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Aktualisiert: vor 6 Stunden 48 Minuten

Sindhi German Mashup

Mo., 05/11/2020 - 05:31

Für diejenigen, die den Fehler gemacht haben, vorletztes Wochenende nicht den Stream von Radio Zugvogel anzusehen und deshalb auch das sagenhafte Bollywood-Style Musikvideo von Rahell Jokhio verpasst haben, für das der pakistanische Sänger spontan zwei Zugvogel-Mitglieder-auf-Großfahrt eingebunden hatte, denen er in seinem Heimatland über den Weg gelaufen war – hier für einen perfekten Wochenstart die Nachguckmöglichkeit. Mit diesem Sindhi-German-Mashup schafften es die beiden Zugvögel dann auch ins pakistanische Staatsfernsehen und waren vor Autogramm- und Selfiejägern bei der Fortsetzung ihrer Tour durch Pakistan nicht mehr sicher. Gut, über den wohl eher spontan gedichteten deutschen Text lässt sich streiten („Du machst mir solche Schmerzen“)- aller Wahrscheinlichkeit nach ist der fremdsprachige Text aber auch nicht sonderlich …anspruchsvoller. Da besticht dann eher die ausgetüftelte Choreographie.

Wer bessere Bildqualität wünscht und bei Facebook ist, findet das Video auf der Facebook-Seite des Künstlers:
https://www.facebook.com/raheel.jokhio.5/videos/2521883381169808/

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Bund Deutscher PfadfinderInnen

Do., 05/07/2020 - 05:07

Nur ein winziger Unterschied in der Schreibung macht hier jede Menge aus. Der Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP mit großem „D“) ist bitte nicht zu verwechseln mit dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP mit kleinem „d“), sonst wird es schnell peinlich. Hier wird nun also der BDP vorgestellt, bei dem manche seine pfadfinderische Ausrichtung noch stärker in Frage stellen, als bei jedem anderen Bund, dem sie selbst nicht zugehörig sind. Diese Vorbehalte beziehen sich nicht auf seine Gründung als vielmehr seine Entwicklung ab 1968. Gegründet wurde der BDP 1948 durchaus als klassischer interkonfessioneller Pfadfinderbund und war als solches auch in den Weltpfadfinderorganisationen vertreten. Im Rahmen des Links-Schubs ab 1968 kam es zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des BDP, die oft als „Unterwanderung von Links“ interpretiert werden. Im Lauf der folgenden Jahre wendeten sich die meisten Mitgliedsgruppen vom BDP ab, gründeten DPV und BdP; auch aus der Weltorganisation wurde der BDP wegen linkspolitischer Aktivitäten ausgeschlossen. Seinen Platz übernahm der BdP.

Heute bezeichnet sich der BDP als basisdemokratische Organisation, welche die Selbstbestimmung der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt und gesellschaftliche Auseinandersetzungen voranbringen möchte. Selbstverständlich wird _keine_ Uniform getragen, auch Pfadfindergesetze oder Versprechen sucht man vergeblich. Und politisches Engagement ist auch im engeren Sinne des Wortes zu finden. Der BDP bietet breitgefächerte und sowohl koedukative, als auch geschlechterspezifische Aktivitäten, oft in offener Form (d.h. keine festen Gruppen) an und erreicht damit nach Eigenaussage etwa 80.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Hier geht es zur Homepage der Organisation.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Schutzmasken – Challenge!

Do., 05/07/2020 - 05:07

Aufruf! So viele kreative Pfadfinder und Jugendbewegte sind und waren mit dem Nähen durchaus schöner (oder lustiger) Schutzmasken befasst.
Zeit für eine Challenge: Sendet ein Foto von euch mit der von euch genähten und getragenen Schutzmaske an news@scouting.de!
Seid mit euren Modellen „Zunft“, „schwarzbunt“, „Infanterie“ oder „Kohte“ mit dabei!
Einzige Voraussetzung: Die Maske muss aus _Stoff_  sein und den formalen Ansprüchen an eine Schutzmaske entsprechen.
Fränkische Bratwürste aneinanderbinden und mit Gummiband vor die Mund-Nasenpartie platzieren, gilt also nicht.

Kommende Woche Donnerstag startet dann der Wettbewerb um das Publikumslieblingsmodell – der Gewinner erhält zwei (!) wunderbare Kaffeebecher und eine gestaltete Ehrenauszeichnung.

Kategorien: Pfadfinder

Virushelden und virtuelles Lagerfeuer

Mi., 05/06/2020 - 05:52

Normalerweise treffen sich auch die österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedenen Alters jede Woche zu ihren Gruppenstunden. Aktuell ist natürlich Pause. Doch nicht ganz. „Wir wollen den Eltern helfen Abwechslung zu schaffen, daher schicken wir den Eltern unserer Kinder Ideen was sie zu Hause machen können“, erzählt ein Leiter aus Wattens. Ein Vorschlag mit dem Titel „Virusheld“ informiert kindgerecht über das Thema und bietet Auswahlmöglichkeiten. „Eine tolle Idee und wir mit unseren Kindern sind gerne dabei“, meine Irene aus Jenbach. Wenn die Aufgaben erledigt sind gibt es als Danke ein Abzeichen. Einige jugendliche Mitglieder beteiligen sich an einer Online-Challenge mit Aufgaben, die von den Pfadfinderinnen aus Malta vorbereitet wird. Von 3.-5. April gab es ein weltweites Pfadfindertreffen im Internet mit Chats und verschiedenen Aufgaben. „Es wird ein großes virtuelles Lagerfeuer“, meint Georg aus dem Internationalen Team der österreichischen Pfadfinder. Online wird auch über die Zukunft der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs nachgedacht: Von 17.-19.4.2020 nahmen rund 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Österreich und Deutschland an der Online Zukunftskonferenz der PPÖ teil, sammelten Ideen, tauschten sich und versuchten gemeinsam den Jugendverband noch zukunftsfähiger zu machen.

Kategorien: Pfadfinder

Offener Brief des neuen Balduinstein-Vorstandes

Di., 05/05/2020 - 07:29

Der neue Vorstand (Gretel, Wölfchen und Costa) des Bildungswerkes Balduinstein hat am 28. April u.a. der Scouting-Redaktion einen Offenen Brief zukommen lassen. Er legt dar (Originalwortlaut nachfolgend), mit welchen Maßnahmen sie das Kindeswohl im Bildungswerk Balduinstein künftig sicherstellen wollen.

