Pfadfinder

System Balduinstein

Scouting - Mo., 11/04/2019 - 04:15

Heute vor 5 Jahren:
Ich brauche keine Zusendungen ohne Absender oder unter Pseudonym in meinem Briefkasten, um mich als erfolgreiche Journalistin zu fühlen. Trotzdem hat es natürlich etwas von einem Krimi an sich, wenn das geschieht. So wie gestern. 22 gedruckte Seiten umfasst die insgesamt solide recherchierte Zusammenfassung unter der oben genannten Überschrift, verfasst von Hendrick Busman aus Kevelaer. Google sagt, der sei 1649 gestorben. Mein journalistischer Instinkt sagt, dass dieser eher modern angehauchte und eher weniger selbst aktiv singende Pfadfinder, der möglicherweise vom Niederrhein stammt und dem Bündischen eher etwas skeptisch gegenübersteht, durchaus noch lebt, aber wohl unter einem anderen Namen.

Das, was er (Hendrick) da zusammengestellt hat, schlägt einen weiten Bogen von historischen Personen, dem jugendbewegten Reformpädagogen Gustav Wyneken (wegen sexuellen Missbrauchs von Schülern mit Gefängnisstrafe belegt), Hans Blüher (Wandervogel und „Erfinder“ des „bündischen Eros“ – also der pseudo-verklärten „Liebe“ zwischen Führer und Anvertrautem – heute würde man das Missbrauch von Schutzbefohlenen nennen) und Alfred Schmid (der ebenfalls sexuellen Handlungen mit Minderjährigen gegenüber aufgeschlossen war) über die von ihnen beeinflussten oder gegründeten Gruppen, Verlage und damit verbandelten Personen durch mehrere Jahrzehnte hindurch bis zum heutigen Tage. Der Autor belegt damit aus seiner Sicht „40 Jahre Kontinuität von Liedgesang, Glaubensüberzeugung und pädosexuellem Tatablauf“.

So reicht eine  der (zahlreichen) ausgearbeiteten Kontinuitäten von Alfred Schmid über das von ihm gegründete Graue Corps weiter zur grauen jungenschaft, von dort zu heutigen Tätern und/sowie Gründern des freien Bildungswerkes Balduinstein oder auch dem Falado e.V. Die Quellen, auf die sich Hendrick bezieht, sind alle frei zugänglich. Es ist also nichts enthalten, das jemandem, der sich mit der Thematik befassen will, unbekannt wäre oder bliebe.

Und an gewissen Punkten geht es mir dann persönlich doch noch etwas zu sehr in den „Kontaktschuldbereich“, wenn beispielsweise ein Übergriff in einer Hütte in Österreich (ohne das Ereignis herabspielen zu wollen!) zu einem Beleg für ein Netzwerk wird, das sich bis auf das Schiff, zu dem unterwegs war, erstreckt und zwar deshalb, weil Mitbegründer und ehemalige Vorstände des Schiffes (waren am Übergriff nicht beteiligt!) ihrerseits aus der grauen jungenschaft stammen, für die ja Missbrauchskontinuität durch einen anderen Fall in den 80er Jahren (übrigens auf der Balduinstein von einem anderen Gruppenführer aus Wachtberg verübt) bereits belegt ist. Und doch ja, da taucht auch nach meinem Geschmack ein wenig zu oft der Begriff „graue jungenschaft“ und „Balduinstein“ auf, der Name des Schiffes aber nur am Rande.

Doch ich will nicht vom Kern ablenken:
Wie konnte es – über Jahrzehnte hinweg! – vor unser aller Augen geschehen, dass Missbrauchstäter sich so sicher fühlen, ungestört ihren Taten nachgehen zu können. Welche Strukturen ermöglichen diese Taten, wie lassen sie sich künftig verhindern? Hier ist bereits viel geschehen, sowohl in Hinsicht auf Aufklärung, als auch Prävention. Und ja, auch auf der gebeutelten Balduinstein!

Der Trägerverein der Balduinstein hat Ende 2012 nicht schnell genug und nicht angemessen auf die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs auf der Burg durch Mitglieder des Vereines reagiert. Gut die Hälfte seiner Mitglieder haben ihn verlassen oder sind gegangen worden. Es sind jetzt nur noch zehn. Vom neuen Vorstand sind zwei Frauen (ich sag das nur wegen der Statistik). Der Verein hat aber im vergangenen Jahr fast alles mögliche unternommen (!), um den Sumpf trockenzulegen und ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufzuschlagen. So richtig gefruchtet hat das aber in der „bündischen Öffentlichkeit“ nicht.

Womöglich, weil man beim Betreten der Burg immer noch dem gleichen Burgvogt vor die Nase läuft, wie in den Jahren des Missbrauchs. Und man von dem zwar durchaus mal einen Nachruf auf einen guten Freund zu hören bekommt, nicht aber mal ein klein wenig Klartext zu seiner persönlichen Schuld am Geschehen – oder geschehen – lassen. So kann man fast den Eindruck kriegen, dass da auf der Burg leider immer noch nicht ausgeschlossen ist, dass selbst einschlägig Vorbestrafte da lustig mittun könnten, weil niemand auch nur auf die Idee käme, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen, denn „[die burg] soll uns balduinsteinern und unseren freunden immer bündische heimstätte und zuflucht sein. wir wollen bündische gruppen ansprechen, die fantasie und lebenskraft besitzen, um sich diese möglichkeiten zu eigen zu machen und für sich und andere fruchtbar zu nutzen. die kultur einer gruppe lebt aus der begegnung, dem gespräch und dem gegenseitigen austausch.
dafür bietet die burg ungestörten raum.“ Das liest sich für mich wie eine gezielte Einladung an die üblichen Verdächtigen. Allerdings:

