Wild Swimming - Wildes Baden: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Mesaplik ===
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[[Datei:fluss mesaplik.jpg|miniatur|Im Tal des Shushika]]
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Das Tal des Shushica läuft parallel zur Küste des Landes. Vom Mittelmeer durch einen Bergzug verborgen, fristet dieses Tal ein wenig abgelegen sein Dasein. Wenige Bauern und Dörfer finden sich am Wegesrand. Und wer nicht die beschwerlichen Pisten am Ende des Tales nach Borsh oder gar Himara nehmen möchte, der steht in einer Sackgasse.
Auf der Suche nach einen Badeplatz zeigt uns der Fluss zum Teil tief eingeschnitten schöne Badeplätze. Bei freundlichen Menschen finden wir einen Zugang ins Tal. Noch ist alles gut, das Wasser glasklar. Eine halbe Stunde später wälzt sich eine braune stinkende Brühe durch das Flussbett. Woher dies kommt können wir nicht feststellen, einige Kilometer flußaufwärts wird das Tal wieder breiter und der Fluss ist hier noch glasklar.
Wir lagern bei freundlichen Bauern, trotz der Sprachbarriere wird es ein netter Abend am Lagerfeuer. Badegumpen finden sich hier im Sommer nur vereinzelt, die beste Zeit zum Baden sei laut den Anwohnern das Frühjahr.
* https://goo.gl/maps/ms1q7MXcDz2o37B58
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Version vom 15. Juni 2020, 11:44 Uhr

Zuhause oder auf Reisen, wir springen lieber in Flüsse, Seen und Meere zum Baden. Heutzutage nennt sich das Wild Swimming oder Outdoor Swimming, manchmal auch Urban Swimming, wenn der Fluss gerade durch ein Städtchen fliesst. Wir nennen das eigentlich Baden, Schwimmen oder wenn die Pfütze nicht mehr hergibt, dann auch nur Plantschen...

Deutschland

Wilder See, Schwarzwald

Wilder See, Schwarzwald

Als wir als junge Pfadfinder durch den Schwarzwald gestreift sind, war es immer eine Wohltat, nach anstrengender Wanderung in den Wildsee zu springen, sich abzukühlen und dann an einem Lagerfeuer die Nacht am See zu verbringen.

Leider ist weder Baden noch Feuer im heute existierenden Nationalpark Schwarzwald mehr erlaubt. Es bleibt nur der Blick auf den mystischen See und die Erinnerung an viele schöne Stunden hier am und im moorbraunen Wasser. Wer dennoch einen solchen Bergsee erleben möchte, geht zum Glaswaldsee oder wer es touristisch mag auch zum Mummelsee.

Glaswaldsee, Schwarzwald

Der Glaswaldsee im Schwarzwald

Der Glaswaldsee im Schwarzwald ist von vielen Seiten aus gut, aber letztendlich nur zu Fuß zu erreichen. Das Wasser ist moorbraun gefärbt und auch im Sommer immer erfrischend kühl. Viele angelegte, rusitkale Bänkchen laden zur Rast ein.

An sonnigen Sonn- und Feiertagen ist hier reichlich Publikum, aber das verteilt sich dann rund um den See. Zum Rasten und Baden findet sich immer ein Plätzchen. Unter der Woche bist du hier alleine und kannst du Stille des Sees genießen. Wenn kein Wind das Wasser kräuselt ergeben sich brilliante Spiegelungen.

Der Glaswaldsee ist ein Karsee. Er entstand als ein Gletscher aus der Eistzeit diesen aus dem Sandstein geschliffen hat. Künstlich weiter aufgestaut nutzten früher die Flößer den See als Schwellweiher, um mit dem angestauten Wasser die gefällten Stämme zu Tal zu schwemmen.

Main bei Segnitz

Badestelle im Main bei Segnitz

Ob du in einer Schifffahrtsstraße schwimmen möchtest, musst du dir gut überlegen. Mit den Frachtschiffen am Main kommst du zwar schwerlich selbst in Kontakt, aber Wellengang und Sog der Schiffe können einem Schwimmer durchaus zur Gefahr werden.

Ein geschützter Badeplatz ist bei Segnitz am Main in einem kleinen Abzweig. Der Einstieg ist angelegt, eine Wiese lädt auch zum Sonnenbaden ein und die Stelle ist gut auch für Kinder geeignet.

