Pfadfinder

Offener Brief des neuen Balduinstein-Vorstandes

Scouting - Di., 05/05/2020 - 07:29

Der neue Vorstand (Gretel, Wölfchen und Costa) des Bildungswerkes Balduinstein hat am 28. April u.a. der Scouting-Redaktion einen Offenen Brief zukommen lassen. Er legt dar (Originalwortlaut nachfolgend), mit welchen Maßnahmen sie das Kindeswohl im Bildungswerk Balduinstein künftig sicherstellen wollen.

Im Freien Bildungswerk Balduinstein war es im Laufe seines Bestehens wiederholt durch Missbrauchstaten durch Besucher, aber auch Mitglieder des Bildungswerkes und sogar einzelne Vorstände des Bildungswerkes an Kindern und Schutzbefohlenen gekommen. Seinen vorläufigen Abschluss fand die jüngste Verfahrenswelle 2019, als ein langjähriger ehemaliger Vorstandsvorsitzende in einem immer-noch-nicht-rechtkräftigen-Urteil des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden wurde. Die Vorgänger des jetzigen Vorstandes hatten es zuvor, obgleich diese Person weiterhin in Kontakt zu Kindern und Jugendlichen kommen konnte, nicht für nötig befunden, ihn in seiner Tätigkeit zu beurlauben, sobald ihnen bekannt geworden war, dass gegen ihn ermittelt wurde. Vielmehr ließen sie ihn seine Tätigkeit, bei der in vertrauensvollen Kontakt mit Kindern treten konnte, mehrere Jahre trotz laufender Ermittlungen weiterhin ausüben.

Durch das Bekanntwerden der jüngsten Missbrauchsfälle ab 2013/2014, aber auch durch das unangemessene Verhalten frührerer Vorstände, entstand dem Bildungswerk ein schwerer Imageschaden. Nicht wenige Organisationen der Pfadfinder- und Jugendbewegung appellierten seinerzeit an ihre Mitgliedsgruppen, den Besuch der Balduinstein zu vermeiden. Zum einen, um nicht die jungen Gruppenmitglieder auf einen dort tätigen Tatverdächtigen stoßen zu lassen, aber auch, um das unangemessene Krisenmanagements des Trägervereines nicht finanziell zu unterstützen.

Einige Wochen nach seiner „vorläufigen“ Verurteilung (die immer noch nicht rechtskräftig ist) beendete die 2019 verurteilte Person ihr aktives Wirken auf der Balduinstein und wohl auch im Trägerverein. Selbstverständlich ist der neue Vorstand des Bildungswerkes bemüht, nun einen Schlussstrich zu ziehen. An seinen Präventionsansätzen ist nichts zu kritisieren. Sie sind durchdacht und reichen weiter als die manch anderer Institution. Meine persönliche Kritik richtet sich also nicht gegen diese Maßnahmen, welche ausdrücklich zu begrüßen sind. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass ein „Schlusstrich“ ohne öffentliche Aufarbeitung der Übergriffe der vergangenen Jahrzehnte nicht möglich gemacht werden sollte.