„Die Arbeit des Kritikers ist in vieler Hinsicht eine leichte. Wir riskieren sehr wenig und erfreuen uns dennoch einer Überlegenheit gegenüber jene, die ihr Werk und sich selbst unserem Urteil überantworten. Am dankbarsten sind negative Kritiken, da Sie amüsant zu schreiben und auch zu lesen sind. Aber wir Kritiker müssen uns der bitteren Wahrheit stellen, dass, im Großen und Ganzen betrachtet, das gewöhnliche Durchschnittsprodukt wohl immer noch bedeutungsvoller ist als unsere Kritik, die es als solches bezeichnet.“ (Quelle: Filmzitat-Datenbank)

Gut, amüsant zu lesen ist dieser viel zu lange Sermon wohl kaum. Vier Pakete an Forderungen hat Hendrick am Ende seiner Ausarbeitung aufgestellt. Folgende sind nachvollziehbar:

Die graue jungenschaft sollte sich offiziell vom Grauen Corps und Alfred Schmid distanzieren; der mitverantwortliche Burgvogt der Balduinstein sollte in der grauen jungenschaft kein offizielles Amt mehr bekleiden dürfen; der Burgvogt der Balduinstein sollte sich zudem vernehmlich und unzweideutig von den hauseigenen Missbrauchsfällen distanzieren oder seinen Hut nehmen;

Weniger nachvollziehbar sind folgende Forderungen:

Volljährige Mitglieder der grauen jungenschaft sollten bis zu ihrer Distanzierung (s.o.) die Burg Balduinstein nicht mehr betreten dürfen; bis zur vollständigen Aufdeckung und Aufarbeitung sollten Minderjährige die Burg Balduinstein nicht mehr betreten dürfen; und dem bisherigen Burgvogt sei ein Betretungsverbot aufzuerlegen.

Na, dann bleibt ja keiner mehr übrig?

„Ja, was sollen wir denn noch tun“ höre ich den gebeutelten Trägerverein der Balduinstein rufen. Und da hätte ich einen Tipp. Was haltet ihr von einem ergebnisoffenen Dialog der Bünde. Öffnet eure Tore. Ruft die Kritiker zu euch.

Unterdessen gehen die Verhandlungen vor Gericht weiter..

Ach, und noch eine eher persönliche Nachricht an Hendrick: „rückwärtsgewandt-rigide-reaktionär-katholisch“???! Tsss…

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Vorgestellt: Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Scouting - So., 11/03/2019 - 04:50

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) entstand 1975 als Fusion des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen und des Bundes der Pfadfinder. Letztere hatten ihre Wurzeln im Bund Deutscher Pfadfinder, von dem man sich aber aufgrund seiner radikal-links politischen Neuausrichtung bereits einige Zeit zuvor getrennt hatte. Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder ist der mitgliedsstärkste interkonfessionelle deutsche Pfadfinderbund, d.h. er ist religiös nicht gebunden. Der BdP ist Mitglieder der Weltpfadfinderorganisationen WOSM und WAGGGS.  Der BdP hat deutschlandweit 30.000 Mitglieder und verfügt über ein Bundeszentrum in Immenhausen. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Buchvorstellung: Wild und Fromm – Ein Beitrag zur Emanzipation der Jungen heute

Scouting - Sa., 11/02/2019 - 04:40

Dieses facettenreiche autobiografische Buch will keine pädagogischen Theorien verkünden, sondern plastisch und exemplarisch von den Jungen erzählen, die versuchten, ihrem Leben nach dem Krieg abseits der damals modischen Kultur der Siegermächte und der Bevormundung durch ihre Väter einen ganz eigenen Sinn zu geben.

So sieht der Verfasser, der langjährige Jugend- und Gemeindepfarrer Jürgen-Joachim Taegert, das Wesen der Christlichen Pfadfinderarbeit in ihrer Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg. Als „Kriegskind“ in der Pfadfinderarbeit der Nachkriegsjahre groß geworden, reflektiert er rückschauend diese Arbeit am Beispiel ihrer Anfänge in der Rattenfängerstadt Hameln. Er plädiert dafür, in der heutigen „Bildungskatastrophe der Jungen“ stärker auf die Erfahrungen dieser zeitlosen Emanzipations- und Erlebnispädagogik zu setzen, die für den Entwicklungsprozess der Jungen viele gelungene Beispiele bereit hält.

So sollen auch Jungen heute Mut aufbringen, sich dem Diktat der Werbung und der digitalen Welten zu widersetzen; sie sollen Neugier am ursprünglichen Leben zurückgewinnen und ihr Selbstwertgefühl durch die Betätigung ihrer persönlichen Gaben stärken.

Wild und fromm – kein unvereinbares und unzeitgemäßes Gegensatzpaar. In der Bibel ist Johannes der Täufer der Prototyp des „wilden Mannes“, der zugleich fromm, sozial und zukunftsweisend ist.

Jürgen-Joachim Taegert
Wild und Fromm – Ein Beitrag zur Emanzipation der Jungen heute
200 Seiten | Hardcover | 18 x 25,5 cm
19,80 € | A: 20,30 €
ISBN 978-3-88778-362-4

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Wer haftet bei Gruppenreisen für verlorene Dinge?

Scouting - Sa., 11/02/2019 - 04:35

Jeder kennt das: Da verteilt man das Gruppengepäck bei der Fahrt auf die einzelnen Mitreisenden und obwohl man jeden ermahnt hat, gut darauf acht zugeben und obwohl man meint, vor Verlassen des Lagerplatzes noch einen Kontrollblick zurückgeworfen zu haben, hat der kleine Benni eine Kohtenplane verloren und Maja, welche freundlicherweise die Juja von der großen Steffi transportierte, kann diese auch nirgendwo mehr finden. Dem Klaus sein teures Handy bei nächtlichem Regeneinbruch im Zelt abgesoffen und gibt keinen Mucks mehr von sich und zu allem Unglück wurde dann auch noch dem Julius der ihm anvertraute Teil der Gruppenkasse in Höhe von 500 € von unbekannten Langfingern entwendet. Von den zahlreichen Heringen, die verloren gegangen sind, wollen wir lieber erst gar nicht reden (obgleich auch diese in Summe einen gewissen Wert darstellen).

