Pfadfinder

Buchvorstellung: Zeitschriften-Bibliographie

Scouting - Sa., 04/06/2019 - 05:40

Die Geschichte der Pfadfinderbewegung spiegelt sich natürlich auch in ihren Zeitschriften wider. Welche Zeitschriften gab es überhaupt, wie sahen sie aus? In einer einzigartigen Fleißarbeit hat der Autor 172 relevante Pfadfinderzeitschriften vom Anbeginn der Bewegung bis 1933 aufgelistet und beschrieben. Die wichtigsten Zeitschriften sind mit Titelblatt abgebildet. Eine unerschöpfliche Quelle für Forscher und Sammler. Pfadfinderzeitschriften erzählen Geschichte.

Ziel dieser Zeitschriften-Bibliographie ist es, Interessenten an der deutschen Pfadfindergeschichte bzw. Sammlern von Pfadfinderliteratur einen Überblick über den Bestand sämtlicher Pfadfinder-Zeitschriften zu ermöglichen – unter der Einschränkung, dass jede Katalogisierung niemals eine komplette Erfassung ermöglicht. Bei der dokumentarischen Auflistung von insgesamt 172 Zeitschriften in der Zeitspanne 1912 und 1938 nach Jahrgang, Erscheinungsweise, Auflage, Schriftleitung und Verlas sind daher für Nachträge entsprechende Freiräume eingefügt. Zahlreiche Abbildungen der Titelblätter spiegeln die Bandbreite der damaligen Bünde wieder. Die Beschreibung endet mit dem Datum der Einstellung der Zeitschrift oder mit dem Datum des Verbotes. Nahezu alle Angaben wurden am Objekt wissenschaftlich überprüft.

Der Autor ist Mitglied in der Zentralgilde im Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG), im Buch der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) und langjähriger Mitarbeiter im Zentralarchiv der deutschen Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbewegung (ZAP).

Dr. Stephan Schrölkamp
Zeitschriften-Bibliographie
184 Seiten | Softcover | 15,5 x 21,5 cm
18,80 € | A: 19,30 €
ISBN 978-3-88778-178-1

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Kategorien: Pfadfinder

Herzlichen Glückwunsch, FM!

Scouting - Sa., 04/06/2019 - 05:12

Am heutigen Tage, dem 06. April 2019, begeht Fritz-Martin Schulz (FM) seinen 78. Geburtstag. FM ist seit 1974 der Bundesführer des Nerother Wandervogels und lebt auf Burg Waldeck im Hunsrück, dem Bundessitz. Vor seiner Wahl war er bereits mehrere Jahre Bauhüttenführer gewesen. Die durch ihn geführten Auslandsfahrten, auch jene in den vergangenen Jahren nach Nord- und Mittelamerika, machten von sich reden (Scouting berichtete). Die Bundesführer im Nerother Wandervogel werden auf Lebenszeit bis Abwahl oder Rücktritt, gewählt. Deshalb kommt ihrer Persönlichkeit „naturgemäß“ eine erheblich höhere Bedeutung zu, als dies in anderen Bünden der Fall ist. FMs Stellungnahmen, zumeist jenseits des „Mainstreams“, haben oft Widerspruch hervorgerufen, waren und sind jedoch stets durchdacht. Scouting wünscht dem streitbarem Bundesführer des Nerother Bundes weiterhin Gesundheit und ein aktives Bundesleben!

Zum Weiterlesen:
Nerohm (Fritz-Martin Schulz): Die letzten Wandervögel. Burg Waldeck und die Nerother. Geschichte einer Jugendbewegung. Spurbuchverlag, Baunach 2002. ISBN 978-3-88778-197-2
Fritz-Martin Schulz: Von der Straße geworben. Spurbuchverlag, Baunach 2007. ISBN 978-3-88778-310-5

 

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Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinder Kanucamp Tarnschlucht

Scouting - Fr., 04/05/2019 - 05:35

Das Pfadfinder Kanucamp ist in der Tarnschlucht unterhalb des kleinen südfranzösischen Ortes Montbrun direkt am Tarn zu finden, etwa 30 km südlich von Mende und
60 km nordwestlich von Alès. Der Zeltplatz ist umgeben von den Hochflächen des Causse de Sauveterre, Causse Mèjean und Causse Noir.
Er ist für Gruppen mit bis zu 70 Personen. Es wird ein komplett eingerichtetes Küchenzelt und ein Aufenthaltszelt mit Tischen und Bänken zur Verfügung gestellt,
so dass nur noch Schlafzelte mitgebracht werden müssen. Ein Stromanschluss ist in beiden Zelten jeweils vorhanden. Im Sanitärgebäude befinden
sich 4 Toiletten, 2 Duschen und Waschbecken. Das größte Highlight ist die Schlucht mit dem Kanu zu erleben. Die Tarnschlucht ist eines
der schönsten europäischen Paddelparadiese.