Schwerpunkt der ausstehenden Aufarbeitung wäre m.E. die Analyse darüber, welche Rahmenbedingungen mit zu den Übergriffen führten und diese Übergriffe überhaupt erst ermöglichten oder sogar förderten, kurzum die Darlegung des Maßes der Verpflechtung von Personen des Trägervereines mit Täterkreisen. Eine solche Aufarbeitung kann zudem nicht ohne die Beteiligung von Betroffenen erfolgen. Es findet sich im „Offenen Brief“ des neuen Vorstandes aber kein Wort dazu, ob eine solche Aufarbeitung unter der Einbindung von Betroffenen geplant ist. Es ist deshalb leider davon auszugehen, dass sie nicht geplant ist. Und dann läuft aktuell wohl auch eine Unterlassungsklage vom Trägerverein gegen eine Person, die kurz nach der „noch-nicht-rechtskräftigen Verurteilung“ ihre Befürchtung an politischer Stelle kundgetan hatte, der „vorläufig“ Verurteilte könne weiterhin im Bildungswerk tätig bleiben und sinngemäß in etwa wohl auch die „steile These“ aufstellte, im Bildungswerk selbst hätte von Gründung an ein massives Problem hinsichtlich sexuellem Kindesmissbrauchs bestanden und Wiederholung wäre zu befürchten. Ja, tatsächlich, gegen diese „steile These“ geht der Vorstand also gerichtlich vor. Aufarbeitung ist das nicht, sondern wirkt (sofern die Vorwürfe denn stimmen sollten!) wie der Versuch des Verteilens von Maulkörben und der Geschichtsklitterung. Solch kritischen Hinweisen wäre aber mit offensiver Aufarbeitung (statt mit Unterlassungsklage) nachzugehen, um herauszufinden, ob sie und im welchen Maße sie der Wahrheit entsprechen und die Ergebnisse der Aufarbeitung wären der Öffentlichkeit zu Verfügung zu stellen, damit diese sich eine eigene Meinung dazu bilden kann.

Hinzu kommt dann noch, dass zumindest zwei Personen des neuen Vorstandes, der da an den Start gegangen ist, um einen Schlussstrich zu ziehen, keinesfalls neue Gesichter sind. Sie gehörten mit zu den Mitwirkenden im Trägerverein auch schon in früheren Zeiten, waren möglicherweise zumindest indirekt mit am Beschluss beteiligt, den Tatverdächtigen nicht von seinen Aufgaben zu entbinden. Um sich von diesem Verdacht reinzuwaschen, müssten sie sich zunächst offiziell von dem damaligen Beschluss, den Tatverdächtigen weiterhin tätig bleiben zu lassen, distanzieren. Dies ist bislang nicht erfolgt. Deshalb muss ich leider davon ausgehen, dass sie sich weiterhin nicht gegen ihren früheren Vereinskameraden stellen werden. Und das, die fortgesetzte Vereins-Solidarität mit einem Tatverdächtigen (was nichts mit ihrer privaten Freundschaft zu tun hat, das wäre ja ihr Privatbier) ist und war doch eigentlich schon immer eines der Hauptprobleme. Denn sie trug nach meinen Erkenntnissen wesentlich mit dazu bei, dass es überhaupt in diesem Ausmaß zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen auf der Balduinstein kommen konnte. Prävention hin oder her.

Ohne gemeinsame Aufarbeitung von Betroffenen und Täter-beherbergenden Institution kann keine Heilung erfolgen – weder auf Seiten der dann „ausgeblendeten“ Betroffenen, noch der vom Missbrauch betroffenen Institution. Statt Heilung erfolgt dann Verdrängung, kein Bewusstseinswandel. Und so steht zu befürchten, dass es es irgendwann irgendwem auf der Balduinstein wieder „Freude“ machen könnte „zu umarmen, was gefällt“. (Zitat aus einem bekannten Lied des Balduinstein-Mitbegründers und allerersten Vorsitzenden des Trägervereines Alexej „Axi“ Stachowitsch, der gleichfalls Täter war). Dieser letzte Satz ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autorin und keine Tatsachenbehauptung, ebenso wie dieser Beitrag die persönliche Meinung und Stellungnahme der Verfasserin widergibt und gewiss nicht jene der Redaktion oder des Verlages oder automatisch des Bundes, dem die Autorin zugehörig ist usw.

Hier der „Offene Brief“ des neuen Vorstandes des Bildungswerkes Balduinstein:

„Liebe Freunde,

das Freie Bildungswerk Balduinstein hat sich intensiv mit der Thematik des Kindeswohls auseinandergesetzt und unser Präventions- und Interventionskonzept hierzu ist fast fertig. Wir möchten euch gerne über einige Grundzüge unseres Konzeptes informieren, damit ihr auf dem neuesten Stand der Dinge seid. Wir haben uns in unserer Herangehensweise an den Maßstäben der Jugendverbände orientiert, unabhängig davon, dass wir ein Erwachsenenverband sind. Als Konsequenz vergangener Vorfälle ist es uns wichtig, hier sehr niedrigschwellig zu arbeiten, um besonders Kindern und Jugendlichen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein geschütztes Umfeld auf der Burg zu bieten, auch wenn unsere Gastgruppen für ihre Veranstaltungen natürlich selbst verantwortlich sind.

