Pfadfinder

schwarzbuntPIXEL 22.-24.05.

Scouting - Di., 05/19/2020 - 17:02

Moin, Moin!
Wie du weißt, mussten wir das schwarzbunt2020, aufgrund der aktuellen Situation verschieben.
Doch falls du darüber genau so traurig bist, wie wir, haben wir hier einen kleinen Trost für dich: am Wochenende vom 22.05.-24.05. – in der Kernzeit des eigentlichen Lagers also – starten wir stattdessen das schwarzbuntPIXEL, eine kleine aber feine digitale Ersatzveranstaltung.

Unter www.schwarzbunt.net/Pixel erfährst du alles über die Lagererröffnung, die Aktionen, AGs und alles, was wir uns noch so ausgedacht haben.

Wir hoffen, dir damit eine kleine Freude zu machen und können berichten: uns macht schon die Vorbereitung eine Menge Spaß!

Wir sehen uns also bald von der Couch aus.
Bis dahin, bleib gesund und schwarzbunt
Dein schwarzbuntPIXEL Team

Kategorien: Pfadfinder

Balduinstein als friedlicher Ort

Scouting - Di., 05/19/2020 - 05:47

Unser Bericht über den Offenen Brief des in-Teilen neuen Vorstandes des Freien Bildungswerkes Balduinstein ist auf reges Interesse gestoßen und hat vielfach öffentliche wie auch nicht-öffentliche Leserzuschriften ausgelöst. Darunter der Hinweis auf einen Fernsehbericht über das 750. Ortsjubiläum des Ortes Balduinstein. Als „Burgführerin von Burg Balduinstein“ tritt auch die neue Vorstandsvorsitzende des Bildungswerkes im Fernsehbericht auf. Fernsehbericht wie auch Offener Brief weisen darauf hin, dass Balduinstein ein „friedlicher Ort“ sei. Ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen, deren Gesprächsangebot vom „neuen“ Vorstand wohl abgewiesen wurde; der Forderung nach öffentlicher Aufarbeitung der Fälle sexualisierter Gewalt seit Gründung des Bildungswerkes wurde bislang nicht nachgekommen. Die Kommentare unter dem idyllischen Fernsehbericht sprechen wohl für sich.

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Christliche Pfadfinderschaft Dreieich

Scouting - Mo., 05/18/2020 - 06:42

Die CP Dreieich löste sich um 1972 aus dem VCP heraus, nachdem sie ursprünglich Ende der 1950er Jahre als Fusion der CPD Gau Main-Taunus und der Evangelischen Pfadfinderschaft Hessen entstanden war als Gau Dreieich innerhalb der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD). Die CP Dreieich hat etwa 250 Mitgliedern aus dem Rhein-Main Gebiet in fünf Stämmen. Es besteht eine enge Verbindung zum „Seepfadfinder und Kanugilde Dreieich e.V.“ (SKG). Auf dessen Grundstück in Weilburg finden regelmäßig gemeinsame Bauhütten statt. Die CP Dreieich ist Mitglied im Ring junger Bünde Hessen.  Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Stellungnahme der DPSG

Scouting - Mo., 05/18/2020 - 06:42

Wie berichtet, hatte eine Unterkunft der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg vor einigen Monaten unerwünschte Gäste. Inzwischen liegt die Stellungnahme der Gastgeber vor:
„Am 07.05.2020 wurden wir darüber informiert, dass eine Gruppierung der rechtsextremistischen „ Identitären Bewegung “ vom 6. bis zum 8. März ein Treffen in unserem Diözesanzentrum Schloss Ebersberg abgehalten hat. Die Gruppe hatte sich als „Schwäbischer Kulturverein Konstanz e.V. “ angemeldet – ein real existierender, uns bisher unbekannter Verein. Erst im Nachhinein stellte sich die Belegung anhand von Veröffentlichungen in den sozialen Medien als „ Aktivistentreffen “ der „ Identitären Bewegung Schwaben “ heraus. Wir – der DPSG Diözesanverband Rottenburg Stuttgart und die Gemeinschaft Sankt Georg e.V. – wurden hier offensichtlich über den tatsächlichen Zweck der Buchung unseres Diözesanzentrums getäuscht. Wir distanzieren uns aufs Allerschäfste von der „ Identitären Bewegung “ und ihren Zielen. […]“

Nun war der Schwäbische Kulturverein Konstanz aber kein unbeschriebenes Blatt. Bereits am 6. April 2018 berichtete der Südkurier, dass eine Gruppe, die sich unter diesem Namen zum Konstanzer Fasnachtsumzug angemeldet hatte, mit Masken von verschiedenen Politikern einschlägige Parolen verbreitet hätte und Bezüge zur Identitären Bewegung Schwaben bestünden. Kurzum: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart als Vermieter war auf den unauffälligen Namen des Kulturvereines hereingefallen und hatte keine Erkundigungen über den Verein angestrengt. Es ist davon auszugehen, dass man künftig bei Buchungsanfragen von einem persönlich unbekannten Gruppen mehr Aufmerksamkeit walten lässt. Das ist auch allen anderen Vermietern von Gruppenunterkünften zu empfehlen, sofern ihnen nicht egal ist, wen sie beherbergen-.

Kategorien: Pfadfinder

Stimmt mit ab!

Scouting - Sa., 05/16/2020 - 12:56

Insgesamt 8 Kandidaten sind unserem Aufruf zur Teilnahme an unserer Scouting-Schutzmasken-Kreativchallenge gefolgt und haben Fotos von sich und innerhalb der Familie entstandenen selbstgenähten Modelle zugesendet. Jetzt ist zumindest schon einmal klar, dass die Schutzmaskenpflicht für Pfadfinder und Jugendbewegte kein Grund zum Trübsal-blasen ist. Nun sind unsere Leser gefragt! Ihr habt exakt bis Sonntag, 24.05.2020 22 Uhr Zeit, um per E-Mail an news@scouting.de ODER per Kommentar bei Facebook unterhalb dieses Artikels ODER per Kommentar unterhalb dieses Artikels auf scouting.de mitzuteilen, welches EUER favorisiertes Modell ist.

