend) erläutert wird, kann dieser Informationspflicht hinsichtlich einfachen Veranstaltungen (Gruppenstunden) genüge tun.

Doch die allerwichtigste Feststellung ist: Die Aufsicht über Minderjährige erfordert Vernunft, Sachverstand, Erfahrung sowie überlegtes Denken und Handeln. Das sollte jedem bewusst sein, der die Führung einer Gruppe einer Person anvertraut – unabhängig davon, ob diese Person volljährig oder eben noch nicht volljährig ist. Es müssen Voraussetzungen erfüllt sein, damit jemand mit der Leitung einer Gruppe betraut werden darf. Neben seiner Persönlichkeit und Reife zählt auch seine Schulung dazu: In Gruppenführerkursen muss er auf seine Tätigkeit ausreichend vorbereitet worden sein, hierzu gehört ein Kurs in Erster Hilfe ebenso wie rechtliche Aspekte der Aufsichtspflicht. Erst nach einer intensiven Phase der Einarbeitung kann er verantwortungsbewusst auf die Gruppe „losgelassen“ werden.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, wie verantwortungsvoll der Umfang der Tätigkeit ist. Ein in diesen Dingen geschulter Vierzehnjähriger kann durchaus eine Gruppenstunde allein bewältigen, sofern ein erfahrener und älterer Gruppenführer sich in Rufweite befindet. Jedoch: Allein mit den Pimpfen diesen Gruppenführer drei Wochen auf Großfahrt (egal ob Deutschland oder Bosnien) zu lassen, dürfte – Vertrauen hin oder her – definitiv einen Akt der Unvernunft darstellen. Selbst für eine Wochenendtour in die nähere Umgebung sollte die Verantwortung zumindest bei einem mindestens Sechszehnjährigen liegen. Fragen, die sich hier stellen, sind natürlich auch, wie die Unterkunft beschaffen ist, wie im Notfall Hilfe erreicht werden kann, wie alt die Gruppenmitglieder sind und welche Größe die Gruppe hat. Sprich: Die Risiken müssen genau abgewogen werden.

Zu bedenken sind auch abweichende gesetzliche Regelungen in anderen Ländern. Schon im nahen Frankreich sind minderjährige Gruppenführer schlicht und ergreifend verboten. Auch eine französischsprachige „Erlaubniserklärung“ seiner eigenen Eltern und seines Pfadfinderbundes kann diesen Umstand nicht ändern. Grenzübertritte, Reise- und Zeltplatzbuchungen sind unter der Leitung Minderjähriger ebenfalls nicht problemlos möglich.

Vorbedingung für den Erwerb der bundeseinheitlichen Jugendgruppenleitercard (Juleica) ist übrigens eine Ausbildung von mindestens 40 Stunden in Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Methoden, ein Erster-Hilfe-Kurs und das Mindestalter von 16 Jahren.

Quelle: scouting 03-09

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Kategorien: Pfadfinder

Einfach mal „Danke“ sagen

Do., 11/14/2019 - 04:04

Jetzt wieder an ein „Dankeschön“ denken

Rund um die Weihnachtszeit bietet sich so manche Gelegenheit DANKE zu sagen.
DANKE zu sagen für die unermüdlichen Kräfte des Stammes, die Elternvertreter- einfach an alle, die mithelfen, damit die Arbeit der Gruppe funktioniert. Für Pfadfinder haben wir hier einige ganz besondere Ideen: Emaille-Becher „Robert Baden-Powell“ Emaille-Becher Robert Baden-Powell
Gravierter Emaille-Becher, sandgestrahlt mit Konterfei Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
Weiß mit schwarzem Mundrand
Höhe 85 mm
Durchmesser 90 mm

12,80 € Hier bestellen Miniatur Puzzle „Robert Baden-Powell“ Miniatur-Puzzle
99 Teile, 100 x 140 mm
Das Miniatur-Puzzle zeigt vier verschiedene Bildnisse vom Gründer der Pfadfinderbewegung Robert-Baden-Powell.

8,70 € Hier bestellen Multifunktionswerkzeug Sehr robustes Mehrzweckwerkzeug aus Edelstahl.

Auf der Basis gibt es Zangen, die flache und runde Objekte erfassen und Drähte schneiden können. Enthalten sind auch eine Holzsäge, ein Messer, ein Schraubenzieher und einen flachen Schraubendreher, eine Flasche und Dosenöffner, eine Nagelfeile.