Wer ersetzt den Schaden? Es wäre ein schlechter Stil der Stammesführung, würde sie für alles zusammen den verantwortlichen Gruppenleiter belangen wollen, da dieser es an Sorgfalt hatte mangeln lassen (ein Argument, das zweifelsohne jedoch fast immer passt, sonst wäre das Material ja noch vorhanden).

Zunächst zu dem kleinen Benni, der die Kohtenplane verloren hat: Gruppengepäck ist unter Umständen über die Hausratsversicherung des Trägers versichert. Die meisten Gruppen dürften jedoch keine haben. Dass Benni die Kohtenplane für die Gruppe getragen hat, war genaugenommen eine reine Gefälligkeit von ihm, denn Geld hat er dafür nicht erhalten. Zudem ist er noch minderjährig und solange er nicht mit Vorsatz gehandelt hat, kann ihm kein wirklicher Vorwurf gemacht werden. Seine Haftpflichtversicherung wird wahrscheinlich ebenfalls nichts erstatten, denn viele dieser Versicherungen haften nicht für Schäden, die durch Gefälligkeiten entstanden sind (für den Verlust geliehener Gegenstände aber ebenso wenig). Kinder unter sieben Jahren sind übrigens grundsätzlich haftungsunfähig; zwischen sieben und achtzehn Jahren sind sie eingeschränkt haftungsfähig, d.h. es hängt von ihrer individuellen Einsichtsfähigkeit ab, inwiefern sie in der Lage gewesen wären, das Unrecht ihrer Handlung zu erkennen. Schusseligkeit gilt landläufig jedoch nicht als absichtliche und unrechte Handlung.

Ähnlich ist es im nächsten Fall. Maja ist neun Jahre alt und hatte die Juja von der neunzehnjährigen Steffi getragen, weil sie dieser zu schwer wurde. Leider ließ sie diese beim Umsteigen im Bahnhof liegen. Steffi ist sehr wütend und will die Juja ersetzt haben. Auch hier gilt: Die Haftpflichtversicherung von Maja wird nichts zahlen und die Eltern von Maja werden zurecht einwenden, dass Steffi ihre Juja hätte wohl besser selbst hätte tragen können oder zumindest darauf achten, dass Maja sie nicht verliert. Steffi wird auf eigene Kosten eine neue Juja kaufen müssen.

Klaus hat sein teures Handy auf Fahrt mitgenommen, nun ist es kaputt. Seine Eltern machen dafür die Fahrtenleitung verantwortlich und können nicht verstehen, wieso man in Zelten ohne Boden schläft. Hier wird es in der Praxis wohl darauf hinauslaufen, dass dem harmoniebedürftigen Gruppenführer spontan einfällt, dass der Wasserschaden dadurch entstanden ist, dass er den Inhalt eines vollen Hordenpottes aus Versehen auf das Handy hat platschen lassen. Dann zahlt die Haftpflichtversicherung des Gruppenleiters – es handelt sich dabei aber um Versicherungsbetrug! Um Verstimmungen dieser Art vorzubeugen, sollten Eltern vorab detailliert schriftlich darüber informiert werden, wie Fahrten bei den Pfadfindern ablaufen, welches Programm geplant ist (Risikosportarten in jedem Fall benennen!) wie und wo übernachtet wird, welche Ausrüstung zu empfehlen ist und was lieber daheim bleiben sollte.

Wichtig und eigentlich immer vergessen wird außerdem, den Eltern darzulegen, welche Versicherungen im Schadensfalle über die Gruppe vorhanden sind und welche nicht; diese müssten die Eltern dann also ggf. selbst abschließen. (Die genaue Kenntnis der Versicherungslage des Bundes erfolgt zumeist erst dann, wenn es zu einem Schadensfall gekommen ist – und dann ist manchmal das Erstaunen groß, für was alles die Bundesversicherung nicht aufkommt). Stand auf der Einladung schwarz auf weiß, dass jeder für sein Privatgepäck selbst verantwortlich ist und Handys daheim bleiben sollen, ist zumindest formal kein Grund zur Beschwerde gegeben.

Nun zum letzten Fall (auch dieser ist, wie die übrigen, authentisch). Der volljährige Pechvogel Julius, ein armer Student, hatte einen nicht unerheblichen Teil der Fahrtenkasse in seiner Obhut, nun ist das Geld weg. Die Gruppe ist sich sicher, dass er sich nicht selbst bereichert hat, sondern es ihm tatsächlich gestohlen wurde. Auch hier liegt wieder eine Gefälligkeit vor, denn Julius hatte sich das Geld schließlich nicht von der Gruppe geliehen. Allenfalls könnte man ihm eine gewisse Fahrlässigkeit vorwerfen, denn dass er das Geld mit ins Schwimmbad genommen hat und es dann nicht für nötig befand, es im Spind zu verschließen, ist schließlich seine eigene Idee gewesen. Doch Diskussionen dieser Art bringen die Gruppe nicht weiter und führen nur dazu, dass künftig keiner mehr bereit ist, Gruppengepäck zu übernehmen. Ebenso führt eine Diskussion über die immer latent vorhandene Mitschuld des Gruppenführers nur dazu, dass keiner mehr diese verantwortungsvolle Tätigkeit übernehmen möchte. Deshalb ist immer genau abzuwägen, ob tatsächlich ein schuldhaftes Vergehen vorliegt und ob die Schwere der Schuld einerseits und der Wert des Gegenstandes andererseits eine echte (Gerichts-)Streitigkeit wert sind und ob „der Schuldige“ überhaupt zahlungsfähig wäre. Im Schadensfalle sind die zuständigen Versicherungen übrigens unmittelbar zu benachrichtigen und nicht erst dann, wenn die Rechnung eintrudelt!