Dazu gehören unter anderem:
– Alle Mitglieder des Burgvereins positionieren sich klar gegen jegliche Form der Kindeswohlgefährdung, besonders gegen jegliche Form sexueller Gewalt. Die Mitglieder unseres Vereins haben unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben und werden weiter sensibilisiert und qualifiziert.
– Übernachtungsgäste bei Veranstaltungen des Burgvereins müssen ebenfalls unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, die auch als Download auf der Homepage zur Verfügung steht. – Ein Kodex für den Umgang miteinander befindet sich im Schaukasten am Kutscherhaus und auf der Homepage. Wir bitten alle Besucher der Burg, sich daran zu halten.
– In jedem Haus stehen die rot/grünen „Visitenkarten“ zur freien Verfügung mit einem begleitenden, erklärenden Text. Die Karten sollen unseren Gästen ermöglichen, schnell, leicht und non-verbal Ablehnung oder Zustimmung auszudrücken. Wir wollen ein Miteinander fördern, bei dem jede Form der Grenzverletzung offen und angstfrei angesprochen werden kann. Der Gebrauch einer roten Karte ist für den Empfänger eine deutliche Aufforderung zur Unterlassung und für die anwesenden Gruppenleiter und Erwachsenen ein Signal zu erhöhter Aufmerksamkeit und ein eventuelles Eingreifen.
– In jedem Haus hängt ein Handlungsleitfaden für den Verdachtsfall einer Kindeswohlgefährdung aus.
– Handynummern von Ansprechpartnern aus dem Burgverein befinden sich im Schaukasten und auf der HP.
– Die Telefonnummer einer Beratungsstelle für den Bedarfsfall befindet sich im Schaukasten.
– Wir evaluieren die Gruppen, die uns besuchen wollen, sehr genau. Gruppen, die sich nicht an das Kindeswohl halten wollen, sind bei uns nicht willkommen.
– Wir sind aufmerksam und achten auf uns und unsere Gäste!

Unsere Burg ist ein schöner und friedlicher Ort, der viele Chancen und Möglichkeiten bietet, und der Burgverein ein Kreis verantwortungsbewusster Menschen, deren Ziel die Erhaltung der Burg als Institution ist.
Horridoh, Gretel, Costa und Wölfchen“

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Vorgestellt: Pfadfindergemeinschaft Gilwell

Scouting - Mo., 05/04/2020 - 11:26

Einer der jüngsten Bünde in Deutschland dürfte diese junge Truppe von der Pfadfindergemeinschaft Gilwell sein, denn sie gründete sich erst um 2016. Das bedeutet aber nicht, daß es keine Erfahrung gäbe, denn Teile der Altrover brachten bereits zwischen 10 und 30 Jahren Erfahrung mit ein. Zuvor waren einige von Ihnen beim freien Stamm Königstiger, beim Deutschen Pfadfinderbund Mosaik (DPBM) oder in anderen Bünden tätig gewesen, hatten dort aber wegen unterschiedlicher Vorstellungen wie Pfadfinderarbeit aussehen sollte oder schlicht aufgrund Umzuges schließlich entschieden, ihre Vorstellung in einem anderen, eigenen Bund gemeinsam vor Ort in Lippstadt (Rixbeck) zu realisieren.
So ist eine kleine, aber feine eigene Gemeinschaft entstanden, die sich nach dem ältesten Ausbildungszentrum für Pfadfinder der Welt, dem Gilwell Park in London, benannt hat. Keinesfalls sind sie bemüht, ihr eigenes Süppchen zu kochen, vielmehr verfügen sie schon jetzt über ein reiches Netzwerk an Kontakten zu anderen Gruppen und Bünden, so bringen sie sich beispielsweise auch im Untermerzbacher Kreis (UMK) und dessen Treffen ein. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Zugvogel-Radio: Sensationell!