Und weil manche sich schlecht entscheiden können, könnt (aber müsst ihr nicht) sogar bis zu drei Lieblingsmodelle nennen und diese den Plätzen 1-3 zuordnen. Der Gewinnerentwurf wird am Montag, 25.05.2020, verkündet und erhält neben zwei wunderbaren Kaffeebechern eine gestaltete Ehrenauszeichnung. Abstimmen darf jeder, allerdings bitte jeder nur einmal. Das gilt auch für Redaktionsangehörige, Angehörige der Modelle, Modellhersteller und deren persönliche Fanclubs, Stammesmitglieder, Bundesmitglieder, Gästehausbesucher, Nachbarn, dem angeheirateten Onkel usw. usw.

Folgende Modelle stehen zur Auswahl:

 

Kategorien: Pfadfinder

Pfadfinder erstellen Schutzmaskenhalter

Scouting - Do., 05/14/2020 - 05:24

Ganz schön nervig, so eine Schutzmaske, wenn sie hinter den Ohren kneift. Das dachten sich jedenfalls die Pfadfinder des Stammes Graue Schar aus Brieselang. Und weil Pfadfinder ja immer versuchen, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als sie sie vorgefunden haben, überlegten sie sich, wie man diesem Kneifen Abhilfe schaffen könnte und warfen anschließend ihren 3-D-Drucker an. Das Ergebnis verteilten Sie dann in den regionalen Supermärkten für die dortigen Angestellten, weil diese die unbequemen Masken ja ganztägig verkraften müssen:

„Seit dieser Woche gilt die Mundschutzpflicht in Brandenburg, um uns alle zu schützen. Die Mitarbeiter in den Supermärkten und kleinen Geschäften in Brieselang müssen täglich mehrere Stunden die Masken tragen und wir haben gemerkt, dass das ziemlich hinter den Ohren zieht. Da möchten wir als Pfadfinder helfen. Also haben wir uns etwas ausgedacht… Einer unserer Mitglieder hat einen 3D-Drucker zuhause. Mit diesem haben wir Maskenhalter produziert. Dies sind schmale Kunststoffstreifen, die über mehrere Haken verfügen und die Masken so hinter dem Kopf zusammenhalten, damit sie nicht an den Ohren ziehen. Diese haben wir dann in den Geschäften in Brieselang verteilt, damit den Alltagshelden die Arbeit etwas leichter gemacht wird. Wir hoffen sehr, dass wir damit die Welt ein wenig besser gemacht haben und die Arbeit unserer Alltagshelden erleichtert wird. Unterstützt wurden wir dabei von der Stiftung Pfadfinden. Vielen Dank dafür.“

Kategorien: Pfadfinder

DPSG als unfreiwilliger Gastgeber von Identitären

Scouting - Mi., 05/13/2020 - 06:54

Viele Pfadfinderorganisationen, besonders die größeren, verfügen über Gruppenunterkünfte, welche sie vermieten. Dabei kommt es leider immer wieder vor, dass Gruppierungen Einzug halten, die man nicht beherbergen möchte. Vor allem, wenn diese sich nicht unter ihrem korrekten Namen anmelden, sondern stattdessen als „irgendeine Pfadfindergruppe“ oder „irgendein Familientreffen“ oder „irgendeine Wandervogelmischpoke“. Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder hatte vor vier Jahren Glück, dass linke Aktivisten ihn darüber aufklärten, dass sich eine Gruppe des Sturmvogels in seinem Bundeszentrum Immenhausen niedergelassen hatte. Der BdP reagierte sofort und unter Polizeibegleitung wurden die Sturmvögel vor die Tür gesetzt.

Ganz so fix waren die Recherchekräfte diesmal nicht: Das diesjährige Aktivistenwochenende der Identitären Bewegung Schwaben fand im Frühjahr auf Schloss Ebersberg und somit ausgerechnet der erklärtermaßen weltoffenen Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) statt. Diese Aktivistenwochenenden sind offenbar, möchte man den Videomitschnitten glauben, im Stil einer Kaderschmiede der Leistungs-Wehrsportgruppe gegr. 1933 e.V. bei der u.a. zu lernen ist, wie man sich bei Demos effektiv gegen Angriffe wehren kann oder sein strategisches Vorgehen optimiert.

Die DPSG hat selbst erst sehr kürzlich (Sonntag) überhaupt erfahren, wer da zu Gast war – der Bundesvorstand hat noch keine Stellungnahme abgegeben, aber genaugenommen erübrigt sich das auch. Niemals und unter keinen Umständen würde eine DPSG-Unterkunft für eine Gruppe der Identitären Bewegung bewusst zur Verfügung gestellt. Never.

Kategorien: Pfadfinder

Die BSA in der Titanic

Scouting - Di., 05/12/2020 - 16:49

Die Titanic, Deutschlands wohl bekanntestes Satiremagazin, hat in seiner Maiausgabe die Insolvenz der Boy Scouts of America (BSA) zum Anlass genommen, angebliche Merit-Badges vorzustellen, welche die Mitglieder durch entsprechende Leistungen erhalten können: Für das Ausschneiden von Rabattmarken, Handtaschendiebstahl, Umgang mit dem Metalldetektor, das Anwerben von homosexuellen Mitgliedern (nach deren Konversionstherapie) oder für sexuelle Dienstleistungen in öffentlichen WCs. Damit die Scouts zu frischer Stärke motiviert werden.

Vorweg: Die einzige Möglichkeit, in der Titanic positiv dargestellt zu werden, ist nach meiner Beobachtung, indem man etwas auf humoristischem Gebiet leistet und von Hans Mentz in seiner Humorkitik lobend erwähnt wird. Immerhin hat die Scouting-Redaktion Zugang zu Titanic und outet sich damit als Leser – alle übrigen prallen an der Bezahlschranke, welche hochwertige journalistische Arbeit überhaupt erst ermöglicht, vermutlich ab. Sie verpassen als Highlight das Penis-Badge.