Im Freien Bildungswerk Balduinstein war es im Laufe seines Bestehens wiederholt durch Missbrauchstaten durch Besucher, aber auch Mitglieder des Bildungswerkes und sogar einzelne Vorstände des Bildungswerkes an Kindern und Schutzbefohlenen gekommen. Seinen vorläufigen Abschluss fand die jüngste Verfahrenswelle 2019, als ein langjähriger ehemaliger Vorstandsvorsitzende in einem immer-noch-nicht-rechtkräftigen-Urteil des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden wurde. Die Vorgänger des jetzigen Vorstandes hatten es zuvor, obgleich diese Person weiterhin in Kontakt zu Kindern und Jugendlichen kommen konnte, nicht für nötig befunden, ihn in seiner Tätigkeit zu beurlauben, sobald ihnen bekannt geworden war, dass gegen ihn ermittelt wurde. Vielmehr ließen sie ihn seine Tätigkeit, bei der in vertrauensvollen Kontakt mit Kindern treten konnte, mehrere Jahre trotz laufender Ermittlungen weiterhin ausüben.

Durch das Bekanntwerden der jüngsten Missbrauchsfälle ab 2013/2014, aber auch durch das unangemessene Verhalten frührerer Vorstände, entstand dem Bildungswerk ein schwerer Imageschaden. Nicht wenige Organisationen der Pfadfinder- und Jugendbewegung appellierten seinerzeit an ihre Mitgliedsgruppen, den Besuch der Balduinstein zu vermeiden. Zum einen, um nicht die jungen Gruppenmitglieder auf einen dort tätigen Tatverdächtigen stoßen zu lassen, aber auch, um das unangemessene Krisenmanagements des Trägervereines nicht finanziell zu unterstützen.

Einige Wochen nach seiner „vorläufigen“ Verurteilung (die immer noch nicht rechtskräftig ist) beendete die 2019 verurteilte Person ihr aktives Wirken auf der Balduinstein und wohl auch im Trägerverein. Selbstverständlich ist der neue Vorstand des Bildungswerkes bemüht, nun einen Schlussstrich zu ziehen. An seinen Präventionsansätzen ist nichts zu kritisieren. Sie sind durchdacht und reichen weiter als die manch anderer Institution. Meine persönliche Kritik richtet sich also nicht gegen diese Maßnahmen, welche ausdrücklich zu begrüßen sind. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass ein „Schlusstrich“ ohne öffentliche Aufarbeitung der Übergriffe der vergangenen Jahrzehnte nicht möglich gemacht werden sollte.

Schwerpunkt der ausstehenden Aufarbeitung wäre m.E. die Analyse darüber, welche Rahmenbedingungen mit zu den Übergriffen führten und diese Übergriffe überhaupt erst ermöglichten oder sogar förderten, kurzum die Darlegung des Maßes der Verpflechtung von Personen des Trägervereines mit Täterkreisen. Eine solche Aufarbeitung kann zudem nicht ohne die Beteiligung von Betroffenen erfolgen. Es findet sich im „Offenen Brief“ des neuen Vorstandes aber kein Wort dazu, ob eine solche Aufarbeitung unter der Einbindung von Betroffenen geplant ist. Es ist deshalb leider davon auszugehen, dass sie nicht geplant ist. Und dann läuft aktuell wohl auch eine Unterlassungsklage vom Trägerverein gegen eine Person, die kurz nach der „noch-nicht-rechtskräftigen Verurteilung“ ihre Befürchtung an politischer Stelle kundgetan hatte, der „vorläufig“ Verurteilte könne weiterhin im Bildungswerk tätig bleiben und sinngemäß in etwa wohl auch die „steile These“ aufstellte, im Bildungswerk selbst hätte von Gründung an ein massives Problem hinsichtlich sexuellem Kindesmissbrauchs bestanden und Wiederholung wäre zu befürchten. Ja, tatsächlich, gegen diese „steile These“ geht der Vorstand also gerichtlich vor. Aufarbeitung ist das nicht, sondern wirkt (sofern die Vorwürfe denn stimmen sollten!) wie der Versuch des Verteilens von Maulkörben und der Geschichtsklitterung. Solch kritischen Hinweisen wäre aber mit offensiver Aufarbeitung (statt mit Unterlassungsklage) nachzugehen, um herauszufinden, ob sie und im welchen Maße sie der Wahrheit entsprechen und die Ergebnisse der Aufarbeitung wären der Öffentlichkeit zu Verfügung zu stellen, damit diese sich eine eigene Meinung dazu bilden kann.

Hinzu kommt dann noch, dass zumindest zwei Personen des neuen Vorstandes, der da an den Start gegangen ist, um einen Schlussstrich zu ziehen, keinesfalls neue Gesichter sind. Sie gehörten mit zu den Mitwirkenden im Trägerverein auch schon in früheren Zeiten, waren möglicherweise zumindest indirekt mit am Beschluss beteiligt, den Tatverdächtigen nicht von seinen Aufgaben zu entbinden. Um sich von diesem Verdacht reinzuwaschen, müssten sie sich zunächst offiziell von dem damaligen Beschluss, den Tatverdächtigen weiterhin tätig bleiben zu lassen, distanzieren. Dies ist bislang nicht erfolgt. Deshalb muss ich leider davon ausgehen, dass sie sich weiterhin nicht gegen ihren früheren Vereinskameraden stellen werden. Und das, die fortgesetzte Vereins-Solidarität mit einem Tatverdächtigen (was nichts mit ihrer privaten Freundschaft zu tun hat, das wäre ja ihr Privatbier) ist und war doch eigentlich schon immer eines der Hauptprobleme. Denn sie trug nach meinen Erkenntnissen wesentlich mit dazu bei, dass es überhaupt in diesem Ausmaß zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen auf der Balduinstein kommen konnte. Prävention hin oder her.