Direkt von dem Pfadfinderzeltplatz aus kann man zu mehrtägigen (1-3 Tage) Kanutouren durch die wunderschöne Schlucht starten.
16 Kanus (Wandercanadier aus widerstandsfähigem Polyäthlen) für je 2 Personen, einschließlich Schwimmwesten und Transporttonnen,
sowie zwei Kanu-Anhänger (jeweils für 8 Kanus) können von den Gruppen gemietet werden. Desweitern besteht auch die Möglichkeit
einen Kleinbus (9 Sitzer mit Anhängerkupplung) für den Kanu Transport von uns zu mieten. Herrliche Tageswanderungen oder mehrtägige
Hajks kann man durch die Tarnschlucht oder auf der Hochebene Causse Mèjean erleben.

Das Gebiet der Tarnschlucht ist auch eines der beliebtesten Ziele für Sportkletterer in Frankreich und bietet weitere zahlreiche
Möglichkeiten für Gruppenaktivitäten. Das Angebot des Pfadfinder Kanucamp Tarnschlucht richtet sich an alle Pfadfinderbünde. Aber
natürlich sind auch andere Jugendgruppen herzlich Willkommen. Weitere Informationen und Anfragemöglichkeiten unter www.tarnschlucht.eu

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Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Peter Rohland

Scouting - Fr., 04/05/2019 - 05:10

Peter Rohland, auch als „Pitter“ bekannt, verstarb heute vor 53 Jahren im Alter von 33 Jahren am 05.04.1966.  Er stammte aus der schwäbischen jungenschaft und war einer der wichtigen Neuerer und Anreger in der deutschen Lied- und Chanson-Szene der frühen 1960er-Jahre. Mit seinen Liedzyklen der Landstreicherballaden, der Lieder des Francois Villon, der jiddischen Lieder und vor allem der Lieder deutscher Demokraten des Vormärz und der Revolution von 1848 hat er dem schon verloren geglaubten deutschen Volkslied  eine neue Dimension hinzugefügt und auch im Rahmen der von ihm mitinitiierten Waldeck-Festivals zur Entwicklung eines neuen „unverstaubten“ Volksliedverständnisses beigetragen. Geboren worden war er am 22. Februar 1933 in Berlin. Er verstarb am 05. April 1966 in Freiburg im Breisgau an einer akuten Gehirnblutung. Seit 2000 findet jährlich der nach ihm genannte Peter-Rohland-Singewettstreit auf dem ABW-Gelände der Waldeck statt, im Jahr 2006 gründete sich zudem die Peter Rohland Stiftung zur Förderung des Liedes. Im Spurbuchverlag erschien in 2014 „Pitters Lieder„, eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder mit Text und Noten.

Bildnachweis: (c) Jürgen Fehrmann

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Kategorien: Pfadfinder

Weltpfadfindertreffen 2019

Scouting - Do., 04/04/2019 - 06:16

1.300 deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen sich auf den Weg
zum Weltpfadfindertreffen in den USA

45.000 junge Menschen aus über 150 Ländern

(Berlin, 27.03.2019) Vom 22. Juli bis zum 2. August findet das 24. World Scout Jamboree im National Scout Reserve in West Virginia/USA statt. Das Wort Jamboree stammt aus der afrikanischen Sprache und bedeutet „Friedliches Zusammentreffen aller Stämme“. So treffen sich unter dem Motto „Unlock a new World“ rund 45.000 junge Menschen aus über 150 Ländern, um sich eine neue Welt zu erschließen.

1.300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Deutschland

1.300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus den vier deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbänden machen sich als gemeinsames deutsches Kontingent auf die Reise in die USA.

„Das Jamboree ist ein großes Projekt. Mehrere Jahre dauert die Vorbereitungen für das deutsche Kontingent und gut 160 Menschen sind damit ehrenamtlich beschäftigt. Wir alle haben selbst einmal als Jugendliche die großartigen Erfahrungen auf einem Jamboree machen dürfen. Das wollen wir nun auch anderen ermöglichen. Jamboree ist einfach großartig. Das muss man erleben.“
(Tiemo Slodowy, Kontingentsleitung)

Größtes Weltpfadfindertreffen

Das World Scout Jamboree (WSJ) ist das größte Weltpfadfindertreffen und findet alle vier Jahre in einem anderen Land und auf einem anderen Kontinent statt. Jamboree steht für Spaß, Abenteuer, fremde Kulturen, internationaler Austausch und viele neue Freunde aus der ganzen Welt. Das Ziel eines Jamborees ist es, Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zusammenzubringen, um gegenseitiges Verständnis für verschiedene Kulturen und langfristig Frieden auf der Welt zu schaffen. Bei einem Jamboree dabei zu sein ist definitiv ein Highlight in jedem Pfadfinderleben. Jamborees haben eine lange Tradition; sie wurden vom Pfadfindergründer Lord Robert Baden-Powell ins Leben gerufen. Das allererste Jamboree fand 1920 in England statt. Das letzte Jamboree war 2015 in Japan. 2019 wird nun zum 24. Mal ein World Scout Jamboree organisiert: dieses Mal in Nordamerika, gemeinsam von den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada.