Verpackt in einer Schutzhülle zum Tragen am Gürtel.
Größe: 105 x 45 x 23 mm
Gewicht mit Hülle: 280 g

19,80 €  Hier bestellen Geschenk-Set 1 bestehend aus:
1 Flasche Lagerfeuertröpfchen
1 Buch „Der Wolf, der nie schläft“

22,80 € Hier bestellen Geschenk-Set 2 bestehend aus:
1 Flasche Lagerfeuertröpfchen
1 Buch „Der Wolf, der nie schläft“
1 Emaille-Becher „Baden-Powell“

32,80 € Hier bestellen Geschenk-Set 3 bestehend aus:
1 Flasche Lagerfeuertröpfchen
1 Buch „Der Wolf, der nie schläft“
1 Scouting Multifunktionswerkzeug

35,80 € Hier bestellen Baden-Powell´s Lagerfeuertröpfchen Dieses mal ein Tempranillo aus Spanien.
Spanien ist ein ernst zu nehmender Konkurrent für Italien.
Tempranillo ist populärer denn je. La Mancha ist das größte Anbaugebiet Spaniens, südlich von Madrid gelegen!
2011 Tomelloso Surroundings Allozo Crianza 3 Flaschen Lagerfeuertröpfchen 19,40 € 6 Flaschen Lagerfeuertröpfchen 33,20 € Achtung Porto!
Sofern kein Buch mitbestellt wird, müssen wir aus Portogründen immer einen Unkostenbeitrag für Porto- und Versandkosten von 5,30 Euro abrechnen. Der Wolf, der nie schläft
Das abenteuerliche Leben des Lord Baden Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung Impeesa – Der Wolf, der nie schläft
So nannte man den Gründer der Pfadfinderbewegung, der größten Jugendbewegung der Welt. Dies ist seine erstaunliche und abenteuerliche Lebensgeschichte.
Für Pfadfinderinnen und Pfadfinder und solche, die es werden wollen, schrieb Walter Hansen dieses Buch. Und natürlich auch für Erwachsene, die sich gerne an ihre Pfadfinder-Zeit erinnern sowie für alle Leserinnen und Leser, die sich über Lord Baden-Powell und die Pfadfinderbewegung informieren möchten. Walter Hansen, selbst Pfadfinder, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München, war leitender Redakteur von großen Tageszeitungen und lebt jetzt als freier Schriftsteller in München. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet.

Autor: Walter Hansen
ISBN 978-3-947847-00-6
Format: 14,8 x 21 cm, 208 Seiten
komplett überarbeitete Neuauflage, Hardcover

14,80 €  Hier bestellen Pfadfinder- und Jugendbewegung 2019/2020 Download here Spurbuchverlag, Am Eichenhügel 4, 96148 Baunach
Telefon: +49 95 44 15 61 – Telefax: +49 95 44 80 9 – E-Mail: info@spurbuch.de Besuchen Sie uns www.spurbuch.de

Kategorien: Pfadfinder

Monatsbericht der Pollution Police

Mi., 11/13/2019 - 07:00

Gut Pfad!
Unseren Monatsbericht Oktober findest du hier:
http://www.pollutionpolice.com/aktuell.html

Diesmal:
Auf der MIPCOM Junior in Cannes
Heimreinigung und Gruppenraumtausch
Landschaftspark bei Dunkelheit
Gruppenstunde mit Thema Stunts
Leiterfahrt nach Dänemark
Thomas Heldt spricht in Hörspiel Folge 18

Klick mal rein! Es lohnt sich!
Herzliche Grüße
Deine Pollution Police Pfadfinder

Kategorien: Pfadfinder

Bericht Missbrauchsseminar

Di., 11/12/2019 - 06:50

15 Teilnehmer waren der Einladung zum Seminar „Wie weiter nach Missbrauch“ vom 08.-10. November auf Burg Ludwigstein gefolgt. Es war wohl das erste Seminar der bündischen Jugend, welches unmittelbar die Möglichkeit eröffnete, mit Betroffenen aus ihren Reihen ins Gespräch über deren Wünsche und Forderungen in Hinblick auf Aufarbeitung zu kommen. Es war aber auch – und dies war vielleicht noch wichtiger – für die meisten der Betroffenen die erste Möglichkeit, in größerem Kreis mit jenen zu sprechen, die sich in den Bünden für Aufarbeitung einsetzen. In vertrauensvoller Atmosphäre fanden sie den Mut, in der Gruppe von den eigenen, schwierigen Erfahrungen zu berichten. Die Bereitschaft der Gruppe, ihre Worte auch anzunehmen, ließ Stärke erwachsen. Zweifelsohne war die emotionale Dichte auch eine Herausforderung.