Ohne gemeinsame Aufarbeitung von Betroffenen und Täter-beherbergenden Institution kann keine Heilung erfolgen – weder auf Seiten der dann „ausgeblendeten“ Betroffenen, noch der vom Missbrauch betroffenen Institution. Statt Heilung erfolgt dann Verdrängung, kein Bewusstseinswandel. Und so steht zu befürchten, dass es es irgendwann irgendwem auf der Balduinstein wieder „Freude“ machen könnte „zu umarmen, was gefällt“. (Zitat aus einem bekannten Lied des Balduinstein-Mitbegründers und allerersten Vorsitzenden des Trägervereines Alexej „Axi“ Stachowitsch, der gleichfalls Täter war). Dieser letzte Satz ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autorin und keine Tatsachenbehauptung, ebenso wie dieser Beitrag die persönliche Meinung und Stellungnahme der Verfasserin widergibt und gewiss nicht jene der Redaktion oder des Verlages oder automatisch des Bundes, dem die Autorin zugehörig ist usw.

Hier der „Offene Brief“ des neuen Vorstandes des Bildungswerkes Balduinstein:

„Liebe Freunde,

das Freie Bildungswerk Balduinstein hat sich intensiv mit der Thematik des Kindeswohls auseinandergesetzt und unser Präventions- und Interventionskonzept hierzu ist fast fertig. Wir möchten euch gerne über einige Grundzüge unseres Konzeptes informieren, damit ihr auf dem neuesten Stand der Dinge seid. Wir haben uns in unserer Herangehensweise an den Maßstäben der Jugendverbände orientiert, unabhängig davon, dass wir ein Erwachsenenverband sind. Als Konsequenz vergangener Vorfälle ist es uns wichtig, hier sehr niedrigschwellig zu arbeiten, um besonders Kindern und Jugendlichen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein geschütztes Umfeld auf der Burg zu bieten, auch wenn unsere Gastgruppen für ihre Veranstaltungen natürlich selbst verantwortlich sind.

Dazu gehören unter anderem:
– Alle Mitglieder des Burgvereins positionieren sich klar gegen jegliche Form der Kindeswohlgefährdung, besonders gegen jegliche Form sexueller Gewalt. Die Mitglieder unseres Vereins haben unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben und werden weiter sensibilisiert und qualifiziert.
– Übernachtungsgäste bei Veranstaltungen des Burgvereins müssen ebenfalls unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, die auch als Download auf der Homepage zur Verfügung steht. – Ein Kodex für den Umgang miteinander befindet sich im Schaukasten am Kutscherhaus und auf der Homepage. Wir bitten alle Besucher der Burg, sich daran zu halten.
– In jedem Haus stehen die rot/grünen „Visitenkarten“ zur freien Verfügung mit einem begleitenden, erklärenden Text. Die Karten sollen unseren Gästen ermöglichen, schnell, leicht und non-verbal Ablehnung oder Zustimmung auszudrücken. Wir wollen ein Miteinander fördern, bei dem jede Form der Grenzverletzung offen und angstfrei angesprochen werden kann. Der Gebrauch einer roten Karte ist für den Empfänger eine deutliche Aufforderung zur Unterlassung und für die anwesenden Gruppenleiter und Erwachsenen ein Signal zu erhöhter Aufmerksamkeit und ein eventuelles Eingreifen.
– In jedem Haus hängt ein Handlungsleitfaden für den Verdachtsfall einer Kindeswohlgefährdung aus.
– Handynummern von Ansprechpartnern aus dem Burgverein befinden sich im Schaukasten und auf der HP.
– Die Telefonnummer einer Beratungsstelle für den Bedarfsfall befindet sich im Schaukasten.
– Wir evaluieren die Gruppen, die uns besuchen wollen, sehr genau. Gruppen, die sich nicht an das Kindeswohl halten wollen, sind bei uns nicht willkommen.
– Wir sind aufmerksam und achten auf uns und unsere Gäste!

Unsere Burg ist ein schöner und friedlicher Ort, der viele Chancen und Möglichkeiten bietet, und der Burgverein ein Kreis verantwortungsbewusster Menschen, deren Ziel die Erhaltung der Burg als Institution ist.
Horridoh, Gretel, Costa und Wölfchen“

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfindergemeinschaft Gilwell

Mo., 05/04/2020 - 11:26

Einer der jüngsten Bünde in Deutschland dürfte diese junge Truppe von der Pfadfindergemeinschaft Gilwell sein, denn sie gründete sich erst um 2016. Das bedeutet aber nicht, daß es keine Erfahrung gäbe, denn Teile der Altrover brachten bereits zwischen 10 und 30 Jahren Erfahrung mit ein. Zuvor waren einige von Ihnen beim freien Stamm Königstiger, beim Deutschen Pfadfinderbund Mosaik (DPBM) oder in anderen Bünden tätig gewesen, hatten dort aber wegen unterschiedlicher Vorstellungen wie Pfadfinderarbeit aussehen sollte oder schlicht aufgrund Umzuges schließlich entschieden, ihre Vorstellung in einem anderen, eigenen Bund gemeinsam vor Ort in Lippstadt (Rixbeck) zu realisieren.
So ist eine kleine, aber feine eigene Gemeinschaft entstanden, die sich nach dem ältesten Ausbildungszentrum für Pfadfinder der Welt, dem Gilwell Park in London, benannt hat. Keinesfalls sind sie bemüht, ihr eigenes Süppchen zu kochen, vielmehr verfügen sie schon jetzt über ein reiches Netzwerk an Kontakten zu anderen Gruppen und Bünden, so bringen sie sich beispielsweise auch im Untermerzbacher Kreis (UMK) und dessen Treffen ein. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Zugvogel-Radio: Sensationell!

Mo., 05/04/2020 - 11:26

Am Samstag war die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Draußen regnete es bei frischen Temperaturen zum Teil erheblich und statt sich notdürftig in Dümpelfeld beim Zugvogel-Sängerfest an Feuern zu wärmen, konnte man ab zehn Uhr daheim gemütlich im Wohnzimmer dem tv-Stream von Radio Zugvogel folgen. Neben viel Musik – dabei auch durchaus live vorgetragene z.B. von Venjia – gabs ein sehr buntes Programm, was vom Mitmach-Quiz bis hin zu Bier-Yoga reichte und auch Reportagen umfasste und viele Live-Interviews. So war von den jungen Künstlerinnen der Gruppe Kweir (Gewinner des Vorjahres-Dümpelfeld-Sängerfestes) nicht nur zu erfahren, wie ihr Gruppenname korrekt geschrieben wird (und ich hoffe bloß, ihn auch korrekt notiert zu haben), sondern auch, dass ihnen ihr Gewinnersong „Prinzessin Susi“inzwischen zu den Ohren raushängt und sie ihn nicht mehr singen wollen.