Deutsche Pfadis bereiten sich vor

Die deutschen Pfadis organisieren sich für das Abenteuer Jamboree in Gruppen zu 40 Personen. Eine Solche Unit besteht dann aus 36 Teilnehmenden und 4 Leitenden. Jede Unit plant ihr Jamboreeprogramm eigenständig. Denn zu einem Jamboree gehören für die deutschen Gruppen immer auch ein Vor- oder Nachprogramm. So erkunden die Units schon vorab das Gastgeberland oder treffen im Rahmen des Hosted-Hospitality-Programmes auf kanadische Pfadfindergruppen und ihre Familien. Wenige Tage vor dem eigentlichen Jamboree trifft sich das gesamte deutsche Kontingent, stimmt sich auf das Jamboree ein und reist gemeinsam zum Lagerplatz nach West Virginia.

„Schon seit über einem Jahr bereiten wir uns auf das Jamboree vor. Jetzt freue ich mich, dass es bald endlich losgeht. Das wird ein richtiges Abenteuer.“ (Verena Voss, 15, )

Deutsch-französische Unit

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass neben den 29 deutschen Units, eine gemischte Gruppe mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Deutschland und Frankreich am Jamboree teilnimmt. Auch diese Unit steckt voll in der gemeinsamen Vorbereitung für das Abenteuer.

„Ich freu mich sehr darauf neue Kulturen und Personen kennen zu lernen.“
(Suzanne Charkaluk, 16, Frankreich)

 „Es wird bestimmt ganz lustig da viele von uns kein französisch sprechen und sie kein deutsch, da werden wir viel mit Händen und Füßen reden.“ (Jette Weber, 14, Deutschland)

Weitere Informationen zum RdP finden Sie auf www.pfadfinden-in-deutschland.de.

Kategorien: Pfadfinder

Termine Sammlergilde

Scouting - Mi., 04/03/2019 - 05:58

Hier die anstehenden Termine der ArGe-Pfadfinder:

Internationale Briefmarkenmesse Essen, 09.-11.05.2019
Teilnahme der ArGe-Pfadfinder mit einem Stand!

44. Jahrestreffen der ArGe 2019
30.05.-02.06.2019 in Suhl/Thüringen Michel Hotel Suhl, Platz der Deutschen Einheit 2
Anmeldefrist abgelaufen

Münchner Herbst 2019
18.-20.10.2019 in Zorneding
Gasthof Neuwirt, Münchner Straße 4
Anmeldung bei Inge Fritsch (helmuth.fritsch [ät]ps-hefi.de)

 

Kategorien: Pfadfinder

Stamm Drachen mit Teilnehmerrekord

Scouting - Di., 04/02/2019 - 06:09

Am Freitag, dem 22. März 2019 standen ungewöhnlich viele Autos am Bahnhof in Seligenstadt, denn hier versammelten sich die Pfadfinder vom Stamm Drachen in Seligenstadt-Mainhausen, um sich auf den Weg in ein besonderes Wochenende auf der Burg Rothenfels zu machen. Zur Teilnahme am Grundlagenseminar vom Ring junger Bünde Hessen e.V. ging es in drei voll beladenen Autos Straßen auf und Straßen ab in die idyllischen Tiefen des Spessarts.

Auf der Burg angekommen, konnten die insgesamt 80 Teilnehmenden aus verschiedenen Pfadfinderbünden ihre Betten beziehen, aber viel Zeit um sich einzurichten gab es nicht, denn ein vielfältiges Programm wartete auf sie. Los ging es mit einem gemeinsamen Abendessen, bei dem sich die einzelnen Stämme gegenseitig begrüßen konnten. Einige fielen schon durch ihre individuellen Essensrituale auf. Nach einer schönen Einführung ging es gleich in die verschiedenen Schulungen:

  • Gruppe und Führung – mit diesem Baustein zum Erwerb der Jugendleiterkarte konnte man sich ein Bild davon machen, was einen guten Gruppenleiter ausmacht.
  • Vereinsmanagement – ein Verein kann nur existieren, wenn der Vorstand sich im Hintergrund um zahlreiche Formalitäten kümmert. Wie das funktioniert, konnte man hier erfahren.
  • Outdoor Erste Hilfe – was tun, wenn man in der freien Natur unterwegs ist und der Rettungsweg über Stock und Stein führt? Hier lernt man wichtige Dinge, die hoffentlich nur in Fallbeispielen zum Einsatz kommen.
  • Kochen – der Held eines jeden Lagers ist der, der das Essen auf den Tisch zaubert. Von der Vorspeise über den großen Eintopf bis hin zum gesunden Nachtisch – Fresskoma inklusive.
  • Fotografie – Was wären die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse ohne die schönen Erinnerungen? Und hier wird gezeigt, wie man sie für Social Media, Zeitung, und Webseite am schönsten festhält.
  • Gitarre – egal ob Die Lappen Hoch oder der Piet am Galgen, in der Singerrunde den Ton anzugeben ist nach diesem Kurs Musik in jedem Ohr.
  • Rechts-ABC – Was darf ich als Gruppenleiter und was nicht? Nach diesem Kurs wusste man Bescheid.
  • Handwerk – eine Ledertasche kaufen? Warte, ich mache mir lieber selbst eine ganz wie ich sie mir vorstelle und gewinne eine neue Fertigkeit. Marke Eigenbau!

Am Samstagmorgen ging es los mit einer Runde Frühsport zu dem einige auch im Nachthemd auf dem Platz standen. Belohnt wurde die morgendliche Leistung mit einem ausgewogenen Frühstück. Direkt im Anschluss ging es mit dem Schulungsprogramm weiter. Zwischendurch gab es Pausen zur Verpflegung, zum gemeinsamen Austausch über die vielfältigen neuen Eindrücke und natürlich zur abenteuerlichen Erkundung des historischen Austragungsortes. Am Abend hieß es „Wetten, dass?!“, denn jeder Stamm konnte beim Abendprogramm Wetten abschließen, erfolgreiche Darbietungen wurden mit Süßigkeiten belohnt. Die Stämme konnten auch gegeneinander antreten. So zum Beispiel bei der Wette: „Wir bauen den höchsten Menschenturm!“. Ein Riesenspaß, der nebenbei den Teamgeist förderte.

Am dritten und letzten Tag erfolgte die Morgenroutine, nachdem die Zimmer besenrein verlassen und alle Gepäckstücke verladen waren. In den einzelnen Kursen gab es nach den letzten Weisheiten eine spielerische Feedbackrunde. Jene, die weit anreisten kamen später und gingen schließlich auch früher und versäumten damit die letzte Singerrunde mit Abschlusskreis. Gegen Mittag verließen Heerscharen von Autos die Pforten der Burg und drei davon erreichten wohlbehütet den Penny-Parkplatz in Seligenstadt.

Viele sprechen von dem wohl größten und erfolgreichsten Grundlagenseminar seitdem diese Aktion organisiert wird, aber wer wären wir, wenn wir dies nächstes Jahr nicht übertrumpfen könnten? Top! Die Wette gilt! Wir sehen uns beim nächsten Mal!

Bild: Pfadfinder vom Stamm Drachen als „Menschenturm“. Monique D. (im Vordergrund), Jonah J. (oben), von links im Kreis: Paul W., Julian K, Gayan W., Luca F., Fabian K. und Maja L..

Kategorien: Pfadfinder

Natürliche Feinde der Pfadfinder…

Scouting - Di., 04/02/2019 - 06:00

Wie die meisten Lebewesen haben auch Pfadfinder natürliche Feinde. Manche denken dabei vielleicht an Jagdpächter, aber hier soll die Rede sein vom gefährlichsten aller Kleinsttiere: Der Zecke. Und wie man sie wieder los wird. Denn Pfadfinder laufen im allgemeinen nicht mit Zeckenhalsbändern durchs Unterholz, dafür aber gern in luftiger Kleidung (Abbildung ähnlich). Und Zecken übertragen Krankheiten.

Einen „frischen“ Zeckenbiss erkennt man an einem 1-2 Millimeter großen, schwarzen Punkt, der über Beine verfügt und sich in der Haut festgebissen hat. Bisweilen liegt bereits eine Hautrötung vor und es juckt ein wenig. Zecken entfernt man möglichst bald, gern binnen 24 Stunden. Das reduziert die Infektionsgefahr erheblich! Deshalb nach entsprechenden Aktivitäten im Freien stets gründlich auf Zecken untersuchen („im Freien“ bezieht sich auf die Aktivitäten, nicht das Untersuchen!). Gegenseitiges Absuchen könnte in Intimzonen erhebliche Missverständnisse hervorrufen. Deshalb lieber unterlassen. Die Zecken sitzen gern (aber nicht nur) an der Lende, in Arm- und Kniekehlen. Bevor sie da gelandet sind, saßen sie vorrangig im hohen Gras oder im Farn.