Scouting - Mo., 05/04/2020 - 11:26

Am Samstag war die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Draußen regnete es bei frischen Temperaturen zum Teil erheblich und statt sich notdürftig in Dümpelfeld beim Zugvogel-Sängerfest an Feuern zu wärmen, konnte man ab zehn Uhr daheim gemütlich im Wohnzimmer dem tv-Stream von Radio Zugvogel folgen. Neben viel Musik – dabei auch durchaus live vorgetragene z.B. von Venjia – gabs ein sehr buntes Programm, was vom Mitmach-Quiz bis hin zu Bier-Yoga reichte und auch Reportagen umfasste und viele Live-Interviews. So war von den jungen Künstlerinnen der Gruppe Kweir (Gewinner des Vorjahres-Dümpelfeld-Sängerfestes) nicht nur zu erfahren, wie ihr Gruppenname korrekt geschrieben wird (und ich hoffe bloß, ihn auch korrekt notiert zu haben), sondern auch, dass ihnen ihr Gewinnersong „Prinzessin Susi“inzwischen zu den Ohren raushängt und sie ihn nicht mehr singen wollen.

Bis zu knapp 500 Zuschauer folgten zeitgleich dem Stream, insgesamt wurden weit über 1500 erreicht – das hätte „Dümpelfeld“ in Real wohl kaum vermocht. Insofern fast schade, dass es sich um das „einzige Zugvogelradio in der Geschichte der bündischen Jugend“ handeln soll. Denn trotz kleinerer technischer Macken (manche der Moderatoren atmeten gern in ihr Mikro, außerdem ärgerte mich meine persönliche Internetzugangsqualität- und -langsamkeit) war das definitiv das bisherige Highlight des Jahres. Ich gebe zu, bei Ankündigung des Bieryogas dachte ich erst „was soll denn der Quatsch“ aber schon bei der zweiten Figur – kämpfender Wildschwan des NWV – war es um mich geschehen und hätte ich dabei Bier getrunken, war das Risiko eines Ausprustens sehr hoch gewesen. Übertroffen wurde die unnachahmliche Darbietung der Moderatoren allenfalls noch von den von den Zuschauern eingesendeten Bieryogabildern und von der lustigen im nachfolgenden Programm durch Pint erfolgten Erklärung, wie die Sieger von den Sängerfesten festgelegt werden. Er lüftete vor laufender Kamera das bislang gut gehütete Geheimnis des „Platzierungs-Egalisators“. Sehr schön auch der Beitrag von den zwei Zugvögeln, die auf Großfahrt in Pakistan von einem dort bekannten Sänger aufgegabelt und für dessen neuestes (Bollywood-Style)-Musikvideo als Co-Künstler verpflichtet wurde, womit sie es bis ins Staatsfernsehen schafften und danach unter 200 Autogramm-Selfies kaum noch davon kamen. Glücklicherweise wurde das so entstandene Musikvideo im Lauf des Tages gleich zweimal abgespielt, denn nicht jeder sah wohl die ganze Zeit zu. Da vermisste dann auch eine Zuschauerin gemäß ihres Kommentares eine BH-Werf-Funktion im Chat. Die schönsten Geschichten schreibt das Leben auf Fahrt. Aber bis das wieder möglich ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Bis dahin wärmt uns die Erinnerung an das Zugvogel-Radio!