Wer mag schwimmt ein Stück raus in den Main, oder bleibt im geschützen Bereich. Es ist beides toll.

Albanien

Albanien ist ein Land voller ursprünglicher Flüsse, natürlichen und angelegten Seen, vielen Quellen und Gumpen. Ganz zu schweigen von der landschaftlich tollen und abwechslungsreichen Küste am Mittelmeer.

Die meisten Menschen zieht es im Sommer dort an die vielen tollen Strände am Meer. Sandig im Norden, felsig im Süden Albaniens. Aber gerade auch das Landesinnere bietet viele wunderbare Plätze, an denen du baden, schwimmen oder zumindest kurz im Wasser plantschen kannst.

Am Meer und in den Seen ist das Wasser meist angenehm temperiert. Die Flüsse, Bergbäche und vor allem auch deren Quellen fördern das Wasser mit 7 °C aus dem Gestein. Das erfordert etwas Überwindung, aber es macht den Kopf frei und fördert deine Gesundheit.

Das Baden in Albanien ist meist ungefährlich, bei den Flüssen braucht es einen gesunden Blick auf die Pegelstände, aber vor allem ein Schuhwerk, welches wassertauglich ist. Leider landet in Albanien noch sehr viel Unrat in der Landschaft und letztendlich auch im Wasser.

Ksamil, Pema e Thate

Baden mit Blick auf die Insel Korfu

Ksamil ist der Badeort für die Albaner selbst. Hier macht man mit der Familie im Süden des Landes Urlaub. Hierher kommt der Exil-Albaner im Sommer. Die schmalen Strände sind an dem felsigen Ufer rar gesät, aber alle haben Blick nach Korfu. Das Wasser in der Meerenge zwischen Inesl und Festland ist glasklar. Meist geht es das erste Stück kiesig, dann sandig langsam fallend ins Wasser. Fast wie in einem Nichtschwimmerbecken, auf jeden Fall auch gut für Kinder geeignet.

Fast ausnahmslos alle zugänglichen Strände sind nach der Öffnung des Landes in Privatbesitz gelangt und werden so auch vermarktet. Sprich, entweder der Parkplatz ist kostenlos, dafür kosten Schirm und Liegestuhl Geld (anders kommst du an mancher Stelle gar nicht ins Wasser). Oder der Parkplatz wird abkassiert, falls du überhaupt einen findest. An mancher Stelle wird mit neuen Parkflächen auch Raubbau an der Landschaft betrieben.

So hat sich auch der Strand bei Pema e Thate zu einem starken Magnet entwickelt. Noch ist der Strand nur über eine Piste zu erreichen, im Sommer ist tagsüber alles voll. Parkplatz, Strand und Wasser. Früh am Morgen und später am Abend, wenn dann über Korfu die Sonne versinkt, dann bist du fast alleine hier. Oder du kommst nicht gerade im August, wenn Albanien selbst Urlaub macht, denn andere Touristen sind hier noch rar.

Syri i Kalter

Blausesauge.jpg

Aus unergründlichen Tiefen quillt das Wasser des Blauen Auge und startet direkt als Fluss seinen Lauf bis ins Mittelmeer. Die Farben des Wassers schillern blau und grün, die Temperaturen sind eiskalt.

Im Sommer lockt das Blue Eye viele Einheimische und Touristen, manchmal ist es schwer einen Parkplatz in der Nähe zu finden.

Die Mutigen springen direkt von oben in den Quellschacht und lassen sich wieder zum Ufer treiben. Alle anderen tümmeln sich als Schaulustige um diesen bei allem Trubel doch magischen Ort.

Etwas weiter untem am Fluß sind stillere Badeplätze.

Lukowa

Strand in Lukowa, Albanien

Lukowa liegt hoch ober am Berg. Ans Meer hinunter kommst du über eine lange sich windende Straße oder eine sich noch mehr windende Piste.

Es gibt aber auch Fußwege durch die in sozialistischen Zeiten angelegten Olivenhaine. Du musst nur der zerfallenen Bewässerungsleitung folgen, von unten am Meer nach oben in den Ort ist das leichter zu finden.

Unten am Wasser findest du einige kleine Strände und einen richtig großen. Der wiederum teilt sich in einen touristischen Süden mit Strandbars und Schrimverleih und in einen einsamen nördlichen Teil, der frei zugänglich ist.