Bis zu knapp 500 Zuschauer folgten zeitgleich dem Stream, insgesamt wurden weit über 1500 erreicht – das hätte „Dümpelfeld“ in Real wohl kaum vermocht. Insofern fast schade, dass es sich um das „einzige Zugvogelradio in der Geschichte der bündischen Jugend“ handeln soll. Denn trotz kleinerer technischer Macken (manche der Moderatoren atmeten gern in ihr Mikro, außerdem ärgerte mich meine persönliche Internetzugangsqualität- und -langsamkeit) war das definitiv das bisherige Highlight des Jahres. Ich gebe zu, bei Ankündigung des Bieryogas dachte ich erst „was soll denn der Quatsch“ aber schon bei der zweiten Figur – kämpfender Wildschwan des NWV – war es um mich geschehen und hätte ich dabei Bier getrunken, war das Risiko eines Ausprustens sehr hoch gewesen. Übertroffen wurde die unnachahmliche Darbietung der Moderatoren allenfalls noch von den von den Zuschauern eingesendeten Bieryogabildern und von der lustigen im nachfolgenden Programm durch Pint erfolgten Erklärung, wie die Sieger von den Sängerfesten festgelegt werden. Er lüftete vor laufender Kamera das bislang gut gehütete Geheimnis des „Platzierungs-Egalisators“. Sehr schön auch der Beitrag von den zwei Zugvögeln, die auf Großfahrt in Pakistan von einem dort bekannten Sänger aufgegabelt und für dessen neuestes (Bollywood-Style)-Musikvideo als Co-Künstler verpflichtet wurde, womit sie es bis ins Staatsfernsehen schafften und danach unter 200 Autogramm-Selfies kaum noch davon kamen. Glücklicherweise wurde das so entstandene Musikvideo im Lauf des Tages gleich zweimal abgespielt, denn nicht jeder sah wohl die ganze Zeit zu. Da vermisste dann auch eine Zuschauerin gemäß ihres Kommentares eine BH-Werf-Funktion im Chat. Die schönsten Geschichten schreibt das Leben auf Fahrt. Aber bis das wieder möglich ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Bis dahin wärmt uns die Erinnerung an das Zugvogel-Radio!

Kategorien: Pfadfinder

Erinnerung: Radio Zugvogel am 2. Mai

Fr., 05/01/2020 - 10:28

Nur zur Erinnerung – als Ersatz für den Ausfall des Zugvogel-Sängerfestes in Dümpelfeld geht am Samstag dem 02. Mai Radio Zugvogel auf Sendung. Und zwar von 10:00 – 22:00 Uhr. Es werden gespielt die besten Hits aus den vergangenen Jahren von Ottenstein, Dümpelfeld und anderen Alben des Zugvogel, die über das hochmoderne Internet in euer zu Hause gestreamt werden können. Selbstverständlich begleitet von engagierten und kompetenten Moderatoren und Beiträgen:

Liebe Zugvögel, Liebe Freunde,
in wenigen Tagen ist es soweit, das Radio Zugvogel geht online und wird uns am 02.05.2020 von 10:00 bis 22:00 Uhr mit einem überbündischen Moderatorenteam aus Franca (DWJ) und Plauder (ZV) sowie Wau (BdP) und Jonas (ZV) die Zeit vertreiben.
Ihr erreicht den Sender mit eurem Webbrowser (Internet) und könnt ihn problemlos ohne Anmeldung streamen: www.twitch.tv/radiozugvogel
10:00 FraPla Good old times
12:00 WaJo Lungenkrank vor Madagaskar
14:00 FraPla Heiter bis wolkig
16:00 WaJo Powernipp
18:00 FraPla Familienprogramm und Singewettstreit
20:00 WaJo Swingerunde
22:00 Alles muss raus
Damit ihr wisst, wann Eure Beiträge gesendet werden, wird Euch auf dem Kanal rechtzeitig das Programm zur Verfügung gestellt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer und bedanken uns jetzt schon Mal für die tollen Beiträge die wir bereits erhalten haben. Über einiges wird sicher noch lange gesprochen werden.
Euer Radio Zugvogel Team

Kategorien: Pfadfinder

„Nachwuchs gibt es keinen mehr“

Do., 04/30/2020 - 05:56

Was der 82-jährige Hans Eltze dem Trierischen Volksfreund zum Besten gab, war vermutlich nicht offiziell abgesegnet. Er berichtete im Interview vom Nerother Wandervogel und von den Fahrten seiner Jugend und dass man sich immer noch regelmäßig zum Singen treffen würde. Alles in allem ein netter Bericht, nur ein Satz verstörte dann doch den kundigen Leser. Von den Treffen auf der Waldeck berichtete er, dass von deutschlandweit rund 200 Mitgliedern des Nerother Wandervogels dort mal mehr, mal weniger zusammenkämen. Schließlich seien die Herren auch schon in die Jahre gekommen. Und dann: „Nachwuchs gibt es keinen“. Eine steile Behauptung, die nach Kenntnis der Redaktion nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Als „alter Nerother“ gehört Eltze aber nicht zum Teilnehmerkreis der Bundestreffen des Jungenbundes, die ihn eines Besseren überzeugen könnten.

Bild: Karl Oelbermann, Gründer des NWV.

Kategorien: Pfadfinder

Einladung zur Online-Gruppenstunde

Mi., 04/29/2020 - 05:42

Die Zeiten ohne Gruppenstunden und Heimabende ist während der Corona- Zeit für uns alle schwer. Dem möchten wir ein wenig Abwechslung bieten.
Am 04.05. um 17:30 Uhr organisieren wir (die Taunuspfadfinder) im Stream der Pollution Police Pfadfinder eine überbündische Online-Gruppenstunde. Wir würden uns freuen wenn viele teilnehmen und Spaß daran haben.