Quelle: scouting 03-10

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Kamin der Lu wird saniert

Scouting - Fr., 11/01/2019 - 05:16

Am 1. April 2017 hatten wir in einer Scherzmeldung verkündet, der Kamin der Burg Ludwigstein werde „nach dem Dauerärger durch nistende Dohlen“ abgerissen und „durch ein Plexiglasscheibe ersetzt“. Diese Meldung enthielt ein Körnchen Wahrheit: Es gab tatsächlich Ärger wegen der Dohlen, zudem fürchtete man um seinen Bauzustand. Eine mittels Drohne durchgeführte Untersuchung bestätigte später, dass das Mauerwerk tatsächlich erhebliche Schäden aufweist, besonders an der Wetterseite. Dank Zuwendungen aus Denkmalschutz, Trägerverein und der Einbringung von Eigenmitteln wird der historische Schornstein nun saniert. Das für die Arbeiten notwendige Baugerüst ragt bereits gut 20 Meter empor und wird knapp einen Monat lang das Bild der Burg weithin sichtbar mitprägen. Nach Abschluss der Maßnahmen ist das Bauwerk für die kommenden 40 Jahre wieder fit, so Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling. Also keine Plexiglasscheibe. Ist auch besser so: Der Hauptkamin (gehört zum Speisesaal) gehört wie der Burgturm zum markanten Profil des Ludwigstein und ragt überproportional weit aus der Dachfläche der Kernburg heraus. Gerade wegen seiner exponierten Lage muss er sich ungeschützt gegen Wind und Wetter behaupten.

Infoquelle: Burgblick Oktober 2019

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Pfadfinderhütte / Speiderhuset ‚Fjøset‘ in Katterat

Scouting - Fr., 11/01/2019 - 04:55

Die norwegische Pfadfindergruppe aus Narvik verfügt mit der Hütte ‚Fjøset‘ in Katterat über eine attraktive Unterbringung, die auch Gästen offensteht. Sie ist nördlich des Polarkreises und nahe an den Lofoten und der schwedischen Grenze gelegen. Durch den Golfstrom ist der örtliche Fjord ganzjährig eisfrei. Die Hütte ist das ganze Jahr über nutzbar und auch für Schulklassen geeignet. Leider sind die Informationen auf der dzugehörigen Internetseite auf norwegisch gehalten, aber zumindest der Preis entnehmbar und liegt mit 150 Kr für Erwachsene und 120 Kr bei Kindern bis 12 Jahren pro Tag. Es besteht ein direkter Bahnanschluss, zudem existiert fließend Wasser und elektrischer Strom (allerdings 16,7 Hz). Hier geht es zur Homepage.

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Kategorien: Pfadfinder

Der Guide zum Taschenmesser

Scouting - Do., 10/31/2019 - 05:09

Das Schweizer Taschenmesser: Neuer Camping & Outdoor Survival Guide Jeder hat eigentlich ein Schweizer Taschenmesser, wenn nicht sogar mehrere. Und je mehr Funktionen es hat, umso seltener wird es bei mir benutzt! Weil man manchmal gar nicht weiß, für was und wie die jetzt zu gebrauchen sind! Mit diesem Buch wird Abhilfe geschaffen. Jetzt weiß man endlich, welche Funktionen man tatsächlich mit einem Schweizer Messer noch hat. Denn dieser Survival-Guide richtet seinen Fokus auf das Schweizer Taschenmesser. Buch und Messer sind die idealen Begleiter, wenn es ins Abenteuer geht. Bryan Lynch, Autor dieses Outdoor-Ratgebers, wuchs im Mittleren Westen von Iowa auf und verbrachte die meiste Zeit auf der Jagd oder beim Fischen. Seine Begeisterung für Messer wurde durch die Vielseitigkeit des Schweizer Messers seines Vaters ausgelöst und begleitet ihn bis heute. Bryan schreibt Bücher über Notfallvorsorge, Überlebenstechniken und -ausrüstung und liefert in diesem Ratgeber 101 vielseitige Tipps & Tricks für den Einsatz des berühmtesten Taschenmesser der Welt. Ein wirklich nützliches Geschenk für Pfadfinder, Outdoor- & Survival-Enthusiasten, Camper und alle, die ein Schweizer Taschenmesser besitzen. Das Buch hat einen spritzwassergeschützten Einband für den Outdooreinsatz und ein handliches Format – ein perfekter Begleiter bei jeder Outdoor-Tour.

Heel Verlag, 224 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 146 x 178 mm, Softcover, ISBN 978-3-95843-954-2

Preis 16,99 Euro https://www.heel-verlag.de/Schweizer+Taschenmesser.htm
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Eröffnung der Fahrtensaison

Scouting - Mi., 10/30/2019 - 04:57

Hajk, Bogenschießen und Gottesdienst: Rechtzeitig nach der Sommerpause versammelten sich die Mitglieder des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (VCP) Stamm Drei Gleichen und der Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. (VDAPG) Gilde Drei Gleichen in ihrem Neudietendorfer Pfadfinderzentrum. Zusammen mit Gästen des VCP Stammes „Am Gottlob“ wurde am verlängerten Wochenende vom Freitag, dem 20. bis Sonntag, dem 22. September 2019 gemeinsam geplant, gewandert, gespielt, gesungen und gefeiert.

Los ging es am Weltkindertag, dem neuen Feiertag im Freistaat Thüringen, mit dem Aufbau der Zelte und der Teilnahme am Hüpfburgspektakel des Jugendfußballclubs (JFC) Nesse-Apfelstädt auf dem Neudietendorfer Sportplatz, bevor der Abend mit einer Auswahl an Pfadfinder*innenfilmen und Serien sowie einem Rückblick aus dem letzten Jahr zu Ende ging.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Burgenensembles, den die örtliche Pfadfindergruppe in ihrem Namen trägt. Entlang des Gustav-Freitag-Weges ging es für die Kinder- und Jugendlichen zu Fuß vom Wandersleber Bahnhof über das Freudenthal auf die Burgruine „Wandersleber Gleiche“, mit welcher die Pfadfinderinnen bereits seit 1926 eng verbunden sind, da in diesem Jahr hier das bundesweite „Reichssingelager“ der Christlichen Pfadfinder ausgetragen wurde. Weiter ging es von hier aus nach Mühlberg, um die Mühlburg zu erklimmen und im Anschluss das Eiscafé „Am Spring“ mit ihrem Spielplatz zu erobern, bevor es von hier mit dem Bus zurück ins Lager ging. Unterwegs sorgten die älteren Ranger/Rover und Erwachsenen für jede Menge Spaß und Herausforderungen mit Aufgaben an einzelnen Stationen. So mussten Beispielsweise kurz vor dem Erreichen des Freudenthals „Perspektivfotos“ erstellt werden. Der Abend wurde am Lagerfeuer in der Jurte, dem großen Pfadfinderzelt, für die Auswertung des Drei-Gleichen-Hajks an diesem Tag sowie für Spiele und Gesang genutzt.