Aber ernsthaft zusammengefasst: Was da bei der BSA über Jahrzehnte abgelaufen ist, rächt sich nun halt eben – das amerikanische Rechtssystem macht es möglich. Und da können hierzulande ja viele nur sehr froh sein, dass unser Rechtssystem ein anderes ist, sonst hätten auch die Kirchen hier schon sehr viel mehr Klagen am Hals. Und nicht nur diese. Und da würden dann auch Badges nicht mehr weiterhelfen. Obgleich, ich würde es mir ja fast wünschen, das amerkanische Rechtssystem. Mir würde auch direkt einfallen, welche Organisation man da belangen könnte.

Natürlich flippen direkt alle deutschen Pfadfinder aus, wenn sie (nicht) lesen (können – da Bezahlschranke): „Wer hätte denn ahnen können, was passiert, wenn man wunderliche alte Männer mit einer Gruppe autoritätshöriger Pubertierender tagelang allein im Wald lässt?“, weil sie sich selbst als „wunderliche alte Männer“ und direkt auch noch als Missbrauchstäter tituliert fühlen. Dabei sind „wunderlich alte Männer“ von meiner Frauenwarte aus eine Tautologie, wohingegen „autoritätshörige Pubertierende“ eine contradictio in adiecto darstellen.
Diese beiden Dinge in einem einzigen Satz unterzubringen, offenbart das sprachliche Genie des Verfassers, dem vermutlich einst (ebenso wie meinem Sohn) bei einem Jamboree etwas aus dem Rucksack geklaut wurde und der jetzt auf geniale Weise zurückschlägt: Indem er ein Badge für eine solche Tat („Handtaschenraub“) auslobt. So würde sie zumindest sinnstiftend sein.

Kategorien: Pfadfinder

Sindhi German Mashup

Scouting - Mo., 05/11/2020 - 05:31

Für diejenigen, die den Fehler gemacht haben, vorletztes Wochenende nicht den Stream von Radio Zugvogel anzusehen und deshalb auch das sagenhafte Bollywood-Style Musikvideo von Rahell Jokhio verpasst haben, für das der pakistanische Sänger spontan zwei Zugvogel-Mitglieder-auf-Großfahrt eingebunden hatte, denen er in seinem Heimatland über den Weg gelaufen war – hier für einen perfekten Wochenstart die Nachguckmöglichkeit. Mit diesem Sindhi-German-Mashup schafften es die beiden Zugvögel dann auch ins pakistanische Staatsfernsehen und waren vor Autogramm- und Selfiejägern bei der Fortsetzung ihrer Tour durch Pakistan nicht mehr sicher. Gut, über den wohl eher spontan gedichteten deutschen Text lässt sich streiten („Du machst mir solche Schmerzen“)- aller Wahrscheinlichkeit nach ist der fremdsprachige Text aber auch nicht sonderlich …anspruchsvoller. Da besticht dann eher die ausgetüftelte Choreographie.

Wer bessere Bildqualität wünscht und bei Facebook ist, findet das Video auf der Facebook-Seite des Künstlers:
https://www.facebook.com/raheel.jokhio.5/videos/2521883381169808/

Kategorien: Pfadfinder

Einschätzung des Bundesvorstands zum Umgang mit der Corona-Pandemie

Neues von der DPSG - Fr., 05/08/2020 - 15:16

Die meisten Menschen im Verband haben sich wahrscheinlich inzwischen mehr und mehr daran gewöhnt, Gruppenstunden und Leiterrunden, aber auch Treffen von Gremien und Arbeitsgruppen per Videokonferenz abzuhalten. Auch im Bundesamt hat sich die Arbeitsweise eingespielt, dass viele von zuhause aus arbeiten und die anderen in Einzelbüros sitzen und möglichst wenig direkten Kontakt miteinander haben. Veranstaltungen auf Bundesebene haben wir abgesagt oder umgeplant – die erste digitale Bundesversammlung ist in Vorbereitung, aus der Blauderei ist das webKamp entstanden und auch die ersten von uns abgesagten Veranstaltungen, die Bundesfachkonferenzen, werden gerade in digitaler Form neu terminiert.

Wir freuen uns, dass es weiterhin so viel kreatives, Gemeinschaft stiftendes und solidarisches Engagement in unserem Verband gibt und dass so viele von euch in dieser ungewohnten Situation weiter sichtbar ihre pfadfinderischen Werte leben.

Dennoch bleibt die Situation an vielen Stellen noch ungewiss und herausfordernd und ist teils auch mit deutlichen Einschnitten für unser Verbandsleben verbunden. Wie viele andere Betriebe auch, spüren wir zum Beispiel auf Bundesebene, dass es im Rüsthaus mit ausbleibenden Bestellungen und im Bundeszentrum mit der andauernden Schließung wirtschaftlich schwierig wird und bemühen uns, gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden Wege zu finden, die uns trotz aktuell harter Einschnitte durch die Krise hindurch führen können.

Vereinzelt haben uns Anfragen erreicht, ob die Mitgliedsbeiträge für die Zeit der Pandemie reduziert oder ausgesetzt werden, da ja in dieser Zeit keine Gruppenstunden oder andere Veranstaltungen stattfinden. Das wird pauschal nicht möglich sein, weil auch in dieser Zeit im Bundesamt und in den Diözesanbüros für den Verband gearbeitet wird und entsprechende Ausgaben, beispielsweise für das Personal, anfallen. Dies ist unter anderem notwendig, um die weitere strukturierte Arbeit zu gewährleisten, um die Interessen der Jugendarbeit bei der Vergabe von staatlichen Hilfen zu vertreten, Angebote wie www.scoutingneverstops.de machen zu können und einen guten Neustart zu unterstützen, sobald der möglich sein wird. Auch die Versicherungen, die im Mitgliedsbeitrag enthalten sind, müssen von uns weiter bezahlt werden und die Mitgliederzeitschrift wird trotz Corona in der gewohnten Auflage erscheinen. Natürlich ist uns bewusst, dass für nicht wenige Familien gerade die Existenzgrundlage oder zumindest das normalerweise eingeplante Haushaltseinkommen in Frage steht, reduziert ist oder ganz wegbricht. Das soll selbstverständlich niemanden dazu bringen, die Kinder von den Pfadfindern abzumelden! Für diese Fälle verweisen wir auf die Möglichkeit, den Beitrag auf den Sozialbeitrag umstellen zu lassen. Außerdem bemühen wir uns gerade in Zusammenarbeit mit der Stiftung darum, eine weitere unbürokratische Unterstützung für betroffene Familien einzurichten.