Andreas Huckele, (Autor, Dozent und Supervisor) gab einen Einstieg zu der Frage, wie die Forderung nach Aufklärung und Aufarbeitung von Betroffenen selbst erfolgreich geschehen kann, zumal wenn der Versuch klärender Gespräche nicht unmittelbar zu spürbarer Resonanz und Veränderung führt. Seine These: Einmal das Gespräch suchen, wenn einem danach ist, muss reichen. Erfolgt keine angemessene Reaktion, sucht man sich Verstärkung und wendet sich an Außenstehende, wie die Justiz oder die Presse. Tatsächlich erleben Betroffene in der Regel, dass sie immer und immer wieder innerhalb des Missbrauchskontextes, der übergeordneten Organisation, einen Gesprächsversuch nach dem anderen unternehmen, ohne dass sich irgendetwas ändert oder eine echte Reaktion erfolgt.

Den anwesenden aktiven Mitgliedern aus Organisationen der bündischen Jugend stellte sich somit unmittelbar die Frage, ob ein Selbstreinigungsprozess von betroffenen Organisationen überhaupt möglich ist. Denn jede/r weiß um die Hemmungen und Widerstände, aber auch ganz praktischen Schwierigkeiten des Unterfangens Aufklärung und Aufarbeitung. Angefangen von begrenztem Wissen, unvollständigen Archiven bis hin zu aus Eigenmitteln gar nicht finanzierbarer eventueller externer Aufarbeitung. Die Forderung, dass ein krankes System dann halt eben zugrunde gehen werde, wenn es nicht in der Lage sei zu genesen, dürfte sich wohl kaum ein aktiver Angehöriger der Bewegung freudig anschließen.

Eine Organisation wird oder wurde dann zur Täterorganisation, wenn Täter über ihre bloße Anwesenheit hinaus raumergreifende Dominanz gewannen – nicht unbedingt (aber oft) durch Führungspositionen, aber auch dadurch, dass durch ihre Dominanz anderen die Anwesenheit unangenehm wurde bis hin zur Verdrängung. Auf jeden aktiven Angehörigen der Bewegung mit Missbrauchserfahrung kommen zahlreiche weitere, welche sich längst und zumeist stillschweigend aus der Bewegung zurückgezogen haben. Es nützt den Betroffenen auch ein Schuldspruch vor Gericht nichts, wenn im Anschluss die Täter wieder in der Bewegung und den Freundeskreis eingegliedert werden, wohingegen die Betroffenen die Anwesenheit von Tätern und denjenigen, welche diese schützten, nicht ertragen und sich zurückziehen. Auch in diesem Sinne „täterfreundliche“ Veranstaltungen und Orte verdrängen Betroffene aus der Bewegung.

Ganz wesentlich ist die Frage nach Sinn und Zweck von Aufarbeitung. Hier ist sehr frühzeitig das Gespräch mit Betroffenen, die dazu bereit sind, zu suchen. Welche Erwartungshaltung sie an die Aufarbeitung haben und welche Ziele ihnen wichtig wären. Aus vergleichbaren Kontexten weiß man bereits, dass die Identifizierung der Täter, die Aufdeckung der von ihnen verübten Taten, besonders die Klärung, inwieweit das umgebende System darin verstrickt war, die Anerkennung der Schuld vielen Betroffenen wichtig sind. Darüber hinaus aber auch, in welcher Form Veränderung erfolgt, welche eine Wiederholung zumindest erschwert. Da öffentliche Aufarbeitung für Bünde ohne ausreichende Finanzmittel für Entschädigungszahlungen die einzig mögliche Form der Wiedergutmachung darstellt, ist es hier besonders wichtig, direkt mit Betroffenen als Beteiligten auf gleicher Augenhöhe zusammenzuwirken.