Hier die Ankündigung:

Kategorien: Pfadfinder

Wir trauern um Dr. Norbert Blüm

Di., 04/28/2020 - 09:41

Dr. Norbert Blüm verstarb am 23. April 2020 im Alter von 84 Jahren. Die Gesellschaft und die Pfadfinderbewegung verlieren mit Dr. Norbert Blüm einen Menschen, der sich vorbildlich für die Gemeinschaft, für die Schwächsten und Benachteiligten, einsetzte. Er versuchte, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als er sie vorgefunden hat. Erst als Spätberufener war Dr. Norbert Blüm im Alter von 18 Jahren, seinerzeit Werkzeugmacher in den Opel-Werken Rüsselsheim, Mitte der 50er Jahre zur Pfadfinderbewegung gekommen. 1956 gründete er dann in Rüsselsheim den damaligen Stamm Cherusker in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg und errichtete mit eigenen Händen das bis heute existierende Heim im Ostpark von Rüsselsheim. Er arbeitete sich hoch: Nach erfolgreichem Besuch des Abendgymnasiums studierte er ab 1961 u.a. Geschichte, Soziologie und Philosophie und promovierte 1967. Als Politiker der CDU gehörte er dem Bundestag mit Unterbrechung von 1972 bis 2002 an, 1982-1998 war er Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Im November 2012 ehrte der Verband Deutscher Altpfadfindergilden Dr. Norbert Blüm in Berlin mit der Verleihung der St. Georgs Plakette. „Wir zählen Sie zu den  ehemaligen und heutigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern“, erklärte Helmut Reitberger, der Vorsitzende des VDAPG,  „die sich nach den Regeln und Prinzipien des Pfadfindertums –  aktiv auf die Lebenssituationen in dieser Welt eingelassen haben und durch ihr politisches Engagement sowie die Weiterentwicklung Ihrer persönlichen Fähigkeiten die Gesellschaft prägend mitgestaltet haben. Ihr Lebensweg und Ihr Einsatz für die Gemeinschaft – war und ist unseres Erachtens gelebtes Pfadfindertum und macht Sie zu einem Vorbild – nicht nur für unsere jungen Menschen in den aktiven Pfadfinderverbänden.“

Ihm war die soziale Gerechtigkeit ein Herzensanliegen bis zuletzt. Noch 2016 übernachtete er aus Solidarität im Flüchtlingslager Idomeni und bezeichnete die dortigen Zustände als Anschlag auf die Menschlichkeit. Auch wenn er beispielsweise in Bonn Pfadfindern spontan über den Weg lief, war diesen stets ein freundlicher Gruß sicher. Wir verlieren ein Vorbild, unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Bildnachweis: Diese Datei wurde Wikimedia Commons freundlicherweise von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Kooperationsprojektes zur Verfügung gestellt.

Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinden-Knoten-Challenge

Mo., 04/27/2020 - 07:25

Da sich die Nesse-Apfelstädter Pfadfindergruppen aktuell nicht treffen können, soll die Zeit für eine Herausforderungen im Umgang mit Knoten genutzt werden. Ziel ist es, möglichst viele, verschiedene Knotenarten auf einer Tafel, einem Tuch, oder in anderer Form darzustellen. Die besten drei Knotenpotpourris werden mit einem Gutschein über jeweils 100 Euro aus der Freizeit- und Fahrtenbedarf GmbH prämiert. Wer möchte, ist dazu eingeladen die Herausforderung mit Fotos unter dem Hastag #pfadfinderknotenchallenge in den sozialen Medien zu teilen.
Mitmachen können alle Mitglieder, Freunde und Interessenten des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. Stamm Drei Gleichen und der Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen.
Sobald ein Treffen im Neudietendorfer Pfadfinderzentrum wieder möglich ist, findet die Prämierung am Lagerfeuer in einer Jurtenburg mit Leckereien vom Grill und aus dem Lehmbackofen statt.

Anleitungen für Knoten gibt es im Scout-o-wiki:
https://scout-o-wiki.de/index.php/Knoten_und_B%C3%BCnde

Empfehlenswert sind auch die Andoid-APP Knoten und Stiche:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.braben.knoten.und.stiche

und die APP Knot Guide (Lite) für Apple:
https://apps.apple.com/de/app/knot-guide-lite/id399947682

Und sollte jemand während der ganzen Knotenbastelei ein neues Pfadfinderliedchen lernen wollen, dann sei der Youtube-Kanal von MrGammler empfohlen:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL2821A599FF4A420F

Kategorien: Pfadfinder

Virtuelle Lagerfeuerrunde

Do., 04/23/2020 - 05:50

Bereits zum zweiten Male hat die DPSG Essen eine virtuelle Lagerfeuerrunde „Singen gegen die Angst“ abgehalten. Wie der Diözesankurat dem Domradio mitteilte, habe man vor einigen Wochen, als es mit der Pandemie losging, zusammengesessen und überlegt: Was machen wir als Diözesanverband, um die Stämme und Bezirke vor Ort zu unterstützen? Das Lagerfeuer sei eine Sache, die Pfadfinderinnen und Pfadfindern ins Blut geschrieben sei. Deshalb hätten sie sich gesagt: Wir probieren das einfach mal aus und gucken, ob es klappt. Kleine Kinderkrankheiten, wie, dass sie lernen mussten, dass es keine gute und kluge Idee ist, wenn alle gleichzeitig ihre Mikrofone anhaben und singen, weil das aufgrund der unterschiedlichen Übertragungsraten im Internet furchtbar klingt, seien inzwischen behoben. Jetzt säßen sie vor ihren Laptops und ihren PCs, mit dem Mikro und der Übertragung von zwei Gitarristen, die gefunden worden seien. Es hätte auch Familien gegeben, welche mit ihren Kindern im Garten ein Lagerfeuer gemacht hätten und das über den Videostream geteilt hätten, sodass man die Lagerfeuer-Stimmung noch einmal ganz hautnah mitbekommen konnte.