Im gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie treten wir jetzt in eine Phase ein, die viele schon länger herbeigesehnt haben und die vielleicht noch schwieriger als die bisherige wird: es gibt Lockerungen der bisherigen klaren Regelungen. Diese Lockerungen erfolgen in den einzelnen Bundesländern mit unterschiedlichen Regeln und zu verschiedenen Zeiten. Das ist sinnvoll, da Fallzahlen und Neuansteckungen wie auch die Kapazität des Gesundheitssystems regional unterschiedlich sind. Für uns macht es das aber schwierig bis unmöglich, euch konkrete Empfehlungen zu geben. Daher können wir euch nur sehr allgemein bitten: behaltet in dieser Phase unbedingt die Geduld und überstürzt nichts. Auch jetzt ist es weiterhin wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, weil die Pandemie noch nicht vorbei ist und die Lockerungen auf Grundlage der Einhaltung dieser Regeln geplant wurden. Auch die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum bleibt mindestens bis zum 5.6. bundesweit bestehen.

Achtet genau darauf, welche Regeln in eurem Bundesland und in eurer Diözese für euch gelten. Dabei sind die allgemein gültigen Regeln genauso von Bedeutung wie besondere Regeln für Vereine, Veranstaltungen oder Versammlungen. Anders als beim Herunterfahren der Aktivitäten können wir euch jetzt auch nicht empfehlen, euch an den Schulen zu orientieren, weil für sie andere Regeln und Fristen gelten als für die Jugendarbeit im außerschulischen Bereich.

Auch wenn Gruppenstunden wieder möglich werden sollten, achtet genau auf die Regelungen, die einzuhalten sind und überlegt gut, ob ihr diese erfüllen könnt - und ob ihr euch unter diesen Bedingungen eine Gruppenstunde vorstellen könnt! Ein Abstand von 1,5m zwischen den Kindern ist z.B. in einem Klassenraum mit wenigen Kindern an Einzeltischen gut einzuhalten, in einem Gruppenraum oder selbst draußen bei den üblichen Aktivitäten einer Gruppenstunde eher schwierig. Auch die Frage, ob es ausreichend Möglichkeiten zum Händewaschen oder –desinfizieren gibt, muss geklärt sein. Macht euch bewusst, welche Aktivitäten mit den Abstandsregeln möglich sein werden und welche nicht und überlegt gut, ob ihr so eine Gruppenstunde anbieten wollt. Lasst euch nicht durch Erwartungen oder Forderungen Außenstehender drängen, sondern tut nur das, was ihr mit Blick auf euch selbst und auf die euch anvertrauten Kinder und Jugendlichen gut verantworten könnt und sinnvoll findet.

Mit der weiteren Geltung der Kontaktbeschränkungen bis mindestens zum 5.6. ist die Durchführung von Pfingstlagern aus unserer Sicht in diesem Jahr nicht möglich.

Für Sommerlager gibt es nach unserer Einschätzung noch nicht so eine klare Lage. Die Möglichkeit von Auslandsreisen wird für diesen Sommer immer unwahrscheinlicher, nachdem die allgemeine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bereits bis mindestens einschließlich 14.6. verlängert wurde.

Innerhalb Deutschlands könnten sich durch die schrittweise Öffnung von Zeltplätzen und die Wiederaufnahme touristischer Aktivitäten Möglichkeiten ergeben, Zeltlager durchzuführen.

Bei allen Planungen gilt hier weiterhin: behaltet alle Faktoren im Blick (Rechtliche Regelungen, Stornofristen, Situation und Interessen der Leitenden und der Teilnehmenden, …). Schaut, zu welchem Zeitpunkt ihr eine Entscheidung treffen müsst oder könnt (Wer braucht wann Planungssicherheit? Gibt es inzwischen klare Regelungen für den geplanten Zeitraum, die eine Durchführung unmöglich machen?...). Dokumentiert im Idealfall eure Überlegungen und wer wann in Beratungen und Entscheidungen einbezogen war etc. und kommuniziert dann so bald und so klar wie möglich.

Wir werden auch weiterhin die Entwicklungen aufmerksam beobachten und uns wieder bei euch melden, sobald wir neue Informationen oder Empfehlungen haben.

In diesem Sinne: bleibt geduldig, gesund und fröhlich!

Herzliche Grüße und gut Pfad

euer Bundesvorstand: Anna, Joschka, Matthias

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Bund Deutscher PfadfinderInnen

Scouting - Do., 05/07/2020 - 05:07

Nur ein winziger Unterschied in der Schreibung macht hier jede Menge aus. Der Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP mit großem „D“) ist bitte nicht zu verwechseln mit dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP mit kleinem „d“), sonst wird es schnell peinlich. Hier wird nun also der BDP vorgestellt, bei dem manche seine pfadfinderische Ausrichtung noch stärker in Frage stellen, als bei jedem anderen Bund, dem sie selbst nicht zugehörig sind. Diese Vorbehalte beziehen sich nicht auf seine Gründung als vielmehr seine Entwicklung ab 1968. Gegründet wurde der BDP 1948 durchaus als klassischer interkonfessioneller Pfadfinderbund und war als solches auch in den Weltpfadfinderorganisationen vertreten. Im Rahmen des Links-Schubs ab 1968 kam es zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des BDP, die oft als „Unterwanderung von Links“ interpretiert werden. Im Lauf der folgenden Jahre wendeten sich die meisten Mitgliedsgruppen vom BDP ab, gründeten DPV und BdP; auch aus der Weltorganisation wurde der BDP wegen linkspolitischer Aktivitäten ausgeschlossen. Seinen Platz übernahm der BdP.

Heute bezeichnet sich der BDP als basisdemokratische Organisation, welche die Selbstbestimmung der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt und gesellschaftliche Auseinandersetzungen voranbringen möchte. Selbstverständlich wird _keine_ Uniform getragen, auch Pfadfindergesetze oder Versprechen sucht man vergeblich. Und politisches Engagement ist auch im engeren Sinne des Wortes zu finden. Der BDP bietet breitgefächerte und sowohl koedukative, als auch geschlechterspezifische Aktivitäten, oft in offener Form (d.h. keine festen Gruppen) an und erreicht damit nach Eigenaussage etwa 80.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Hier geht es zur Homepage der Organisation.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Schutzmasken – Challenge!