Der Sonntag startete mit der Stammesversammlung, auf welcher die neue Leitung des VCP e.V. Stamm Drei Gleichen gewählt wurde. Hier wurden Udo Wich Heiter, Vincent Niessner und Timon Stegmann im Amt bestätigt. Hinzu kommt Tim Schiewer, der neu ins Amt gewählt wurde. Pfarrer Michael Göring, der dem Gremium lange Zeit angehörte, trat nicht erneut an. Für seine Leistungen bedankten sich alle Mitglieder herzlichst. Zukünftig wird Göring sich stärker in der Erwachsenengilde einbringen. Neben den Wahlen stand natürlich auch die Jahresplanung auf dem Programm, wobei der Besuch des Russischen Jamborees 2020 in Karelien zusammen mit der russischen Partnergruppe aus Perm das größte Highlight sein wird. Michael Seidel, der Referent für Jugendpolitik des Bund Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland (bejm), den die Pfadfinder*innen als Gast begrüßen durften, freute sich über so viel Engagement des Jugendverbandes und lud den VCP dazu ein, sich künftig auch stärker in der Landeskirche einzubringen.
Dem Aufruf folgten die Pfadfinderinnen mit dem Gottesdienst in der AGORA des Pfadfinderareals, zu welchem sich auch zahlreiche Glieder der Kirchgemeinden aus Neudietendorf und der Region einfanden. Pfarrer Michael Göring forderte in seiner Predigt sich auf die Werte als Christ und/oder Pfadfinder*in zu berufen und auch auf Menschen zu zugehen, die nicht in der Mitte der Gesellschaft stehen.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu selbst gebackenem Kuchen, Pizza aus dem Lehmbackofen, heißen und kalten Getränken sowie Workshops für Groß und Klein eingeladen. Hierzu zählte neben einer Seilbrücke über den Göpfertsgraben, Dart oder dem Malen von Bildern auch das Angebot der neuen Bogenschießgruppe des Vereins. Nachdem über mehrere Monate ein Teil des Pfadfinderzentrums, auch mit Hilfe einer Förderung durch das Jugendamt des Landkreises Gotha, umgebaut und eingerichtet wurde, konnten die Schützlinge ihr Können vorführen und neue Interessierte für die Disziplin begeistern.
Wer selbst Interesse hat, sich oder seinen Kindern einen der vielfältigen Horizonte des Pfadfindens zu eröffnen, ist hierzu eingeladen.
Die Wölflinge (7-10 Jahre) treffen sich dienstags um 16 Uhr und die Pfadfinder (11 bis 15 Jahre) mittwochs um 16 Uhr. Für die Ranger/Rover (16 bis 20 Jahre) besteht das Angebot nach Absprache freitags ab 20 Uhr.
Die Gilde (Erwachsene) trifft sich das nächste mal am Montag, dem 18. November 2019 um 19 Uhr.

 

Kategorien: Pfadfinder

Vorstandswahl im DPV

Scouting - Di., 10/29/2019 - 04:56

Ende September fand die jährliche Mitgliederversammlung des Deutschen Pfadfinderverbandes (DPV) statt. Neben der Nachbereitung unseres Aktionsjahres 2019 mit der Sippenaktion „Don Oro“ und dem gemeinsam mit dem BdP veranstalteten Pfadfinderfest „Schall und Rauch“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das Jubiläum des Verbandes „DPVgoLd“, das im September 2020 auf Burg Ludwigstein mit einem rauschenden Fest begangen werden soll. Außerdem arbeiteten die Delegierten der Bünde fleißig am jugendpolitischen Konzept und lieferten dem neu gewählten Jugendpolitischen Rat viele Ideen, die in den kommenden Monaten in unser Konzept eingehen sollen. Ganz nebenbei wurde auch noch gewählt: Matze (Matthias Krause, PBNL) und Many (Marei Neumann, PBNL) bilden die neue Doppelspitze im DPV. Für die Wahl zweier gleichberechtigter Vorsitzender war zuvor extra die Sartzung geändert worden. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Naoné (Johanna Griffel, PBN), Marc Bruch (BEP), Patte (Patrick Quack, BPB) und Storch (Philipp Robens, DPBM) gewählt. Neuer Schatzmeister ist Gandhi (Simon Kröber, BPB). Der alte Vorstand – bestehend aus dem Vorsitzenden Jo und Schatzmeister Rainer sowie den Stellvertreter/innen Laura R., Laura B., Jasper, Storch und Referent/innen Jasmin, Matze, Nerv und Bene wurde mit dem Dank des Verbandes für die vergangenen drei Jahre verabschiedet. Insbesondere Rainer, der nach unglaublichen 27 Jahres als Schatzmeister nicht wieder kandidierte, sprachen die Delegierten ihren Dank aus.

Kategorien: Pfadfinder

Audio-CD Erlebnis Wald

Scouting - Mo., 10/28/2019 - 05:13

Diese neue Audio-CD von Edition AMPLE mit Tierstimmen und Geräuschen im Wald erweitert spielerisch das Wissen über unseren heimischen Wald. Wie sagt man so schön: „Nur was man kennt, kann man auch schützen“. Der Wald ist inzwischen zahlreichen Einflüssen und Gefahren ausgesetzt – er braucht unsere Hilfe!
Ein Spaziergang durch den Wald ist ein besonderes Erlebnis. Wenn man ganz genau hinhört, knarrt, raschelt und zwitschert es überall. Doch woher kommen all die Töne? Welche Tiere leben eigentlich im Wald? Das Klopfen des Buntspechts ist noch leicht zu erkennen, aber singt da ein Rotkehlchen, ein Buchfink oder der Zaunkönig? Und wie hört sich ein Dachs oder ein Siebenschläfer an?
Eine Antwort auf all die Fragen gibt die Audio-CD „Erlebnis Wald“ vom Musikverlag Edition AMPLE mit folgenden 57 Titeln:
Prolog mit einer Morgenstimmung im Wald,
9 Säugetiere,
21 Vogelarten,
3 Lurche,
7 Insekten,
7 Waldstimmungen,
6 Titel über Mensch und Wald,
2 Titel Rätselspiel
und ein Ausklang mit einer Abendstimmung im Wald.