Das Interview über die Aktion in voller Länge gibt es hier: https://www.domradio.de/themen/corona/2020-04-07/gegen-die-angst-pfadfinder-essen-treffen-sich-zum-virtuellen-lagerfeuer-singen

Kategorien: Pfadfinder

NRW: Soforthilfe auch für wirtschaftlich tätige Vereine

Mi., 04/22/2020 - 05:40

Wie die NRW Stiftung mitteilte, welche aus Lotterieerlösen verschiedenste Projekte der Denkmal-, Umwelt- und Sozialarbeit unterstützt, ist der Mittelabruf weiterhin möglich und Fristverlängerungen zum Abschluss von Projekten können vereinbart werden. In Hinblick auf die gravierenden Sorgen wegen wegbrechender Einnahmen wegen fehlender Eintritte, ausfallender Veranstaltungen weist sie darauf hin, dass zumindest in Nordrhein-Westfalen ansässige Vereine, die sich auch wirtschaftlich betätigen, unter bestimmten Bedingungen eine Soforthilfe beantragen können. Die vollständigen Förderbedingungen sind zu finden unter:
https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

​Nach einem Lockdown des Online-Portals zur Beantragung der Soforthilfe, welches betrügerisch missbraucht worden war, können diese wieder gestellt werden.
Dazu ist folgendes Portal zu nutzen: https://soforthilfe-corona.nrw.de

Kategorien: Pfadfinder

10 Jahre Zugvogel in Dümpelfeld

Mo., 04/20/2020 - 07:59

Live, in Farbe und vor Ort wird das zehnjährigen Jubiläum des Sängerfestes des Zugvogel zu Dümpelfeld leider erst im Jahre 2021 stattfinden, am besten schon mal das Wochenende 30.04-02.05.2021 fest einplanen! Am 2. Mai diesen Jahres geht aber Sender „Radio Zugvogel“ in Betrieb.

Die Ostertage liegen nun hinter uns und ihr habt sicherlich kreative und interessante Beschäftigungen gefunden, diese doch eigentlich umtriebigen Tage irgendwie sinnvoll nutzen zu können. Sind die Tage doch eigentlich seit Gedenken bei jedem individuell und fest verplant, ob für Fahrten, das Osterbaulager auf dem Kochshof oder die verstreute Familie zu besuchen. Auch am Kochshof gab es dieses Jahr nur vereinzelte Hammerschläge der Hofbewohner zu hören und die Speisen- und Getränkeversorgung passte, vermutlich erstmalig seit der Besatzung durch den Zugvogel, in einen einzigen Kofferraum.

Nun steht schon das nächste Geisterwochenende in den Startlöchern, unser eigentlich 10jähriges Jubiläum des Singewettstreits zu Dümpelfeld am Wochenende zum 1. Mai.

Es gab eine Menge Ideen, wie wir euch dennoch an diesen für unsere musische Tradition und für das Wiedersehen unserer Freunde wichtigen Tage ein wenig Unterhaltung in eure Wohnungen und die besondere Zeit bringen können.

Darum sind wir in der Planung, euch für den 2. Mai, also den eigentlich geplanten Tag des Wettstreits, unseren Sender „Radio Zugvogel“ in Betrieb zu nehmen und euch von 10:00 – 22:00 Uhr die besten Hits aus den vergangenen Jahren von Ottenstein, Dümpelfeld und anderen Alben des Zugvogel über das hochmoderne Internet in euer zu Hause zu streamen. Selbstverständlich begleitet von engagierten und kompetenten Moderatoren und Beiträgen.

Wenn ihr euch bei diesem Projekt einbringen wollt, ob mit einem vorbereiteten Beitrag, einer vorhandenen Probenaufnahme eurer Sangeskunst, einem Interview, einer digitalen Wurstbraterei oder gar einer Lesung, meldet euch gerne bei pluesch@zugvogel.org
Denkt aber bitte daran, dass die Rechte der Inhalte beim Zugvogel (oder euch persönlich) liegen müssen.

Unter welchem Dienst/Link das Ganze läuft werden wir natürlich noch rechtzeitig bekannt geben, aber es wird lediglich ein Internetzugang und ein Webbrowser notwendig sein, das können wir versprechen.

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen Tag mit und für euch!
mit Gruß und Ayen!
Euer Zugvogel

Kategorien: Pfadfinder

Spendet für die Jugendburg Ludwigstein!

Mo., 04/20/2020 - 05:27

In einem sehr umfangreichen Schreiben bittet der Vorstand der Jugendburg Ludwigstein um Spenden für deren Rettung. Die Corona-Schließung, von der keiner sicher weiß, wie lange sie noch anhalten wird, ist massiv existenzbedrohend. Die Jugendburg Ludwigstein hat hohe laufende Ausgaben und auch durch Kurzarbeit usw. kann das Minus nicht abgefangen werden. Nachfolgend das gekürzte Schreiben des Vorstandes….

„Liebe Mitglieder der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein,
liebe Burgfreundinnen und Burgfreunde!

Wir bitten Euch mit diesem Brief um eine Spende für den Erhalt der Jugendburg Ludwigstein. Im Normalfall ist das gar nichts Besonderes, denn Spenden von Ludwigsteinerinnen und Ludwigsteinern fließen unserer Burg schon seit eh und je zu und haben zum Beispiel vor zehn Jahren die Errichtung des Enno-Narten-Baus unterstützt.

Aber wenn wir uns heute mit einem Spendenaufruf an Euch wenden, dann liefern wir keine Bauskizzen für eine Burgerweiterung, keine Pläne zur Verschönerung des Seitenbaus und auch keinen Kostenvoranschlag für ein neues Werkzeugset des Bauhüttenkreises. Und wir rufen Euch auch nicht dazu auf, zur Burg zu kommen und wie so oft für das jugendbewegte Gemeinschaftswerk in Eigenleistung anzupacken.

Heute wenden wir uns an Euch, weil die in Folge der Corona-Pandemie behördlich angeordnete Schließung aller Beherbergungsstätten unsere über der Werra stehende Jugendburg sehr hart getroffen hat. Zum Erhalt des Ludwigsteins als Jugendburg müssen wir alle verfügbaren finanziellen Kräfte sammeln. Die Burg braucht Geld und wir möchten Euch gerne begründen, weshalb die Situation so schwierig ist.

[…]

WIRTSCHAFTLICHE FOLGEN

Zunächst muss das Burgbüro allen Gästen bis Mitte April selbst absagen, womit schon einmal knapp 2.800 Übernachtungen und alle damit verbundenen Einnahmen […] wegfallen. Parallel stornieren auf Anweisung der Kultusministerien Schulklassen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Aufenthalte auf dem Ludwigstein. Dann werden Schlag auf Schlag Hochzeiten, Tagungen, Seminare und Freizeiten abgesagt, sodass die Liste der Stornierungen schon nach wenigen Tagen bis in den Herbst reicht. Das Burgbüro schreibt zwar entsprechende Ausfallrechnungen, aber wann und in welcher Höhe diese Mittel jemals dem Burgbetrieb zufließen, bleibt angesichts eines momentan in Teilen gelähmten Landes mehr als ungewiss.