Keinesfalls darf die Zecke mit Öl o.ä. zum Ersticken gebracht werden, da dann das Risiko einer Infektion deutlich steigt. Zecken werden mit einer Pinzette oder Zeckenzange (Könner schaffen es auch mit den Fingernägeln) direkt über der Haut gefasst und ohne Drehung (sie haben kein Gewinde) herausgezogen. „Frische“ Zecken erkennt man daran, dass diese beim „zukneifen“ mit der Zange das vorderste Beinpaar sichtlich abspreizen. Ihre Entfernung ist leichter, als bei da-schon-länger-saugenden Exemplaren. Sollte beim Entfernen der Kopf der Zecke abreißen und in der Wunde verbleiben, so ist dies hinsichtlich einer Borreliose – oder FSME-Infektion völlig egal, da diese Infektionen im wesentlichen nicht vom Kopf der Zecken ausgehen (sondern vom Magen). Also einfach drin lassen, nicht in der Wunde herumbohren. Wunde desinfizieren und Stelle des Zeckenstiches markieren.

Die Zecke zerdrückt man nach Entfernung am besten zwischen zwei Fingernägeln. Also die läuft über den einen Fingernagel und mit einem zweiten Fingernagel drückt man fest drauf, bis es knackt. Man kann sie auch mit der Zange zerquetschen, das ist aber weniger einfach, weil die geeignete Zielposition viel kleiner ist. Knackt auch nicht so schön.

Sollte es einige Tage später zu Fieber, Unwohlsein oder einer Rötung der Einstichstelle kommen, ist der Arzt aufzusuchen und vom Zeckenbiss zu berichten.

Es ist leider ziemlicher Unfug, zum Entfernen von Zecken extra zu einem Arzt zu fahren, zu einer Apotheke oder gar ins Krankenhaus. Denn die haben – sofern es sich nicht um Pfadfinder, Hunde- oder Katzenbesitzer handelt – zumeist leider überhaupt keine Übung. In Notaufnahmen kann man erleben, dass nur Zangen in der Größe von 15 cm aufzutreiben sind. Damit eine Zecke zu entfernen ist aber unmöglich. AUSNAHME: Wenn die Zecke in der Intimzone sitzt und vom Betroffenen unbegleitet nicht selbst entfernt werden kann, sollte das in jedem Fall ein Arzt erledigen. Sonst: Missverständnisse, s.o.. Abseits der Zivilisation sollte man sich zumindest vorab um ein Einverständnis der Eltern in diesem speziellen Fall bemühen oder einen vom Betroffenen selbst ausgewählten Zeugen dabeihaben.

In den letzten Jahren ist es ja zunehmend üblich, dass sich Gruppenführer aus Haftungsgründen hinsichtlich medizinischer Behandlungen auf Kühlen und Verpflastern beschränken. Aber bei Zecken sollte man nicht mit der Entfernung warten, bis ein Arzt auftaucht. Außerdem kann man nichts falsch machen, außer, man lässt sie (zu lange) drin.

Der bisweilen von der medizinischen Industrie (!) geäußerte Vorschlag, die „gefangene“ Zecke lebendig einzufangen und aufzubewahren, um später an ihr das Vorhandensein von FSME oder Borreliose nachzuweisen, ist völliger Unsinn, weil der Nutzen (=Erkenntnisgewinn)  in keinerlei Verhältnis zu den Kosten steht. Denn selbst wenn die Zecke FSME-positiv gewesen sein sollte, heißt das nicht, dass sie einen angesteckt hat.

„Zeckenimpfungen“ helfen NICHT gegen Zecken, sondern nur gegen die Infektion mit FSME. Sie lohnt sich nur, wenn man in Übertragungsgebiete fährt oder dort wohnt. Eine aktuelle Übersicht findet sich zu Deutschland beim Robert-Koch-Institut. Für das Ausland informiert das Auswärtige Amt bei den jeweiligen Ländern über Impfempfehlungen.

Und jetzt viel Spaß beim Knacken lassen.
Bildnachweis: Zecken lauern gern im Farn. Das Bild gehörte ursprünglich zum Beitrag „Überfallkommando auf Abwegen“ aus 2012.

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Kategorien: Pfadfinder

Votum für die Urheberrechtsreform

Scouting - Di., 04/02/2019 - 05:51

Die Proteste gegen die neue Urheberrechtsreform waren deutlich kontrapunktiv. Die neue Reform schützt das geistige Eigentum jeden Redakteurs, Schriftstellers und jedes Künstlers. Jede andere Form führt dazu, dass Google und Amazon künftig alles benutzen können, ohne dafür eine ordentliche Bezahlung zu gewährleisten, während sie selbst enorme Einnahmen auf der Habenseite verbuchen können. Also bitte nicht auf die Proteste hereinfallen. Geistiges Eigentum muss geschützt bleiben!