79 Minuten lang entführt der Tonträger den Hörer in die Klangwelt des Waldes. Es ist noch früh am Morgen: Tannenmeise, Buchfink, Schwarzspecht und Rotkehlchen stimmen ihr Konzert an. Währenddessen streift ein Reh auf der Suche nach Futter durch den Wald, der Wind bläst durch die Blätter. In einer anderen Tonaufnahme ist das Röhren eines Rothirsches, das Piepsen der Waldmaus und das Grunzen eines Wildschweines zu hören. Und auch die kleineren Bewohner des Waldes kommen zu Wort: Eichenschrecke, Waldgrille, Ackerhummel und die fleißigen Waldameisen.

Als sinnvolle Ergänzung ist der Audio-CD ein 32-seitiges Begleitheft beigefügt. Dieses enthält viele Informationen und farbige Abbildungen zu den einzelnen Tonaufnahmen, einen Pflanzenführer sowie ein kleines Lexikon. Außerdem befindet sich in dem Begleitheft ein heraustrennbares Rätselspiel.

Wer Geräusche raten, ein grünes Klassenzimmer gestalten oder einen Ausflug in den Wald machen will, für den ist diese Audio-CD genau richtig. “Erlebnis Wald“ ist ein vergnügliches, informatives und anspruchsvolles Klangerlebnis für alle Altersgruppen.

Fernand Deroussen, Karl-Heinz Dingler

ERLEBNIS WALD
Tierstimmen und Geräusche im Wald

Audio-CD
Spieldauer 79 Minuten

Bestell-Nr. CD-329474
ISBN 978-3-935329-47-7
Preis: EUR 14,95

Edition AMPLE

www.ample.de

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Freie Pfadfinderschaft Lancelot zu Schildesche

Scouting - So., 10/27/2019 - 04:40

Die Freie Pfadfinderschaft Lancelot zu Schildesche besteht aus einem Stamm in Bielefeld mit um die 90 Mitgliedern (Stand: 2012). Sie verfügen als Heim über einen Bauwagen, den sie nahe einer Waldorf-Schule auf dem Gemeindegrund der Christengemeinschaft abstellen durften. Aufgrund des Einzugsgebietes ist der Stamm durch die Rudolf-Steiner-Bewegung geprägt, aber nicht an diese gebunden. Der Stamm verfügt über keine Homepage.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Buchvorstellung: Auf dem Weg zu Gesundheit und Glück

Scouting - Sa., 10/26/2019 - 05:40

Der Autor Johannes Winter ist Arzt an der Chirugischen Klinik im Klinikum Mannheim. Wenn es nach ihm ginge, würde Pfadfinden ärztlich verordnet. Denn es bietet eine echte Alternative zu der ungesunden Lebensweise in unserer Konsumgesellschaft.

Johannes Winter
Auf dem Weg zu Gesundheit und Glück
228 Seiten | Hardcover | 15 x 21 cm
14,80 € | A: 15,20 €
ISBN 978-3-88778-158-3

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Kategorien: Pfadfinder

Jugendhaus am Strinzelbach

Scouting - Fr., 10/25/2019 - 07:55

Das Jugendhaus am Strinzelbach wurde in den letzten Jahren in Eigenleistung erbaut. Am Stadtrand von Heubach gelegen ist es Ausgangspunkt zum kennen lernen der näheren Umgebung, ein abgelegener Treffpunkt für (Jugend-) Gruppen und idealer Platz für Aktivitäten in und um die Natur. Für kleinere und größere Gruppen (bis ca. 50 Personen) bietet es einen großen Aufenthaltsraum und einem weiteren Raum. Darüber hinaus gibt es eine Küche mit Theke und Sanitärräume. In dem kleineren Raum bieten sich Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 20 Personen auf Matratzen.

Das Jugendhaus steht Gruppierungen und Privatpersonen offen. So kann das Haus derzeit zum Beispiel folgendermaßen genutzt werden:

  • Aus- und Fortbildungen
  • Sitzungen
  • Feiern, Geburtstage (ab 25 Jahren!), Videonacht
  • Veranstaltungen rund um die Pfadfinder
  • Übernachtungen von kleinen und größeren Gruppen
  • Andere ein- oder mehrtägige Veranstaltungen

Mehr Infos gibt es hier: http://dpsg-heubach.de/just-zeltplatz/vermietung-von-haus-und-zeltplatz/

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Gedenktag: Walter Scherf

Scouting - Fr., 10/25/2019 - 05:37

Heute vor neun Jahren, am 25. Oktober 2010, verstarb Walter Scherf, genannt tejo, im Alter von 90 Jahren in München. tejo war war ein deutscher Schriftsteller, Komponist, Kinder- und Jugendliteratur- sowie Märchenforscher mit pfadfinderisch-jungenschaftlichem Hintergrund. In seiner Jugend war er zunächst einer Gruppe der DPSG in Wuppertal zugehörig, ehe er während seines Studiums in Göttingen in Kontakt mit Gruppen der Jungenschaft kam und selbst einige gründete. 1949 wurde er schließlich Bundesführer der Deutschen Jungenschaft. Zu dieser Zeit schrieb er auch „Das große Lagerbuch“, das in bündischen Gruppen bis heute ein Klassiker ist. Auch machte er sich als Übersetzer von J.R.R. Tolkien, Jonathan Swift, Mark Twain und weiteren berühmten Abenteuerautoren einen Namen. Weiterhin schrieb er viele bekannte Fahrtenlieder der heutigen Bündischen Jugend, zum Beispiel „Die Regenfrau“, „Hier wächst kein Ahorn“, „Summt der Regen“ und „Kiefern im Wind“; einige davon gelten als moderne Volkslieder. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1982 widmete er sich überwiegend der Märchenforschung.