Scouting - Do., 05/07/2020 - 05:07

Aufruf! So viele kreative Pfadfinder und Jugendbewegte sind und waren mit dem Nähen durchaus schöner (oder lustiger) Schutzmasken befasst.
Zeit für eine Challenge: Sendet ein Foto von euch mit der von euch genähten und getragenen Schutzmaske an news@scouting.de!
Seid mit euren Modellen „Zunft“, „schwarzbunt“, „Infanterie“ oder „Kohte“ mit dabei!
Einzige Voraussetzung: Die Maske muss aus _Stoff_  sein und den formalen Ansprüchen an eine Schutzmaske entsprechen.
Fränkische Bratwürste aneinanderbinden und mit Gummiband vor die Mund-Nasenpartie platzieren, gilt also nicht.

Kommende Woche Donnerstag startet dann der Wettbewerb um das Publikumslieblingsmodell – der Gewinner erhält zwei (!) wunderbare Kaffeebecher und eine gestaltete Ehrenauszeichnung.

Kategorien: Pfadfinder

Virushelden und virtuelles Lagerfeuer

Scouting - Mi., 05/06/2020 - 05:52

Normalerweise treffen sich auch die österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedenen Alters jede Woche zu ihren Gruppenstunden. Aktuell ist natürlich Pause. Doch nicht ganz. „Wir wollen den Eltern helfen Abwechslung zu schaffen, daher schicken wir den Eltern unserer Kinder Ideen was sie zu Hause machen können“, erzählt ein Leiter aus Wattens. Ein Vorschlag mit dem Titel „Virusheld“ informiert kindgerecht über das Thema und bietet Auswahlmöglichkeiten. „Eine tolle Idee und wir mit unseren Kindern sind gerne dabei“, meine Irene aus Jenbach. Wenn die Aufgaben erledigt sind gibt es als Danke ein Abzeichen. Einige jugendliche Mitglieder beteiligen sich an einer Online-Challenge mit Aufgaben, die von den Pfadfinderinnen aus Malta vorbereitet wird. Von 3.-5. April gab es ein weltweites Pfadfindertreffen im Internet mit Chats und verschiedenen Aufgaben. „Es wird ein großes virtuelles Lagerfeuer“, meint Georg aus dem Internationalen Team der österreichischen Pfadfinder. Online wird auch über die Zukunft der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs nachgedacht: Von 17.-19.4.2020 nahmen rund 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Österreich und Deutschland an der Online Zukunftskonferenz der PPÖ teil, sammelten Ideen, tauschten sich und versuchten gemeinsam den Jugendverband noch zukunftsfähiger zu machen.

Kategorien: Pfadfinder

Offener Brief des neuen Balduinstein-Vorstandes

Scouting - Di., 05/05/2020 - 07:29

Der neue Vorstand (Gretel, Wölfchen und Costa) des Bildungswerkes Balduinstein hat am 28. April u.a. der Scouting-Redaktion einen Offenen Brief zukommen lassen. Er legt dar (Originalwortlaut nachfolgend), mit welchen Maßnahmen sie das Kindeswohl im Bildungswerk Balduinstein künftig sicherstellen wollen.

Im Freien Bildungswerk Balduinstein war es im Laufe seines Bestehens wiederholt durch Missbrauchstaten durch Besucher, aber auch Mitglieder des Bildungswerkes und sogar einzelne Vorstände des Bildungswerkes an Kindern und Schutzbefohlenen gekommen. Seinen vorläufigen Abschluss fand die jüngste Verfahrenswelle 2019, als ein langjähriger ehemaliger Vorstandsvorsitzende in einem immer-noch-nicht-rechtkräftigen-Urteil des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden wurde. Die Vorgänger des jetzigen Vorstandes hatten es zuvor, obgleich diese Person weiterhin in Kontakt zu Kindern und Jugendlichen kommen konnte, nicht für nötig befunden, ihn in seiner Tätigkeit zu beurlauben, sobald ihnen bekannt geworden war, dass gegen ihn ermittelt wurde. Vielmehr ließen sie ihn seine Tätigkeit, bei der in vertrauensvollen Kontakt mit Kindern treten konnte, mehrere Jahre trotz laufender Ermittlungen weiterhin ausüben.

Durch das Bekanntwerden der jüngsten Missbrauchsfälle ab 2013/2014, aber auch durch das unangemessene Verhalten frührerer Vorstände, entstand dem Bildungswerk ein schwerer Imageschaden. Nicht wenige Organisationen der Pfadfinder- und Jugendbewegung appellierten seinerzeit an ihre Mitgliedsgruppen, den Besuch der Balduinstein zu vermeiden. Zum einen, um nicht die jungen Gruppenmitglieder auf einen dort tätigen Tatverdächtigen stoßen zu lassen, aber auch, um das unangemessene Krisenmanagements des Trägervereines nicht finanziell zu unterstützen.

Einige Wochen nach seiner „vorläufigen“ Verurteilung (die immer noch nicht rechtskräftig ist) beendete die 2019 verurteilte Person ihr aktives Wirken auf der Balduinstein und wohl auch im Trägerverein. Selbstverständlich ist der neue Vorstand des Bildungswerkes bemüht, nun einen Schlussstrich zu ziehen. An seinen Präventionsansätzen ist nichts zu kritisieren. Sie sind durchdacht und reichen weiter als die manch anderer Institution. Meine persönliche Kritik richtet sich also nicht gegen diese Maßnahmen, welche ausdrücklich zu begrüßen sind. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass ein „Schlusstrich“ ohne öffentliche Aufarbeitung der Übergriffe der vergangenen Jahrzehnte nicht möglich gemacht werden sollte.