Kategorien: Pfadfinder

Balduinstein? Kann weg. Muss weg.

Scouting - Di., 04/02/2019 - 05:25

Heute vor 4 Jahren:
Der Pfadfinder-Treffpunkt hat ein deutliches Zeichen gegen die absolut unzulängliche Aufarbeitung und Distanzierung der Jugendburg Balduinstein hinsichtlich der mit ihr eng verknüpften Missbrauchsfälle gesetzt. Die Jugendburg Balduinstein wurde aus dem PT-Verzeichnis aller bündischen Begegnungsstätten gelöscht, gleiches wurde dem Autonomen Wandervogel zuteil. Letzerer besteht noch in Form einiger Personen, die weiter treu zu dem verurteilen Sexualstraftäter aus ihren Reihen stehen. Dem Trägerverein der Balduinstein wird vorgeworfen, seine Erklärungen zu den  Missbrauchsfällen seien reine Lippenbekenntnisse, solange Personen, die in den abgeschlossenen beiden Verfahren bereits als Täter „geoutet“ wurden, weiterhin in prägnanter Position auf der Burg tätig seien.

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Kategorien: Pfadfinder

Zelt-Saugroboter „Scout“

Scouting - Mo., 04/01/2019 - 11:53

EXPED Zelt-Saugroboter WipeOut und WipeOut Scout IMMER SCHÖN SAUBER BLEIBEN Zürich, 1. April 2019 – Kleine Helfer, die im gemauerten Zuhause längst ganz unauffällig unser Leben erleichtern, begleiten uns jetzt auch „outdoors“. Die innovationsfreudige schweizerische Firma EXPED stellt mit dem WipeOut den ersten kompakten Zeltsaugroboter für jedes Outdoor-Abenteuer vor, zu dem es auch die passende CleanApp gibt. Getreu dem EXPED Credo „einfach Erleben“ entbindet der smarte WipeOut den Camper von der täglichen lästigen Pflicht des Zeltfegens. Solarbetrieben und effizient, ist der diskrete kleine Helfer auf Trekking-Touren unverzichtbar. Welcher Camper kennt ihn nicht, den lästigen Sand, die Erdbrocken, Gräser, Tannennadeln und Blätter, die unaufhörlich ins Zelt und letztlich in den Schlafsack migrieren, um einem das Draußensein zu vermiesen? Immer wieder sorgt der omnipräsente Schmutz dafür, dass einst hoffnungsvolle Outdoor-Urlauber sich entnervt der Pauschalreise zuwenden. Damit dies nicht mehr passiert, hat EXPED den Bröseln im Zelt den Kampf angesagt. Und wer sollte sich mit Sauberkeit besser auskennen als ein innovatives Unternehmen aus der Schweiz?!

Der kompakte Saugroboter WipeOut ist ausgestattet mit zwei rotierenden Hochleistungsbürsten aus weichen 100D Polyamid-Filamenten. Eine dauerhafte Nano-Veredlung aus 1.4 Monoaprilid sorgt dafür, dass Schmutz nicht an den Filamenten haften bleibt und keine statische Aufladung stattfindet. Das ADHSTM (Area Dimension Hover Scouting) Sensorsystem vermisst die Geometrie der Zeltinnenfläche und der WipeOut macht seinen Weg durchs Innenzelt unermüdlich, eigenständig und präzise. Die Schlafmatten stellt man während der Saugphase hochkant ins Zelt oder nimmt sie ganz heraus.

Wer das Maximum aus seinem WipeOut herausholen möchte, lädt sich die zugehörige CleanApp (Android und iOS) auf sein Smartphone. Sie erlaubt die Programmierung der Saugzeiten sowie ein Priorisierung von Sauberkeit oder Schnelligkeit.

Die Stromversorgung des WipeOut erfolgt über die im Außenzelt eingewebten Aprilapril-Photovoltaik-Fasern, an die der WipeOut per USB selbstständig andockt. Das gesamte Paket lässt sich klein packen und wiegt insgesamt unter 1 kg – super, um es bei jeder Trekking-Tour im Rucksack mitzunehmen.