Bildnachweis: Frieder Vogelsang von Schloss Blutenburg anlässlich des Todes von Walter Scherf.
Quelle und weitere Informationen: Wikipediaeintrag über Walter Scherf und bei Helmut Wurm

 

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Gedenktag: Maximilian Bayer

Scouting - Fr., 10/25/2019 - 05:36

Heute vor 102 Jahren, am 25. Oktober 1917, fiel Maximilian Bayer im Alter von 45 Jahren „zwischen den Fronten“ des ersten Weltkrieges in St. Jürgen nahe Nomeny (Lothringen). Maximilian Bayer gründete 1909 zusammen mit Alexander Lion die Pfadfinderbewegung in Deutschland. Diesen hatte er in der zweiten Jahreshälfte 1908 auf einer Tagung der Deutschen Kolonialgesellschaft kennengelernt. Bayer erklärte sich bereit, Lion bei der Bearbeitung und Herausgabe einer geplanten Übersetzung von Baden-Powells Jugendbuch Scouting for Boys zu unterstützen. Die gemeinsame Gründung des Pfadfinderfördervereins Berlin im Jahre 1909 mobilisierte jedoch zahlreiche Gegner. Sowohl Maximilian Bayer, als auch Alexander Lion und ihre Mitstreiter mussten sich in den folgenden Jahren Kritik aus militärischen, bürgerlichen und kirchlichen Kreisen gefallen lassen, die sich darauf konzentrierte, dass die Pfadfindermethode im von vielen gehassten England entwickelt worden war. Aufgrund dienstlicher Widerstände schied Bayer aus dem Vorstand des Pfadfinderfördervereins „Jugendsport in Feld und Wald“ aus und ließ seinen Namen vom Titelblatt des wenig später erscheinenden Pfadfinderbuches streichen, von welchem er die Abschnitte zu den Bereichen Natur, Pfadfindertechniken und Vaterland verfasst hatte. Als sich 1911 in Berlin der Deutsche Pfadfinderbund (DPB) gründete, wurde Bayer zum „Ersten Reichsfeldmeister“ gewählt und blieb es bis zu seinem Tode. Seine Leiche wurde 1926 nach Deutschland überführt und liegt im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof in Mannheim.

Quelle und weitere Informationen: Wikipediaeintrag über Maximilian Bayer
Zum weiterlesen:
Faksimile-Ausgabe vom „Pfadfinderbuch“ (verfasst von Maximilian Bayer und Alexander Lion)
Buch: Gründerväter der Pfadfinderbewegung von Stephan Schrölkamp

 

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Kategorien: Pfadfinder

Crowndfounding Baumhaus-Wanderpfad

Scouting - Do., 10/24/2019 - 05:27

Unter dem Link https://www.startnext.com/baumhaustechnik?fbclid=IwAR3x6RTeEF_qNMo9J3jI1qQRxijCWZAwoH-w0G9Ep9jxRqEWFY-eykDMGRQ
sammelt „Baumhaustechnik“ für die Anlegung eines Baumhaus-Wanderpfades. Die Initiative der Baumhäuser, welche Übernachtungsmöglichkeiten für Kleingruppen bieten, startete 2012 mit einer Pfadfindergruppe vom Stamm Sternfahrer in Calw. Heute stehen hinter dem Projekt ein Team aus etwa 30 Kinder und Jugendlichen ab 11 Jahren und 30 Erwachsenen mit vielseitigen Fachkompetenzen. Die gemeinnützigen Leistungen werden durch einen gemeinnütziger Verein „Bund für Baumhaustechniker, Bildung, Forschung, Natur, Sport und Jugend“ e.V. gewährleistet.

Entlang der Fernwanderwege im Schwarzwald sollen mehrere Baumhäuser entstehen. In einem Baumhaus übernachten bis zu 8 Personen. Viele Baumhäuser ergeben dann einen Mehrtages-Fernwanderweg. Fast die Hälfte der zunächst benötigten Spenden sind bereits eingegangen, das Projekt befindet sich auf Erfolgsspur – allerdings fehlen noch immer etwa 6000€. Ein super Projekt!

 

Kategorien: Pfadfinder

Fahnendiebstahl beim Überbündischen Treffen

Scouting - Do., 10/24/2019 - 05:20

Heute vor 2 Jahren:
Inzwischen ist es zumindest aus zweiter Hand und dem Umfeld des Orga-Teams bestätigt worden: Beim Überbündischen Treffen (ÜT 2017) wurde die Bundesfahne eines Wandervogelbundes gestohlen. Bislang soll diese Fahne auch nicht mehr aufgetaucht sein. Es klang zudem danach, als seien weder Bekennerschreiben noch Lösebierforderung beim betroffenen Bund eingegangen. Nun besteht die theoretische Möglichkeit, dass die Fahne von externen Personen entwendet wurde und es sich nicht um einen Bruch des Lagerfriedens handelte. Allerdings könnte es sich auch um eine zielgerichtete Aktion zum Schaden des betroffenen Bundes handeln, was von so manchem Beteiligten als wahrscheinlicher angesehen wird. Die Meinungen hierzu gehen auseinander und reichen von „so etwas macht man nicht“ bis hin zu „das war ich zwar nicht, aber“. Hinsichtlich des rechtlichen Aspektes sei auf folgenden Artikel verwiesen: Fahnendiebstahl.

Bild: Eine historische Aufnahme vom Überbündischen Treffen auf dem Allensbacher Hof 1977 (Eröffnung), zur Verfügung gestellt von Klaus.