Das Meer ist rauher, als in Ksamil, das schützende Korfu ist nur noch in der Ferne zu erahnen. Dennoch kannst du hier durchs Wasser zu den kleineren Stränden im Norden wandern oder sie dir auch erschwimmen.

Drinos zwischen Girokastra und Tepelena

Badeplatz entlang des Drinos

Ob und wie sich der Drinos zum Baden eignet ist an jeder Stelle unterschiedlich und vor allem vom Wasserstand abhängig. Im Sommer kann der Fluss glasklar sein und lädt an mancher Stelle zum Baden ein.

Eine gut zugängliche Badestelle findest du entlang der Schnellstraße von Girokastra nach Tepelena. Vom Parkplatz an der SH4 führt ein Fußweg zum Badestrand. Der Fluss formt schöne Gumpen und lockt flussabwärts auch zu weiteren Entdeckungen.

Benje

Warme Quellen und tolle Schluchten

Bogova

Kalter Gumpen in Bogova

Osum-Canyon

Am oberen Ende des Osum Canyon

Der Osum-Canyon in Albanien ist ein wunderbarer Fluss in einer wunderbaren Landschaft. erreichbar ist die Schlucht über die Strecke Berat - Corovoda - Permet. Von Norden her über eine gute Straße, von Süden her noch über eine gut zu fahrende Piste über die Berge.

Gleich mehrere Stellen laden zum Baden ein. Unser Favorit war 2015 noch oberhalb der Schlucht, hier fließt der Fluss noch breit in seinem Bett und bildet mehrere Becken entlang der Felsplatten. Leider wurde hier 2017 Kies gefördert und es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis der Fluss sich seinen eigenen Lauf wieder sucht.

Etwas weiter am Fluss gibt es aber weitere landschaftlich schöne Zugänge zu den Badestellen. die sind zwar etwas bekannter und gut besucht, aber nicht minder schön.

Je nach Jahreszeit fördert der Osum mehr oder weniger Wasser, manchmal wunderbar klar, manchmal mit vielen Trübstoffen. Die entsprechende Vorsicht ist zu wahren. Im Sommer ist das Baden in aller Regel ungefährlich und es finden sich auch spannende Plätze für Kinder.

Wildes Campen wird in der Regel noch geduldet, entsprechendes Verhalten vorausgesetzt.

Im Osum Canyon

Tepelena

An der Hängebrücke von Tepelena

Von der Stadt führt ein Fussweg ins Tal der Vjosa und von dort über eine abenteuerliche Hängebrücke über den Fluss auf die großen Sand- und Kiesbänke. Flussaufwärts lassen sich gute Badeplätze erkunden, flussabwärts ist das wenig ratsam, kann man doch gut sehen und vor allem auch riechen, wie das ungeklärten Abwasser von Tepelena sich in den Fluss ergießt.

Mesaplik

Im Tal des Shushika

Das Tal des Shushica läuft parallel zur Küste des Landes. Vom Mittelmeer durch einen Bergzug verborgen, fristet dieses Tal ein wenig abgelegen sein Dasein. Wenige Bauern und Dörfer finden sich am Wegesrand. Und wer nicht die beschwerlichen Pisten am Ende des Tales nach Borsh oder gar Himara nehmen möchte, der steht in einer Sackgasse.

Auf der Suche nach einen Badeplatz zeigt uns der Fluss zum Teil tief eingeschnitten schöne Badeplätze. Bei freundlichen Menschen finden wir einen Zugang ins Tal. Noch ist alles gut, das Wasser glasklar. Eine halbe Stunde später wälzt sich eine braune stinkende Brühe durch das Flussbett. Woher dies kommt können wir nicht feststellen, einige Kilometer flußaufwärts wird das Tal wieder breiter und der Fluss ist hier noch glasklar.

Wir lagern bei freundlichen Bauern, trotz der Sprachbarriere wird es ein netter Abend am Lagerfeuer. Badegumpen finden sich hier im Sommer nur vereinzelt, die beste Zeit zum Baden sei laut den Anwohnern das Frühjahr.

Rezervuari i Vithkuqit

Stausee bei Vithkuq

Rezervati Rhushkull

Nördlich von Durres

Kap Rodonit

Kap Rhodonit

Das Kap Rodonit (oder auf Albanisch: Kepi i Rodonit) mit der Kirche Shen Antonit liegt nur kurz hinter Durres, aber ist dennoch so abgelegen von den Hauptrouten, dass sich hier nur wenige ans Mittelmeer verirren. Die Zufahrtsstraße windet sich über viele Kilometer. Letztendlich landet man einer Schranke und bezahlt seinen Obulus für den Besuch des Kaps. Hier darf man sogar offiziell Campen, das kostet dann nur ein wenig mehr als der Tagestarif.

