Kosten für Kohten und Jurten
aus Jungenleben Juli 1956
Was kosten Kohten und Jurten im Vergleich zu anderen Zelten? Diese Frage stellt sich auf jeden Fall, wenn du mit deiner Gruppe Schwarzelte kaufen möchtest. Natürlich sind gute Zelte im Allgemeinen nicht billig. Qualität hat ihren Preis und doch sprechen zwei gute Argumente für die Kohtenplanen:
1.) Das modulare System von Kohten und Jurten
Bei Kohten und Jurten musst du nicht gleich alles auf einmal kaufen. Du kannst die erforderlichen Ausgaben deiner Gruppenkasse anpassen und auch mit wenig Geld schon einiges an Schwarzzelten aufbauen. So kannst du mit einer Kohte aus vier Kohtenblättern beginnen, die Stangen und die Heringe fertigst du dir selbst aus Holz, dass du im Wald findest. Eine kleine Gruppe von vier bis acht Personen kann so bereits auf Fahrt und Lager gehen.
Wenn die Lagerkasse wieder gut gefüllt ist, dann kannst du dir vielleicht schon bald zwei weitere Kohtenstücke kaufen und bestimmt reicht es auch schon bald für sechs Seitenplanen und damit für deine erste Jurte.
Hättest du zuerst ein Gruppenzelt, wie z.b. ein Ohio oder Missouri gekauft, dann wäre nun für ein größeres Zelt eine komplett neue Investition fällig. Mit den einzelnen Planen für Kohten und Jurten kannst du jedoch einfach mit deinen Bedürfnissen wachsen.
2.) Die Haltbarkeit von Kohten und Jurten
Oft sind die Zeltbahnen, die ein Stamm vor zwanzig oder dreißig Jahren angeschafft hat, immer noch im Einsatz. Vielleicht sind sie etwas ergraut und nicht mehr so richtig schwarz, vielleicht fehlt ihnen der eine oder andere Doppelknopf oder eine Öse ist ausgebessert, aber du kannst immer noch die verschiedenen Zelte daraus bauen.
Wenn doch mal ein größerer Schaden an einer Plane ist, so lässt diese sich meist recht einfach auf Mamas Nähmaschine ausbessern (Kohtenstoff ist auch als Meterware verfügbar) und mit recht einfachem Werkzeug reparieren. Und selbst wenn sich an einem Kohtenblatt gar nichts mehr retten lässt, dann ist es nur eine kleine Plane, die ausgetauscht werden muss und nicht gleich das ganze Zelt.
Im folgenden wollen wir dir an ein paar Beispielen zeigen, was die unterschiedlichen Kostruktionen kosten. Die Preise auf dem deutschen Markt sind recht stabil. Die jährlichen Preissteigerungen sind in Verhältnis zu den deutlich gestiegenen Rohstoff- und Produktionskosten moderat.
Immer mal wieder gibt es auch Lieferanten auf dem Markt, welche Kohten und Jurten zu Kampfpreisen anbieten. Das ist zwar gut für die Gruppenkasse, aber schlecht als Unternehmer gedacht. So ein Preisfeuerwerk ist schnell verpufft und Anbieter, die zwar viel Umsatz aber keinen Gewinn machen, sind nicht sehr beständig.
Aus diesen Gründen halten wir uns bei unseren Beispielrechnungen an das mittlere Preisniveau hochwertiger Planen von namhaften Herstellern.
- Druckversion
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- 18717 Aufrufe

















Technorati Tags:

Wir suchen übrigens
Wir suchen übrigens weitere Hinweise, was die Kohten die vergangenen Jahrzehnte gekostet haben.
Ein drittes Argument...
... für Kohtenplanen ist die Zerlegbarkeit zum trocknen! Das Wetter spielt uns glaube ich gerne einen Streich indem es am Tag des Abbauens aus Kübeln schüttet. Das macht zwar oft den Abschied leichter, heißt aber auch, dass das Zelt Zuhause wieder ausgepackt und getrocknet werden muss.
Wer einmal versucht hat, ein 5m Pyramidenzelt aus Baumwolle in einer kleinen Mietwohnung zu trocknen, weiß was ich meine.
Bei Kohten/Jurten kann man die einzelnen Planen einfach auf die Wäscheleine hängen, normale 165x165 Planen trocknen auf einen Stuhl gehängt auch ohne Modergeruch.
Im Prinzip könnte man die Planen auch auf die Trockner eines Waschsalons verteilen aber ich denke das ist für die Imprägnierung nicht unbedingt förderlich.
Gruß,
Mario