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Kategorien: Pfadfinder

Virus im Umlauf

Scouting - Mi., 10/23/2019 - 09:57

Seit gestern ist ein effektiver Virus im Umlauf. Dieser ist in der Lage, auf Postfächer zuzugreifen und in Beantwortung dort eingegangener E-Mails eine zip-Datei („Code 777“) zuzusenden. Da es sich bei den Absendern um reale Personen handelt, mit denen die Empfänger der Nachricht tatsächlich in Mailkontakt stehen und die E-Mails sogar die original in der Vergangenheit zugesendeten Mailinhalte anzeigen, könnte man auf die dumme Idee kommen, den Anhang zu öffnen. Es handelt sich um ein gezipptes Word-Dokument mit dem Titel „info_10_22“. Dahinter verbirgt sich Schad-Software. Nach dem Öffnen wird dann schlicht ein Hinweis dazu angezeigt, dass das Dokument in einer veralteten Windows Version erstellt sei und deshalb die Inhalte nicht angezeigt werden könnten. Wenn man das liest, ist es aber bereits zu spät und die Schad-Software hat die Übernahme angetreten.  Details dazu.

Warum dieser Beitrag? Es sind doch immer wieder Viren im Umlauf? Nun, dieser Virus kam in den letzten 24 Stunden gleich zweimal bei der Verfasserin an, beide Male aus dem weiten Kontext Pfadfinder- und Jugendbewegung. Übrigens: Die Datenschutzgrundverordnung verpflichtet einen dazu, wenn man nicht nur als Privatperson „gekapert“ wurde (sondern als Firma oder Verein), alle Empfänger über den Virus zu informieren – und darüber, in welchem Umfang ihre Mailadressen offenbar in die Hände von Betrügern gefallen sind.

Kategorien: Pfadfinder

Video&Fotos: Ein wunderbarer Singeabend

Scouting - Mi., 10/23/2019 - 09:03

Der Singeabend aus Anlass der Frankfurter Buchmesse ist auf ein überwältigendes Echo gestoßen. Die Vorbereitungen durch Andreas und Philipp haben ein enormes Interesse hervorgerufen und mit weit über 40 Besuchern all unsere Erwartungen übertroffen. Danke an Andreas und Philipp für die Organisation und Unterstützung! Auch Dank der zahlreichen Gitarrenvirtuosen war es ein sehr schöner und erfrischender Liederabend. Besucher aus insgesamt acht Bünden hatte ich gezählt. Das Zelt der Gaststätte Platzeins in Eschersheim, der sehr freundliche Service und das gute Essen, trugen ebenfalls zur atmosphärischen Bereicherung bei. Es gab also nur freundliche Gespräche. Ich hatte kurz die Gelegenheit den Spurbuchverlag vorzustellen, die Buchvorstellung fiel aber dann aus (weil ich die Bücher vergessen hatte), aber es machte nichts aus. Wie ich waren viele Besucher froh und zufrieden, wieder einmal einen solchen Anlass zum Singen zu haben. Damit steht auch fest, dass wir diese Singerunde nächstes Jahr wiederholen werden. Dann vielleicht etwas früher beginnen, um tatsächlich einige Bücher vorstellen zu können. Pauli Buchmesse Leipzig Auch hier ist ein Singerunde geplant, aber der genaue Termin liegt noch nicht fest. Die Buchmesse Leipzig findet vom 12. März bis 15. März 2020 statt. https://scouting.de/wp-content/uploads/2019/10/VIDEO-2019-10-20-12-37-21.mp4
Kategorien: Pfadfinder

Gedenktag: Hans-Egon von Gottberg

Scouting - Mo., 10/21/2019 - 05:35

Heute vor 105 Jahren, am 21.10.1914, verstarb Hans-Egon von Gottberg, einer der Gründungsväter der Pfadfinder im Rheinland und Westfalen und Gründer des ersten Pfadfinder-Korps in Bonn, im Alter von nur 23 Jahren. Er erlag den Verletzungen, die er in der Weltkriegsschlacht an der Marne erlitten hatte. Nicht obwohl, sondern weil er aktiver Offizier war, vertrat er den pazifistischen Gedanken der Pfadfinderei und wendete sich gegen jede „Soldatenspielerei“. Aus seinen Gruppen berichtete er über einen hohen Anteil an Jungen aus der Arbeiterschaft, die sozialistisch geprägt seien. Anders, als die Wandervogelbewegung, die „ihren“ Aktionsradius häufig auf Jugendliche aus bürgerlichen Schichten begrenzte, ja begrenzen musste, da ihre wochenlangen Fahrten für jene Jugendliche, die bereits arbeiten mussten, um zum Lebensunterhalt beizutragen, überhaupt nicht möglich waren, gelang es dem Bonner Pfadfinderkorps unter seiner Führung, für alle Gruppen der Bevölkerung eine sinnstiftende Betätigung zu bieten.

In seinem Nachruf heißt es in der Chronik der Stadt Bonn: „Hans Egon Freiherr von Gottberg, Leutnant im Infanterie-Regiment 160, ist im Alter von 23 Jahren von einer im Felde erlittenen Verwundung durch ein Dum-Dumgeschoß gestorben. Mit dem Tode dieses jugendlichen Offiziers, der erst kürzlich mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, ist ein tüchtiger, liebenswerter Mensch dahingegangen, der sich insbesondere mit Rieseneifer der Pfadfindersache angenommen hat. Leutnant Freiherr v. Gottberg war Mitbegründer des Bonner Pfadfinderkorps und dessen Hauptfeldmeister. Er war tätig im Verein für Körperpflege und im Ausschuß der Vaterländischen Festspiele und Leiter des Militärsportvereins im 2. Bataillon des hiesigen Infanterie-Regiments. Sein Hauptinteresse bekundete er doch der ihm ans Herz gewachsenen Pfadfindersache. Ueberall zog er an der Spitze seiner Jungen mit hinaus und stählte ihr Pflicht- und Kraftbewußtsein. Als Führer war er vorbildlich für die gesamten Pfadfinder.“

Zum weiterlesen: Beitrag von Ernst-Werner Ludwig (Ewel) zu 100 Jahre Pfadfinder in Deutschland.

 

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