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Erinnerung: Radio Zugvogel am 2. Mai

Scouting - Fr., 05/01/2020 - 10:28

Nur zur Erinnerung – als Ersatz für den Ausfall des Zugvogel-Sängerfestes in Dümpelfeld geht am Samstag dem 02. Mai Radio Zugvogel auf Sendung. Und zwar von 10:00 – 22:00 Uhr. Es werden gespielt die besten Hits aus den vergangenen Jahren von Ottenstein, Dümpelfeld und anderen Alben des Zugvogel, die über das hochmoderne Internet in euer zu Hause gestreamt werden können. Selbstverständlich begleitet von engagierten und kompetenten Moderatoren und Beiträgen:

Liebe Zugvögel, Liebe Freunde,
in wenigen Tagen ist es soweit, das Radio Zugvogel geht online und wird uns am 02.05.2020 von 10:00 bis 22:00 Uhr mit einem überbündischen Moderatorenteam aus Franca (DWJ) und Plauder (ZV) sowie Wau (BdP) und Jonas (ZV) die Zeit vertreiben.
Ihr erreicht den Sender mit eurem Webbrowser (Internet) und könnt ihn problemlos ohne Anmeldung streamen: www.twitch.tv/radiozugvogel
10:00 FraPla Good old times
12:00 WaJo Lungenkrank vor Madagaskar
14:00 FraPla Heiter bis wolkig
16:00 WaJo Powernipp
18:00 FraPla Familienprogramm und Singewettstreit
20:00 WaJo Swingerunde
22:00 Alles muss raus
Damit ihr wisst, wann Eure Beiträge gesendet werden, wird Euch auf dem Kanal rechtzeitig das Programm zur Verfügung gestellt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer und bedanken uns jetzt schon Mal für die tollen Beiträge die wir bereits erhalten haben. Über einiges wird sicher noch lange gesprochen werden.
Euer Radio Zugvogel Team

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„Nachwuchs gibt es keinen mehr“

Scouting - Do., 04/30/2020 - 05:56

Was der 82-jährige Hans Eltze dem Trierischen Volksfreund zum Besten gab, war vermutlich nicht offiziell abgesegnet. Er berichtete im Interview vom Nerother Wandervogel und von den Fahrten seiner Jugend und dass man sich immer noch regelmäßig zum Singen treffen würde. Alles in allem ein netter Bericht, nur ein Satz verstörte dann doch den kundigen Leser. Von den Treffen auf der Waldeck berichtete er, dass von deutschlandweit rund 200 Mitgliedern des Nerother Wandervogels dort mal mehr, mal weniger zusammenkämen. Schließlich seien die Herren auch schon in die Jahre gekommen. Und dann: „Nachwuchs gibt es keinen“. Eine steile Behauptung, die nach Kenntnis der Redaktion nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Als „alter Nerother“ gehört Eltze aber nicht zum Teilnehmerkreis der Bundestreffen des Jungenbundes, die ihn eines Besseren überzeugen könnten.

Bild: Karl Oelbermann, Gründer des NWV.

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Einladung zur Online-Gruppenstunde

Scouting - Mi., 04/29/2020 - 05:42

Die Zeiten ohne Gruppenstunden und Heimabende ist während der Corona- Zeit für uns alle schwer. Dem möchten wir ein wenig Abwechslung bieten.
Am 04.05. um 17:30 Uhr organisieren wir (die Taunuspfadfinder) im Stream der Pollution Police Pfadfinder eine überbündische Online-Gruppenstunde. Wir würden uns freuen wenn viele teilnehmen und Spaß daran haben.

Hier die Ankündigung:

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GSAT: Die DPSG entwickelt sich weiter! Ergebnisse des Global Support Assessment Tool

Neues von der DPSG - Di., 04/28/2020 - 11:43

In den vergangenen Jahren gab es regelmäßige Verbandsentwicklungsprozesse, die unsere DPSG nachhaltig verändert und geprägt haben. Oft sind diese Prozesse intern gestartet worden und hatten Ansatzpunkte und Ziele, die aus dem Verband heraus identifiziert worden sind. Bei den Beratungen in der Bundesleitung und im Bundesvorstand darüber, wo Entwicklungspotentiale gesehen werden, wurde entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen:

Die Bundesleitung hat entschieden, sich eine Rückmeldung zur Struktur, den Inhalten und der Arbeit der DPSG einzuholen, bevor die nächsten großen Stellschrauben der Weiterentwicklung der DPSG indentifiziert und gedreht werden. Daher hat die Bundesleitung die Teilnahme an einem Angebot unseres Weltverbandes WOSM beschlossen.