Und: Es besteht berechtigte Ungeduld. Es geht nicht an, dass Betroffene, die sich offenbart haben, über Wochen hinweg keine richtige Antwort erhalten oder den Eindruck haben müssen, dass ihren Hinweisen auch nach über einem Jahr noch nicht nachgegangen wurde, nur weil (beispielsweise) die Bundesführung zwischenzeitlich neu gewählt wurde oder das Motto des nächsten Lagers erst noch gefunden werden musste.

Als besonders belastend erlebten viele der Betroffenen die Archivführung mit Sven Reiß und die Erkenntnis, dass der sexuelle Missbrauch in der Jugendbewegung seit Gründung als „pädagogischer Wert“ hofiert und bis in die achtziger Jahre von vielen Akteuren auch offensiv vertreten wurde. Die Frage nach der aktiven Rolle von Archiven und der Notwendigkeit einer Positionierung für Aufarbeitung wurde deutlich. Aber auch, dass viele bestehende kleine Bundesarchive gegenwärtig möglicherweise entsprechende Unterlagen, die Auskunft geben könnten, falls überhaupt vorhanden (und nicht bewusst im Laufe der Jahre vernichtet), eher in Giftschränken vor den Augen der Öffentlichkeit verschließen.

Es dürften sich auch gegenwärtig in vielen Organisationen Personen befinden, welche zu Aufarbeitung zumindest ambivalente Gefühle hegen, wenn nicht sogar aktiv dazu beitragen, sie zu behindern. Sei es, um die Organisation zu schützen, sei es, sich selbst zu schützen. Eine gelingende Aufarbeitung sorgt dafür, dass nicht nur identifizierte Täter, wo noch vorhanden, aus der Organisation ausgeschlossen werden, sondern darüber hinaus auch jene, bei denen es sich um Unterlassungssünder handelt. Denn Personen, die, obgleich sie vom Missbrauch wussten, nicht eingriffen, leisteten einen aktiven Beitrag dazu, dass er möglich wurde und tragen dafür somit eine erhebliche Mit-Verantwortung. Ohne Umstehende, die wegsehen, ist Missbrauch nicht oder nicht über lange Zeiträume möglich.

Konträr diskutiert wurden die Formen, in denen gegenwärtig Aufarbeitung betrieben wird. Bisweilen zeigt sich, dass im Vorfeld die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen nicht angehört und angemessen berücksichtigt wurden. Doch es gibt auch nicht „die Betroffenen“ als homogene Gruppe, ihre Bedürfnisse und Wünsche können sehr unterschiedlich sein. Umso wichtiger, miteinander im Gespräch zu bleiben beziehungsweise dieses unmittelbar aufzunehmen. Aufarbeitung soll aber auch oder sogar in erster Linie den Betroffenen dienen und durch diese nicht als belastend, sondern heilsam erfahren werden. Dieses Seminar mag dafür ein erster Schritt gewesen sein.

Kategorien: Pfadfinder

Positionierung der Balduinstein

Mo., 11/11/2019 - 13:45

Wohl in Reaktion auf das im April mit Schuldspruch beendete Verfahren gegen seinen langjährigen sozusagen-Herbergsvater (Revision wurde eingelegt, das Urteil ist nicht rechtskräftig) und nicht abklingender Kritik am Bildungswerk Balduinstein hat der Verein vor kurzem eine Positionierung auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin erklärt der Trägerverein u.a., dass das Freie Bildungswerk sich seiner Verantwortung für das Wohl von Kindern und jugendlichen Besuchern bewusst sei und ein Schutzkonzept zur Minimierung von Gefährdungssituationen in Bearbeitung sei. Jegliche Gefährdung des Kindeswohls, insbesondere jegliche Form sexueller Gewalt, habe bei ihnen keinen Platz. Alle Vereinsmitglieder Bildungswerkes hätten eine umfassende Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben, was sie fortan auch von erwachsenen Übernachtungsgästen bei Veranstaltungen des Burgvereines erwarten würden. Die Selbstverpflichtungserklärung umfasst auch die Aussage darüber, dass keine der in § 72a SGB VIII aufgeführten Straftaten begangen wurde, keine Verurteilung einer solchen Straftat erfolgte noch ein solches Verfahren gegenwärtig anhängig sei.

Das ist ein richtiger und guter Schritt. Mit Erstellung eines Schutzkonzeptes für einen Veranstaltungsort würde das Bildungswerk Balduinstein zu den Vorreitern in der Prävention innerhalb der Pfadfinder- und Jugendbewegung werden, denn über ein solches Konzept verfügen viele der bekannten anderen Veranstaltungsorte noch nicht.