Schwerpunkt der ausstehenden Aufarbeitung wäre m.E. die Analyse darüber, welche Rahmenbedingungen mit zu den Übergriffen führten und diese Übergriffe überhaupt erst ermöglichten oder sogar förderten, kurzum die Darlegung des Maßes der Verpflechtung von Personen des Trägervereines mit Täterkreisen. Eine solche Aufarbeitung kann zudem nicht ohne die Beteiligung von Betroffenen erfolgen. Es findet sich im „Offenen Brief“ des neuen Vorstandes aber kein Wort dazu, ob eine solche Aufarbeitung unter der Einbindung von Betroffenen geplant ist. Es ist deshalb leider davon auszugehen, dass sie nicht geplant ist. Und dann läuft aktuell wohl auch eine Unterlassungsklage vom Trägerverein gegen eine Person, die kurz nach der „noch-nicht-rechtskräftigen Verurteilung“ ihre Befürchtung an politischer Stelle kundgetan hatte, der „vorläufig“ Verurteilte könne weiterhin im Bildungswerk tätig bleiben und sinngemäß in etwa wohl auch die „steile These“ aufstellte, im Bildungswerk selbst hätte von Gründung an ein massives Problem hinsichtlich sexuellem Kindesmissbrauchs bestanden und Wiederholung wäre zu befürchten. Ja, tatsächlich, gegen diese „steile These“ geht der Vorstand also gerichtlich vor. Aufarbeitung ist das nicht, sondern wirkt (sofern die Vorwürfe denn stimmen sollten!) wie der Versuch des Verteilens von Maulkörben und der Geschichtsklitterung. Solch kritischen Hinweisen wäre aber mit offensiver Aufarbeitung (statt mit Unterlassungsklage) nachzugehen, um herauszufinden, ob sie und im welchen Maße sie der Wahrheit entsprechen und die Ergebnisse der Aufarbeitung wären der Öffentlichkeit zu Verfügung zu stellen, damit diese sich eine eigene Meinung dazu bilden kann.

Hinzu kommt dann noch, dass zumindest zwei Personen des neuen Vorstandes, der da an den Start gegangen ist, um einen Schlussstrich zu ziehen, keinesfalls neue Gesichter sind. Sie gehörten mit zu den Mitwirkenden im Trägerverein auch schon in früheren Zeiten, waren möglicherweise zumindest indirekt mit am Beschluss beteiligt, den Tatverdächtigen nicht von seinen Aufgaben zu entbinden. Um sich von diesem Verdacht reinzuwaschen, müssten sie sich zunächst offiziell von dem damaligen Beschluss, den Tatverdächtigen weiterhin tätig bleiben zu lassen, distanzieren. Dies ist bislang nicht erfolgt. Deshalb muss ich leider davon ausgehen, dass sie sich weiterhin nicht gegen ihren früheren Vereinskameraden stellen werden. Und das, die fortgesetzte Vereins-Solidarität mit einem Tatverdächtigen (was nichts mit ihrer privaten Freundschaft zu tun hat, das wäre ja ihr Privatbier) ist und war doch eigentlich schon immer eines der Hauptprobleme. Denn sie trug nach meinen Erkenntnissen wesentlich mit dazu bei, dass es überhaupt in diesem Ausmaß zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen auf der Balduinstein kommen konnte. Prävention hin oder her.

Ohne gemeinsame Aufarbeitung von Betroffenen und Täter-beherbergenden Institution kann keine Heilung erfolgen – weder auf Seiten der dann „ausgeblendeten“ Betroffenen, noch der vom Missbrauch betroffenen Institution. Statt Heilung erfolgt dann Verdrängung, kein Bewusstseinswandel. Und so steht zu befürchten, dass es es irgendwann irgendwem auf der Balduinstein wieder „Freude“ machen könnte „zu umarmen, was gefällt“. (Zitat aus einem bekannten Lied des Balduinstein-Mitbegründers und allerersten Vorsitzenden des Trägervereines Alexej „Axi“ Stachowitsch, der gleichfalls Täter war). Dieser letzte Satz ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autorin und keine Tatsachenbehauptung, ebenso wie dieser Beitrag die persönliche Meinung und Stellungnahme der Verfasserin widergibt und gewiss nicht jene der Redaktion oder des Verlages oder automatisch des Bundes, dem die Autorin zugehörig ist usw.

Hier der „Offene Brief“ des neuen Vorstandes des Bildungswerkes Balduinstein:

„Liebe Freunde,

das Freie Bildungswerk Balduinstein hat sich intensiv mit der Thematik des Kindeswohls auseinandergesetzt und unser Präventions- und Interventionskonzept hierzu ist fast fertig. Wir möchten euch gerne über einige Grundzüge unseres Konzeptes informieren, damit ihr auf dem neuesten Stand der Dinge seid. Wir haben uns in unserer Herangehensweise an den Maßstäben der Jugendverbände orientiert, unabhängig davon, dass wir ein Erwachsenenverband sind. Als Konsequenz vergangener Vorfälle ist es uns wichtig, hier sehr niedrigschwellig zu arbeiten, um besonders Kindern und Jugendlichen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein geschütztes Umfeld auf der Burg zu bieten, auch wenn unsere Gastgruppen für ihre Veranstaltungen natürlich selbst verantwortlich sind.

Dazu gehören unter anderem:
– Alle Mitglieder des Burgvereins positionieren sich klar gegen jegliche Form der Kindeswohlgefährdung, besonders gegen jegliche Form sexueller Gewalt. Die Mitglieder unseres Vereins haben unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben und werden weiter sensibilisiert und qualifiziert.
– Übernachtungsgäste bei Veranstaltungen des Burgvereins müssen ebenfalls unsere Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, die auch als Download auf der Homepage zur Verfügung steht. – Ein Kodex für den Umgang miteinander befindet sich im Schaukasten am Kutscherhaus und auf der Homepage. Wir bitten alle Besucher der Burg, sich daran zu halten.
– In jedem Haus stehen die rot/grünen „Visitenkarten“ zur freien Verfügung mit einem begleitenden, erklärenden Text. Die Karten sollen unseren Gästen ermöglichen, schnell, leicht und non-verbal Ablehnung oder Zustimmung auszudrücken. Wir wollen ein Miteinander fördern, bei dem jede Form der Grenzverletzung offen und angstfrei angesprochen werden kann. Der Gebrauch einer roten Karte ist für den Empfänger eine deutliche Aufforderung zur Unterlassung und für die anwesenden Gruppenleiter und Erwachsenen ein Signal zu erhöhter Aufmerksamkeit und ein eventuelles Eingreifen.
– In jedem Haus hängt ein Handlungsleitfaden für den Verdachtsfall einer Kindeswohlgefährdung aus.
– Handynummern von Ansprechpartnern aus dem Burgverein befinden sich im Schaukasten und auf der HP.
– Die Telefonnummer einer Beratungsstelle für den Bedarfsfall befindet sich im Schaukasten.
– Wir evaluieren die Gruppen, die uns besuchen wollen, sehr genau. Gruppen, die sich nicht an das Kindeswohl halten wollen, sind bei uns nicht willkommen.
– Wir sind aufmerksam und achten auf uns und unsere Gäste!