WOSM bietet seit mehreren Jahren das sogenannte Global Support Assessment Tool (GSAT) an, das gemeinsam mit der professionellen Assessmentagentur SGS für die Evaluation von Pfadfinderverbänden erarbeitet wurde. Mehr als 100 Nationalverbände haben an diesem Programm bereits teilgenommen. Wir sind der erste der deutschen Ringverbände. Zunächst wurde eine GSAT Steuerungsgruppe gebildet, die aus folgenden Personen bestand: Sebastian Becker (Referent der Bundesleitung für Verbandsentwicklung), Mathias Fazekas (Bundesleitung), Joschka Hench (Bundesvorstand), Tobias Hirsch (Vorstand Bundesamt St. Georg e. V.), Philip Münch (Hauptausschuss), Sebastian Päffgen (Bundesleitung) und Anne Wunden (Geschäftsführung).

Durchgeführt wurde das Assessment im Februar 2020. Seit kurzem liegen die Ergebnisse vor. Da GSAT und seine Standards nicht immer direkt auf unseren Verband anwendbar sind, stellen wir euch neben dem Originalreport noch weitere Dokumente zur Verfügung, die zum besseren Verstehen der Ergebnisse gedacht sind und unter anderem Bewertungen und Kommentare enthalten.

Die GSAT Steuerungsgruppe steht zudem allen interessierten Mitgliedern des Verbandes in einer Videokonferenz am 07.05.2020 um 19:00 Uhr für eure Rückfragen sowie zum Austausch über GSAT und die Ergebnisse zur Verfügung. Die Einwahldaten dazu erhaltet ihr mit einer Mail an Sebastian Becker (sebastian.becker@dpsg.de).

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Wir trauern um Dr. Norbert Blüm

Scouting - Di., 04/28/2020 - 09:41

Dr. Norbert Blüm verstarb am 23. April 2020 im Alter von 84 Jahren. Die Gesellschaft und die Pfadfinderbewegung verlieren mit Dr. Norbert Blüm einen Menschen, der sich vorbildlich für die Gemeinschaft, für die Schwächsten und Benachteiligten, einsetzte. Er versuchte, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als er sie vorgefunden hat. Erst als Spätberufener war Dr. Norbert Blüm im Alter von 18 Jahren, seinerzeit Werkzeugmacher in den Opel-Werken Rüsselsheim, Mitte der 50er Jahre zur Pfadfinderbewegung gekommen. 1956 gründete er dann in Rüsselsheim den damaligen Stamm Cherusker in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg und errichtete mit eigenen Händen das bis heute existierende Heim im Ostpark von Rüsselsheim. Er arbeitete sich hoch: Nach erfolgreichem Besuch des Abendgymnasiums studierte er ab 1961 u.a. Geschichte, Soziologie und Philosophie und promovierte 1967. Als Politiker der CDU gehörte er dem Bundestag mit Unterbrechung von 1972 bis 2002 an, 1982-1998 war er Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Im November 2012 ehrte der Verband Deutscher Altpfadfindergilden Dr. Norbert Blüm in Berlin mit der Verleihung der St. Georgs Plakette. „Wir zählen Sie zu den  ehemaligen und heutigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern“, erklärte Helmut Reitberger, der Vorsitzende des VDAPG,  „die sich nach den Regeln und Prinzipien des Pfadfindertums –  aktiv auf die Lebenssituationen in dieser Welt eingelassen haben und durch ihr politisches Engagement sowie die Weiterentwicklung Ihrer persönlichen Fähigkeiten die Gesellschaft prägend mitgestaltet haben. Ihr Lebensweg und Ihr Einsatz für die Gemeinschaft – war und ist unseres Erachtens gelebtes Pfadfindertum und macht Sie zu einem Vorbild – nicht nur für unsere jungen Menschen in den aktiven Pfadfinderverbänden.“

Ihm war die soziale Gerechtigkeit ein Herzensanliegen bis zuletzt. Noch 2016 übernachtete er aus Solidarität im Flüchtlingslager Idomeni und bezeichnete die dortigen Zustände als Anschlag auf die Menschlichkeit. Auch wenn er beispielsweise in Bonn Pfadfindern spontan über den Weg lief, war diesen stets ein freundlicher Gruß sicher. Wir verlieren ein Vorbild, unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Bildnachweis: Diese Datei wurde Wikimedia Commons freundlicherweise von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Kooperationsprojektes zur Verfügung gestellt.