Die Frage, die sich hierbei jedoch zwangsläufig stellt, ist, warum diese Maßnahmen erst jetzt erfolgen. Seit 2013 war der Vorstand des Bildungswerkes über den Tatverdacht gegen ihren sozusagen-Herbergsvater und damaligen Angehörigen des Vorstandes informiert. Dies geht aus einer gerichtlichen Zeugenaussage ebenso hervor wie aus einer entsprechenden Beschwerde des Nebenklägers (denn es war nicht zulässig, die Akten des Verfahrens zu verbreiten). Im Januar 2016 wurde die damalige erste Vorsitzende zudem persönlich von der Verfasserin dieses Beitrages in geeigneter Form darauf aufmerksam gemacht, dass immer noch ermittelt wird und der Versuch, die Burg Balduinstein aus ihrer Krise herauszuführen, zum Scheitern verurteilt sei, weil der Ansprechpartner immer noch unverändert wäre. Im Frühjahr 2016 erklärte das zuständige Jugendamt, die Vorsitzende habe ihnen gegenüber erklärt, dass die Person unter Tatverdacht beurlaubt sei. Dies war eine Behauptung, bei welcher es sich offenbar um eine substanzlose Ausflucht oder zeitlich begrenzte Handlung  handelte, denn bereits im Juli des Jahres war die Person nachweislich wieder tätig. Auch wenn mit Eintragung vom August 2016 eine personelle Veränderung im Vorstand erfolgte, so sorgte doch auch die neue erste Vorsitzende nicht für den Auszug des sozusagen-Herbergsvaters, auch über eine offizielle Entbindung von seinem Amt wurde nichts bekannt, ebensowenig von einem Ausschluss aus dem Trägerverein. Auf entsprechende Anfragen wurde nicht reagiert. Deshalb trägt auch der derzeitige Vorstand die Verantwortung dafür, dass eine Person unter Tatverdacht offenbar weiterhin (und zwar über insgesamt sechs Jahre hinweg (!)) auf der Jugendburg tätig sein konnte. Es ist in der Prävention nicht üblich, die Unschuldsvermutung aus dem Strafrecht anzuwenden. Es besteht hinsichtlich Prävention ein breiter fachlicher Konsenz für eine sofortige Beurlaubung bei dem Bekanntwerden von Vorwürfen – auch zum Schutz der Person unter Verdacht!

Nun begrenzt sich die Problematik des Bildungswerkes aber eben nicht auf eine einzelne verurteilte Person. Es gibt überdeutliche Hinweise darauf (wohl eher: Feststellungen von Gerichten), dass auf der Burg und auch im mit diesen Personen verwobenen Bildungswerk ein Netzwerk sexuellen Missbrauchs bestand. Und folgt man historischen Dokumenten und Aussagen (mutmaßlicher) früherer Betroffener ebenso wie erfolgten Verurteilungen, zieht sich die Geschichte des sexuellen Missbrauchs auf Burg Balduinstein bis zu seiner Gründung zurück. Hier bestünde die augenscheinliche Notwendigkeit einer umfassenden Aufarbeitung der Vergangenheit durch das Bildungswerk und dessen Veröffentlichung. Es gibt bislang keine Hinweise darauf oder Ankündigungen dazu, dass dies geschehen wird. Dies wäre aber – ebenso wie der Rücktritt oder noch besser Austritt aller Personen, die mit zu eklatanten Fehlentscheidungen der letzten Jahre beigetragen haben -,  notwendig, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Das denkt jedenfalls die Verfasserin dieser Zeilen darüber.

Die Positionierung des Bildungswerkes ist selbstverständlich ausdrücklich zu begrüßen, aber das allein reicht eben nicht aus, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. An einen größeren Verteiler erfolgte stattdessen angeblich erst vor kurzem eine Mitteilung des Bildungswerkes, worin einer Person, welche sich kritisch über das Bildungswerk geäußert hatte, wohl Verleumdung vorgeworfen wurde. Nun ist Verleumdung, wenn man erweislich unwahre Dinge behauptet und der Verbreiter darum weiß, dass es sich um die Unwahrheit handelt. Das ist nun spekulativ: Sollte der Vorstand des Bildungswerkes hingegen wissen, dass die über das Bildungswerk verbreiteten Tatsachenbehauptungen zutreffen, so war sein Schreiben selbst verleumdend, denn er hätte dann darin eine namentlich genannte Person unzutreffend der bewussten Lüge bezichtigt.