Mit dem Entzug der Beherbergungserlaubnis verliert die Stiftung ihre wesentlichste Geschäftsgrundlage und findet sich unmittelbar in einer existenzbedrohenden Situation wieder. Monat für Monat laufen trotz Einnahmen von exakt 0 € Kosten für Personal und Betriebsmittel in Höhe von mehr als 10.000 € auf. Im schlimmsten Fall lassen sich in der gerade beginnenden Hauptsaison gar keine oder nur sehr geringe Einnahmen generieren. Eine bittere Aussicht, die angesichts der Belegungszahlen des Burgbüros einen gesunden Betrieb treffen: 2019 wurden 35.360 Übernachtungen erzielt, für 2020 standen am 5. März bereits 33.863 Übernachtungen in den Büchern.

KRISENSTAB UND HANDLUNGSOPTIONEN

Nach einer anfänglichen Schockstarre bilden Vorstand, Kuratorium und Burgbetriebsleitung ab dem 23. März einen pandemietauglichen Krisenstab. Verschiedene Szenarien bis zur Schließung des Herbergsbetriebes und noch drastischeren Maßnahmen werden durchgespielt. Tagelang werden Zahlen gewälzt, Fördermaßnahmen geprüft, Kreditkonditionen recherchiert, Anträge gestellt und Gespräche mit dem Steuerberater, politischen Vertreterinnen und Vertretern auf Regional- und Landesebene geführt. Zwei Wochen später und angefeuert von einer der Müdigkeit trotzenden, positiven Energie liegt die Idee einer Lösungsstrategie auf dem Tisch: Wir sind uns einig, für den Erhalt der Jugendburg kämpfen zu wollen. Die Einschätzung der Situation ist jedoch besonders schwierig, da nicht absehbar ist, ab wann der Herbergsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Als vage Hypothese einigen wir uns im Krisenstab auf ein Szenario, bei dem die Stiftung bis zum Frühjahr 2021 in der Lage sein muss, auch ohne nennenswerte Einnahmen alle ihre Rechnungen zu bezahlen. Auch die Möglichkeit einer prozentual wachsenden Wiedereinstiegsphase bis zum Normalbetrieb gegen Ende des Jahres muss bedacht werden. Nie geahnte Herausforderungen stehen uns bevor.

Als erste Maßnahme wird zur Senkung der Personalkosten Kurzarbeit für die ca. 30 Beschäftigten des Herbergsbetriebs angemeldet. Dies geschieht in Absprache mit dem Betriebsrat und bedeutet für die Mitarbeitenden eine deutliche Kürzung ihres Einkommens. Dieser Beitrag der Beschäftigten ist eine erste und wichtige Säule der Rettungsstrategie. Zeitgleich versetzt die Haustechnik den mächtigen Burgkomplex in die Betriebsruhe, eine Art Dornröschenschlaf. Der heruntergefahrene Minimalbetrieb soll so geringe Kosten wie nur möglich verursachen, ohne dass Schäden an den Versorgungssystemen entstehen. Archiv und Jugendbildungsstätte können eingeschränkt weiterarbeiten. Aber es ist so gespenstisch still auf der Burg wie wahrscheinlich in den letzten 100 Jahren nicht.

Weitere Kosten werden vorerst mit der Stundung von Verbindlichkeiten, der Absage von Fortbildungen und der Verschiebung aller anstehenden Investitionen eingedämmt. Der betriebswirtschaftliche Bleistift indes malt dennoch eine große Zahl unter diesen radikalen Sparkurs: Bis zu 200.000 € sind zwischenzeitlich notwendig, um die Liquidität der Stiftung ohne Burgbelegung bis zum Frühjahr 2021 erhalten zu können.

Von Beginn der Krise an sind auch die VJL-Mitglieder eine starke Stütze: Familienwöchner verzichten trotz erzwungener Absage der österlichen Veranstaltung auf die Rückzahlung ihrer bereits geleisteten Anzahlungen und eine Großspende sichert die Zahlungsfähigkeit in den ersten Krisenwochen. Vielen lieben Dank den Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle! Langwierig hingegen gestaltet sich der Zugriff auf staatliche Unterstützung. Maßnahmen wie die hessische Soforthilfe sind auf ein Sonderkonstrukt wie unsere Jugendburg-Stiftung nicht oder nur mangelhaft zugeschnitten. Ungewiss bleibt auch, ob ein Rettungsschirm für Jugendherbergen aufgespannt werden wird.

WARUM NUN BITTEN WIR UM EURE SPENDE?

Selbstverständlich wird die Stiftung zur Deckung der Liquiditätslücke einen Kredit zu realistischen Konditionen aufnehmen müssen. Dieser muss aber in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden und bedeutet daher eine große Belastung für eine nach Corona ungewisse Zukunft. Ziel muss es sein zukünftige Verbindlichkeiten so niedrig wie möglich zu halten. Hierfür brauchen wir auch weiterhin Eure Hilfe! Je höher der Spendenanteil am Gesamtbedarf ist, desto besser ist die Prognose für den Erhalt der Burg als Jugendburg. Wir wissen, dass auch für viele von Euch diese Zeit schwierig und ungewiss ist. Aber jeder noch so kleine Beitrag gibt uns Rückhalt, damit unsere Burg diese Krise überstehen kann.

Für Spenden steht folgendes VJL-Konto bereit:

Kontoinhaber: VJL e.V.

IBAN: DE74 5225 0030 0050 0329 78

Verwendungszweck: Spende zum Erhalt der Jugendburg

Das für den Juli geplante Jubiläumswochenende müssen wir leider für dieses Jahr absagen, aber vom Projekt Jugendburg werden wir ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Jubiläums beileibe nicht ablassen. Wir wollen zusammen dafür einstehen, dass hier so bald wie möglich wieder das Leben einzieht und wir gemeinsam zu Familienwoche, Beräunertreffen, Pfingsten und wann auch immer zusammenkommen können. Bis dahin halten wir Euch mit Hilfe der Ludwigsteiner Blätter und auf der Homepage über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Wir danken Euch schon jetzt für Eure Spenden und grüßen Euch herzlich,

Euer VJL-Vorstand

Auf der Homepage der Burg (www.burgludwigstein.de) findet Ihr demnächst aktuelle Informationen zum Stand der Spendenaktion.