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Pfadfinden-Knoten-Challenge

Scouting - Mo., 04/27/2020 - 07:25

Da sich die Nesse-Apfelstädter Pfadfindergruppen aktuell nicht treffen können, soll die Zeit für eine Herausforderungen im Umgang mit Knoten genutzt werden. Ziel ist es, möglichst viele, verschiedene Knotenarten auf einer Tafel, einem Tuch, oder in anderer Form darzustellen. Die besten drei Knotenpotpourris werden mit einem Gutschein über jeweils 100 Euro aus der Freizeit- und Fahrtenbedarf GmbH prämiert. Wer möchte, ist dazu eingeladen die Herausforderung mit Fotos unter dem Hastag #pfadfinderknotenchallenge in den sozialen Medien zu teilen.
Mitmachen können alle Mitglieder, Freunde und Interessenten des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. Stamm Drei Gleichen und der Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen.
Sobald ein Treffen im Neudietendorfer Pfadfinderzentrum wieder möglich ist, findet die Prämierung am Lagerfeuer in einer Jurtenburg mit Leckereien vom Grill und aus dem Lehmbackofen statt.

Anleitungen für Knoten gibt es im Scout-o-wiki:
https://scout-o-wiki.de/index.php/Knoten_und_B%C3%BCnde

Empfehlenswert sind auch die Andoid-APP Knoten und Stiche:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.braben.knoten.und.stiche

und die APP Knot Guide (Lite) für Apple:
https://apps.apple.com/de/app/knot-guide-lite/id399947682

Und sollte jemand während der ganzen Knotenbastelei ein neues Pfadfinderliedchen lernen wollen, dann sei der Youtube-Kanal von MrGammler empfohlen:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL2821A599FF4A420F

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Virtuelle Lagerfeuerrunde

Scouting - Do., 04/23/2020 - 05:50

Bereits zum zweiten Male hat die DPSG Essen eine virtuelle Lagerfeuerrunde „Singen gegen die Angst“ abgehalten. Wie der Diözesankurat dem Domradio mitteilte, habe man vor einigen Wochen, als es mit der Pandemie losging, zusammengesessen und überlegt: Was machen wir als Diözesanverband, um die Stämme und Bezirke vor Ort zu unterstützen? Das Lagerfeuer sei eine Sache, die Pfadfinderinnen und Pfadfindern ins Blut geschrieben sei. Deshalb hätten sie sich gesagt: Wir probieren das einfach mal aus und gucken, ob es klappt. Kleine Kinderkrankheiten, wie, dass sie lernen mussten, dass es keine gute und kluge Idee ist, wenn alle gleichzeitig ihre Mikrofone anhaben und singen, weil das aufgrund der unterschiedlichen Übertragungsraten im Internet furchtbar klingt, seien inzwischen behoben. Jetzt säßen sie vor ihren Laptops und ihren PCs, mit dem Mikro und der Übertragung von zwei Gitarristen, die gefunden worden seien. Es hätte auch Familien gegeben, welche mit ihren Kindern im Garten ein Lagerfeuer gemacht hätten und das über den Videostream geteilt hätten, sodass man die Lagerfeuer-Stimmung noch einmal ganz hautnah mitbekommen konnte.

Das Interview über die Aktion in voller Länge gibt es hier: https://www.domradio.de/themen/corona/2020-04-07/gegen-die-angst-pfadfinder-essen-treffen-sich-zum-virtuellen-lagerfeuer-singen

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