Ob es sich aber bei den behaupteten Dingen überhaupt um eine Unwahrheit handelte, ist noch ebensowenig gerichtlich geklärt, wie der Umstand, ob es sich gar um eine bewusste Lüge handelte. Hinweise darauf, dass bestimmte Gegebenheiten auf der Burg, aber auch im Bildungswerk selbst aktiv mit dazu beitrugen, dass dort sexueller Missbrauch erfolgen konnte, gibt es jedoch zuhauf: Darunter auch eine ganze Latte an äußerst soliden Beweisen in Form von Gerichtsurteilen etc. (Stichwort Privatzimmer, Mitgliedschaft von (späteren) Tätern im Trägerverein auch an führender Position usw.).

Die Notwendigkeit, neben Prävention auch Aufarbeitung der Vergangenheit zu betreiben, ist augenscheinlich vorhanden. Stattdessen Energien darauf zu verwenden, Kritiker mundtot zu machen, ist hingegen m.E. keine vertrauensbildende Maßnahme, selbst wenn (wohlbemerkt wenn!) die ein oder andere Kritik ihren Wahrheitsgehalt erst noch gerichtlich erweisen muss. Für mich zeigt sich darin, dass Rechtsanwälte (auch solche im Vorstand der Balduinstein) vielleicht berufsbedingt dazu tendieren, Lösungen auf dem juristischen Wege zu suchen; wo doch stattdessen Kommunikation, Aufarbeitung und Selbstreflexion notwendig wäre.

Und diese kritischen Zeilen sollen gewiss keine Retourkutsche für eine vor Monaten angedrohte Unterlassungsklage (auch) gegen meine Person sein. Selbstverständlich hat das Bildungswerk das Recht, sich gegen Lügen zu Wehr zu setzen. Es wäre allerdings auch angezeigt, sich intern damit auseinanderzusetzen, ob es sich überhaupt um Lügen handelt. Und wenn der gegenwärtige Vorstand das nicht beurteilen kann, weil ihm das notwendige Hintergrundwissen fehlt, dann steht zu befürchten, dass der von ihm eingeschlagene juristische Weg zu unerfreulichen Überraschungen für ihn selbst führen könnte; dass die vermeintlichen Lügen auf Basis solider Informationen erfolgten, die er selbst nicht hatte oder nicht entsprechend bewerten wollte. Um etwas wahrzunehmen, muss man es vielleicht zunächst erstmal als wahr annehmen. Und diese letzten Sätze sind selbstverständlich eine persönliche Meinung der Verfasserin und keine Tatsachenbehauptung, die bewiesen werden muss und auch keine offizielle Haltung der Redaktion oder des Verlages. Beschwerden und juristische Drohungen also bitte direkt an mich, die Adresse ist ja hinlänglich bekannt.

Frage am Rande: Wurde eigentlich die Sportjugend Hessen darüber informiert, dass deren Verhaltenskodex bis auf punktuelle Abwandlung wörtlich als Selbstverpflichtungserklärung für das Bildungswerk übernommen wurde?

Wer sich nun trotzdem noch fragt, wo denn nun eigentlich ein grundsätzliches Problem hinsichtlich Balduinstein existiert, darf hiermit eine Premiere erleben: Folgt nachfolgendem Link und gelangt zum eisbrecher, wo Annemarie Selzer über das Geschehen einen umfassenden Artikel verfasste, welcher von der eisbrecher-Redaktion kostenfrei (!) allen zur Verfügung gestellt wird. Natürlich freuen sich alle Zeitschriften der Pfadfinder- und Jugendbewegung, wenn man das weitere Erscheinen mit einem Abo unterstützt.