Lukas Bertschi, Zelt-Produktmanager EXPED, erklärt: „Uns als Schweizern ist die Reinlichkeit immer und überall eine Herzensangelegenheit – natürlich auch im Zelt. Am Trekking-gerechten Konzept des EXPED WipeOut haben wir mehrere Jahre gearbeitet. Pünktlich zum 1. April mit Start der Zeltsaison lassen wir unseren einzigartigen Zeltsaugroboter von der Leine. Die Herausforderungen bei der Produktentwicklung lagen nicht nur bei Größe und Gewicht, sondern auch bei der Stromversorgung unterwegs. Beides haben wir meisterhaft gelöst. Kehrblech und Schaufel können bei der nächsten Tour zu Hause bleiben.“ Für größere Zelte wie das EXPED Ursa VI, in Base Camp-Küchen, für organisierte Zeltreisen oder Pfadfinderlager bieten die Schweizer die leistungsstarke Version WipeOut II SCOUT an. Mit Allrad-Antrieb, sechs rotierenden Bürsten und einem Staubbehälter mit 2000 ml Volumen putzt er ruckzuck alles weg. Als Sonderzubehör entwickelt EXPED derzeit eine mobile Brennstoffzelle für sonnenarme Regionen oder Überwinterungen in subpolaren Regionen.
  • Gewicht (mit Solarpanel): <1 kg
  • Empfohlener Verkaufspreis: 140 Euro / 280 CHF
Zu haben ab 1.4 2019 im Outdoor- und Bergsport-Fachhandel, keine weiteren Informationen unter www.exped.com.
Kategorien: Pfadfinder

Kita in Hamburg verbietet Pfadfinder-Kostüm

Scouting - Mo., 04/01/2019 - 10:51

In die Liste der unerwünschten Faschings- beziehungsweise Karnevalskostüme reihen sich neben Indianer- und Mohrenkostüme nun auch Pfadfinderverkleidungen. Im Begründungsschreiben der Hamburger Kita heißt es, man achte auf eine „kultursensible, diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung“. Mit den Pfadfinderkostümen mache man sich über eine soziale Randgruppe lustig, die es nicht schätze, wenn Nichtangehörige der Bewegung (aber auch Angehörige der Bewegung!) die entsprechenden Stammesinsignien oder gar entsprechende Imitate anlässlich eines unernsten Kontextes in veralbernder Form präsentieren würden.

Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Alexej Stachowitsch (Axi)

Scouting - Mo., 04/01/2019 - 05:05

Heute vor sechs Jahren, am 01. April 2013, ist Alexej Stachowitsch (Axi), der ehemalige Bundesführer des Jungenbundes Phoenix, Autor, Liedermacher, Pädagoge und Pfadfinder im Alter von 94 Jahren verstorben.

Alexej Stachowitsch wurde am 10. Oktober 1918 in Stockholm als Sohn des Diplomaten Michael Stachowitsch geboren. 1929 trat er in den Österreichischen Pfadfinderbund (ÖPB) ein. Im Jahre 1933 hatte er auf dem Welt-Jamboree in Gödöllö/Ungarn Robert Baden-Powell noch sehen können. Er war im ÖPB Gruppenführer bis zur Zwangsauflösung im Jahr 1938. Ab 1945 war er maßgeblich beteiligt am Wiederaufbau der Pfadfinder Österreichs, PÖ. Bald darauf wurde er Landesfeldmeister des Landes Salzburg. Das Lagerlied für das internationale “Lager der Freundschaft” im Montafonder Tal im Jahre 1946 stammte aus seiner Feder, beim siebten Weltjamboree 1951 in Bad Ischl war er zuständig für das Programm und Lagerliedverfasser. Im gleichen Jahr gründete er das Werkschulheim Felbertal bei Mittersill, wurde erster Schulleiter und blieb dies bis 1958.

Im Jahr 1974 war er Mitbegründer der Bildungs- und Begegnungsstätte auf Burg Balduinstein. Den Jungenbund Phoenix gründete er 1976 und war dessen Bundesführer bis 2011. 1981 bezog er einen Wohnsitz auf der Burg Balduinstein und wurde Schriftleiter vom “Stichwort”. 1983 kaufte er den „Phoenixhof“ in Weroth (Westerwald) als Alterssitz und baute diesen zum Zentrum des Jungenbundes Phoenix um. 1988 war Alexej Stachowitsch bei der Organisation des Meißner-Lagers tätig. Im Jahre 2003 war Axi mit dem zweithöchsten Ehrenzeichen der PPÖ, der Goldenen Lilie, ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wurde ihm posthum 2017 entzogen, nachdem erhebliche Beschuldigungen gegen ihn erhoben worden waren. Zu Axis 100. Geburtstag 2018 formulierte der von ihm gegründete Jungenbund Phoenix, dass Axi ein Täter gewesen sei, der gegenüber Jugendlichen übergriffig geworden wäre und dabei auch seine eigenen Ideen missbraucht habe.

Bücher von und über Alexej Stachowitsch:
Wegzeichen
Erkenntnis und Erfüllung
Bündisches Leben – wozu?