Unsere Burg ist ein schöner und friedlicher Ort, der viele Chancen und Möglichkeiten bietet, und der Burgverein ein Kreis verantwortungsbewusster Menschen, deren Ziel die Erhaltung der Burg als Institution ist.
Horridoh, Gretel, Costa und Wölfchen“

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfindergemeinschaft Gilwell

Scouting - Mo., 05/04/2020 - 11:26

Einer der jüngsten Bünde in Deutschland dürfte diese junge Truppe von der Pfadfindergemeinschaft Gilwell sein, denn sie gründete sich erst um 2016. Das bedeutet aber nicht, daß es keine Erfahrung gäbe, denn Teile der Altrover brachten bereits zwischen 10 und 30 Jahren Erfahrung mit ein. Zuvor waren einige von Ihnen beim freien Stamm Königstiger, beim Deutschen Pfadfinderbund Mosaik (DPBM) oder in anderen Bünden tätig gewesen, hatten dort aber wegen unterschiedlicher Vorstellungen wie Pfadfinderarbeit aussehen sollte oder schlicht aufgrund Umzuges schließlich entschieden, ihre Vorstellung in einem anderen, eigenen Bund gemeinsam vor Ort in Lippstadt (Rixbeck) zu realisieren.
So ist eine kleine, aber feine eigene Gemeinschaft entstanden, die sich nach dem ältesten Ausbildungszentrum für Pfadfinder der Welt, dem Gilwell Park in London, benannt hat. Keinesfalls sind sie bemüht, ihr eigenes Süppchen zu kochen, vielmehr verfügen sie schon jetzt über ein reiches Netzwerk an Kontakten zu anderen Gruppen und Bünden, so bringen sie sich beispielsweise auch im Untermerzbacher Kreis (UMK) und dessen Treffen ein. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Zugvogel-Radio: Sensationell!

Scouting - Mo., 05/04/2020 - 11:26

Am Samstag war die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Draußen regnete es bei frischen Temperaturen zum Teil erheblich und statt sich notdürftig in Dümpelfeld beim Zugvogel-Sängerfest an Feuern zu wärmen, konnte man ab zehn Uhr daheim gemütlich im Wohnzimmer dem tv-Stream von Radio Zugvogel folgen. Neben viel Musik – dabei auch durchaus live vorgetragene z.B. von Venjia – gabs ein sehr buntes Programm, was vom Mitmach-Quiz bis hin zu Bier-Yoga reichte und auch Reportagen umfasste und viele Live-Interviews. So war von den jungen Künstlerinnen der Gruppe Kweir (Gewinner des Vorjahres-Dümpelfeld-Sängerfestes) nicht nur zu erfahren, wie ihr Gruppenname korrekt geschrieben wird (und ich hoffe bloß, ihn auch korrekt notiert zu haben), sondern auch, dass ihnen ihr Gewinnersong „Prinzessin Susi“inzwischen zu den Ohren raushängt und sie ihn nicht mehr singen wollen.

Bis zu knapp 500 Zuschauer folgten zeitgleich dem Stream, insgesamt wurden weit über 1500 erreicht – das hätte „Dümpelfeld“ in Real wohl kaum vermocht. Insofern fast schade, dass es sich um das „einzige Zugvogelradio in der Geschichte der bündischen Jugend“ handeln soll. Denn trotz kleinerer technischer Macken (manche der Moderatoren atmeten gern in ihr Mikro, außerdem ärgerte mich meine persönliche Internetzugangsqualität- und -langsamkeit) war das definitiv das bisherige Highlight des Jahres. Ich gebe zu, bei Ankündigung des Bieryogas dachte ich erst „was soll denn der Quatsch“ aber schon bei der zweiten Figur – kämpfender Wildschwan des NWV – war es um mich geschehen und hätte ich dabei Bier getrunken, war das Risiko eines Ausprustens sehr hoch gewesen. Übertroffen wurde die unnachahmliche Darbietung der Moderatoren allenfalls noch von den von den Zuschauern eingesendeten Bieryogabildern und von der lustigen im nachfolgenden Programm durch Pint erfolgten Erklärung, wie die Sieger von den Sängerfesten festgelegt werden. Er lüftete vor laufender Kamera das bislang gut gehütete Geheimnis des „Platzierungs-Egalisators“. Sehr schön auch der Beitrag von den zwei Zugvögeln, die auf Großfahrt in Pakistan von einem dort bekannten Sänger aufgegabelt und für dessen neuestes (Bollywood-Style)-Musikvideo als Co-Künstler verpflichtet wurde, womit sie es bis ins Staatsfernsehen schafften und danach unter 200 Autogramm-Selfies kaum noch davon kamen. Glücklicherweise wurde das so entstandene Musikvideo im Lauf des Tages gleich zweimal abgespielt, denn nicht jeder sah wohl die ganze Zeit zu. Da vermisste dann auch eine Zuschauerin gemäß ihres Kommentares eine BH-Werf-Funktion im Chat. Die schönsten Geschichten schreibt das Leben auf Fahrt. Aber bis das wieder möglich ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Bis dahin wärmt uns die Erinnerung an das Zugvogel-Radio!