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Die Pfadfinder im Mühlenbecker Land

So., 11/10/2019 - 04:45

Die Pfadfinder im Mühlenbecker Land e.V. sind ein kleiner lokaler, freier, gemischter, interkonfessioneller Stamm mit ca. 50 Mitgliedern, der seit 2004 als eigenständiger Verein existiert. Sie sitzen im Mühlenbecker Land, OT Schildow am nördlichen Stadtrand von Berlin auf Brandenburger Seite. Die Wurzeln liegen in der im PbW aufgegangenen Pfadfinderschaft Germania, die Mitbegründer der WFIS war. Sie selbst sind ebenfalls WFIS – Mitglied, sowie des KJR Oranienburg. Die Pfadfinderarbeit ist sowohl scoutistisch als auch bündisch geprägt. Neben den Gruppenstunden sind ihnen Lager und Fahrten mit ausländischen Pfadfindern im Sinne der Friedenspfadfinderei wichtig, was sie in den letzten Jahren u.a. schon nach England, Schweden, Dänemark, Italien, Malta, Rumänien und Polen geführt hat. 2017 mussten sie ihr bisheriges Heim verlassen und einem Kindergarten weichen.

Mehr Infos gibt es auf der Stammeshomepage und auf  Facebook.
https://pfadfinder-schildow.de/index.php/ueber-uns/geschichte
https://www.facebook.com/pfadfinderschildow/

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Ludwigstein: Jugendbünde wieder willkommen

So., 11/10/2019 - 04:20

Heute vor 5 Jahren:
Pressemitteilung der Stiftung Jugendburg Ludwigstein:

„Neudefinition der Begegnungsstätte 

Jugendbünde ab sofort wieder auf Burg Ludwigstein willkommen

„Jetzt kann 2015 mit den 600-Jahr-Feiern unserer Burg kommen!“, freute sich Selmar Sechtling, Betriebsleiter der Burg Ludwigstein, am Samstag nach der Ordentlichen Mitgliederversammlung (OMV) der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein. Ohne Gegenstimmen hatten die Mitglieder zuvor die vom Dialog der Bünde vorgestellten Kriterien zum Zugang der Burg angenommen. Damit besteht nun eine solide Basis für die Zukunft der Burg als jugendbewegtem Begegnungsort. Bündische Gäste sind ab sofort wieder herzlich willkommen.

Vor dem Hintergund eines längeren Konfliktes über den Zugang der Bünde zur Burg unterstellte im Oktober vergangenen Jahres ein Internetartikel der Burg, dass dort „rechte Milieubildung“ durch einzelne Jugendbünde stattfinde. Diese Anschuldigungen wurden durch eine Prüfung des hessischen Sozialministeriums schnell entkräftet. Der Schwere der Vorwürfe geschuldet, beschlossen die Burg-Verantwortlichen dennoch, alle jugendbewegten Veranstaltungen auf dem Burgberg für ein Jahr auszusetzen. Diese Zäsur nutzten Burggremien und Jugendbünde, die Vorwürfe aufzuarbeiten und sich eindeutig zu positionieren.

Im Rahmen des „Dialogs der Bünde“ entwickelten die Gruppen in Eigenregie klare Regeln für den Zugang und das Miteinander auf der Burg Ludwigstein. Diese beinhalten ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, den Ausschluss von Extremisten und eine klare Absage an deren Positionen. Weiterhin wurde ein transparenter Umgang mit Kritik untereinander beschlossen. Nach fünf arbeitsintensiven Wochenenden seit Februar 2014 hatten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Bünde einstimmig auf die Kriterien zum Zugang auf Burg Ludwigstein geeinigt. „Das Zusammenwirken der Beteiligten im Dialog der Bünde ist in seiner intensiven, hoch transparenten und demokratischen Arbeitsweise in der Geschichte der Deutschen Jugendbewegung modellhaft.“ sagte Matthias Mack aus dem Sprecherkreis des Dialogs.

Parallel arbeiteten die ehren- und hauptamtlichen Burgverantwortlichen die Vorwürfe vom Oktober 2013 auf. Mit Hilfe des beratungsNetzwerks hessen setzten sie sich intensiv unter anderem mit dem Thema „Grauzonen des Rechtsextremismus“ auseinander. Sie unterstrichen ihre Grundhaltung gegen Rechtsextremismus und entwickelten einen neuen Leitfaden für Konfliktfälle. Die Burg wird zukünftig schneller und transparenter auf Kritik reagieren. „Mit dem eingeschlagenen Weg sind wir zuversichtlich, auch unsere Kritiker überzeugen zu können,“ so Stephan Sommerfeld, Leiter der Jugendbildungsstätte. Zudem werden die Themen Demokratie und Extremismusprävention künftig stärker in den Fokus der Bildungsarbeit gerückt und die Burggeschichte kritisch reflektiert.