 

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinderbund Mannheim

Scouting - So., 03/31/2019 - 05:15

Die Wurzeln des heutigen Pfadfinderbundes Mannheim reichen bis in das Jahr 1949 zurück, als Wolf Engelmann in Mannheim eine Pfadfindergruppe mit dem Namen Schwarze Schar gründete. Nach bewegten Jahren und unterschiedlichen Zugehörigkeiten entstand 1975 durch die Trennung vom DPB AG Rhein-Neckar der selbständige heutige Pfadfinderbund Mannheim (PBM). Der PBM ist koedukativ, religiös nicht gebunden und sieht sich als Teil der deutschen Jugendbewegung. Man trägt eine gemeinsame Kluft. Obgleich der Bund parteipolitisch ungebunden ist, hält er mit bestimmten Ansichten nicht hinterm Berg. So war er der Initiator der Mannheimer Resolution gegen Fremdenfeindlichkeit in 1993 und unterzeichnete die Reichenbacher Resolution gegen neurechte und völkische Gruppen in 2009. Der PBM verfügt über ein Bundeshaus in Mannheim, welches neben den Gruppenräumen auch eine Bundes-WG und normale Mieter beherbergt. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Baustein-Reihe Aufbruch

Scouting - Sa., 03/30/2019 - 04:45

Die Rover- und Rangerstufe steht im Ruf, die schwierigste aller Stufen in der Pfadfinderarbeit zu sein. Als Bindeglied zwischen pfadfinderischer Jugendarbeit und pfadfinderischer Erwachsenenarbeit ist sie weder ein Abstellgleis für all jene, die keine Führungsaufgaben innerhalb des Stammes übernommen haben, noch eine Beschäftigungstherapie für nicht rechtzeitig ausgetretene Mitglieder. Damit die Bedeutung dieser Stufe besser dargestellt und wirkungsvoll genutzt wird, hat der Pfadfinderbund Weltenbummler dieses Handbuch aus der Erfahrung der Studienarbeit zusammengestellt. Es gibt wohl keine bessere Handreichung, um die Rover- und Rangerstufe aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken.

Pfadfinderbund Weltenbummler (Hrsg.)
Baustein-Reihe 8 – Aufbruch Baustein für Rover und Ranger
152 Seiten | Hardcover | 14,5 x 21 cm
13,60 € | A: 13,90 €
ISBN 978-3-88778-249-8

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Gedenktag: Robert Oelbermann

Scouting - Fr., 03/29/2019 - 04:03

Heute vor 78 Jahren, am 29. März 1941, verstarb Robert Oelbermann im Alter von 44 Jahren im KZ Dachau. Robert Oelbermann war, zusammen mit seinem Zwillingsbruder Karl, Gründer des Nerother Wandervogels und dessen Bundesführer bis zu seinem Tod.

Die Zwilligsbrüder wurden am 24. April 1896 in Bonn geboren. In der Silvesternacht 1919 gründeten sie zusammen mit ausgewählten Freunden auf dem Nerother Kopf bei Neroth/Eifel den Geheimbund / die Ritterschaft der Nerommen innerhalb des Altwandervogels. Dessen Bundesführung war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und in Folge dessen entstand ein eigener Bund, der Nerother Wandervogel, der sich am 27. März 1921 offiziell gründete. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die durch diese erzwungene Selbstauflösung führten viele Nerother Wandervögel ihr Gruppenleben in der Illegalität fort, ein Umstand, welcher der Reichsjugendführung nicht verborgen blieb. Sie ging entschlossen gegen diese „bündischen Umtriebe“ vor, so wurde auch Robert Oelbermann in Untersuchungshaft genommen und mit Hilfe eines erpressten Geständnisses hinsichtlich homosexueller Orientierung in Haft genommen.  Dieser schloss sich eine Schutzhaft und 1937 die Überführung, zunächst ins KZ  Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, an. Dort verstarb er an den Folgen der Haftbedingungen, welche eine Entzündung und Blutvergiftung an einer alten Kriegsverwundung hervorgerufen hatten.

Wesentliche, bis heute erhaltene Formen des Nerother Wandervogel sind der reine Jungenbund, die Weltfahrten, der Ausbau der Burg Waldeck als Jugendburg, die organische Struktur in Form von überregionalen Orden mit individueller Prägung, ein Bundesführer auf Lebenszeit und nicht zuletzt ihr reges musikalisches Schaffen. Den ausführlichen Scout-O-Wiki-Eintrag zu Robert (und Karl) Oelbermann findet ihr hier. Zudem gibt es ein Video von der Verlegung des Stolpersteines für Robert Oelbermann im Jahr 2009 auf der Waldeck. Im Original ist er kurz ab Minute 4:08 im Waldeck-Film-Trailer zu sehen.

Bildausschnitt aus “Die letzten Wandervögel”, Deutscher Spurbuchverlag

 

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