Falls Ihr eine Spendenbescheinigung benötigt, wendet Euch gerne per E-Mail an spenden@burgludwigstein.de oder per Brief an VJL e.V., Burg Ludwigstein 1, 37214 Witzenhausen. Bitte gebt Name, Adresse, Spendendatum und Spendensumme an.“

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinderbund Deutschritter

So., 04/19/2020 - 05:35

Der Pfadfinderbund Deutschritter (PBD) bezieht sich mit seinem Namen auf einen Ritterorden. Es handelt sich um einen unabhängigen Bund ohne Anbindung an einen Dachverband. Seine Wurzeln liegen in den Europa-Scouts, aus denen sich 1979 die Europa-Scout-Legion abspaltete, welche sich im Jahre 1987 in den jetzigen Pfadfinderbund Deutschritter umbenannte. Der Bund besteht aus drei Stämmen, die in Hamm, Bremerhaven und Rathenow ansässig sind. Der Bund ist christlich orientiert und arbeitet koedukativ. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Vorgestellt: Freie Pfadfinderschaft Deutschlands

Sa., 04/18/2020 - 05:16

Die Freie Pfadfinderschaft Deutschlands, bekannter unter ihrem Alias „Pfeil-Pfadfinder Lübeck“, entstanden aus den Wurzeln Lübecker Späherring und Jungschar St. Ägiden, welche 1948/49 zunächst im Bund Freier Pfadfinder aktiv wurden. Bereits ein Jahr später schlossen sich diese Lübecker Gruppen als Pfadfinderhorst Pfeil zu einer selbständigen Gruppierung zusammen, zu welchem sich 1956 als eine parallel arbeitende Mädchenorganisation die Pfadfinderinnenburg Pfeil gesellte. Die aktive Arbeit der Pfeil-Pfadfinder Lübeck pausiert seit etwa vier Jahren, so finden keine regelmäßigen Gruppenstunden mehr statt. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Vorgestellt: Pfadfinder entschieden für Christus (PEC)

Fr., 04/17/2020 - 05:00

Die Pfadfinder entschieden für Christus (PEC) wurden im Oktober 2012 in Kassel offiziell gegründet. Es handelt sich um den Pfadfinderzweig im Deutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) e.V.. Der Pfadfinder-Arbeitsbereich entstand auf Nachfrage von einzelnen EC-Kreisen, die diese Form der Arbeit durchführen wollten und nach einem geeigneten Verband suchten. Die Pfadfinderarbeit wird als Möglichkeit genutzt, Kinder und Jugendliche ganzheitlich anzusprechen. Die Gruppen haben einen klaren Bezug zu ihrer örtlichen EC-Gemeinde, die Pfadfinderelemente werden intensiv mit den geistlichen Elementen verknüpft. Dazu gibt es auch schon ein Video von einem Bundeslager bei Youtube. Für interessierte Gemeinden wurde ein Starterpaket mit den wesentlichsten Informationen zusammengestellt, das sie in die Lage versetzt, zeitnah mit der Pfadfinderarbeit loszulegen. 2017 existierten bereits 22 (Aufbau-) Stämme in zwei Landesverbänden (Rheinisch-Westfälischer Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) sowie die Pfadfinderschaft des bayrischen EC-Verbandes, Pfadfinder für Christus (PFC)). Hier geht es zur Homepage des Verbandes.

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Lieblingsladen, Kneipen und Künstler/innen helfen

Do., 04/16/2020 - 05:59

Viele Geschäftszweige sind durch die Corona-Schließungen in massive finanzielle Schieflage geraten. Während die Kosten zumeist unvermindert weiterlaufen, sind die Einnahmen vollständig weggebrochen. Auch die Unterstützungsgelder der Bundesregierung und aufgeschobene Mietzahlungen können hier nur einen winzigen Beitrag zum Erhalt leisten. Der Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern, der selbst schwer betroffen ist, erläutert, wie jeder seinen Lieblingsladen, Kneipen und Künstler/innen helfen kann:

„Zum Teil musst Du dafür nicht einmal Geld ausgeben, es reichen bisweilen ein paar Mausklicks. Konkret kannst Du kleine Geschäfte, Gaststätten und Künstler/innen in der Krise wie folgt unterstützen:
Gutscheine kaufen: Indem Du das tust, zum Beispiel auf den Webseiten der Geschäfte, gibst Du einen unkomplizierten Überbrückungskredit. Die Einnahmen helfen, dass er Miete und Angestellte weiter bezahlen kann. Einlösen kannst Du den Gut-schein, sobald wieder geöffnet wird.
Online-Shopping im Laden und in der Gasstätte: Noch ist die Auslieferung möglich. Was Du nicht mehr vor Ort erwerben kannst, lässt sich also nach Hause schicken. Geht es Dir um Deinen Lieblingsladen, ist dabei wichtig, dass Du Deine Einkäufe nicht bei den großen Plattformen wie Amazon erledigst – sondern direkt beim Einzelhandel. Denn auch viele kleinere Läden bieten inzwischen Lieferungen per Post oder Taxi an. Findest Du auf den Webseiten keinen professionellen Online-Shop, kannst Du Deine Bestellung oft per Telefon, E-Mail oder Facebook aufgeben.
Manche bieten inzwischen auch Dienstleistungen im Netz an – zum Beispiel Buchhändler, die Lesungen abhalten. Wenn Du dafür spendest, hilfst Du auch diesen.
Du hast für ein Konzert, für eine Theateraufführung eine Karte gekauft und die Veranstaltung wurde abgesagt. Verzichte auf die Rückzahlung des Eintrittspreises und unterstütze auf die Weise die Künstlerinnen und Künstler.
Bewertungen abgeben: Auch gänzlich ohne Geld kannst Du unterstützen – zumindest moralisch. Viele freuen sich sehr darüber, wenn sie während der schwierigen Zeit über Online-Portale oder bei Google positive Bewertungen erhalten. Abseits dessen können gute Bewertungen mittelfristig auch bares Geld bedeuten. Denn wenn die Geschäfte wieder öffnen, haben sie dadurch womöglich mehr Zulauf neuer Kunden. www.pfadfinden-foerdern.de.“

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