Während der Mitgliederversammlung haben Bünde und Burggremien ihre Ergebnisse vorgestellt. Diese werden nun zu einem tragfähigen Konzept einschließlich eines neuen Beschwerdemanagements zusammengeführt. Die Teilnehmer der OMV nahmen das Erreichte sehr positiv auf und bestätigten die Arbeitsergebnisse der Bünde einstimmig.

Die Versammlung bat den Vorstand der Stiftung Jugendburg Ludwigstein, die Jugendbünde ab sofort wieder auf der Burg willkommen zu heißen. „Die jugendbewegten Bünde haben mit dem belastbaren Kriterienkatalog ein klares Bekenntnis zur Burg Ludwigstein als gemeinsamen Begegnungsort abgegeben“, begründete der Stiftungsvorsitzende Alexander Liebig den unmittelbar auf die OMV folgenden Vorstandsentscheid im Sinne dieses Votums. „Wir freuen uns auf unsere jugendbewegten Besucher. Sie sind diejenigen, die die Burg seit hundert Jahren maßgeblich tragen und prägen!“

BU: Übergabe des Kritierienkatalogs für den Zugang auf Burg Ludwigstein durch Vertreter des Dialogs der Bünde an die Vereinigung Jugendburg Ludwigstein. (v.l.) Jörg Rothhämel (Vereinigung Jugendburg Ludwigstein/VJL), Kurator Thiemo Gerbich, VJL-Vorsitzender Matti Zimmer, Bildungsstätten-Geschäftsführer Stephan Sommerfeld, Kuratoriums-Vorsitzender Holger Pflüger-Grone, Kurator Florian Horst, Katja Gerbich (Sprecherin Dialog der Bünde), Vorstandsvorsitzender Alexander Liebig, Vorstandsmitglied Roland Lentz, VJL-Vorsitzende Tatjana Wander, Vorstandsmitglied Jörg Zimmer, Matthias Mack, Wolfgang Lauss, Jasmin Stübiger, Raphael Ferres, Sarah Petersen-Krauß (alle fünf Sprecher Dialog der Bünde), Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling, Ulrich Jakesch (Sprecher Dialog der Bünde).“

Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Oss Kröher 90 Jahre

Sa., 11/09/2019 - 04:20

Am 17. September 2017 hat Oskar Kröher, Oss, der bekannte Volkssänger, Liederdichter, Protestsänger, Chansonnier, Komponist und Naturschützer aus Pirmasens sein neunzigstes Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass widmete ihm der „Mindener Kreis e.V.“ dieses Heft. Es startet mit einer Würdigung von Jürgen Reulecke, in der er – ausgehend vom „Daimon“ aus Goethes „Urworten orphisch“ – fünf „wachsende Ringe“ in Oskar Kröhers langem Leben, beginnend mit dem 17. September 1927, aufzeigt. Anschließend hält Eckard Holler eine Lobrede auf den Jubilar. Daran schließt Fritz Schmidt an mit Ausführungen über den „Sänger und Connaisseur“. Der Verlauf des langen Lebens von Oss wird sodann
beschrieben von Eberhard Schürmann, der den Schwerpunkt der Darstellung auf die familiäre Herkunft von Oss sowie seine Jugend und die Erlebnisse in Kriegs- und Nachkriegszeiten legt. Helmut König, der ausgewiesene Experte des bündischen Gesangs, rezensiert dann die Gesamtausgabe der von Hein & Oss besungenen siebzehn CDs. Klaus Hinkel, ein Weggefährte von Oss‘ Jugendzeit in Pirmasens und Begründer des Spurbuchverlags, gewährt einen kurzen Rückblick auf vergangene Zeiten, und anschließend kommen Mitglieder des Maulbronner Kreises sowie verschiedene frühere und jetzige Laudatoren der Sangeskunst von Hein & Oss zu Wort. Abschließend wird ein neuer Beitrag des Naturschützers
Oskar Kröher über den Uhu aus der „Pirmasenser Zeitung“ vom April 2017 nachgedruckt. Zahlreiche Fotos und Illustrationen runden das so entstandene vielschichtige Bild des Jubilars ab.

Mindener Kreis
Oss Kröher 90 Jahre
152 Seiten | Softcover | 14,8 x 21,0 cm
[D] 16,80 €
ISBN 978-3-88778-514-7

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