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Erinnerung: Radio Zugvogel am 2. Mai

Scouting - Fr., 05/01/2020 - 10:28

Nur zur Erinnerung – als Ersatz für den Ausfall des Zugvogel-Sängerfestes in Dümpelfeld geht am Samstag dem 02. Mai Radio Zugvogel auf Sendung. Und zwar von 10:00 – 22:00 Uhr. Es werden gespielt die besten Hits aus den vergangenen Jahren von Ottenstein, Dümpelfeld und anderen Alben des Zugvogel, die über das hochmoderne Internet in euer zu Hause gestreamt werden können. Selbstverständlich begleitet von engagierten und kompetenten Moderatoren und Beiträgen:

Liebe Zugvögel, Liebe Freunde,
in wenigen Tagen ist es soweit, das Radio Zugvogel geht online und wird uns am 02.05.2020 von 10:00 bis 22:00 Uhr mit einem überbündischen Moderatorenteam aus Franca (DWJ) und Plauder (ZV) sowie Wau (BdP) und Jonas (ZV) die Zeit vertreiben.
Ihr erreicht den Sender mit eurem Webbrowser (Internet) und könnt ihn problemlos ohne Anmeldung streamen: www.twitch.tv/radiozugvogel
10:00 FraPla Good old times
12:00 WaJo Lungenkrank vor Madagaskar
14:00 FraPla Heiter bis wolkig
16:00 WaJo Powernipp
18:00 FraPla Familienprogramm und Singewettstreit
20:00 WaJo Swingerunde
22:00 Alles muss raus
Damit ihr wisst, wann Eure Beiträge gesendet werden, wird Euch auf dem Kanal rechtzeitig das Programm zur Verfügung gestellt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer und bedanken uns jetzt schon Mal für die tollen Beiträge die wir bereits erhalten haben. Über einiges wird sicher noch lange gesprochen werden.
Euer Radio Zugvogel Team

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„Nachwuchs gibt es keinen mehr“

Scouting - Do., 04/30/2020 - 05:56

Was der 82-jährige Hans Eltze dem Trierischen Volksfreund zum Besten gab, war vermutlich nicht offiziell abgesegnet. Er berichtete im Interview vom Nerother Wandervogel und von den Fahrten seiner Jugend und dass man sich immer noch regelmäßig zum Singen treffen würde. Alles in allem ein netter Bericht, nur ein Satz verstörte dann doch den kundigen Leser. Von den Treffen auf der Waldeck berichtete er, dass von deutschlandweit rund 200 Mitgliedern des Nerother Wandervogels dort mal mehr, mal weniger zusammenkämen. Schließlich seien die Herren auch schon in die Jahre gekommen. Und dann: „Nachwuchs gibt es keinen“. Eine steile Behauptung, die nach Kenntnis der Redaktion nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Als „alter Nerother“ gehört Eltze aber nicht zum Teilnehmerkreis der Bundestreffen des Jungenbundes, die ihn eines Besseren überzeugen könnten.

Bild: Karl Oelbermann, Gründer des NWV.

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Einladung zur Online-Gruppenstunde

Scouting - Mi., 04/29/2020 - 05:42

Die Zeiten ohne Gruppenstunden und Heimabende ist während der Corona- Zeit für uns alle schwer. Dem möchten wir ein wenig Abwechslung bieten.
Am 04.05. um 17:30 Uhr organisieren wir (die Taunuspfadfinder) im Stream der Pollution Police Pfadfinder eine überbündische Online-Gruppenstunde. Wir würden uns freuen wenn viele teilnehmen und Spaß daran haben.

Hier die Ankündigung:

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GSAT: Die DPSG entwickelt sich weiter! Ergebnisse des Global Support Assessment Tool

Neues von der DPSG - Di., 04/28/2020 - 11:43

In den vergangenen Jahren gab es regelmäßige Verbandsentwicklungsprozesse, die unsere DPSG nachhaltig verändert und geprägt haben. Oft sind diese Prozesse intern gestartet worden und hatten Ansatzpunkte und Ziele, die aus dem Verband heraus identifiziert worden sind. Bei den Beratungen in der Bundesleitung und im Bundesvorstand darüber, wo Entwicklungspotentiale gesehen werden, wurde entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen:

Die Bundesleitung hat entschieden, sich eine Rückmeldung zur Struktur, den Inhalten und der Arbeit der DPSG einzuholen, bevor die nächsten großen Stellschrauben der Weiterentwicklung der DPSG indentifiziert und gedreht werden. Daher hat die Bundesleitung die Teilnahme an einem Angebot unseres Weltverbandes WOSM beschlossen.

WOSM bietet seit mehreren Jahren das sogenannte Global Support Assessment Tool (GSAT) an, das gemeinsam mit der professionellen Assessmentagentur SGS für die Evaluation von Pfadfinderverbänden erarbeitet wurde. Mehr als 100 Nationalverbände haben an diesem Programm bereits teilgenommen. Wir sind der erste der deutschen Ringverbände. Zunächst wurde eine GSAT Steuerungsgruppe gebildet, die aus folgenden Personen bestand: Sebastian Becker (Referent der Bundesleitung für Verbandsentwicklung), Mathias Fazekas (Bundesleitung), Joschka Hench (Bundesvorstand), Tobias Hirsch (Vorstand Bundesamt St. Georg e. V.), Philip Münch (Hauptausschuss), Sebastian Päffgen (Bundesleitung) und Anne Wunden (Geschäftsführung).

Durchgeführt wurde das Assessment im Februar 2020. Seit kurzem liegen die Ergebnisse vor. Da GSAT und seine Standards nicht immer direkt auf unseren Verband anwendbar sind, stellen wir euch neben dem Originalreport noch weitere Dokumente zur Verfügung, die zum besseren Verstehen der Ergebnisse gedacht sind und unter anderem Bewertungen und Kommentare enthalten.

Die GSAT Steuerungsgruppe steht zudem allen interessierten Mitgliedern des Verbandes in einer Videokonferenz am 07.05.2020 um 19:00 Uhr für eure Rückfragen sowie zum Austausch über GSAT und die Ergebnisse zur Verfügung. Die Einwahldaten dazu erhaltet ihr mit einer Mail an Sebastian Becker (sebastian.becker@dpsg.de).

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