Auf dem Kap lassen sich die Kirche, eine alte Festung, viele Bunker, schmale Klippenwege und zwei Restaurants entdecken. Die weit in das Meer vorgelagerte Landschaft ist rauh, das Meer selbst ebenso. Du solltest hier etwas auf die Strömungen achten, wenn du weiter ins Meer hinaus schwimmst und nicht hinter den schützenden Buhnen bleiben willst.

Plazhi i Vainit, Lezha

Lezha, eine Welt zwischen Wasser und Land

An der Mündung des Drin ins Mittelmeer hat sich eine einmalige Lagunenlandschaft gebildet. Noch scheint hier die Natur in Ordnung (soweit sich dies mit Albaniens Müllproblem sagen lässt), aber auch hier locken die langen Sandstrände die Urlauber ans Mittelmeer.

Etwas versteckt liegt das Restaurant Kneta. Dort serviert euch Angela leckeren Fisch und bietet auch einfache Stellplätze für Camper an. Zu Fuß ans Meer sind dann nur wenige Meter

Shkodra-See, Zogaj

Shkodrasee

Den Shkodra See oder auch den Skutarisee teilen sich Albanien und Montenegro. Der Weg am südlichen Ufer entlang endet in einer Sackgasse. Hier endet Albanien und es führt nur noch ein wenig begangener Trampelpfad weiter zur Grenze. Die Anwohner erinnern sich noch an den Schießbefehl der Grenzposten aus sozialistischen Zeiten. Zuvor gab es hier tatsächlich eine Grenzstation, die aber längst vergessen und verfallen ist. Heute wird sie als Schafstall verwendet auch wenn immer wieder die Rede davon ist, die Grenze eines Tages wieder zu öffnen. Wenigstens für Wanderer wäre das spannend. Bis dato zählt der Ort zur Außengrenze der EU.

Der See ist überraschend warm. Fast fehlt das Erfrischende am Bad und doch lässt es sich hier aushalten. In Ufernähe blühen im Sommer die Wasserpflanzen. Manchen Menschen ist dies beim Schwimmen unangenehm, aber es finden sich genug freie Wege im Wasser, um diese Felder zu schwimmen. Auf jeden Fall ist es spannend zu beobachten, wie sich die langen Stränge der Pflanzen in den tiefen des glasklaren Wassers verlieren.

Kleine Restaurants bieten Getränke und frischen Fisch als Mahlzeit. Ein Mini-Campingplatz lockt ganz Verwegene ans Ende dieser Wege.

Grunas Wasserfall, Theti

Grunas Wasserfall in Thethi

Die Wassertemperatur beträgt 8 °C. Und du kommst nur über schmale Pfade und einen ordentlichen Aufstieg zu dem Wasserfall bei Grunas. Die meisten Reisenden eilen weiter zum Pusi i Zy, ein weiteres Blue Eye in Albanien.

Noch ist der Weg in den Nationalpark von Thethi ein Abenteuer für sich. Die Straße bringt sich auf etwas 1.800 Meter über dem Meer, nur um dich vom Pass dann wieder über eine schmale Piste wieder 1.000 Meter tiefer zu bringen. Alleine für den Abstieg haben wir mit unserem offroad-tauglichen Fahrzeug fast zwei Stunden benötigt. Gegenverkehr ist hier nur bedingt vorgesehen. Wer mit den vielen Kleinbussen und Taxis anreist, braucht zumindest oberhalb der Baumgrenze noch etwas Gottvertrauen.

Lumi i Thethit, Thethi

Auf dem Weg zu den Badegumpen in Thethi

Drin, Gryka e Gomisqes, SH25

An den Stauseen des Drin

Schweiz

San Bernardino, Lagh de Pian Doss

Fast ganz oben am San Bernardino

Vercasca-Tal

Im Verzasca Tal

Griechenland

Sagiada

Öffentlicher Strand in Sagiada, kurz vor der Grenze zu Albanien

Italien

Sentiero die Mezzavalle

Ein Fußweg zum Mittelmeer

Ancona, Pasetto

Pasetto Ancona

Finnland